Konflikteinstufungen
Nach Becker
Scheinkonflikte - Lösen sich von selbst - strenger Blick reicht
Randkonflikte - Können ignoriert werden - Kurze Ermahnung
Zentralkonftlike - werden von der Gruppe ausgelöst -> Intervention notwendig
Extremkonflikte - oft nur mit Hilfe eines Moderators lösbar (Dauerschäden)
9 Eskalationsstufen
Nach Glasl
win
-
1. Verhärtung (Spannungen, Krämpfe) Konflikt-
gespräch
2. Debatten (Schwarz-Weiß-Denken)
3. Reden ist sinnlos (Vollendete Tatsachen)
Mode-
ration
lose
4. Soziale Ausweitung (Gerüchte)
5. Gesichtsverlust (öffentliche Angriffe)
Medi-
ation
6. Drohungen und Gegendrohungen (mit Ultimatum)
7. Begrenzte Vernichtungsschläge (Gegner nicht mehr Mensch) Macht-
anwendung
Juristisch
8. Angriff (Zerstörung des Gegners)
9. Vernichtung (um jeden Preis)
Vier Ohren Modell
Schulz von Thun
Sachebene
Selbstkundgabe
Beziehungsebene
Appell
Mehr von Thun
Ich Botschaften
Was nehme ich war? -> Gefühl dabei -> Auswirkungen -> Verhaltenswunsch
Ich-Botschaften zeigen den SuS:
dass sie angenommen werden (Berne ICHS: Erwachsenen Ich)
dass die LK ein fühlender Mensch ist (Beziehungsebene)
dass die LK auch Schwächen besitzt
dass die LK ehrlich ist
Aktives Zuhören
Æ Kernaussagen wiederholen (führt zu Selbsterkenntnis)
Æ Emotionalen Gehalt wiederholen (Ich sehe es stört Dich.)
Æ Eigene Meinung zurückstellen
Æ Nicht bewerten/interpretieren
Sprache der Nichtannahme
Nach Gordon
Befehlen
Drohen
Moralisieren
Raten
Belehren
Verurteilen
Etikettieren
Diagnostizieren
Positive Bewertung
Mitfühlen
Mit Fragen ins Kreuzverhör nehmen
Problem zerstrauen
Sprache der Annahme
Passives Zuhören (schweigen)
Bestätigende Funktionen - Körpersprache gezielt einsetzen
Türöffner: OFfene Fragen
Niederlagenlose Konfliktlösung
Methode I: LK gewinnt = autoritär -> Reaktion Widerstand, Trotz…
Methode II: LK gibt nach = permissiv -> Grenzen werden getestet
Methode III: Gemeinsamen Kompromiss finden
Gemeinsame Konfliktlösung:
Definition des Problems
Sammlung möglicher Lösungen - Schriftlich Fixieren!
Auswertung der Lösungsvorschläge - Lösung muss für alle akzeptabel sein
Entscheidungsfindung - Keine Abstimmung! Gemeinsamen Konsens finden! Schriftlich fixieren
Realisierung der Entscheidung - Zeit und Aufgabenplan wird angefertigt
Beurteilung des Erfolgs - Überprüfen ob Probleme besteht ggfs. neues Gespräch
Beurteilung von Gordon
elbstständiges gemeinsames Offenlegen von
wirklichen Problemen und Fördern des sozialen Lernens. Lernen Bedürfnisse und Wünsche zu äußern
und ehrlich miteinander umzugehen. Probleme: Unehrlicher Umgang, Ausnutzen der Offenheit.
Moderation und Mediation
Struktur und Ziele einer Konfliktmoderation entsprechen dem Konfliktgespräch.
Moderation: unbeteiligter Moderator lenkt und beruhigt (Neutraler Ort ohne „Heimvorteile“)
Mediation: Wenn Konfliktgespräch und Moderation nicht mehr möglich sind. -> Langsames Annähern
Ziel: “Win-Win-Situation” ohne Verlierer, gemeinsamen Lösungsfindung, jeder wahrt sein Gesicht
Voraussetzungen für Mediation: Teilnehmer sind freiwillig und bereit fair und offen zu kommunizieren.
Das Ergebnis ist offen, der Konflikt abgrenzbar und die Inhalte vertraulich.
Der Mediator verhilft zur selbstständigen Lösung. Er versucht, gegenseitiges Verständnis für die Lage des anderen zu schaffen und die oft bestehenden Hierarchie- bzw. Machtgefälle auszugleichen. Mit seiner Allparteilichkeit bzw. Neutralität stärkt er allen Beteiligten den Rücken.
Rollenverteilung: Beteiligten -> Experten ihres Konflikts|Mediator Æ allparteilicher Verhandlungshelfer
Kollegiale Fallberatung
1. Rollen verteilen: Fallgeber, Moderator, Berater
2. Spontanbericht
Schlüsselfragen herausarbeiten
Methodenwahl
Beratung
Abschluss / Reflektion
Mobbing
Oft impulsive Täter und selbstbewusstlose körperlich schwache Opfer
Anti-Bullying-Programm: Opfer&Täter berichten Lehrer und schreiben Bericht, beide Berichte gehen an
beide Eltern des Opfers und des Täters Æ Abschlussgespräch mit allen Beteiligten (auch Eltern, Rektor)
No-Blame-Approach: 1. Gespräch mit Opfer Æ Wer ist beteiligt? (Gründe nicht wichtig)
2. Unterstützergruppen für Opfer und Täter suchen, gemischte Gruppen bilden, die gemeinsam
Problemlösungen suchen 3. Nachgespräche mit allen Beteiligten
Motivation
Nach Heckhausen
Motivation dann wenn…
Aussicht auf Erfolg besteht
Folgen des Erfolgs sind bedeutsam
Ergebnis ist beeinflussbar
Warum lerne ich?
Ergebnis steht fest (Ja = Tue nichts) z.B. Note?
Kann ich das Ergebnis beeinflussen (Note mit Lernen verbesserbar?)
Sind mir die Folgen wichtig? (ISt die Note für mich wichtig?)
Führt Ergebnis zu gewünschten Folgen?
Attribution
von Weiner
Mit Heckhausen:
-> Selbstwert fördern:
x Erfolg internal attribuieren („Da hat sich deine harte Arbeit gelohnt.“)
x Misserfolg external attribuieren („Das ist nicht deine Schuld, die Aufgaben waren zu schwer.“)
-> Leistungsmotivation fördern:
x Erfolg + Misserfolg internal-variabel attribuieren: Anstrengungen beeinflussen das Ergebnis.
Theorie der Leistungsmotivation
Atkinson
Atkinson: Erwartungs-Wert-Theorie
Motivation entsteht aus:
Motiv (will Erfolg) x subjektive Wahrscheinlichkeit auf Erfolg x Anreiz des Erfolges (Wert)
Einflussfaktoren von Motivation
Nach Decy Ryan
Soziale Eingebundenheit
Autonomieerleben
Kompetenzerleben
Schülermotivation beeinflussen
Förderung der intrinsischen Motivation:
Bedeutung des Lehrstoffs
Instruktionsqualität
soziale Einbindung
Autonomieunteerstützung
Aufgaben der LK:
Motive der Schüler verstehen
Motive verhanden?
individuell bei der richtigen Attribution helfen
Auswahl geeigneter Aufgabenstellungen
Gelegenheit zur Selbstreflexion -> Leistungsmotivation
Weitere Födermöglichkeiten
frühe Bekräftigung
Eigeninitiative stärken
Balance zwischen Anforderung und Erfolg
Zukunftsbezogene Motviation (langfristige Ziele!)
Lernen am Modell
Erfolg muss erlet und gemessen werden können /klarer Bewertungsmaßstab)
Bei geforderter Leistung müssen Erfolg und Misserfolg möglich sein (schwierigkeitsgrad) -> muss anstrengend sein aber durch anstrengung erreichbar
Erfolgserlebnisse schaffen! -> Diagnostik + Differenzierung / Förderung
Realistische Selbsteinschätzung fördern
Stress und Ängste eliminieren
Sachlich loben und tadeln - nicht das ergebnis sondern die Anstregung
Individuelle Bezugsnorm (SuS soll Leistungen vergleichen)
Interesse / Neugier wecken -> entdeckendes Lernen
Selbstwirksamkeit erfahren lassen - SuS sind für ihre Leistungen verantwortlich nicht die LK
Methoden und median abwechseln
Hohe Schüleraktivität
Inhalte mit Bezug zum Schüler -> Sinnhaftigkeit
Personenzentrierte Theorie
Nach Rogers
Humanistischen Psychologie: Personenzentrierte Psychotherapie (vgl. Tausch/Tausch 1998)
Maßnahmen: Wertschätzung, Echtheit, Verstehen, Trennung Person/Sache, Fördern nicht Dirigieren
Erzieher ist respektvoller Ansprechpartner, verständnisvoll, gerecht, nett, geduldig, (selbst-)kritisch
Æ Entwicklung zu einem positiven Selbstkonzept
Ursachen für Lern- und Verhaltensstörungen
Nach Kirsch
Emotionale Störung (Soziale Angst, Leistungsangst)
Störung des Sozialverhaltens (unsicheres Verhalten und hyperkinetische Störungen z.B. ADhS
Teufelskreis für Leistungsprobleme -> schlechte Leistung -> Tadel / Strafe -> Erwartungsangst bei neuen Anforderungen -> Verunsicherung / Denkhemmung -> schleche Leistung
Führungsstil
nach Lewin
autoritär
demokratisch
laissez-faire
Konflikte zwischen LK und SuS
Bei Konflikt zwischen Lehrer und einzelnen Schülern (z.B. Kounin, Dubs)
Geringfügige Störungen (ohne Unterbrechung des Unterrichtsflusses)
1. Anschauen
2. plötzliches Schweigen
3. freundliche und bestimmte (aber nicht aggressive) Ermahnung
Permanente Störungen
1. Gespräche mit Kollegen zur gemeinsamen Lösungsfindung (Klassenbuch-Einträge)
z.B. Änderung der Sitzordnung, Einhaltung einheitlicher Regeln; Klassenteams bildenÆSchulentwicklung
2. Einzelgespräch(e) mit dem Schüler führen
Æ Appell zur Einsicht, Hinweis auf Rechte und Pflichten, auch auf Pflichten des Lehrers
Æ Vereinbarungen treffen bzw. gemeinsame Verhaltensregeln aufstellen
Æ Bei Verhaltensstörungen bzw. psychischen Problemen Æ Hinweis auf den Schulpsychologen
3. Gespräch mit dem Ausbildungsbetrieb führen
4. Ordnungsmaßnahmen, z.B.: Verweis, Schüler in Betrieb schicken (im Extremfall)
Arbeitsverweigerung (z.B. unvollständige Heftführung, fehlende Hausaufgabe)
1. Ermahnung, Hinweis auf Pficht zur Mitarbeit/ Heftführung etc.
Æ verstärkte Kontrolle/ Überwachung, regelmäßiges Abzeichnen
Æ fehlende Hefteinträge nachholen lassen (angemessener Nachtermin)
2. Gespräch mit Ausbildungsbetrieb ankündigen Æ Gespräch mit Ausbilder führen
Ordnungsmaßnahmen nach BayEUG
(verschärfter) Verweis, Versetzung in andere Klasse, Fach-/Unterrichtsausschluss, Schulwechsel,
(Androhung der) Entlassung, Ausschluss (siehe BayEUG Art. 86-88)
Classroom Management
Nach Kounin und Dubs
Kounin (1976) Mehr Disziplin und Leistung durch:
Allgegenwärtigkeit und Überlappung: Lehrer übersieht nichts&löst nebenbei Probleme (Multitasking)
Schwung und Reibungslosigkeit: Unterrichtsfluss erhalten (Überleitungen, keine Brüche/Ablenkung)
Gruppenaktivierung: Alle sind aktiv auch wenn einer aufgerufen wurde
Bedeutung und Methodenwechsel: Interessante reale Probleme, Begeisterung, Abwechslung
Dubs ergänzt in Aspekte des Lehrerverhaltens (1978):
Verantwortlichkeit der Schüler für ihre Leistungen
Classroom-Management-Tipps
Unterricht:
x Durchdachte Vorbereitung und fachliche Sicherheit
x Passung/Differenzierung
x Arbeitsanweisungen
x Methoden- und Medienwechsel
x Klarheit und Struktur
x Selbstverantwortlichkeit
x Raumgestaltung
x Jeden aktivieren
Verhalten:
x Regeln und Konsequenz vorab klar
x Kleidung
x Techniken bei Störungen (Blick, Warnung, Klatschen, gelbe Karte, Umsetzen, Auszeit)
x Interesse wecken (Begeisterung, Bedeutung des Lernstoffes für Hobby, Prüfung, Beruf)
x Eltern und Betriebe einbeziehen
x Abläufe/Anker
x Lehrer ist immer überall aufmerksam (Gute Position/Bewegung im Raum Æ Störern nähern)
x Positive Verstärker (Disziplin Æ Belohnung)
Beziehungen:
x Gute Beziehung zu Schülern (Sympathischer Erstkontakt, echtes Interesse an Schülern)
x Soziale Einbindung
x Professionelle Kommunikation (Respekt, Humor, Aktives Zuhören…
Gruppen Dynamiken
Gruppenphasenmodell nach Tuckman
1. Phase forming = Orientierungsphase (Beziehungsebene)
2. Phase storming = Machtkampfphase (Beziehungs- und Sachebene gleichberechtigt)
3. Phase norming = Regelphase (Sachebene dominiert)
4. Phase performing = Produktionsphase (Sachebene dominiert)
5. Phase: closing = Abschluss /Auflösung ('Adjourning' oder 'Deforming')
Pädagogische Diagnostik
Aufgabe: Selbst- und Fremdkorrektur, Lerndefizite erkennen, Erfolgreiche Lernschritte bestätigen und
neue planen, Motivierung, Steuerung des Schwierigkeitsgrades, Verbesserung der Lernbedingungen
Gütekriterien: Objektivität, Zuverlässigkeit (Reliabilität wiederholbar), Gültigkeit (Validität misst nur was
es soll)
Wahrnehmungsfehler: erster Eindruck (Primacy-Effekt), Sozialer Zusammenhang, Rollenträger,
Projektion, Kategorisierung, Sympathiefehler, logische Fehler (aus einer Eigenschaft werden andere
geschlussfolgert), Vergleich mit sich selbst (Kontrast- und Ähnlichkeitsfehler), Typische Eigenschaft
dominiert (Halo-Effekt Æ Blondine), self-fulfilling prophecy (Schüler ist, wie Lehrer es erwartet)…
Kontinuierlicher Übergang im Laufe der Lernzeit von
Pädagogische Diagnose (Entwicklungshilfe) Æ Selektive Diagnostik (Noten)
Lernraum (Ich will mich entwickeln) Æ Leistungsraum (Ich will keine Fehler machen)
Erfolgsfaktoren in der Praxis: konsequent kriterienorientiert, systematisch und kooperativ
Keine Diagnose ohne Förderung/Differenzierung!
Hochbegabte (IQ>130): Beobachtungs- & Auffassungsvermögen, Spezialinteressen, Wortschatz,
Konzentration, Abstraktionsfähigkeit, Gedächtnisleistung
Diagnose auf AB integrierbar, Partnerarbeit gegenseitig, Zielscheibe (Selbst- vs Fremdeinschätzung)
Arten von Differenzierung
a) Äußere/Organisatorische Differenzierung
Teilung der Lerngruppen nach Qualität der Lernvoraussetzungen und Lernvermögen, sodass möglichst
homogene Schülergruppen entstehen: Schulart, Jahrgangsklassen, Lernen lernen-Kurse, Klassenteilung
b) Innere/ Binnendifferenzierung
Differenzierungsformen innerhalb Klasse
x Situative innere Differenzierung: spontane Reaktion auf Lernverhalten des Schülers in
konkreter Unterrichtssituation, z.B. zusätzliche Arbeitsaufträge, Hilfestellungen
x Systematische innere Differenzierung: abgestimmt, längerfristig, setzt Diagnoseverfahren
voraus mit Förderplanung im Lehrerkollegium abgestimmt, transparentes Konzept
Möglichkeiten der inneren Differenzierung
x Quantitative Differenzierung: Aufgabenpensum je Arbeitstempo
x Qualitative Differenzierung: Lerngruppen nach Schwierigkeit
x Methodische Differenzierung: unterschiedliche Zugänge („Lerntypen“)
x Mediale Differenzierung: unterschiedliche Repräsentationen des Themas
x Inhaltliche Differenzierung: Schüler befassen sich mit unterschiedlichen Themen
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Innere Differenzierung nach Lernvoraussetzungen:
x Leistungshomogene oder -heterogene Gruppen
x Interessenabhängige Gruppen
x Integrative Gruppen (z.B. Mulitkulturell)
Gestaltungsmöglichkeiten:
x Raumgestaltung, Sitzordnung
x Materialien, Hilfs- und Arbeitsgeräte für Schüler zugänglich machen
x Arbeitsmaterialien durch Selbstlernmaterialien ergänzen
x 45min-Einheiten zu längeren Zeiteinheiten zusammenfassen
x Verantwortung und Kontrolle allmählich an den Schüler abgeben
Beispiele: komplexere thematische Einheiten in Form von Lernbüros, Lernszenarien, Werkstätten,
Projekten, Schülerfirmen etc., Tutoren
Probleme: Arbeitsbelastung für Lehrer, Bereitschafts-/Kompetenzmangel, Auseinanderdriften, Benotung
Schüleraktiver Unterricht
Zielgerichtet, Praxisorientiert, Strukturiert (roter Faden), Gesichert, Passung (Niveau), Motivierend
Handlungskompetenz
Sozialkompetenz
Fachkompetenz
Selbstkompetenz
Selbstorganisiertes Lernen:
• Stärkung individueller Selbstständigkeit: Systematischen
Aufbau von Methoden- und Lernkompetenz;
• Schaffung einer sozialen Lernstruktur durch die
Abstimmung von Einzel - und Gruppenarbeit;
• Vertiefung des Wissens und Könnens durch Vernetzung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen im
Sinne zielorientierter Lernarrangements;
• Erhöhung der (Selbst-)Verantwortung für das eigene Lernen;
• Vermittlung und Beurteilung von Projektkompetenz im Rahmen von Themen- und Lernfeldern
Andere konstruktivistische Ansätze
Der Cognitive Apprenticeship ist durch die vier Phasen gekennzeichnet (Ähnlich Meister-Lehrling):
1. Modeling (Vorführen),
2. Scaffolding (unterstützte Eigentätigkeit),
3. Fading (Nachlassen der Unterstützung durch den Lehrer bei steigender Kompetenz der Lerner)
4. Coaching (betreutes Beobachten).
Soziale Abstimmung über Konstruktion durch KommunikationÆsozial konstruktivistisch
Guter Unterricht
1. Klare Strukturierung des Unterrichts (Prozess, Ziel, Inhalt, Rollen, Regeln, Rituale und Freiräume)
2. Hoher Anteil echter Lernzeit (Zeitmanagement, Pünktlichkeit, Orga-Auslagerung, Rhythmisierung)
3. Lernförderliches Klima (Respekt, Regeln, Verantwortung, Gerechtigkeit und Fürsorge)
4. inhaltliche Klarheit (Aufgabenstellung, Lernverlauf, Plausibilität, Verbindlichkeit der Sicherung)
5. Sinnstiftendes Kommunizieren (Planungsbeteiligung, Gesprächskultur, Konferenzen, Feedback)
6. Methodenvielfalt (Inszenierungstechniken, Handlungsmuster, Verlaufsformen)
7. individuelles Fördern (Freiräume, Geduld und Zeit, Diagnostik, Differenzierung, Förderpläne)
8. Intelligentes Üben (Lernstrategien, passgenaue Aufgaben, Methodenwechsel, Anwendungsbezug)
9. Klare Leistungserwartungen (zügige, gerechte, klare Rückmeldungen, Passung und Transparenz)
10. Vorbereitete Umgebung (verlässliche Ordnung, geschickte Raumregie, Freiraum, Ästhetik
Instrumentelles und operantes Lernen
Instrumentelles (Skinner) Lernen und operantes (Thorndike) Lernen: „Trial and error learning“
Erfolgreiches Verhalten wird häufiger wiederholt (Thorndike, 1911)
Beispiel: Stören
Æ Aufmerksamkeit (zugrundeliegende Motivation)
Æ häufiger Stören
Lösung: Aufmerksamkeit nur für gute Mitarbeit
- Primäre Verstärker (Nahrung, Zuwendung, Neugier)
- Sekundäre (gelernte) Verstärker (Noten, Gesten, Geschenk)
- Sekundäre generalisierte Verstärker (Geld kann gegen andere getauscht werden)
Lernen durch Verstärker (Belohnung und Bestrafung)
Ein guter Verstärker: wird (nicht zu oft) wiederholt, ist emotional bedeutend und angemessen.
Arten: materiell, sozial, Handlungs-/Aktivitäts-Verstärker (beliebte Tätigkeit), immanenter/verdeckter
Verstärker (führt zu intrinsisch motivierter Tätigkeit)
Beobachtungslernen
Bandura
Beobachtungslernen (Bandura) - sozial-kognitive Lerntheorie
Der Lernende muss das Verhalten nicht selbst ausführen, eine stellvertretende Bekräftigung genügt (z.B.
Beobachtung, dass ein anderer gelobt wird)
Konstruktivismus lernen
(Aebli / Watzlawick)
Lernen hauptsächlich vom Lernenden abhängig.
Æ Individuelle Konstruktion und Reorganisation von Wissen.
Neue Lernkultur ist aktiv und selbstständig an authentische Situationen gebunden, ganzheitlich (s.u.),
fächerübergreifend, kooperativ, individuell und reflektiert.
Ganzheitliches Lernen: Mit allen Sinnen, handlungsorientiert, Entwicklungsgemäß, Individuell
Lernberatung
Primärstrategien: Informationsverarbeitung und -beschaffung
Sekundärstrategien: Organisation, Motivation, Konzentration
abH Æ Ausbildungsbegleitende Hilfen bezahlt von Bundesagentur für Arbeit
Sonstiges
hemenzentrierte Interaktion TZI (Ruth Cohn) kann zur Analyse genutzt werden (Globe, Ich, Wir, Es).
Freud: Psychoanalyse: Über-Ich (Moralitätsprinzip), Ich (Realitätsprinzip), Es (Lustprinzip)
AD(H)S: Krankheit nicht bestrafen, Klare Strukturen, Auszeiten geben, Eltern kontaktieren, Tabletten
Aggression, Drogen: Jugendsozialarbeiter, Schulpsychologe
Inklusion: Mobiler sonderpädagogischer Dienst
Außenseiter: Sozialisation, Gruppenarbeit gezielt einsetzen
Schulentwicklung: QmbS, Raumausstattung, Rhythmisierung (Schul-, Unterrichts- und Individualebene)
Berufssprache Deutsch: Deutsch im Fachunterricht fördern (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben)
Pädagogische Schulentwicklung nach Rolff QmbS: Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen
Ziel: nachhaltige Entwicklung der Schule
Schulspezifisches Qualitätsverständnis:
Ziele, Maßnahmen, Indikatoren
Interne Evaluation: regelmäßige Datenerhebung in den
4 Qualitätsbereichen: Rahmenbedingungen, Prozess-
qualität Schule, Unterricht und Ergebnisse als Soll-Ist-
Vergleich mit Schulportfolio, Systematischer Selbst-
reflexion, Strukturierter Beobachtung, Befragung
Ableitung von Qualitätszielen
Externe Evaluation: Ergänzt die interne Evaluation
durch systematische Außensicht: 2 Lehrer, Vertreter
der Industrie + Eltern kommen 3 Tage an die Schule
machen Rundgang und Unterrichtsbesuche und führen
Gespräche mit Beteiligten. Evaluationsbericht geht auch
an die Schulaufsicht. Grundlage für Zielvereinbarungen.
Prozesssteuerung: durch QmbS-Team
Individualfeedback: von Lehrkraft, Kollegen, Schüler
Makromethoden (Gruppenarbeit, Planspiel, problemlösendes Vorgehen Projektmethode u.a.)
Mikromethoden (Lesetechniken, Markieren, Exzerpieren, Strukturieren, Nachschlagen, Kooperationst.)
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