Buffl

Prüfungsvorbereitung Fragen

vs
by ve S.

Was sind die Bauteile und -funktionen einer Zelle

Zellwand

  • relativ starr

    • trotzdem dynamisch um Zelldruck nachzugeben, aber Druck von Phytoplasma standzuhalten

      • diese Eigenschaften wirken sich auch auf die Beschaffenheit von Baumkronen und Früchten und der pflanzeneigenen Abwehr von Schadorganismen aus

  • umschließt das Protoplasma

  • Hauptbestandteil der Zellwand ist Zellulose

  • durchlässig für Wasser, gelöste Nährstoffe und Gase

    • bei dicken Zellwänden erleichtern Tüpfel (Öffnungen mit dünner Membran) den Austausch zwischen Zellen

  • durch Einlagerung von Lignin verholzen die Zellwände

    • sie werden undurchlässig, hart und druckfest

  • die Einlagerung von Kutin bewirkt

    • Einschränkung von Transpiration an der Epidermis des Spross und als reifartiger Belag auf Früchten

    • Schutz vor Ionenauswaschung durch Regen

    • Schranke gegen Agrochemikalien udn Schadorganismen

  • Suberin wird als Bestandteil von Korkzellen bei verletzungen des Wundgewebes oder als Berostung auf der Fruchtschale auf


Mittellamellen

  • pektinreiche Schicht zwischen benachbarten Zellen (im interzellularen Raum)

  • kittet Nachbarwände zusammen

  • ist mit Tüpfeln verbunden (sofern vorhanden)

Protoplasma

= lebende Zellsubstanz -> setzt sich aus Zellmembran, Zellkern und Cytoplasma zusammen

  • füllt bei jungen Pflanzen die gesamte Zelle aus

  • bei älteren bildet es einen Wandbelag oder durchzieht die Zelle mit Plasmasträngen

    • es bilden sich dazu flüssigkeitsgefüllte, von Plasma umschlossene Vakuolen

Vakuolen

  • mit Zellsaft gefüllt

    • enthält Zucker, Säuren, Aminosäuren, Nährstoffe und weitere Verbindungen (u.a. zuständig für Fruchtgeschmack, pH-Regulierung, Schutz-und Abwehrmechanismen)

Zellkern

  • genetischer Code enthalten (DNA)/Erbgut

  • Kontrollzentrum für Zellaktivitäten

Chloroplasten

  • Hauptfunktion ist die Photosynthese (durch Sonnenlicht Zucker herstellen)

  • enthalten den Farbstoff Chlorophyll

  • besitzen eigenes Erbgut

Mitochondrien

  • Kraftwerke der Zellen

    • Energie wird in Form von ATP gespeichert

    • ATP wird bei Zellatmung hergestellt

      • Übergangsstoffe reagieren mit Sauerstoff und werden in Wasser und ATP umgewandelt






6 Bodenbearbeitungsmaßnahmen

Hacken

  • oberflächliche Bearbeitung

  • brechen der Bodenkapillare um eine Verdunstung zu verhindern

  • mechanische Unkrautentfernung


Fräsen

  • Lockerung, Krümelung und intensive Durchmischung von organischen Substanzen

  • Bearbeitungstiefe ist zwischen 15-25 cm

-> problematisch kann dabei Hummusabbau, Strukturverschlechterung und Abnahme von MIkroorganismenaktivität sein, wenn zuviel gefräßt wird

(Zerstörung der Krümmelstruktur, Verlust des Bodenschlusses, Unterbrechung der Kapillare, Abtöten von größeren Bodentiere)

-> gröbere Alternative ist eine Rotoregge



Pflügen

  • tiefe, wendende Bodenbearbeitung (25-35 cm tief)

  • nachhaltiges Lockern, Krümmeln und Durchlüften der gesamten Krumentiefe

  • unterpfügen von Ernteresten, Wildkräutern oder organischer Düngung

  • grobschollige Pflügen im Winter führt zur Frostgare und Verkrümmelung vor allem von schweren Böden

-> Problem ist die Pflugsohle, die durch pflügen in unterschiedlichen Tiefen vermieden werden kann


Spaten/Spatenmaschine

  • wendende Bodenbearbeitung (Schollen werden aus dem Boden gestochen, gewendet und wieder abgelegt)

  • gut gelockerter Boden mit grober Krümelung


Egge/Kreiselegge

  • Krümeln, mischen und ebnen (ohne Schichtung zu verändern)

  • Saatbeetbereitung


Scheibenegge

  • oberflächliche Bearbeitung

  • Krümelung und Mischung

-> gut zur Einarbeitung von Gründüngung oder Erntereste


Grubber

-> Gerät mit Grubberzinken an denen Schare befestigt sind

  • Bearbeitungstiefe 10 - 30cm

  • Lockerung und Krümelung

  • bessere Alternative zum Pflug -> bessere Wasseraufnahme durch den Boden und weniger Erosion

Tiefenlockern

bspw. Hubschwenklockerer, Wippscharlockerer, Tiefpflüge, Heckaufreißer

  • Lockerungstiefen von 60 - max 100cm

  • zur Beseitigung von Verdichtungen unterhalb des Oberbodens

[-> Was machen diese Geräte???]


Was hat Stickstoff für eine Aufgabe und wie wird es aufgenommen



Aufgabe:

  • Enzyme und Chlorophyll sind ebenfals eiweißhaltige Verbindungen für die Stickstoff relevant sind

  • Stickstoff begünstigt die Gibbellerine-und Cytokinin- Bildung

    • für zu starkem Wachstum und Hemmung der Blütenbildung


Vorkommen:

  • die aus Stickstoiff gebildeten Aminosäuren sind Eiweißbausteine die in Blättern, Trieb- und Wurzelspitzen, im Kambium und jungen Früchten vorkommen



Aufnahme:

  • über den Boden

  • für eine hohe Aufnahmerate von N braucht es große Kohlenhydratmengen

    • belaubter Zustand in den Sommermonaten

      • für Prozesse vor der Belaubung wie Neuaustrieb und Fruchtansatz werden eingelagerte N-Reserven des Vorjahres verwendet

    • auch Mineralisierung ist im Sommer am größten

Quelle:

  • organische Substanz im Boden

    (ca 900 - 9000kg N/ha vorhanden in Obstbauanlagen)

  • durch den Abbau organischer Substanz (Mineralisation) wird Stickstoff pflanzenverfügbar (Nmin)

    • Mikroorganismen wandeln den gebunden Stickstoff über Ammonium und Nitrit in Nitrat um

      • Ammonium wird an den Boden gebunden

      • Nitrat ist frei beweglich -> kann ausgewaschen werden

  • Pflanzen können Stickstoff sowohl in Nitrat- als auch Ammoniumform aufnehmen

    • Ammonium wird mit Kohlenhydraten direkt zur Aminosäurebildung verwendet, während Nitrat in der Pflanze erst in Ammonium umgewandelt werden muss

      • Ammonium ist allerdings im Boden nicht so beständig, weil es schnell in Nitrat umgewandelt wird

        !-> daher macht eine Unterscheidung bei Bodenanalysen und Wirkungsweisen nicht so viel Sinn!


verschiedene Nährstoffmangelerscheinungen an Blättern und Ursachen



Nährstoff

Mangelerscheinungen

Ursachen

Mangel beseitigen

Eisen (Fe)

Starke Gelbfärbung der jungen Triebe und Blätter mit grünen Blattadern

Zu hoher pH-Wert im Boden; zu nasses Wurzelwerk oder zu viel Lichteinstrahlung

Blatt mit Eisenchelat düngen und/oder dem Substrat zufügen

Kupfer (Cu)

Verwelken und austrocknen jüngerer Blätter; kräuselnde Blätter mit leicht bläulichem Farbton

Zu niedriger Kupfergehalt im Boden; zu hoher pH-Wert, Eisen-, Aluminium-, Mangan- oder Calciumgehalt

Kupferreiche Blumenerde verwenden; Kupfer durch Düngen hinzufügen

Bor (B)

Blatt- und Blütenknospen sind schlecht entwickelt; Blätter sind klein und verformt

Moorboden oder leichter, sandiger, saurer bzw. trockener Boden

Borhaltigen Dünger verwenden, Feuchtigkeitsgehalt des Bodens prüfen

Zink (Zn)

Zwergwuchs; Missbildung der Blätter (unvollständige Entwicklung); kleine gelb-gefleckte Blätter

Alkalischer oder sehr saurer Boden; pH-Wert zu hoch; Überwässerung

Mit pH-neutralem Wasser spülen; Blattdüngung mit mineralischem Dünger

Mangan (Mn)

Junge Blätter sind hellgrün bis gelb verfärbt zwischen den Blattadern; braune, kleinere Flecken an der Blattoberfläche

Alkalischer Boden; Böden mit hohem Grundwasserspiegel

Blattdüngung; sauer physiologischen Dünger verwenden

Molybdän (Mo)

Mangelnder Wuchs; gelb oder braun verfärbte Blattränder; einzelne Blätter sind am Rand orange, rosa oder rot

Niedriger pH-Wert im Boden: Wurzeln können Molybdän nicht aufnehmen

Entwässerung; pH-Wert erhöhen; Blattdüngung

 

Pflanzenhormone und deren Aufgaben

Auxine

  • fördert die Zellteilung, Zellstreckung, Bildung der Phloem- und Xylemleitgewebe, Wurzelbildung und -verzweigung, Fruchtansatz sowie Fruchtwachstum

  • hemmt den Blatt- und Fruchtfall, Wachstum von Seitenknospen und verursacht damit Apikaldominanz

-> wichtigstes Auxin ist die Indol-3-Essigsäure

  • es wird hauptsächlich in Blattanlagen, jungen Blättern der Triebspitzen und Samenanlagen der Früchte aus der Aminosäure Tryptophan gebildet

-> Gegen unerwünschte Auxinwirkung können Cytokinin und Trijodbenzoesäure wirksam sein

Gibberelline

  • fördert das Trieb- und Fruchtwachstum über vermehrte Zellteilung und Zellstreckung

  • fördert den Fruchtansatz und die Produktion samenloser (parthenokarper) Früchte

  • die Blütenbildung wird besonders durch GA2 und GA7 gehemmt (kaum durch GA4 allein)

  • wirtschaftlicher Einsatz für:

    • Veringerung der Fruchtschalenberostung

    • Förderung des Fruchtansatzes (besonders bei schlecht ansetzenden Birnensorten)

    • bei Blütenschäden nach Spätfrost durch die Anregung parthenokarper Früchte

-> es gibt viele Gibberelline (GA = Gibberellic Acid)

  • das wichtigste ist GA1 (viele GA’s sind Vorstufen dazu)

  • gehandelt werden GA3 und GA7 (sie werden aus Gibberella-Pilzen angereichert)

-> um die Wirkung von Gibberreline bei Pflanzen (zu starkes Triebwachstum) zu verhindern, können synthetische Wachstumsregler eingesetzt werden

  • bei Apfel -> Daminozid /Alar

  • bei Birne -> Chlorcholinchlorid

  • neueres Mittel -> Prohexadion-Ca

Cytokinine

  • fördert die Zellteilung und den Nährstofftransport

  • Förderung der Seitenknospenentwicklung -> mildert die Apikaldominanz

  • verzögert das Altern und Abfallen von Blättern

  • wirtschaftlicher Einsatz von synthetischen Cytokininen (Kinetin, Benzyladenin)

    • Föderung der Seitentriebe

    • Fruchtausdünnung (?)

    • Erzeugung hochgebauter Früchte

-> es gibt über 40 natürlich vorkommende Cytokinine

  • wird in den Wurzeln gebildet

  • befindet sich bevorzugt in Organen mit hoher Zellteilungsaktivitat, wie junge Blätter und Früchte

Ethylen

-> das einzige gasförmige Pflanzenhormon

  • ist ein Reife- und Alterungshormon

  • fördert die Blütenbildung, den Blatt- und Blütenfall

  • fördert die Fruchtreife

  • wirkt als Wachstumsregler durch Hemmung des Zellwachstums

  • Wirtschaftlicher Einsatz mittels Ethephon/Präparat Ethrel

    • gegen übermäßiges Wachstum

    • Förderung der Blütenbildung

    • chemische Ausdünnung

    • Reifebeschleunigung von Früchten

    • Erleichterung der mechanischen Ernte von Kirschen, Johannisbeeren und Nüssen

    • Verminderung von Spätfrostschäden bei Kirsche und Pfirsich durch Herbstbehandlung und späterer Blüte

-> Ausgangstoff für die Ethylenbildung ist die Aminosäure Methionin

  • wird von reifendem alterndem Gewebe gebildet, das unter Stress steht

    • bspw durch Schnittwunden, Reibe- oder Biegeschäden, Einwirkung von Schadorganismen, Trockenheit oder extremen Temperaturen

Abscisinsäure (ABA)

  • Stresshormon bspw zur Anpassung an Kälte oder Trockenheit

    • Steuerung von Hemmung oder Einstellung des Pflanzenwachstums und Stoffwechelsprozesse

    • Hemmung der Zellteilung, Zellstreckung, Photosynthese und Transpiration

    • Erhöhung der Frostresistenz

    • Förderung des Fruchtansatzes

    • Verzögerung des Vorerntefruchtfalls

-> die größten Mengen sind in alten Blättern, Knospen, ruhenden Samen und Fruchten zu finden

jeweils 3 Gründüngungspflanzen mit botanischem Namen


a) Stickstoffsammler

b) organische Substanz

a) Stickstoffsammler

  • Rheinfarn - Phacelia tanacetifolia

  • Ackersenf - Sinapis arvensis

  • Sommerwicke - Vicia sativa

    • Wicken: Wachsen schnell und verbessern nebenbei den Boden

  • Lupine - Lupinus albus (weiße), Lupinus angustifolius (blaue), Lupinus luteus (gelbe)

    • Diese Tiefwurzler sind wahre Meister in der Stickstoffbindung

  • Klee - Trifolium incarantum (Inkarnat-Klee)

    • Ein vielseitiges Talent, ob Rotklee, Weißklee oder Inkarnatklee

  • Luzerne - Medicago sativa

    • Hält auch in Trockenperioden durch und ist ausdauernd

  • Erbsen (Pisum sativum) und Bohnen

    • Perfekt als Zwischenfrüchte im Gemüsegarten

b) organische Substanz

  • Phacelia (Bienenfreund): Sehr beliebt, da sie schnell wächst, viel Grünmasse bildet, nicht winterhart ist (friert ab) und eine gute Vorfrucht für fast alle Gemüsearten ist.

  • Lupinen (Blaue/Gelbe): Tiefwurzler, die den Boden tiefgründig lockern, viel organische Masse produzieren und als Leguminosen Stickstoff aus der Luft binden.

  • Ölrettich: Hervorragend zur Auflockerung verdichteter Böden geeignet, bildet viel Wurzelmasse und Grünmasse.

  • Senf (Gelbsenf): Wächst schnell, unterdrückt Unkraut und bildet viel oberirdische Masse. Achtung: Nicht bei Kohlhernie im Boden verwenden.

  • Kleearten (Alexandrinerklee, Inkarnatklee): Binden Stickstoff und liefern wertvolle organische Substanz. Alexandrinerklee ist nicht winterhart, Inkarnatklee ist im Gegensatz dazu oft winterhart.

  • Wicken (Sommerwicken): Bilden dichte Bestände und reichern den Boden mit Stickstoff und organischer Substanz an.

  • Buchweizen: Wächst sehr schnell und ist ideal für kurze Zeiträume, friert im Winter ab.


Apfelanlage in meiner Region anlegen mit 10 Sorten - nach Reifezeitpunkt ordnen

Grundlage: robuste Sorten, keine Clubsorten, Direktvermarktung, Weinbauklima, auf die Ernteaison verteilt

https://bergischer-streuobstwiesenverein.de/alte-und-neue-apfelsorten/h-j-banniers-apfelsorten-geordnet-nach-pflueckreife/

  • Allegro (Ende Juli/Anfang August), Schorf- und Mehltau-resistent, mehrmaliges furchpflücken, 4-5 Wochen lagerfähig -> Befruchter Malus ‘Evereste’ (Zierapfel)

  • Delcorf/Delbarestival (Ende August/Anfang September), mehrmaliges durchpflücken, lange lagerfähig für Frühapfel/Mitte Oktober -> befruchtet von Elstar

  • Elstar (Ende August/Anfang September - Mitte September), lagerfähig bis Februar -> Befruchter Pinova

  • Fresco/Wellant (Mitte September), lagerfähig bis März -> Befruchter Elstar

  • Wurtwinning (Mitte-Ende September) lagerfähig bis Mai -> Befruchter Elstar

  • Admiral (Ende September) lagerfähig bis Mai -> triploid - Befruchter Elstar, Pinova

  • Finkenwerder Herbstprinz (Ende Sept - Mitte Oktober ) -> Direktvermarktung, 3 Monate lagerfähig, robust

  • Pinova (Mitte - Ende Oktober), lagerfähig bis Ende April (Anfälligkeit für Topaz-Spots/Marssonina-Blattfallkrankheit, Fruchtfäule, Schorf und Mehltau) -> Befruchter Elstar

  • Topaz (ab Mitte Oktober) lagerfähig bis Ende April (Topaz-Spots/Marssonina-Blattfallkrankheit, Kragenfäule -> Zwischenveredelung, mehlige Apfelblattlaus, Fruchtfäule, Feuerbrand) -> Befruchtet von Pinova + Elstar

  • Fuji (Mitte -Ende Oktober) lagerfähig bis Juni (Glasigkeit) -> Befruchtersorte Elstar

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ve S.

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