Wozu dient physikalische Geodäsie?
Bitte Beantworte Strukturiert:
Ziel des Fachgebiets
zentrale größen
praktische Bedeutung
physikalische Geodäsie beschäftigt sich mit dem Schwerefeld der Erde und dessen Potential
geometrische Geodäsie beschreibt die Form der Erde, physikalische Geodäsie liefert die physikalische Grundlage für Höhen
Zentrale Größen: Schwerepotential, bestehend aus Gravitationspotential und Zentrifugalpotential sowie das Geoid als Äquipotentialfläche
praktische Anwendungen sind die Umrechnung von GNSS-Höhen in orthometrische Höhen, die Bestimmung von Masseanomalien und die Modellierung von Satellitenbahnen
p.G. modelliert Erdschwerefeld als Potentialfeld und beschreibt Abweichung vom Normalfeld
Was ist das Geoid?
Bitte definieren Sie:
mathematisch / physikalisch
geometrische Eigenschaften
warum ist es ein Randwertproblem?
Warum keine Fläche konst. Schwere?
Geoid ist eine Äquipotentialfläche des Erdschwerefeldes (der realen Schwere), die dem mittleren Meeresspiegel entspricht und sich unter den Kontinenten fortsetzt (Normalschwere bezieht sich auf das Referenzellipsoid)
es ist eine physikalisch definierte Fläche, auf der das Schwerepotential konstant ist
der Schwerevektor steht überall senkrecht auf dem Geoid
aufgrund der inhomogenen Masseverteilung ist es eine unregelmäßige Fläche (Form wie z.B. Kartoffel)
Praktisch dient es als Referenzfläche für orthometrische Höhen, wobei der zusammenhang H = h-N gilt
Randwertproblem: Die Geoidbestimmung ist ein Neumann-Randwertproblem, weil das Störpotential außerhalb der Massen die Laplace-Gleichung erfüllt und an der Erdoberfläche die Schwereanomalien – also die Ableitung des Potentials – als Randbedingung vorgegeben sind.
konst. Schwere:
auf ÄPF wird keine Arbeit gegen die Schwerkraft verrichtet
wäre Schwere konstant aber Potential nicht, würde Potentialunterschied entstehen
Entscheidend ist die konstanz des Potentials, nicht die Schwerebeschleunigung
Geoid nicht direkt messbar, da es unter der Erdoberfläche liegt, kann nicht direkt beobachtet werden, muss aus Schweremessungen und Potentialtheorie indirekt bestimmt werden
Was ist ein (Schwere-) Potential und wie erhält man daraus die Schwerebeschleunigskomponenten?
Bitte:
mathematische Definition
Zusammenhang mit Kraft
Zusammenhang des Erdschwerepotentials
Schwere / Schwereanomalie?
das Schwerepotential ist ein Skalares Feld V (x,y,z), das die potenzielle Energie pro Masseeinheit im Schwerefeld beschreibt
die Schwerebeschleunigung erhält man als negativen Gradienten des Potentials (g = minus Nabla V)
Minuszeichen zeigt, das die Kraft in Richtung des Stärksten Potentialabfalls wirkt
Erdschwerepotential setzt sich zusammen aus dem Gravitationspotential der Erdmasse und dem Zentrifugalpotential aufgrund der Erdrotation
Schwere= gemessene Beschleunigung aufgrund des Erdschwerefeldes
Schwereanomalie ist die Differenz zwischen gemessener Schwere und der Normalschwere des Referenzellipsoids
Warum sind GNSS-Höhen für praktische Anwendungen allein nicht ausreichend? Und wie macht man sie nutzbar?
klarer physikalischer Grund
Umrechnung
Genauigkeitsvergelich mit Nivellement
GNSS-Höhen liefert ellipsoidische Höhen h, die sich auf ein Referenzellipsoid beziehen, diese Höhen sind rein geometrisch definiert und enthalten keine Informationen über das Erdschwerefeld
für praktsiche Anwendungen benötigen wir jedoch physikalisch definierte Höhen, also orthometrische Höhen H, die sich auf das Geoid als Äquipotentialfläche des schwerefeldes beziehen
um von ellipsoidischen Höhen zu orthometrischen Höhen zu gelangen, gilt die Gleichung H=h-N, wobei N die Geoidundulation ist, also der Abstand zwischen Referenzellipsoid und Geoid, das Geoid muss dabei aus Schwerefeldmodellen bestimmt werden, beispielsweise durch Kugelfunktionsentwicklung
resultierende Genauigkeit ist nicht mit der Qualität des geometrischen Nivellements vergleichbar, Nivellement im mm-Bereich und GNSS-basierte Höhen typischerweise nur cm Bereich, Ursachsen sind unter anderem atmosphärische Einflüsse, Mehrwegeffekte sowie unsicherheiten im verwendeten Geoidmodell. GNSS ersetzt nicht das Präzisionsnivellement, sondern es ergänzt es
Erläutern Sie den Unterschied zwischen Euler, Heun (RK2) und RK4 bei der Lösung einer Differentialgleichung 1. Ordnung.
Prinzip
Genauigkeitsordnung
Vor- /Nachteile
Wann würde man welches Verfahren bevorzugen?
Geben Sie typische Schrittweiten an, wovon die abängen und wann diese ungenau werden!
bei Euler wird die Steigung am Anfang des Intervals verwendet, um den nächsten Wert zu bestimmen. Es ist ein Verfahren 1. Ordnung, das heißt der globale Fehler ist proportional zur Schrittweite h. Es ist einfach und schnell, kann jedoch bei größeren Schrittweiten ungenau oder instabil werden
Heun-Verfahren, auch explizit Runge-Kutta-Verfahren 2. Ordnung, berechnet zunächst eine Euler-Vorhersage und verwendet dann die gemittelte Steigung aus Anfangs- und Endpunkt. Dadurch erreicht es eine Genauigkeit zweiter Ordnung.
RK4-Verfahren verwendet vier Steigungen pro Schritt und kombiniert diese gewichtet. Es besitzt Fehlerordnung vier und liefert bei gleicher Schrittweite deutlich genauere und stabliere Ergebnisse als Euler oder Heun. Es stellt daher einen guten Kompromiss zwischen Rechenaufwand und Genauigkeit dar.
Wenn du die Schrittweite halbierst:
Euler → Fehler halbiert sich
Heun → Fehler wird etwa 4-mal kleiner
RK4 → Fehler wird etwa 16-mal kleiner
👉 Das ist der riesige Unterschied.
Man unterscheidet:
Lokaler Fehler (Fehler pro Schritt)
Globaler Fehler (Fehler über das gesamte Intervall)
Die Ordnung eines Verfahrens beschreibt, wie sich der globale Fehler mit der Schrittweite verhält. Beim Euler-Verfahren ist der Fehler proportional zu hhh, also erster Ordnung. Halbiert man die Schrittweite, halbiert sich auch der Fehler.
Schrittweite:
Schrittweiten hängen ab von:
Glattheit der Funktion
Krümmung
gewünschter Genauigkeit
Allgemein gilt:
Euler: benötigt sehr kleine Schrittweiten wegen Fehlerordnung O(h)
RK2: größere Schritte möglich, Fehler O(h^2)
RK4: deutlich größere Schritte möglich, Fehler O(h^4)
Euler wird ungenau:
bei stark gekrümmten Lösungen
bei zu großen Schrittweiten
bei instabilen Differentialgleichungen
Je höher die Potenz, desto schneller sinkt der Fehler bei kleiner werdendem h.
Wozu verwendet man den Clenshaw-Algorithmus und warum ist er gegenüber einer direkten Auswertung vorteilhaft?
Problemstellung
Grundidee
Rolle der Rekursion
Vorteil
Wann Horner?
Idee:
Clenshaw ist eine rückwärts gerichtete Rekursion, um Polynome (z.B. Legendre- oder Tschebyscheff-Polynome) numerisch stabil auszuwerten.
Man beginnt bei zN+1=zN+2=0 und arbeitet rückwärts bis z0.
Clenshaw-Algorithmus dient zur effizienten und numerisch stabilen Auswertung von Reihenentwicklungen, deren Basisfunktionen eine Drei-Punkt-Rekursion erfüllen, beispielsweise Legendre oder Tschebyscheff-Polynome
Anstatt der Summe f(x) = Summe von n=0 bis N c(n) mal Pn(x) direkt auszuwerten, verwendet Clenshaw eine Rückwärtsrekursion mit zwei Hilfsgrößen. Diese beruhen auf den Rekursionskoeffizienten der Basisfunktion, häufig bezeichnet als α(x) und β(x).
Vorteil:
vermeidet direkte Berechnung hochgradiger Polynome und nutzt Rückwärtsrekursion
numerische Instabilitäten und Rundungsfehler (Verechnung große und kleine zahlen) bei hohen Graden dadurch reduziert
für Polynome mit Drei-Punkt-Rekursion
wird zur effizienten Auswertung klassischer Polynome in Monombasis verwendet
reduziert die Anzahl der Multiplikationen und ist rechentechnisch effizient
für Legendre und Tschebyscheff nicht geeignet, da diese Polynome nicht in Monombasis sondern rekursiv sind, da ist Clenshaw stabiler und effizienter
Was ist der unterschied zwischen Sehne, Kleinkreis und Orthodrome? Welche Verbindung ist die kürzeste zwischen zwei Punkten auf einer Kugel und warum?
Sehne ist die direkte gradlinige Verbindung zwischen zwei Punkten im dreidimensionalen Raum. Sie verläuft durch das Erdinnere und ist daher keine Verbindung entlang der Erdoberfläche
Kleinkreis entsteht als Schnitt einer Ebene mit einer Kugel, wobei die Ebene nicht durch den Kugelmittelpunkt geht. Breitenkreise sind typische Kleinkreise. Eine Verbindung eines Kleinkreises ist im allgemeinen nicht die kürzeste Strecke zwschen zwei Punkten
Orthodrome hingegen ist ein Großkreis, also der Schnitt einer Ebene durch den Kugelmittelpunkt mit der Kugeloberfläche. Großkreise sind geodätische Linien auf der Kugel und stellen die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten auf der Kugeloberfläche dar
daher ist Orthodrome die kürzeste Verbindung auf einer Kugel.
Was ist der fundamentale unterschied zwischen:
geometrischer Höhe
orthometrischer Höhe
Normalhöhe
Erkläre dazu den Unterschied zwischen Geoid und Quasigeoid!
Höhe
Bezugsfläche
Besonderheit
Geometrisch (h)
Ellipsoid (z.B. WGS84)
GNSS-Höhen, keine Schwereinformation
Orthometrisch (H)
Geoid
Physikalisch korrekt, braucht mittlere reale Schwere entlang Lotlinie
Normalhöhe (HN)
Quasigeoid
Praktische Lösung mit Normalschwere, unabhängig von inneren Erdschichten
Der fundamentale Unterschied liegt im Bezugsniveau und im verwendeten Schwerefeld.
Die geometrische Höhe ist der rein geometrische Abstand entlang der Ellipsoidnormalen zwischen einem Punkt und einem Referenzellipsoid (z. B. World Geodetic System 1984).
Sie enthält keine Information über das Erdschwerefeld. GNSS liefert direkt diese Höhe.
2️⃣ Orthometrische Höhe HHH
Die orthometrische Höhe ist der Abstand eines Punktes vom Geoid, gemessen entlang der Lotlinie.
Sie ist physikalisch definiert über die Potentialdifferenz zwischen Punkt und Geoid:
H=C/g
Dabei ist C die geopotentielle Zahl und g quer die mittlere reale Schwere entlang der Lotlinie.
👉 Problem: Die mittlere reale Schwere im Erdinneren ist nicht direkt messbar.
Normalhöhe NHN
Die Normalhöhe wird ebenfalls aus der geopotentiellen Zahl bestimmt, jedoch mit der Normalschwere des Referenzellipsoids statt der realen Schwere:
NHN=C/γ
Sie bezieht sich auf das Quasigeoid.
👉 Vorteil: Man benötigt keine Kenntnis der inneren Massenverteilung. Deshalb sind Normalhöhen praktisch realisierbar und werden in vielen Ländern verwendet.
Kernunterschied in einem Satz
Geometrische Höhe → rein geometrisch, kein Schwerebezug
Orthometrische Höhe → physikalisch korrekt, aber innenliegende Schwere unbekannt
Normalhöhe → praktische physikalische Lösung mit Normalschwere
Geoid: Äquipotentialfläche des realen Erdschwerefeldes. Bezugsfläche für orthometrische Höhen.
Quasigeoid: Bezugsfläche der Normalhöhen; entsteht aus dem Störpotential unter Verwendung der Normalschwere. Es ist keine Äquipotentialfläche des realen Schwerefeldes.
Der entscheidende Unterschied:
👉 Das Geoid ist eine physikalische Äquipotentialfläche. 👉 Das Quasigeoid ist eine rechnerische Referenzfläche im Normalschwerefeld.
Im Gebirge unterscheiden sich reale Schwere und Normalschwere stärker aufgrund der Topografie und Massenverteilung. Daruch wächst die Differenz zwischen orthometrischer Höhe und Normalhöhe, was zu größeren Abweichungen zwischen Geoid und Quasigeoid führt.
Was ist das Störpotential T und wie hängt es mit dem realen Potential W und dem Normalpotential U zusammen?
T=W-U (Störpotential=Erdschwerepotential minus Normalpotential)
Das Störpotential T ist die Differenz zwischen dem realen Erdschwerepotential W und dem Normalpotential U des Referenzellipsoids.
beschreibt die Abweichungen des realen Schwerefeldes vom idealisierten Normalfeld und ist die zentrale Größe zur Bestimmung von Geoid, Schwereanomalien und Lotabweichungen.
direkt proportional zur Geoidundulation
Da die Geoidundulation proportional zum Störpotential ist, ist dessen Bestimmung zentral für die Geoidberechnung.
In der physikalischen Geodäsie gilt:
W = reales Erdschwerepotential (Gravitation + Zentrifugalanteil der realen Erde)
U = Normalpotential (Potential eines idealisierten Referenzellipsoids)
T = Störpotential
Und jetzt kommt die zentrale Beziehung:
T=W−U
also:
W=U+T
Das Störpotential T beschreibt die Abweichung des realen Erdschwerefeldes vom Normalfeld des Referenzellipsoids.
Physikalisch bedeutet das:
Wenn die Erde perfekt rotationsellipsoidisch wäre → T=0
Alle Massenanomalien (Gebirge, Dichteunterschiede, Ozeanbecken etc.) erzeugen T
Weil:
👉 Geoid, Schwereanomalien und Lotabweichungen lassen sich direkt aus T ableiten.
Zum Beispiel:
Geoidundulation N ≈ proportional zu T
Schwereanomalie hängt mit Ableitungen von T zusammen
Das gesamte praktische Rechnen der physikalischen Geodäsie läuft im Prinzip über das Störpotential.
Warum erfüllt das Störpotential außerhalb der Massen die Laplace-Gleichung?
Außerhalb der Massen verschwindet die Massendichte ρ(rho), sodass sowohl das reale Potential W als auch das Normalpotential U die Laplace-Gleichung erfüllen. Da das Störpotential T=W−U ist, erfüllt auch T außerhalb der Massen die Laplace-Gleichung.
Außerhalb der Massen gilt:
Für das reale Potential W:
ΔW=0
Für das Normalpotential U:
ΔU=0
(Beide erfüllen außerhalb der Massen die Laplace-Gleichung, weil dort keine Massendichte ρ(rho) vorhanden ist → Poisson-Gleichung reduziert sich zu Laplace.)
Da:
T=W−U
folgt:
ΔT=ΔW−ΔU=0−0=0
👉 Also erfüllt auch das Störpotential außerhalb der Massen die Laplace-Gleichung.
Das ist eine sehr typische Theoriefrage — und wichtig für:
Kugelfunktionsentwicklung
Randwertprobleme
Geoidbestimmung
Welche Randwertprobleme kennen wir in der physikalischen Geodäsie? Nenne mindestens zwei und erkläre kurz eines davon.
Dirichlet: Potentialwerte vorgegeben
Neumann: Ableitungen (z.B. Schwereanomalien) vorgegeben → Geoidbestimmung
Gemischt: Kombination aus Potential + Ableitung
In der physikalischen Geodäsie treten Dirichlet-, Neumann- und gemischte Randwertprobleme auf.
Bei der Geoidbestimmung liegt typischerweise ein Neumann-Randwertproblem vor, da an der Erdoberfläche Schwereanomalien – also Ableitungen des Potentials – gegeben sind und daraus das Störpotential im Außenraum bestimmt werden muss.
Was ist der Unterschied zwischen einem geozentrischen und einem nicht-geozentrischen Referenzellipsoid?
Geozentrisch (zentrisch): Achsen verlaufen durch den Erdmittelpunkt → Ellipsoid ist im Erdmittelpunkt zentriert
Bsp: WGS84, GRS80
Nicht-geozentrisch (exzentrisch): Achsen nicht exakt durch Erdmittelpunkt → regional angepasst
Bsp: Bessel, Krassowski
Damit ist der Unterschied physikalisch klar, nicht nur historisch.
Warum verwendet man das Bouguer-Modell? Welche Annahmen stecken dahinter und was wird damit korrigiert?
Das Bouguer-Modell ersetzt die zwischen Messpunkt und Bezugsfläche liegende Gesteinsmasse durch eine unendlich ausgedehnte homogene Platte konstanter Dichte.
Damit wird die zusätzliche gravitative Anziehung dieser Masse rechnerisch entfernt.
Die Annahmen sind: ebenes Gelände, konstante mittlere Dichte und unendliche Ausdehnung.
Die Bouguerkorrektur beträgt etwa 0,1119ρ mGal/m, zusätzlich wird die Freiluftkorrektur von ca. 0,30860 mGal/m berücksichtigt.
Die Platte wird als unendlich ausgedehnt angenommen, weil sich dadruch das Gravitationsfeld einfacher berechnen lässt, ebenso ist Schwerewirkung unabhängig vom abstand zur platte, nur von der Dichte. Bei endlicher Ausdehnung müsste das Feld durch komplexe Integration bestimmt werden und wäre ortsabhängig
Warum braucht man in der physikalischen Geodäsie überhaupt eine Entwicklung des Potentials in Kugelfunktionen?
Kugelfunktionen ermöglichen die Lösung der Laplace-Gleichung in Kugelkoordinaten
Sie erlauben die globale Darstellung des Erdpotentials durch eine Reihenentwicklung
Warum muss man nicht lineare Modelle vor der Ausgleichung linearisieren? Welches mathematische Werkzeug wird Verwendet?
nicht lineare Modelle können nicht direkt in der linearen Ausgleichung gelöst werden
das wird mittels der Taylor-Reihenentwicklung in eine lineare Form überführt
Was ist physikalische Geodäsie in einem Satz?
Das zentrale Mathematische Fundament ist die Potentialtheorie mit der Lösung der Laplace- bzw. Poisson-Gleichung.
Was ist die geopotentielle Zahl C?
C= w0 - W(P)
Differenz des Schwerepotentials zwischen Geoid und einem Punkt und entspricht der Arbeit pro Masseeinheit, um diesen Punkt zum Geoid zu bewegen
Wann ist das Potential harmonisch?
wenn delta V = 0
Erfüllung der Laplacegleichung
im Gebiet keine Massenquellen
Störpotential außerhalb der Massen = Laplace-Gleichung?
JA!
weil dort keine Massendichte rho vorhanden ist, rho = 0
Poissongleichung wird zur Laplacegleichung
Warum sind Kugelfunktionen global gut?
Kugelfunktionen sind global orthogonal auf der ganzen Kugel
lokal konvergieren sie schlecht und benötigen hohe Grad N
lineare Exzentrität?
Abweichung des Ellipsoids von der Kugel, also der Abplattung, e= Wurzel (a2 + b2)
Instrumenttypen und Astasierung?
Instrumenttypen:
Absolutgravimeter → direkte Messung der Schwerkraft durch Fallkörper / Laserinterferometrie.
Relativgravimeter → Differenzmessung gegenüber Referenz.
Supraleitgravimeter → extrem hohe Empfindlichkeit, verwendet supraleitende Magneten.
Gradiometer → misst Schweregradienten (räumliche Unterschiede).
Schiffsgravimetrie → Gravimessung auf See, z. B. für Ozeanographie.
Astasierung:
Wird genau bei Relativgravimetern nach dem Waagebalkensystem eingesetzt.
Sie verstärkt die Reaktion der Waage auf Gravitation, typischerweise Faktor 2000, sodass auch kleine Änderungen der Schwere messbar werden.
Die Analogie zur Wasserwaage ist gut: Die kleine Neigung des Balkens wird vergrößert sichtbar.
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