Spinal cord Arterien, Arterie of adamkiewicz
Brown-Séquard Syndrom durch hemisection of the spinal cord
Das Brown-Séquard Syndrom äußert sich durch charakteristische neurologische Funktionsausfälle, die auf die funktionelle Anatomie des Rückenmarks zurückzuführen sind.
Die Kompression bzw. Schädigung des motorischen Tractus corticospinalis (Pyramidenbahn) bewirkt eine ipsilaterale spastische Beinparese unterhalb der Läsion.
Durch Untergang der Motoneuronen und Irritation der hinteren Nervenwurzel kommt es ipsilateral auf Höhe der Läsion zu einer schlaffen Parese.[1][2]
Die sensiblen Funktionsausfälle betreffen
die epikritische Sensibilität (Mechanosensorik) der ipsilateralen Seite durch Schädigung der Hinterstrangbahn
die protopathische Sensibilität (Schmerz- und Temperaturwahrnehmung) der kontralateralen Seite durch Unterbrechung des Tractus spinothalamicus.
Den Ausfall der Schmerz- und Temperatursensibilität bei erhaltener Mechanosensorik bezeichnet man als dissoziierte Empfindungsstörung. Sie beruht auf dem unterschiedlichen Verlauf der jeweiligen Fasern nach ihrem Eintritt ins Rückenmarkshinterhorn:
Fasern der epikritischen Sensibilität steigen ungekreuzt in der Hinterstrangbahn auf
Fasern der protopathischen Sensibilität kreuzen vor ihrem Verlauf im Tractus spinothalamicus auf die Gegenseite.
Der Verlust der kontralateralen Schmerz- und Temperaturwahrnehmung fängt etwa zwei bis drei Segmente unterhalb der Höhe des motorischen Defizits an, da die Fasern des Tractus spinothalamicus zwei bis drei Segmente aufsteigen, bevor sie auf die Gegenseite kreuzen.[3]
Auf Höhe der Läsion kann sich ipsilateral ein kleiner segmentaler Bereich mit einer kombinierten Störung der Motoneuronen und einem kompletten sensorischen Defizit zeigen.[3]
Die Läsion von vasomotorischen Fasern der Seitenstränge führt zu einer anfänglichen Überwärmung und Rötung der Haut, und in einigen Fällen zu einer fehlenden Schweißsekretion.
Venöses System des Herzens
Das venöse Blut fließt über drei verschiedene Systeme ab:
Sinus coronarius
Koronarvenensinus
1/5
Synonyme: Keine
transmural
endomural
Folgende Venen drainieren in den Sinus coronarius, eine große Sammelvene an der Rückseite des linken Vorhofs, welche dann in den rechten Vorhof mündet. Das Sinus-coronarius-System bildet das Rückrat des venösen Abflusses am Herzen und besteht aus folgenden epikardialen Venen:
V. cardiaca magna (V. cordis magna) - ist die Fortsetzung der V. interventricularis anterior und sammelt venöses Blut aus dem Einzugsgebiet der A. coronaria sinistra.
V. cardiaca media (V. interventricularis posterior) - verläuft im Sulcus interventricularis posterior und mündet direkt in den Sinus coronarius ein
V. obliqua atrii sinistri (Marshall-Vene) - auf der Rückseite des linken Vorhofes
V. cardiaca parva (V. cordis parva) - nur in etwa 50% der Fälle vorhanden, nimmt Blut aus Ventrikeln und Vorhöfen auf.
Die vier Gefäße können zahlreiche kleine Äste haben oder als grobe Gefäßstämme mit breitem Einzugsgebiet verlaufen. In das Sinus-coronarius-System fließen etwa 2/3 des Blutes ein, welches aus den Koronararterien angeliefert wird. Das verbleibende Drittel fließt über das endomurale und das transmurale System ab.
Venae anteriores ventriculi dextri
Vordere Venen der rechten Herzkammer
1/2
Synonyme: Venae cardiacae anteriores, Venae anteriores cordis
Die Venen des transmuralen Systems münden ohne Umweg über den Sinus coronarius in den rechten Vorhof ein. Es besteht aus den
Vv. ventriculi dextri anteriores (Vv. cardiacae anteriores) - ensprechen den Rr. atrioventriculares der A. coronaria dextra
Vv. atriales und Vv. epicardiales - liegen auf posterioren und interatrialen Abschnitten des rechten Vorhofes
Das endomurale System besteht aus kleinen Venen der inneren Myokardschichten (Vv. cardiacae minimae, Thebesius-Venen), welche ihr Blut direkt in Vorhöfe und Ventrikel abgeben. Sie nehmen keinen Umweg über den Sinus coronarius oder den venösen Eingang über den Vorhof.
Aus diesem Grund ist das Blut aus dem linken Ventrikel niemals vollständig oxygeniert, sondern maximal zu 98-99%. Eine 100%ige Sauerstoffsättigung gibt es nur im frisch oxygenierten alveolären Blut der Lunge.
Herzkranzgefäße
demoralisiert triangle
Obere thoraxaperatur
Merkspruch Plexus lumbalis
T12 —L4
Plexus sacralis
Boyles law
Das Wichtigste auf einen Blick
Wird eine feste Menge (konstantekonstanteSynonyme: konstant, konstanterimmer gleich Teilchenzahl N) eines Idealen Gases auf einer konstanten Temperatur T gehalten, während sich der Druck oder das Volumen der Gasmenge ändern, so spricht man von einer isothermen Zustandsänderung der Gasmenge.
Bei derartigen isothermen Zuständänderungen ist das Volumen V der Gasmenge umgekehrt proportional zum Druck p
Charles Law
Das Charles-Gesetz (auch Gesetz von Gay-Lussac) besagt, dass das Volumen (V) eines Gases bei konstantem Druck direkt proportional zu seiner absoluten Temperatur (T in Kelvin) ist. Wenn sich die Temperatur erhöht, dehnt sich das Gas aus; beim Abkühlen zieht es sich zusammen. Die Formel lautet: \frac{V_1}{T_1} = \frac{V_2}{T_2}.
Daltons Law
Das Dalton-Gesetz (Gesetz der Partialdrücke) besagt, dass in einem Gemisch aus nicht-reagierenden Gasen der Gesamtdruck gleich der Summe der Partialdrücke jedes einzelnen Gases ist. Jedes Gas verhält sich so, als ob es den gesamten Raum allein einnehmen würde. Es gilt: P_{ges} = p_1 + p_2 + ... + p_n.
Kernfakten zum Dalton-Gesetz:
Partialdruck (): Der Druck, den eine einzelne Gaskomponente in einem Gemisch ausübt.
Gesamtdruck (): Die Summe aller individuellen Partialdrücke.
Formel mit Stoffmengenanteil: Der Partialdruck eines Gases kann durch p_i = y_i \cdot P_{ges} berechnet werden, wobei y_i der Molenbruch (Stoffmengenanteil) ist.
Anwendung: Das Gesetz gilt exakt nur für ideale Gase; bei hohen Drücken treten Abweichungen auf, da die Moleküle Platz beanspruchen.
Historischer Kontext: Aufgestellt von John Dalton im Jahr 1801, basierend auf Beobachtungen über Luft und Wasserdampf.
Es wird oft genutzt, um das Verhalten von Gasen in Behältern oder der Atmosphäre (z.B. Luftdruck als Summe von Sauerstoff-, Stickstoffpartialdrücken) zu verstehen.
Laplace Law
Laplace's Law describes the relationship between wall tension (T), internal pressure (P), and radius (r) in hollow, curved structures like blood vessels, the heart, or alveoli. It states that tension is directly proportional to pressure and radius, meaning larger, thinner-walled structures experience higher wall stress.
Key Aspects of Laplace's Law:
Formula (Sphere/Alveoli): P = \frac{2T}{r} or T = \frac{P \cdot r}{2}.
Formula (Cylinder/Blood Vessel): P = \frac{T}{r}.
Physiological Application:
Cardiac Function: In a dilated heart (increased radius), the left ventricle must produce higher wall stress to maintain pressure, increasing oxygen demand. Alveolar Stability: Without surfactant, smaller alveoli (smaller radius) would collapse into larger ones due to higher pressure, as smaller spheres require higher tension to maintain structure. Aneurysms: As an aneurysm grows (increased radius), the wall tension increases, making it more likely to rupture (inverse relationship to wall thickness).
Main Principles:
Higher Radius = Higher Tension: For a given pressure, larger containers experience higher wall tension.
Higher Pressure = Higher Tension: Greater internal pressure increases the stress on the container's walls.
Smaller Radius = Higher Pressure: If tension is constant, smaller spheres require higher internal pressure to exist.
The law was developed to understand how pressure and tension interact in thin-walled structures, providing critical insights for anesthesiology, cardiology, and respiratory care.
Gaussche Normalverteilung
Median und Mittelwert
Median und Mittelwert sind Kennzahlen der Statistik zur Bestimmung des Zentrums von Daten. Der Mittelwert(Durchschnitt) summiert alle Werte und teilt durch deren Anzahl, ist aber anfällig für Ausreißer. Der Median(Zentralwert) ist der sortierte mittlere Wert, was ihn robuster gegenüber Extremwerten macht.
Mittelwert (Arithmetisches Mittel)
Definition: Summe aller Werte \div Anzahl der Werte.
Eigenschaft: Berücksichtigt jeden einzelnen Wert im Datensatz.
Nachteil: Extremwerte (sehr hohe oder niedrige Zahlen) verzerren den Durchschnitt stark.
Beispiel: Werte {2, 3, 4, 100} -> Mittelwert: (2+3+4+100) \div 4 = 27,25.
Median (Zentralwert)
Definition: Der Wert, der in einer sortierten Reihe genau in der Mitte steht.
Eigenschaft: 50% der Daten liegen darunter, 50% darüber.
Vorteil: Unempfindlich gegenüber Ausreißern (robust).
Beispiel: Werte {2, 3, 4, 100} -> Median: (3+4) \div 2 = 3,5 (bei gerader Anzahl wird der Mittelwert der beiden mittleren Zahlen berechnet).
Wichtige Unterschiede
Ausreißer: Bei schiefen Verteilungen (z. B. Einkommen) ist der Median aussagekräftiger als der Mittelwert.
Berechnung: Der Mittelwert erfordert eine Berechnung, der Median eine Sortierung.
Datentypen: Der Median kann auch für ordinale Daten (Rangfolgen) verwendet werden, während der Mittelwert nur für metrische Daten geeignet ist.
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