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Werbung Kinder 2: * Auty, S., & Lewis, C. (2004). Exploring children’s choice: the reminder effect of product placement.

FP
by Federico P.

Auty, S., & Lewis, C. (2004). Exploring children’s choice: the reminder effect of product placement. 

OVERVIEW


Diese Studie untersucht eine der subtilsten Formen von Kinderwerbung:

Product Placement.

Im Gegensatz zu klassischen Werbespots:

  • Werbung ist nicht separat,

  • sondern unsichtbar in Unterhaltung eingebettet.

Die zentrale Frage lautet:

Können Product Placements Kinderentscheidungen beeinflussen, selbst wenn Kinder sich nicht bewusst an die Marke erinnern?

Das ist der Kern der Studie. Auty, S., & Lewis, C. (2004). E…

🔑 Warum diese Studie im Themenblock „Werbung & Kinder“ zentral ist

Die vorherige Studie (Advergames) zeigte:

  • Kinder erkennen Werbung oft nicht.

Diese Studie geht noch einen Schritt weiter:

➡ Werbung kann wirken, ohne dass Kinder überhaupt bewusst merken, dass Werbung vorhanden war.

Das macht Product Placement besonders problematisch.

🧠 Theoretischer Hintergrund (extrem prüfungsrelevant)

Die Autoren greifen zentrale Gedächtnistheorien auf:

1️⃣ Explizites Gedächtnis

  • bewusste Erinnerung.

2️⃣ Implizites Gedächtnis

  • unbewusste Vertrautheit / Aktivierung.

Die Studie testet:

Muss ein Kind sich bewusst an eine Marke erinnern, damit sie Verhalten beeinflusst?

⭐ Die zentrale theoretische Idee

Product Placement wirkt möglicherweise als:

Reminder

Das bedeutet:

  • frühere Markenerfahrungen sind bereits gespeichert,

  • Placement aktiviert diese Erinnerung,

  • Marke wird leichter gewählt.

Wichtig:

➡ keine bewusste Erinnerung nötig.

👶 Entwicklungspsychologische Perspektive

Die Studie nutzt zwei Altersgruppen:

  • jüngere Kinder (6–7)

  • ältere Kinder (11–12).

Normalerweise erwartet man:

  • ältere Kinder = mehr Werbeverständnis.

Die spannende Frage:

Verändert das Alter die Wirkung von Product Placement?

🎬 Experimentelle Logik (großes Verständnis)

Kinder sehen:

  • einen Filmclip aus Home Alone.

Im Treatment:

  • Marke Pepsi sichtbar und genannt.

Im Control:

  • kein Placement.

Danach:

  • Getränkewahl zwischen Pepsi und Coke.

Wichtig:

Kinder wissen nicht, dass Werbung untersucht wird.

🎯 Hauptfrage der Studie

Beeinflusst Placement:

  • bewusste Erinnerung?

  • oder direkt Wahlverhalten?

⭐ DER zentrale Befund (extrem prüfungsrelevant)

Die Studie zeigt:

➡ Product Placement beeinflusst Kinderentscheidungen.

ABER:

❗ der Effekt hängt NICHT von bewusster Erinnerung ab.

Kinder wählen häufiger die platzierte Marke, auch wenn sie sich nicht bewusst an die Marke erinnern.

🧩 Reminder Effect (Schlüsselkonzept)

Besonders stark wird der Effekt:

  • wenn Kinder den Film bereits früher gesehen haben.

Das bedeutet:

Das Placement aktiviert bestehende Gedächtnisspuren.

➡ Werbung funktioniert als Erinnerungsauslöser.

⚠️ Überraschender Befund

Alter spielt kaum eine Rolle.

Das bedeutet:

  • auch ältere Kinder mit besserem Werbeverständnis sind beeinflusst.

Implizite Prozesse umgehen kognitive Abwehr.

🧠 Theoretische Bedeutung (sehr wichtig!)

Die Studie zeigt:

Werbung muss nicht bewusst verarbeitet werden, um Verhalten zu beeinflussen.

Das ist zentral für Kinderwerbung, weil:

  • Kinder oft kein Persuasion Knowledge aktivieren.

📢 Ethische & regulatorische Relevanz

Product Placement ist problematisch, weil:

  • keine klare Werbetrennung,

  • schwer erkennbar,

  • unbewusste Beeinflussung möglich.

Das macht Regulierung schwierig.

🎯 Typische Prüfungsfragen

Prüfer fragen oft:

  • Was ist der Reminder Effect?

  • Warum wirkt Product Placement ohne Recall?

  • Warum ist Alter kein starker Faktor?

  • Unterschied implizit vs explizit?

  • Warum ist Product Placement problematisch bei Kindern?

⭐ Ein Satz, den du können solltest

Product Placement beeinflusst Kinderentscheidungen über implizite Erinnerungsprozesse, ohne dass bewusste Markenerinnerung notwendig ist.

🧠 Mentales Bild (Lernhilfe)

Kind sieht Film → Marke im Hintergrund.

Später im Laden:

Kind denkt nicht bewusst an Werbung.

Aber:

➡ Marke fühlt sich vertraut an → Wahl fällt darauf.

🔥 Professor-Insight (extrem wichtig)

Diese Studie ist im Themenblock:

⭐ die implizite Wirkungsstudie.

Sie ergänzt perfekt:

  • Advergames (Aufmerksamkeit & Cues)

  • PKM (Werbeverständnis)

und zeigt:

➡ Werbung kann auch OHNE Werbeverständnis wirken.

Author

Federico P.

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