Was fällt unter Bewegungsfelder und Sportbereiche des Schulsports?
1) Den Körper wahrnehmen und Bewegungsstrategien ausprägen
2) Das Spielen entdecken & Spielräume nutzen
3) Laufen, Springen, Werfen - Leichtathletik
4) Bewegenim Wasser - Schwimmen
5) Bewegen an Geräten - Turnen
6) Gestalten, Tanzen, Darstellen - Gymnastik/ Tanz, Bewegungsräume
7) Spielen in und mit Regelstrukturen - Sportspiele
8) Gleiten, Fahren, Rollen - Rollsport/ Bootssport/ Wintersport
9) Ringen & Kämpfen - Zweikampfsport
Sportartengruppen aus taktischer Sicht (technisch-kompositorisch)
Turnen
Eiskunstlauf
Gymnastik
Wasserspringer
Akrobatik
Sportartengruppen aus taktischer Sicht (Individualsport)
Rudern
Leichtathletik
Gewichtheben
Skilaufen
Radsport
Schwimmen
Sportartengruppen aus taktischer Sicht (Spielsportarten)
Boxen
Fechten
Sportspiele
Ringen
Welche Spiel - Sportarten gibt es?
Ziel- & Treibspiele (Billard, Bowling, Golf, Curling)
Schlagballspiele (Baseball, Kricket, Softball)
Rückschlagspiele (Tennis, Tischtennis, Badminton)
Mannschaftsrückschlagspiele (Volleyball, Faustball, Indiaca)
Torwurf- & Schussspiele (Handball, Basketball, Fussball, Eishockey)
Endzonenspiele (American Football, Ultimate Frisbee)
Zweikampfsportarten (Boxen, Ringen, Judo, Taekwondo)
Wiese gelten Regeln als strukturbestimmende Merkmale des Sports?
Regeleinhaltung- & Durchsetzung durch Sanktionen gesichert
Regeln prinzipiell veränderbar
Kollektive Verstöße könnten neue Regeln/ neuen Sport konstituieren
Regeln werden meist unbewusst verfolgt
Welche Regeltypen gibt es?
Geschriebene, konstitutive Regeln (Invarianzen)
legen die Rahmenbedingungen fest
Gewährleistung von Chancengleichheit
Umsetzbarkeit der Spielidee
Ungeschriebene, strategische Regeln (Varianzen)
Entwickeln sich aus dem Handlungsspielraum, den die konstitutiven Regeln zulassen
Techniken & Taktiken zur optimalen Lösung unzureichend situativen Anwendung werden entwickelt
Erfolgsorientierung, Schwächen vermeiden, Stärken einsetzen
Konstitutive und strategische Regeln im Vergleich
Inventarregeln: bezogen auf Inventar (was braucht man?)
Personalregeln: bezogen auf Personal (wie viele Leute?)
Raumregeln: bezogen auf Raum (wie groß ist die Spielfläche?)
Zeitregeln: bezogen auf Zeit (wie lange wird gespielt?)
Handlungsregeln: bezogen auf Handlungen (was wird gemacht?)
> Zeit, Raum, Akteure, Inventar, motorische Handlungen
Lehrplan der Regelstrukturen für Sportspiele (NRW) - Jgs. 4
Spielideen und Regelungen komplexer Spile kennen & verändern
Spieltaktische Elemente situationsgerecht nutzen & Bedeutung erkennen
Regelverständnis zeigen, Regelungen hinterfragen, Regelvorhaben bei erkannten Problemen modifizieren
Lehrplan der Regelstrukturen für Sportspiele (NRW) - Jgs. 6
Grundlegende Spielregeln anwenden & Funktionen erklären
Spielsituationen beurteilen; ausgewählte Kriterien (Spielidee, Regeln, Vereinbarungen)
Lehrplan der Regelstrukturen für Sportspiele (NRW) - Jgs. 9
Konstitutive, strategische, moralische Regeln unterscheiden- Funktionen benennen, Veränderungen gezielt anwenden
Sportspiele & Wettkämpfe selbstständig organisieren, Schiedsrichtertätigkeiten
Wozu dienen Aufwärmung & Erwärmung - physiologisch betrachtet - was ist das Ziel? Was passiert im Körper?
Vorbereitung auf bevorstehende körperliche Aktivität
Organfunktionen, die die körperliche Leistungsfähigkeit limitieren, werden aus dem Ruhezustand geholt und auf bevorstehende körperliche Arbeit vorbereitet
Ziel; Bereits zu Beginn der sportlichen Aktivität optimale Leistungsfähigkeit & verringerte Verletzungsfähigkeit
Körperliche Aktivität - Muskeltemperatur steigt an - Wärme wird über Butkreislauf in den Organismus transportiert - Körperkerntemperatur teigt an
Auswirkungen des Aufwärmens auf Psyche, Nerven - & Sinnessysteme?
Nervenleitgeschwindigkeit steigt > Beschleunigung der Reaktionsgeschwindigkeit
Größere Empfindlichkeit der Sinnessysteme > Verbesserter Informationsfluss
Stärkere Aufmerksamkeit
Gesteigerte Motivation
> Kognitiv- motorischer Lernprozess wird intensiviert
> Verletzungsgefahr verringert sich
Auswirkungen des Aufwärmens auf Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke
Stärkere Sensibiliät der Muskelspindeln > Steigerung der koordinativen Leistungsfähigkeit
Elastische & Visköse Widerstände im Muskel nehmen ab > gesteigerte Kontraktionsfähigkeit, höhere Maximalkraft & Schnellkraft
Verringerte Rissbereitschaft von Muskeln, sehnen & Bändern
Vermehrte Prodktion von Gelenkschmiere
Verdickung der Gelenkknorpel durch Flüssigkeitseinlagerung
> Bessere Druckverteilung > Verrngerung von Knorpelschäden
Welche Auswirkungen hat Aufwärmen auf das Herz- Kreislauf System und den Stoffwechsel?
Schnellere Stoffwechselprozesse im Muskel > Energieumsatz & Leistungsfähigkeit der Muskulatur steigen (um 13% pro °C)
Gesteigertes Atemminutenvolumen und Herzminutenvolumen > höhere O2 Aufnahme
Bessere O2- Abgabe von Blut in Muskulatur
Ergo: Schonung der anaeroben Energiereserven
Wie hoch sollten Umfang und Intensität sein?
10- 45 Miuten möglich (Empfehlung 15- 30)
50% des Aufwärmeeffekts nach 5 Minuten erreicht (besser als gar nichts)
Muskeltemperatur bleibt bis zu 5- 10 Miuten nach Ende des Aufwärmens erhalten
45 Minuten nach Ende des Aufwärmens ist der Effekt nicht mehr nachweisbar
Was sollte man beim Aufwärmen bei er Kleidung beachten?
Trainingsanzug in Pausen anziehen zum Wärmeerhalt
Trainingsanzug bei kalten Witerungsbedingungen auch beim Aufwärmen möglich
Wie sind die Leistungssteigerungen durch Aufwärmen auf Kurz- und Mittelstrecken?
100m- Lauf: 3-4%
400m- Lauf: 3-6%
800m- Lauf: 2,5-5%
Was sind die Faktoren für Umfang und Intensität der Erwärmung? (Körperliche Leistungsfähigkeit)
Untrainierte ermüden schneller und evtl. Schon beim Aufwärmen > geringere Intensität & Dauer
Trainierte müssen sich länger & intensiver aufwärmen
Was sind die Faktoren für Umfang und Intensität der Erwärmung? (Alter)
Kinder: nicht lange, dafür schneller intensiv
Erwachsene: Länger & langsame Intensivitätssteigerung (Umstellung des Nervensystems im Erwachsenenalter langsamer + verringerte Muskelelastizität)
Was sind die Faktoren für Umfang und Intensität der Erwärmung? (Tageszeit)
Morgens länger als Abends
Was sind die Faktoren für Umfang und Intensität der Erwärmung? (Klimatische Bedingungen)
Warm: nicht so lange aufwärmen > schnellere Ermüdung
Kalt: länger aufwärmen, um Muskeltemperatur zu erhöhen
Wie ist die Methodik des Warm-Ups? (Zwei typische Komponenten)
1) Allgemeine Erwärmung
Relativ unspezifisch
Einsatz großer Muskelgruppen
Langsam steigende Intensität zur Erhöhung der Körpertemperatur
2) Spezielle Erwärmung
Vorbereitung auf die Sportartspezifischen Bewegungsabläufe Belastungen
Dehn- und Lockerungsübungen
Mobilisation
Kräftigung
Spezielle Bewegungsabläufe der Sportart mit teilweise hohen Intensitäten (Bezug zur nachfolgenden Belastung)
Erläutere die Einflussgrößen sportlicher Leistung
1) Kondition
zusammengesetzt aus trainierbaren Einflussgrößen
Schnellkraft, Technik, Taktik
2) Nicht trainierbare Einflussgrößen
Internale & Externale Größen
Körpergröße, Beschaffenheit des Materials
3) Sportliche Leistung (Zusammenspiel von 1 & 2)
Welche einfachen Einflussgrößen gibt es und wie werden sie definiert?
Ausdauer: Sportliche Belastungen über längeren Zeitraum ausführen können, bzw. Die Ermüdung hinauszögern
Kraft: Fähigeit, sportliche Bewegungen gegen höhere Widerstände ausführen können
Koordination: Zielgerichtetes zusammenwirken der sensorischen (Wahrnehmung) und motorischen Teilsysteme und Teilprozesse der Sportmotorik
Taktik: Optimale individuelle und kollektive Verhaltensweisen zur Steigerung der Leistung (vor allem in Sportielen entscheidend)
Erläutere die Ausdauerformen
Grundlagenausdauer: Fähigkeit, über lange Zeit (45- 90+ min) eine aerobe, gleichmäßige Leistung zu erbringen, ohne vorzeitige Ermüdung
Spezielle Ausdauer: Fähigkeit, eine Belastung unter Wettkampfbedingungen ermüdungsfrei aufrechtzuerhalten
Lokale Ausdauer: Ermüdungswiderstandsfähigkeit kleinerer Muselgruppen (< 1/6 - 1/7 der Gesamtmuskulatur)
Allgemeine Ausdauer: 1/7 bis 1/6 der Gesamtmuskulatur wird beansprucht
Dynamische Ausdauer: Wechsel von Anspannung auf Entspannung
Statische Ausdauer: Gehaltene Kraftanstrengungen (zB Haltearbeit)
Kurzzeit- Ausdauer: 35 Sek. - 2 Minuten
Mittelzeit- Ausdauer: 2 - 10 Minuten
Langzeit- Ausdauer: 10+ Minuten
Aerobe Ausdauer: AUsreichend Sauerstoff für die Energieverbrennung vorhanden (nierdige bis mittlere Intensität)
Anaerobe Ausdauer: Hohe Intensität, Sauerstoff reicht nicht aus, Energie wird unter Laktatbildung (Sauerstoffschuld) bereitsgestellt)
Woraus bezieht der Körper Energie für eine Ausdauerleistung?
Muskelkontraktion funktioniert nur durch ADP & ATP
Resynthese (Wiederherstellung von ADP) - Verwendung von Kohlenhydraten, Proteinen, etc.
Mehrere Energieereitstellungssysteme sind gleichzeitig aktiv (unterschiedlich effizient, langlebig und dominant)
Energiebereitstellung durch
Phosphate (ATP, KP)
Anaerobe Glykolyse (Kohlenhydrate ohne Sauerstofeinsatz, dafür mit Bildung von Laktat - nicht unbegrenzt möglich)
Aerobe Glykolyse (Kohlenhydrate mit Sauerstoffeinsatz)
Aerobe Lipolyse (Fette mit Sauerstoffeinsatz)
Wie kann man die Ausdauerleisung bestimmen/ diagnostizieren?
Messung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max)- Goldstandart Spiroergometrie
Lakatmessung mittels verschiedener Schwellenkonzepte möglich zB:
Aerobe Schwelle (AS):
2mmol Laktat/ Liter Blut
Herzfrequenz (=HF) bei 120-140bpm
Bis zur AS aerobe Energiebereitstellung
Ab der As ist die Energie aus anaerob- laktaziden Prozessen notwendig
Anaerobe Schwelle (ANS):
Bereich des Abbrechens, denn Tempo zu hoch
4mmol Laktat/ Liter Blut
HF beim. 175bpm (80% der max. HF)
An der ANS: maximales Laktatgleichgewiht (Laktat- Steady- State)
Ab der ANS: Sauerstoffaufnahme reicht nicht mehr aus- Übersäuerung
Was sind Dauermethoden im Ausdauertraining? (Durchgängige Belastung)
Extensiv: lange Dauer
Intensiv: höhere Intensität, fortgeschrittener Bereich
Variabel: keine pause
Fahrtspiel: weniger kontrolliert, spielerischer, unsystematische Varianten
20 - 60 Minuten bis Körper aktiviert wird
Was sind Intervallmethoden im Ausdauertraining im Ausdauertraining? (Pause & Bewegung im Wechsel)
Extensiv: lange Belastung, geringe Intensität, Pause: gehen
Intensiv: 90-100% der Wettkampfgeschwindigkeit
Wiederholungsmethode: längere Belastungsdauer, vollständige Pausen, Wettkampfsimulation
Wie lautet die Karvonen- Formel?
HFt= (220) - A - HFr) • I + HFr
HFt: Herzfrequenz der Trainingsbelastung
HFr: Herzfrequenz in Ruhe
A: Alter
I: Intensität der Belastung
Welcher Intensitätsbereich trifft auf welche Trainingswirkung zu?
Regeneratives Training: I = 0,6>
Aerobes Training: I = 0,6-0,75
Aerob- Anaerober Trainingsbereich: I = 0,76-0,85
Anaerob- laktazides Training: I = 0,85<
Erholungspuls sollte 1 Minute nach Belastungsende 30-40Schläge unter dem Belastungspuls liegen
Was soll man bei HF- Messungen beachten?
Eine akkurate HF- Messung ist faktisch selten möglich
Subjektives Belastugngsempfinden zur Trainingssteuerung (Borg- Skala)
Anfänger sollten im Bereich 2-3 trainieren
Richtwerte für Belastung unterhalb aerober Schwelle:
Ältere, leistungsschwache Person - 6-8 Schritte pro Atemrhytmus
Jüngere Anfänger - 6-7 Schritte pro Atemrythmus
Nasenatmung
Oberhalb der aneroben Schwelle:
4 Schritte oder weniger pro Atemrhytmus
Mundatmung
Erläutere die Maximalkraft
Maximale Kraft durch eine maximale, willkürliche Muskelaktion
Beeinflusst durch: Muskelquerschnitt (je mehr, desto höher zu treiben)
Neuromuskuläre Koordination, Muskelfaserzusammensetzung, Motivation
Erläutere die Schnellkraft (=power)
Anstieg der Muskelkraft in einer bestimmten Zeit
Möglichst großer Kraftimpuls/ Stoß in geringer Zeit
Beeinflusst durch Muskelquerschnitt, neuromuskuläre Koordination, Muskelfaserzusammensetzung, Motivation + Gelenkwinkel, Bewegungsdauer, Muskellänge
Erläutere die Kraftausdauer
Kräfte, die über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten werden können
Beeinflusst durch: Maximalraft + lokale Muskelausdauer
Erläutere die Reaktivkraft
Schnellkraftentwicklung im Dehnungs- Verkürzungszyklus (DVZ)
Dezentrische Muskelfunktionsaktion schließt an exzentrische an
Wie sind die 3 Arbeitsweisen der Muskulatur?
Isometrisch: Muskel hat konstante Länge
Dynamisch: Veränderte Länge
konzentrisch (überwiegende Muskelaktion)
Exzentrisch (nachgebende Muskelaktion)
Dehnungs- Verkürzungs- Zyklus:
Kurz (100 - 250ms) Bodenkontaktzeiten
Lang (>250ms)
Wie sind die 4 Methoden des Krafttrainings?
Maximalkraft beeinflusst Schnellkraft + Kraftausdauer
1) Hypertrophiemethode (Muskelmasse) bzw. Maximalkraftmethode - recht intensiv
Submaximale Lasten bis: Muskelversagen/ Ermüdung
60-85% des Einer- Wiederholungsmaximums
6-12 Wdh, 3-6 Sätze
Pause 2-3 Minuten
Empfohlenes Wochenvolumen: über 40 Wdh / Muskelguppe
2) Reaktivkraftmethode
Spezifische Muskelaktionsfolge mus spezifisch trainiert werden
10-12 Wdh, 3-6 Sätze; explosiv
10 Minuten Pause
3) Neuromuskuläre Koordination (trainiert Maximalkraft + Schnellkraft)
Ziel: Vorhandene Muskelmasse besser ausnutzen
90- 100% des 1RM
3-6 Wdh, 3-6 Sätze
Pause 3-5 Minuten
Willentlich explosiv, aber langsam wegen hoher Last
4) Muskelleistungsmethode (trainiert Schnellkraft bei geringen Lasten)
30-60% des 1RM (im Bereich der muskulären Leistungsschwelle)
Explosive Kraftentwicklung
Mehrgelenkige Übungen - Ziel: Kraftübertragung optimieren
Wie sind die koordinativen Fähigkeiten?
Allgemeine, stabile Fähigkeiten mit Auswirkung für verschiedene Fertigeiten, verfestigte, allgemeine, koordinative Leistungsvoraussetzungen
Differenzierungsfähigkeit: Feingefühl für richtige Muskelbewegung
Orientierungsfähigkeit: Position und Bewegung des Körpers im Raum bestimmen, zielgerichtet verändern
Reaktionsfähigkeit: auf Reize schnell und zielgerichtet reagieren
Kopplungsfähigkeit:Teilkörperbewegungen räumlich, zeitlich und dynamisch zu einer flüssigen Gesamtbewegung verbinden
Rhythmisierungsfähigkeit: äußeren Takt erfassen und in Bewegngsabläufe umsetzen
Umstellungsfähigkeit: während laufender Bewegung auf unerwartete Situtionen reagieren
Gleichgewichtsfähigkeit: Gleichgewicht halten, nicht übertragbar auf andere Gleichgewichtsfordernde Aufgaben
Was sind koordinative Fertigkeiten?
Spezifische, erlernte Koordinationsmuster zur LÖsung motorischer Aufgaben=Techniken -Koordinationstraining = Techniktraining
Wie sind die Taktik- Modelle?
Modell taktischen Handelns:
Zwei- Stufen- Modell (Roth):
SMART- Modell (Raab):
TEISS- Modell (Weigel):
Entscheidungsverhalten auf Basis des Rubikonmodells (Höner):
Wodurch wird Schnelligkeit beeinflusst?
Reaktionsschnelligkeit:
Einfachreaktion: Start beim Sprint
Wahlreaktion: abhängig von Auswertung motorischer Funktion - Reizidentifikation; worauf muss man achten?
Frequenzschnelligkeit:
sich wiederholende Bewegungen möglichst schnell ausführen
Maximale Geschwindigkeit der LÄnge lässt dich nicht kombinieren mit Schnelligkeit sondern durch Frequenzschnelligkeit
Schnellkraft:
trainierbar
Was sind Methoden des Schnellikeitstrainings?
Antizipationstraining:
Nervenleitgeschwindigkeit, Übertragung der Synapsen & Reflexzeiten (nicht trainierbar- Wahrnehmung optimieren)
Reaktionszeiten können nur durch Verbesserung der Wahrnehmungsleistung optimiert werden
Koordinationstraining:
Verbesserung der intermuskulären Koordination
Schnellkrafttraining:
Verbessert Muskelaktivierung, Koordination, schützt vor Stürzen
Muskulatur wird darauf trainiert, in kurzer zeit möglichst hohen Kraftimpuls zu erzeugen
Außerdem: die meisten Sportarten verlangen nicht rein lineare Bewegungen, sondern nicht- isolierte Richtungswechsel als Reaktion - Agility/ komplexe Schnelligkeit
Wie kann man Beweglichkeit anpassen?
Kurzfristig:
Bei entspannter Haltung nach 1 Stunde wieder das Ausgangsniveau
Bei direkter Muskelaktivierung kehrt Dehnungsspannung sehr schnell wieder
Langfristig:
Dauerhafte Reduzierung der passiven Muskelspannung durch verminderte spinale Reflexivität
Veränderung der Muskel- und Bindegewebsformen
Was versteht man unter passiver und aktiver Beweglichkeit?
Passiv: mit Widerstand / Boden hält dagegen
Aktiv: Bein aktiv in die Höhe bringen
Was ist Mobility- Training?
Moderner, neuropphysiologischer, ganzheitlicher Ansatz
Fokus auf aktiver Beweglichkeit
Funktionale Bewegungsmuster werden trainiert, um erweiterte Reichweite auch im Alltag umzusetzen
Kombination aus Flexibilität, motorischer Kontrolle, Kraft
Was ist bei den Methoden des Beweglichkeitstrainings zu beachten?
Krafttraining ähnlich zu Dehntraining
Förderung der ROM warscheinlich durch:
Training in voller ROM (besonders bei konzentrischem Training)
Exzentrisches Krafttraining könnte ROM positiv beeinflussen
Intensitäten moderat bis hoch
Mind. 2x/ Woche
Mögliche Ursachen:
neuronale + mechanische Faktoren
Möglicherweise teilweise durch erhöhte Schmerztoleranz aufgrund von Krafttraining erklärbar
Dehnen nach dem Krafttraining scheint keinen vorteilhaften Einfluss auf Erholung, Muskelkater und ROM zu haben
Was sind Ausführungsvariablen der Kniebeuge?
Standbreit:
Breiter Stand - Höhere Aktivierung des Gluteus Maximus und Adduktoren
Außenrotation - Höhere Aktivierung der Hüftadduktoren
Geschwindigkeit:
Entsprechend der Trainingsziele
Kontrollierte Abwärtsbewegung sinnvoll zur Verletzugsprävention
Hantelablage:
Frontablage besser geeignet bei Rücken- & Kniebeschwerden, daaufrechter und weniger Knievorschub
Gewichthebergürtel:
Ken Einfluss auf die Muskelaktivität, aber schnellere Bewegungsausführung
Untergrund:
Instabiler Untergrund erhöht die Muskelaktivität von Rumpf und Beinmuskulatur, aber gleichzeitig können weniger Kraft und Schnellkraft aufgebracht werden
Muskelaktivität:
Squat mit moderatem Zusatzgewicht ist effektiver zur Kräftigung der Rumpfstabilisation, als andere Instabilitäts- Rumpfübungen
Mehr Muskelaktivität im Squat, im Vergleich zur Multipresse oder Beinstrecker
Was ist bei Krafttraining mit Kindern und Jugendichen zu beachten?
Kinder können sich bereits vor der Pubertät an Krafttrainingsanreize anpassen
Kraftzuwächse in Folge von Training in verschiedenen Studien belegt
Ca 40% der maximal möglichen Trainierbarkeit bereits vor der Pubertät möglich
Anpassungen sind größtenteils auf neuronaler Ebene zu vermuten
Was ist bei Verletzungen beim Krafttraining mit Kindern und Jugendliche zu beachten?
Verletzungen im Krafttraining stehen eher indirekt in Verbindung
Krafttraining hat gesundheitliche Vorteile für Kinder und Jugendliche
vermehrte Knochenmineralisierung
Verbesserte Körperzusammensetzung
Positive Effekte für die Psyche
Weniger Verletzunggen in den Hauptspportarten, wenn parallel Krafttraining betrieben
Ergo: Krafttraining für Kinder als auch Jugendliche sinnvoll und sicher bei richtiger Ausführung
Was ist bei Training mit Kindern und Jugendlichen zu empfohlen?
Ab Grundschulalter Krafttraining unter professioneller Betreuung möglich
Fokus auf Technik & langsamer Ausführung
Kombination aus Ausdauer, Beweglchkeit, Techniktraining
Langsame Gewichtsteigerungen erst bei passender Technik & Kontrolle
Tendenziell mehr Wdh, genügend Pausen, 1 Tag Pause
Maximale Lifts erst ab Pubertät
Kinder nie ganz auspowern
Abwechslungsreiches Training
Erhöhten Eiweißbedarf beachten
Präpubertär eher variables, intervallartiges und spielerisches Ausdauertraining
Dauermethoden mit sehr geringem Trainingsumfang einstreuen
Ab der Übergangsphase zum Erwachsenenalter sind auch extensive Methoden vermehrt möglich
Was sind physiologischeVorraussetzungen fürs Ausdauertraining mit Kindern und Jugendlichen?
Sie passen sich an Audauer- Trainingsanreize an
Geringere anaerobe Kapazität als Erwachsene- entspricht aber ihren Körperkonstitutionen
Gute Aerobic Leistungsvorraussetzungen bei schlechter Laufökonomie und Hebelverhältnissen
Bessere Regenerationsfähigkeit als Erwachsene
Erläutere die Schnelligkeitstrainingsarten
Komplexe Handlungsschnelligkeit: in dynamischen Situationen visuelle Informationen, taktische Vorgaben, eigene Bewegungen nett Zeitdruck zu optimalen Entscheidung und Aktion verknüpfen
Zyklische Schnelligkeit: gleichartige Bewegungen in maximalem Tempo ausführen
Azyklische Schnelligkeit: einzelne Bewegunen mit maximaler Geschwindigkeit ausführen
Koordinative Anteile der Schnellkraft: sorgen dafür, dass die entwickelte Kraft präzise, effizient, zeitlich optimal eingesetzt wird
Anteil des Schnellkrafttrainings wächst mit steigendem Alter
Wie unterscheiden sich ie Kinder in der Pubertät im Training?
Jungen entwickeln mehr Muskelmasse durch Testosteron
Mädchen nehmen mehr Körperfett zu durch Östrogen
Weitere Unterschiede bzgl. Körpergröße, Schulterbreite, Beckenbreite, anaerober & Aerobic Energiebereitstellung, Muskelmasse im Oberkörperbereich
Ergo: Physiologische Geschlechtsunterschiede, die zu Nachteilen bei Kraft- und schnellkraftbezogenen Aktivitäten von Mädchen führen - häufiger Kreuzbandrupturen, Stressfrakturen und Gehirnerschütterungen
Was ist bei Taining mit Mädchen und Frauen zu beachten?
Reduzierte Leistungsfähigkeit in früher Follikelphase
Möglicherweise bessere Anpassungen an Kraftanreize je Zyklusphase
Beim Ausdauertrining bisher keine Unterschiede je Zyklusphase
Zyklusorientiertes Training: in Harmonie mit dem Körper arbeiten; dokumentieren und anpassen
Erkläre das Relaive- Energiemangel- Syndrom (=REDs)
Weiteres Spektrum von optimaler Energiezufuhr bis hin zu unzureichender Energiezufuhr mit oder ohne Essstörungen
Sparmaßnahmen des Organismus, um zu Überleben z. B. Störungen dr Reproduktion (Menstruationszyklus), niedrige Knochendichte
Risikosportarten:
Körper muss gegen die Schwerkraft bewegt werden
Sportarten mit Gewichtsklassen
Ästhetische Sportarten
—> Präventionsmaßnahmen müssen erarbeitet und geschult werden
Was ist in der Schwangerschaft zu beachten?
Veränderte Statik aufgrund des wachsenden Bauches
Bachmuskulatur dehnt sich zur Seite
Knorpel werden weicher, Bänder und Gelenke werden lockerer
Belastung des Beckenbodens
Anstieg von Blutvolumen, Herzminutenvolumen, Herzfrequenz
Erhöhter Grundumsatz, Gewichtszunahme
Verstärkte Wärmeentwicklung
Veränderung der Verdauung
Schwangerschaft führt per se zu physiologischen Anpassungen, die dem Ausdauertraining gleichen
Training unter Berücksichtigung der Sicherheitsregeln
Wie ist das Training bei Frauen - Postpartum?
Wochernbettphase ca. Wochen
Rückbildungsphase ca. 10 Wochen
Frühester Einsieg ab 4 Monaten nach der Geburt möglich
Später bei Sectio, Geburtsverletzungen, schwerem Geburtsverlauf
Training mit Müttern:
Beckenbodenthematiken
—> Impact- Belastugen müssen langsam und gezielt aufgebaut werden
—> ggf. Inkontinenz
Rumpfschwäche oder Instabilität, ggf. Rectus diastase
Schulter- und Nackenproblematiken
Es muss viel getragen nd gehoben werden
Viel hinknien und wieder aufstehen
Erläutere die Fähigkeiten in der Sportspielvermittlung
Mitspielfähigkeit: Fähigkeit, Spiele in Gang zu setzen
Sportspielfähigkeit: Vorraussetzung an Fertigkeiten zur Ausübung eines Sportspiels
Allgemeine Sportspielfähigkeit: Basistaktische, koordinative und technische Kompetenzen als Fundamentale Teilnahme an Sportpielen
Spezielle Sportspielfähigkeit: Spezifisches Sportspiel unter Wettkampfbedingungen spielen
Wie sind die Methoden der Grundkonzeptionen der Sportspielvermittlung? (Zergliederungs- & Konfrontationsmethode)
Elementhaft- synthetische Grundkonzeption:
einzelne (technische, taktische, konditionelle) Elemente des Zielspiels werden nach und nach zusammengefügt - Synthese
Der Sinnzusammenhang der Einzelteile wird nachträglich eingebracht
Bsp. Zergliederungsmethode: Motto “Aneinanderreihen”
Ganzheitlich- analytische Grundkonzeption:
Über (altersabhängige) Vereinfachungen des Sportspiels zum Zielspiel
Der Gesamteindruck des Zielspiels zu jeder Zeit vorhanden
Aufbereitete Konfrontationsmethode: Hilfen, Regelvereinfachungen - sukzessive Erhöhung der Komplexität
Bsp. Konfrontationsmethode: Motto “Spielen, Spielen, Spielen” - Spiel wird in seiner Rohform gespielt
Indirekte Konfrontationsmethode: kleine Spiele führen zum Zielspiel (Spielreihen)
Was macht Spielreihen aus?
Kontrontationsmethode mit methodischen Spielreihen
Aufeinander aufbauende Spielformen führen zum Zielspiel
Prinzip der rückläufigen Vereinfachung
Spiele werden zunehmend komplexer
Grundsteine - kleine Sportspiele - Mini-Sportspiele - Große Sportspiele
+Spielidee wird deutlich
+Probleme werden selbst erfahren
+Motivierend
-Problematisch in heterogenen Gruppen
-Weniger gut zu steuern
Was macht Übungsreihen aus?
Zergleiderungmethode mit methodischen Spielreihen
Herauslösen kleiner Grundelemente aus dem Spielgeschehen
Einzelne technische Fertigkeiten und taktische Elemente werden geübt
Teilweise Ausbau zu wettbewerbsformen
Die Ganzheit des Spiels wird aufgegeben
+gezielt und problemorientiert
+hohe Übungsrate
+sofort richtige Technik
-Komplexität des Spiels wird nicht erfasst
-Transferproblematik
-weniger motivierend
Was ist die Heidelberger Ballschule?
Kindersport- Förderprojekt (1998 von Prof. Dr. Klaus Roth)
Keine frühzeitige Spezialisierung - Ausbidung zum Allrounder
Spielübergreifende Fähigkeiten & Fertigkeiten im Vordergrund
Soziale Einbindung in Sportpielgruppen
Erleben & Wahrnehmen
Was sind die 3 Komponenten und deren Ziele der Heidelberger Ballschule?
A) Spielerisch - situationsorientiert:
Ziel: spielen lernen
Reines Spielen in sportspielübergreifenden Taktikbausteinen
B) Fähigkeits - orientiert:
Ziel: Schulung der Anforderungen der Ballkoordination
C) Fertigkeiten - orientiert:
Ziel: Schulung einzelner technischer Elemente mit Hilfe von Technikbausteinen
Was gehört zur spielerisch - situationsorientierten Ballschule? (Offensivbausteine)
Anbieten & Orientieren:
zum richtigen Zeitpunkt eine optimale Position auf dem Spielfeld annehmen
Ballbesitz individuell sichern:
In 1vs1 - Situationen den Ballbesitz behaupten und Angriffsaktionen einleiten
Ballbesitz kooperativ sichern:
Im Zusammenspiel mit Partnern den Ballbesitz behaupten und Angriffsaktionen einleiten
Überzahl kooperativ herausspielen:
sich im Zusammenspiel durch Partner einen Vorteil verschaffen
Lücke erkennen:
Sich ergebende Freiräume für die Chance eines Durchbruchs oder direkten Punktgewinns erkennen
Anschlussmöglichkeit nutzen:
Zum richtigen Zeitpunkt von optimaler Position Lücken für Zielpass/schuss/wurf oder das Erreichen der Zielzone nutzen
Was gehört zur fähigkeitsorientierten Ballschule? (Druckbedingungen)
Ballgefühl:
Geschickte, gut dosierte Kontrolle bzw. Behandlung des Balles
Zeitdruck:
Zeitminimierung bzw. Geschwindigkeitsmaximierung
Präzisionsdruck:
Höchst mögliche Genauigkeit
Komplexitätsdruck:
Bewältigung vieler hinter einander geschalteter Anforderungen
Organisationsdruck:
Bewältigung vieler gleichzeitiger Anforderungen
Variablitätsdruck:
Bewältiung von Anforderunegn unter wechselnden Umgebungs- bzw. Situationsbedingungen
Belastungsdruck:
Bewältifung von ANforderungen unter physisch-konditionellen oder psychischen Belastungen
Was gehört zur fertigkeitsorientierter Ballschule? (Technikbausteine)
Flugbahn des Balles erkennen:
Weite, Richtung und Geschwindigkeit eines herabfliegenden Balles wahrnehmen
Mitspielerbewegung erkennen:
Positionen sowie die Laufwege und Geschwindigkeiten der Mitspieler wahrnehmen
Gegenspielerbewegung erkennen:
Positionen sowie die Laufwege und Geschwindigkeiten der Gegenspieler wahrnehmen
Laufweg zum Ball erkennen:
Erforderliche Weite, Richtung und Geschwindigkeit des Laufwegs zum Ball festlegen
Spielpunkt des Balles bestimmen:
Stellung/ Abstand zum Ball sowie den optimalen Zeitraum/ Ort des Spielpunktes festlegen
Ballbesitz kontrollieren:
Heranfliegende Bälle an/ mitnehmen und Ball führen
Ballabgabe kontrollieren:
Krafteinsatz und Richtung (Winkel) eines geschlagenen, geschossenen oder geworfenen Balles steuern
Was sind Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede von Heidelberger Ballschule zu TGfU?
Ähnlichkeiten
Spielen vor Üben
Übungen im Dient des Spiels
Unterschiede
Heidelberger Ballchule fokussiert implizierte Lernprozesse - allein die Situation soll zum Lernerfolg führen
TGfU setzt auf explizite Lernprozesse durch gezieltes Nachfragen
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