Erläutere Ziele und Aufgaben der Ersatzteillogistik
schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen sind oft kaufentscheidend
starke Kundenbindung
Wettbewerbsdifferenzierung
Hoher Anteil an Unternehmensumsätzen
Aufgabe:
Planung und Durchführung von Maßnahmen zur optimalen Beschaffung und Gestaltung der Verfügbarkeit von Ersatzteilen.
Ziel:
Bereitstellung eines sichergestellten Bedarfs an Ersatzteilen
in der richtigen
Menge
Qualität
Zeit
Raum
Wie unterscheiden sich Primärprodukte von Ersatzteilen
Beschreibe zwei Herausforderungen in der Ersatzteillogistik
• Lagerhaltung: Die Lagerhaltung ist direkt vom Ersatzteilbedarf abhängig, dessen Prognose eine große Schwierigkeit darstellt. Da die Nachfrage oft sporadisch und schlecht planbar ist, müssen Unternehmen Strategien wie die selektive Lagerhaltung (dezentral für Schnelldreher, zentral für Langsamdreher) oder lebensdauerorientierte Prognoseverfahren nutzen, um die Verfügbarkeit bei optimierten Beständen zu sichern.
• Auftragsabwicklung: Aufgrund der oft extremen Kurzfristigkeit des Bedarfs hat die Auftragsabwicklung einen sehr hohen Stellenwert. Sie ist durch hohe Komplexität, zeitkritische Abläufe und eine weltweite Ausrichtung geprägt, wobei Kunden oft eine Erreichbarkeit von 24/7/365 sowie die zusätzliche Bereitstellung von Technikern und Werkzeugen erwarten.
• Transport: Je eiliger eine Bestellung ist, desto bedeutender wird die Wahl des Transportmittels. In der Ersatzteillogistik wird nicht immer die kostengünstigste Alternative gewählt; bei drohenden hohen Stillstandskosten von Anlagen kommen auch teure Express-Optionen wie Hubschrauber-Eiltransporte zum Einsatz, um Ausfallzeiten zu minimieren.
• Verpackung: Verpackungen müssen in diesem Bereich spezielle Schutz- und Lagerfunktionen erfüllen, da Ersatzteile oft über sehr lange Zeiträume gelagert werden. Sie müssen das Teil gegen mechanische sowie chemisch-physikalische Einflüsse (wie Feuchtigkeit oder Hitze) schützen und zudem eine eindeutige Identifizierung durch technische Angaben ermöglichen.
Grenzen Sie die Begriffe Reserveteil, Verbrauchsteil und Kleinteil voneinander ab!
Grenze reaktive und präventive Instandhaltung voneinander ab und erläutere diese Verfahren ausführlich!
Präventive Instandhaltung sorgt für
Erhöhte Anlagenverfügbarkeit
Erhöhte Produkt/ Prozessqualität
Reduzierte Reparaturkosten
-> Funktionsweise:
Definieren Sie den Begriff Ersatzteillogistik! Was sind die zentralen Bestandteile?
Was ist unter der sog. Badewannenkurve zu verstehen?
Unter der sogenannten Badewannenkurve versteht man ein Modell innerhalb der lebensdauerorientierten Prognoseverfahren der Ersatzteillogistik, das die Ausfallrate (λ) eines Objekts über dessen Lebenszyklus hinweg darstellt. Sie dient als Alternative zu zeitreihenanalytischen Verfahren, wenn keine ausreichenden Vergangenheitsdaten für eine Bedarfsprognose vorliegen.
Die Kurve verdankt ihren Namen ihrem charakteristischen grafischen Verlauf und unterteilt sich in drei Phasen:
1. Phase I – Frühausfälle: Zu Beginn der Nutzung ist die Ausfallrate fallend. Dies ist ein Zeichen für Defekte, die bereits kurz nach der Inbetriebnahme auftreten.
2. Phase II – Zufallsausfälle: In der mittleren Phase ist die Ausfallrate konstant. Hier treten sogenannte Zufalls- oder Normalausfälle auf.
3. Phase III – Abnutzungsausfälle: Gegen Ende der Lebensdauer ist die Ausfallrate monoton steigend. Dies deutet auf den zunehmenden Verschleiß und die Abnutzung des Bauteils hin.
In den Quellen wird jedoch kritisch angemerkt, dass die Badewannenkurve in der Ersatzteilprognose keine generelle Gültigkeit besitzt. Dies liegt unter anderem daran, dass die exakte Lebensdauer von Ersatzteilen oft nicht bekannt ist und die mittlere Ausfallrate stattdessen aus Wahrscheinlichkeitsverteilungen ermittelt werden muss.
Was verstehen Sie unter dem lebenszyklusorientierten Portfolio von Prognoseverfahren in der Ersatzteillogistik?
Unter dem lebenszyklusorientierten Portfolio von Prognoseverfahren versteht man in der Ersatzteillogistik einen Ansatz, bei dem die Wahl des geeigneten Vorhersageverfahrens von der aktuellen Lebenszyklusphase des Primärprodukts abhängig gemacht wird,. Da die Verfügbarkeit von Daten und die Planbarkeit des Bedarfs über die Zeit stark variieren, kommen je nach Phase unterschiedliche Methoden zum Einsatz:
• Einführungsphase: In dieser Phase werden neue Primärprodukte am Markt eingeführt. Da noch keine oder nur sehr wenige Vergangenheitsdaten vorliegen, ist eine zeitreihenanalytische Prognose nicht möglich. Stattdessen nutzt man qualitative Verfahren wie das Analogieverfahren (Vergleich mit ähnlichen, bereits existierenden Teilen), Expertenwissen oder regelbasierte Verfahren,.
• Konsolidierungsphase: Befindet sich das Produkt in der Reife- bzw. Sättigungsphase, liegen in der Regel ausreichend Vergangenheitsdaten über einen längeren Zeitraum vor. In dieser Phase ist der Bedarf meist stabiler, weshalb vorwiegend zeitreihenanalytische Verfahren (quantitative Analysen) zur Ermittlung des Ersatzteilbedarfs eingesetzt werden,.
• Degenerationsphase: In der Endphase des Produktlebenszyklus geht es primär um die Endbevorratung, um die Versorgung über die gesamte Nachserienphase sicherzustellen. Hier kommen wieder Analogieverfahren und Expertenwissen zum Einsatz, ergänzt durch komplexere quantitative Methoden wie koeffizientenbasierte oder kausalanalytische Verfahren.
Zusätzlich zu diesen phasenabhängigen Verfahren können lebensdauerorientierte Prognoseverfahren als Alternative genutzt werden, wenn Vergangenheitswerte fehlen. Diese orientieren sich an Ausfallraten (oft modelliert durch die sogenannte Badewannenkurve), um den Bedarf basierend auf dem Alter und dem Zustand der verbauten Komponenten vorherzusagen,.
Das Ziel dieses Portfolios ist es, trotz der oft sporadischen und schlecht prognostizierbaren Nachfrage nach Ersatzteilen eine hohe Versorgungszuverlässigkeit zu gewährleisten und gleichzeitig die Lagerbestände zu optimieren,,.
Erläutern Sie den Begriff selektive Lagerhaltung im Zusammenhang mit der Ersatzteillogistik!
Durch die selektive Lagerhaltung lassen sich die Höhe der Lagerhaltungskostenbeeinflussen.
Konzept mit zweistufiger Lagerstruktur:
• Ersatzteile die häufig gebraucht werden und für die Funktionsfähigkeit des Primärproduktes von hoher Bedeutung sind, werden in Kundennähe gelagert (z. B. Werkstätten) gelagert.
• Ersatzteile die selten benötigt werden und für die Funktionsfähigkeit des Primärproduktes nicht unbedingt erforderlich sind, werden in zentralen Auslieferungslagern vorgehalten, da bei diesen Teilen eine etwas längere Lieferzeit
vom Kunden toleriert wird.
Was ist unter After-Sales-Service zu verstehen?
Gehe auf Nutzen und Potentiale vom After-Sales-Management ein
alle potentiellen und tatsächlichen (Teil-)Leistungen, die den Gebrauchsnutzen einer verkauften Marktleistung sicherstellen,
wiederherstellen oder erhöhen.
Früher: Kunde als Käufer
Heute: Kunde als Partner
Nenne Service kategorien im After-Sales-Mangement. In welchen Bereichen/ Wie kann der Kunde unterstützt werden?
Erläutern Sie die verschiedenen Leistungsebenen im After-Sales-Service!
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