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Grundlagen I

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by Benjamin B.

Welche Histonmodifikationen gibt es und was ist ihre Funktion? Nennen sie für zwei Beispiele die entsprechenden Enzyme, die die Modifikationen vornehmen oder entfernen.

Unter Histonmodifiaktionen versteht man die kovalent und reversible Modifikation an den N-terminalen Enden der acht Histone innerhalb eines Nukleosoms. Zu diesen Modifikationen zählen:

  • Ubiquitylation

  • Methylierung -> Methylase -> Demethylase -> Bindung von Histonen gestärkt

  • Acetylierung -> HAT -> HDAC -> Bindung von Histonen geschwächt

  • und Phosphorylierung -> Kinase -> Phosphatase


Acteylierung am Lysin

Durch die Acetylierung von Lysin via HAT (Histonacetyl-Transferase) verliert die Aminosäure ihre positive Ladung, so wird die Bindung zwischen Histon und DNA geschwächt, und die DNA ist besser ablesbar. Dieser Prozess ist reversibel durch das Enzym HistonDEacetylase HDAC.


Methylierung am Lysin

Ein Lysin kann dreifach methyliert werden durch eine Methylase und reversibel durch eine Demethylase. Wichtig zu wissen, durch die Acetylierung von Lysin verliert die Aminsosäure ihre positive Ladung, somit kann ein acetyliertes Lysin niemals methyliert werden und vice versa.


Phosphorylierung am Serin

Serin wird gerne Phosphoryliert


Chromatin-Reader-Komplexe lesen diese Histoncodes und vermitteln so zelluläre Antworten.


Beispiel 1: H3K27me3 - fakultatives Heterochromatin

wird produziert durch den Reader-writer-Komplex PRC2, PRC2 verbidnet die H3-Schwänze und führt zu einer engeren Verpackung


Beispiel 2: H3K9me3 - fakultatives Heterochromatin

in repeat Sequenzen wie Telomeren, gebunden von HP1 Dimeren, die zwei Nukleosomen zusammenbringt.



Schildern Sie die wichtigsten Schritte der tierische Zellteilung, und nennen Sie die beteiligten

zellulären Strukturen und Proteine

  1. Prophase: replizierte Chromosome kondensieren, zwei dicht aneinander lagernde Schwesterchromatide entstehen. Centrosome migrieren an Zellpole, Mitosespindel bildet sich außerhalb des Kerns zwischen zwei Centrosomen. Daran sind Kinesine und Dyneine beteiligt, sowie z.B. Polyerisationsfaktoren wie XMAP215. Kinetochor-Komplexe bauen sich im Zellkern auf. Jedes Schwesterchromatid hat ein Kinetochor-Komplex.

  2. Prometaphase: Kernhülle bricht auf, Spindelmikrotubuli haben jetzt Zugriff auf die replizierten Chromosome und fangen sie an ihren Kinetochore (spezialisiertes Proteinkomplex) ein. Es entsteht eine bipolare Ausrichtung der Chromosome und erzeugt ine Spannung auf den Kinetochoren. Das Zellzyklus-Kontrollsystem überwacht diese Spannung um zu überprüfen, ob die Chromosome korrekt angelagert wurden.

    Die Zahl, der Mikrotubuli die mit dem Kinetochor verbunden ist, variiert von Spezies zu Spezies (menschlich: 20-40, Hefe: 1).

  3. Metaphase: In der Metaphase ordnen sich die Chromosomen am Äquator der Spindel an. Es bildet sich eine Metaphasenplatte. An dem Transport der Chromosome zum Äquator sind die Motorproteine beteiligt.

  4. Anaphase: Chromosomen trennen sich in der Anaphase. In der Anaphase A trennen sich die verdoppelten Chromosomen und bewegen sich zu den Spindelpolen, indem sich die Mikrotubuli am Kinetochor und am Spindelpol verkürzen (kinesin 13- catastrophe Factor).

    In der Anaphase B bewegen sich die Spindelpole auseinander, angetrieben durch Kinesin 5, welches sich zu den Plus-Enden bewegt. Kortikal gelegenes Dynesin zieh zusätzlich an den astralen Mikrotubuli.

  5. Telophase: Mitosespindel zerfällt, um jede Chromosomengruppe wird eine Kernhülle gebaut. Kernporen pumpem Kernproteine ins Kerninnere, der Kern dehnt sich auf und die DNA kann in den Interphase-Zustand gehen. DNA nun wiede rzugänglich für Transkription. Mitose ist abgeschlossen, es fehlt die Trennung in zwei Tochterzellen.


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Benjamin B.

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