Womit bescäftigt sich die Archäologie der Ur- und Frühgeschichte
materiellen Hinterlassenschaften der Menschen vor Auftreten der ersten Schriftzeugnisse
zeitliches und räumliches Gefälle, da Schrift in unterschiedlichen Teilen der Welt unterschiedlich früh aufkam
fokus auf Zentraleuropa also Urgeschichte zeitlich von vor etwa 5. mio Jahren in der Steinzeit bis zur Zeitenwende
Urgeschichte unterteilt in Stein-, Bronze- und Eisenzeit
Frühgeschichte anschließend ab Zeitenwende mit Epochen römischer Kaiserzeit, Völkerwanderungszeit und Frühmittelalter bis etwa 500 n. Chr.
Frühgeschichte erforscht die Zeiten, deren Geschichte zwar durch schriftliche Überlieferungen in den Grundzügen bekannt ist, deren Kulturgeschichte jedoch wesentlich anhand materieller Kultur dargestellt werden muss
Übergang Paläolothikum zum Mesolithikum, welcher Zeitraum und welche Veränderungen
Übergang Paläolithikum (Beginn ca. vor 2,5 mio Jahren)(Altsteinzeit) zum Mesolithikum (Beginn ca. 10.000 v. Chr.-5,500 v. Chr) (Mittelsteinzeit) setzt etwa 10.000 v. Chr. nach dem Ende der Eiszeit ein
Paläolithikum nicht sesshafte Jäger und Sammler, Mesolithikum erste Sesshaftigkeit, Ackerbau und Viehzucht
feinere Steinwerkzeuge wie Mikrolithen treten auf
Veränderung der klimatischen Verhältnisse und dadurch veränderung der Tier- und Pflanzenwelt ermöglichte notwendige Grundlagen für die Sesshaftigkeit, Veränderung der Jagdwerkzeuge und Nutzung neuer Tierarten
Was versteht man unter einem geschlossenem Fund? Welche Aussagekraft haben sie für die archäologische Forschung?
mind zwei zeitgleich niedergelegte Gegenstände, die seitdem nicht mehr gestört wurden
aussagekräftig, da die in ihnen vorhandene Vergesellschaftung von Artefakten eine wichtige Grundlage für die Erarbeitung relativer Zeitfolgen bilden
wir können also aussagen, dass die beiden Gegenstände zeitgleich niedergelegt wurden und somit zeitgleich in der Gesellschaft vorhanden waren, ob die Objekte allerdings gleich alt sind ist weiterhin unklar
Ordne folgende Kulturen zeitlich ein
Aunjetitzer Kultur
Glockenbecher Kultur
Urnenfelderkultur
Rössener Kultur
Hinkelsteingruppe: 5000-4800 v. Chr. -> Mittelneolithikum
Großgartachter Kultur: 4900-4700 v. Chr. -> Mittelneolithikum
Rössener Kultur: 4790-4550 v. Chr. -> Mittelneolithikum
Megalithkulturen: ca. 4500-3. jahrtausend v. Chr. -> Mittelneolithikum
Schnurkeramik: 2800-2200 v. Chr. -> Endneolithikum
Glockenbecher Kultur: 2500-2000 v. Chr. -> Endneolithikum
Aunjetitzer Kultur: 2300-1600 v. Chr. -> Frühe Bronzezeit
Urnenfelderkultur: 1300-800 v. Chr. -> Spätbronzezeit
Was ist ein Oppidum
stadtähnliche Siedlung
oft größer als 100 Hektar
Absicherung durch Wall-Graben-Anlagen (etwa murus gallicus -> Holzbalkengerüst mit Steinen gefüllt)
einige stärker besiedelt, andere wohl eher als “Fluchtburg”
etwa Manching
Latènezeit
Was ist eine Viereckschanze
quadratische Einfriedung mit heute noch max. 2m hohen, oft verflachten Wällen, Kantenlänge ca. 50-150m
Nutzung: vermutlich kleine Gehöfte, auch immer wieder von Kultstätten die Rede
Wofür sind diese archäologischen Fundstellen bekannt
Tisenjoch (Ötztaler Alpen)
Hochdorf
Knossos (Kreta)
Tisenjoch: Fund von kupferzeitlichen Gletschermumie Ötzi
Hochdorf: unberaubtes Fürstengrab mit hölzerner Grabkammer, reichen Beigaben wie Prunksofa und Prunkwagen und 6m hohem Hügel überdeckt (Hallstattzeit)
Knossos: Zentrum der minoischen Palastkultur ab ca. 2000 v. Chr.
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