1)Aus welchen Gründen ist eine strategische Ausrichtung von Personalfreisetzungsaktivitäten unabdingbar?
Personalfreisetzungsaktivitäten
Um Imageverluste, Knowhow-Verlust, negative Auswirkungen auf verbleibende Mitarbeitende und Arbeitsgerichtsprozesse zu vermeiden; Maßnahmen sollen an Unternehmensstrategie ausgerichtet sein.
2) Auf welche Formen der Personalfreisetzung können Unternehmen zurückgreifen? Stellen Sie verschiedene Formen systematisch dar, und erläutern Sie diese kurz.
Nach Inhalt: Änderungsfreisetzung (Änderungskündigung),
Nach Inhalt:
Änderungsfreisetzung (Änderungskündigung), Beendigungsfreisetzung (Kündigung)
Beendigungsfreisetzung (Kündigung)
Nach zeitlichem Horizont:
reaktiv (nach Überkapazität
antizipativ (vorhersehbar, vorbeugend)
Nach Ursache:
verhaltens-, personen-, betriebsbedingt.
Nach Richtung:
extern (Ausscheiden)
intern (Versetzung, Anpassung).
3) Welche Maßnahmen können Unternehmen im Rahmen der Personalfreisetzung einsetzen? Unterscheiden Sie zwischen Maßnahmen ohne Einfluss auf den Personalbestand und Maßnahmen mit reduzierendem Einfluss
4. Erläutern Sie den Begriff „Arbeitszeitverkürzung“, und nennen Sie drei beispielhafte Maßnahmen
Reduktion der Arbeitszeit einzelner Personen/Gruppen; Beispiele: Teilzeitarbeit, Überstundenabbau, Kurzarbeit
Was ist bei der Einführung von Kurzarbeit zu beachten?
Zustimmung des Betriebsrats, Anzeige bei der Agentur für Arbeit, Prüfung wirtschaftlicher Voraussetzungen, Information der Gremien, Kurzarbeitergeld beantragen.
6. Welche direkten Maßnahmen der Personalfreisetzung kennen Sie?
Vorruhestand
Aufhebungsvertrag
Outplacement
Transfergesellschaft
Kündigung
7. Nennen Sie die fünf Phasen des Outplacement-Prozesses, und beschreiben Sie diese kurz.
→ Analysephase (Ausgangssituation)
Profilermittlungsphase (Stärken/Schwächen),
Neuorientierungsphase (Alternativen)
Trainingsphase (Bewerbungstraining)
msetzungsphase (neue Stelle finden)
8)Welche Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats sind bei Versetzungen, Neueinstellungen und Kündigungen zu berücksichtigen?
Zustimmung bei Versetzung und Neueinstellung (§99 BetrVG), Widerspruchsrecht bei Kündigung (§102 BetrVG), Information und Anhörung vor Kündigun
9. Was ist unter Personalleasing zu verstehen? Gehen Sie auf Arbeitgeberpflichten ein.
Bereitstellung von Leiharbeitnehmern durch Leasing-Geber an Leasing-Nehmer
Leasing-Geber übernimmt Arbeitgeberpflichten (Vergütung, Sozialversicherung).
10. Was ist unter Freisetzungskommunikation zu verstehen? Was sollten Unternehmen beachten?
Gezielte, glaubwürdige Kommunikation der Freisetzung nach innen und außen
sachliche und emotionale Inhalte
richtige Adressate
Fairness
Vertrauen erhalten
11. Erläutern Sie das „Survival-Sickness-Syndrom“
Negative Folgen für verbleibende Mitarbeitende nach Entlassungen: reduzierte Arbeitszufriedenheit, Identifikation, Motivation
12. Welche Aspekte sollten für eine faire und humane Durchführung eines persönlichen Trennungsgesprächs berücksichtigt werden?
Gute Vorbereitung
Gesprächsdauer
Ort
esprächsführung durch Vorgesetzten/Personal
wertschätzende Kommunikation
klare Begründung
Folgetermine anbieten
13. Nennen Sie die drei Phasen der Freisetzungskommunikation, und erläutern Sie diese kurz
Awareness-Phase (Information, Aufmerksamkeit)
Participation-Phase (Einbindung, Unterstützung)
Acceptance-Phase (konstruktiver Umgang, Feedback)
14. Welche psychischen Prozesse laufen bei einer Person im Umgang mit der Freisetzung ab? Wie können Unternehmen unterstützen?
Phasen Unterstützung
Schock
sachliche Information
Verneinung
Prozessdarstellung
Einsicht
Maßnahmen anbieten
Akzeptanz
Bewerbertraining
Ausprobieren
rechtliche Beratung
Neuorientierung
Umzugsunterstützung.
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