was machen verschiedene Anbauklima aus
a) Weinbauklima…
was sind relevante Umweltfaktoren im Obstbau
-> Klima, Lage, Boden
Temperatur
Wärmemenge/warme Tage
Spätfrost
Winterfrost
Wasser
Bodenfeuchte
Blattfeuchte
Licht
Sonnenstunden
Lichtmangel
Beschattung
Nord-Süd-Ausrichtung
chemische Faktoren
Speicher- und Transformationsvermögen für Nährstoffe
Kalkgehalt
allgemeiner Bodenzustand
mechanische Faktoren
flach/steil
Festgestein/Sand
Wind
Hagel
Raureif
Schneedruck
was sind meristematische Zellen
undifferenzierte Zellen
verfügen über die gesamten genetischen Informationen der Mutterpflanze
ist am Wachstum durch Zellteilung beteiligt
Was sind die Bauteile und -funktionen einer Zelle
Zellwand
relativ starr
trotzdem dynamisch um Zelldruck nachzugeben, aber Druck von Phytoplasma standzuhalten
diese Eigenschaften wirken sich auch auf die Beschaffenheit von Baumkronen und Früchten und der pflanzeneigenen Abwehr von Schadorganismen aus
umschließt das Protoplasma
Hauptbestandteil der Zellwand ist Zellulose
durchlässig für Wasser, gelöste Nährstoffe und Gase
bei dicken Zellwänden erleichtern Tüpfel (Öffnungen mit dünner Membran) den Austausch zwischen Zellen
durch Einlagerung von Lignin verholzen die Zellwände
sie werden undurchlässig, hart und druckfest
die Einlagerung von Kutin bewirkt
Einschränkung von Transpiration an der Epidermis des Spross und als reifartiger Belag auf Früchten
Schutz vor Ionenauswaschung durch Regen
Schranke gegen Agrochemikalien udn Schadorganismen
Suberin wird als Bestandteil von Korkzellen bei verletzungen des Wundgewebes oder als Berostung auf der Fruchtschale auf
Mittellamellen
pektinreiche Schicht zwischen benachbarten Zellen (im interzellularen Raum)
kittet Nachbarwände zusammen
ist mit Tüpfeln verbunden (sofern vorhanden)
Protoplasma
= lebende Zellsubstanz -> setzt sich aus Zellmembran, Zellkern und Cytoplasma zusammen
füllt bei jungen Pflanzen die gesamte Zelle aus
bei älteren bildet es einen Wandbelag oder durchzieht die Zelle mit Plasmasträngen
es bilden sich dazu flüssigkeitsgefüllte, von Plasma umschlossene Vakuolen
Vakuolen
mit Zellsaft gefüllt
enthält Zucker, Säuren, Aminosäuren, Nährstoffe und weitere Verbindungen (u.a. zuständig für Fruchtgeschmack, pH-Regulierung, Schutz-und Abwehrmechanismen)
Zellkern
genetischer Code enthalten (DNA)/Erbgut
Kontrollzentrum für Zellaktivitäten
Chloroplasten
Hauptfunktion ist die Photosynthese (durch Sonnenlicht Zucker herstellen)
enthalten den Farbstoff Chlorophyll
besitzen eigenes Erbgut
Mitochondrien
Kraftwerke der Zellen
Energie wird in Form von ATP gespeichert
ATP wird bei Zellatmung hergestellt
Übergangsstoffe reagieren mit Sauerstoff und werden in Wasser und ATP umgewandelt
was sind die Grundgewebesysteme einer Pflanze und was ist deren Funktion
-> sind alle dauerhaft teilungsfähig
Parenchym
dünnwandige Zellen
Speicher von Nährstoffen
Photosynthese (Pallisadenparenchym)
Gasaustausch (Schwammparenchym)
Kollenchym
dicke, flexible Zellwände
stützt junge Pflanzenorgane
Sklerenchym
verholzte, dicke Zellwände
stützt und festigt ausgewachsenen Pflanzenorganen
bspw bei Bastfasern oder Steinzellen (Birne)
was sind die unterschiedlichen Leitgewebesysteme
Xylem
-> reicht über den gesamten Pflanzenkörper
Transport von Wasser und Nährstoffen
speichert Nährstoffe
Stützt die pflanzlichen Organe
Phloem (Siebröhren)
Transport von Assimilaten, Aminosäuren, Spurenelemente, Proteine udn Hormonen
Kambium
für Dickenwachstum mehrjähriger Pflanzen
bildet nach innen den Holzteil (Xylem)
nach außen den Siebteil (Phloem)
welche Pflanzenfarbstoffe gibt es
Carotinoide -> gelb, orange, rot
bspw Hagebutte, gelbe Rose, Orange
Chlorophylle -> grün
bspw grüne Blätter, Kiwi,
Anthocyane -> rot, blau, violet, pink
bspw Heidelbeere, rote Rose, blaue Weintraube
Betalaine -> rot bis dunkelviolett
bspw Rote Beete
was macht Bor
Aufgabe:
Die Zellwandbildung: Bor trägt zur Stabilität und Struktur der Zellwände bei.
Die Fruchtbarkeit: Es fördert die Blütenbildung sowie Fruchtbildung.
Die Regulation des Kohlenhydrattransports: Bor hilft beim Transport von Zuckern in der Pflanze.
Die Hormonregulation: Insbesondere wirkt es auf das Wachstumshormon Auxin
Vorkommen:
besonders in Obstblüten
Aufnahme:
-> über Bodenlösung (geringer Teil Bor)
-> an Mineralien und Ton gebunden -> schwerer löslich
bei pH werten > 7 ist das Bor so stark gebunden das es zu mangelhafter Versorgung kommt
Bor wird vor allem als Borsäure von der Pflanze aufgenommen
Aufnahme von Bor und Anreicherung in Pflanze und Frucht finden in der Vegetationsperiode ständig statt
Trockenheit im Sommer kann das einschränken
-> Borspritzungen vor der Einlagerung von Birnen führt zu besserer Lagerfähigkeit
Was macht ein Bormangel aus
gestörte Zellteilung
verringerte Zellwandfestigkeit
weniger Wurzelwachstum
Hemmung des Auxintransports
welke, absterbende, aber am Baum verbleibende Blüten
bei mittlerem Mangel:
Korkbildung an den Früchten außen (Rauschaligkeit), innen oder diffus
Fruchtdeformation
Lagerkrankheiten wie Verbräunungen und Kavernen (bei Birnen)
bei starkem Mangel:
absterbende Triebe von der Spitze her
betroffen können einzelne Triebe, Astpartien oder ganze Kronen sein
gelb oder rot verfärbte Blattadern an Spitzentrieben
kleine, löffelartige und rosettenförmig angeordnete Blätter
Überversorgung:
führt zu Blattrandnekrosen
bis zum Absterben ganzer Pflanzen
Was macht Zink
wird zur Bildung von Auxin benötigt
ist für Wachstum und Photosynthese unerläßlich
wichtig für Chlorophyllbildung
Enzymaktivierung
Entwicklung von Blüten- und Fruchtbildung
verbessert die Stresstoleranz bei Hitze und Trockenheit
Was bedeutet ein Zinkmangel
-> kommt selten vor
bei sandigen Böden mit niedrigem Zn-Gehalt
durch Fixierung an organische Substanz (schwerer verfügbar)
Phosphat-Antagonismus
ein Übermaß an Phosphat führt zur Bildung unlöslicher Zinkphosphate in Pflanzengeweben und behindert die Zinkaufnahme
hohe Stickstoffgaben erhöhen den Zinkbedarf
Böden mit pH >7 neigen verstärkt zu Zinkmangel
langfristiger Herbizideinsatz kann die Bodenstruktur und Zinkverfügbarkeit negativ beeinflussen
Mangelerscheinungen:
Wachstumsdepression einzelner Astpartien oder ganzer Pflanzen
am stärksten an Triebspitzen (schmale, aufgerichtete, rosettenartig angeordnete Blätter)
deformierte Blüten
mangelhafter Fruchtansatz
deformierte Früchte
bspw. Spitzfrüchtigkeit bei Pfirsich
Stippigkeit durch niedrigen Auxingehalt
was macht Mangan und wie wird es aufgenommen
wichtig für Photosynthese/Chlorophyllsynthese
Stickstoffstoffwechsel (aktiviert Enzyme)
Bildung von Zellwänden
Bildung antioxidativer Verbindungen
Teil der Verholzung und Strukturstabilität
Transport über das Xylem
geringe Mobilität
-> geringe Verfügbarkeit auf humus- und kalkreichen Böden
-> bei niedrigen und Übernässung so gut, dass auch Schäden an der Pflanze durch Überversorgung entstehen können
Was macht einen Manganmangel aus
Interkostalchlorosen (zwischen den Blattadern)
ähnlich wie Eisenmangel, ABER es bleibt auch ein Bereich um die Blattbnerven grün
beginnt im Sommer an alten Blättern
nekrotische Flecken zwischen den Blattadern bei weiterem Verlauf
nur bei sehr starkem mangel Blattfall
Was ist Mangantoxizität
-> eine Überversorgung von Mangan bspw auf sauren Böden
Chlorosen
früher Blattfall
Wuchsdepression
verminderte Blütenbildung
charakteristische Rindennekrosen am zweijährigen Holz
zuerst kleine pustelartige Erhebungen am Holz
brechen später auf
entwickelt sich zu aufgerissenen, rauen Rindenbezirken mit darunter liegenden Verbräunungen
-> es braucht bodenverbessernde Maßnahmen vor einer Neupflanzung, durch pH-Korrektur und Verbesserung des Luft- und Wasserhaushaltes
da sich Jungbäume sonst nicht richtig entwickeln können
Was macht Eisen in der Pflanze und wie wird es aufgenommen
Bildung von Chloroplasten/Blattgrün
Bildung von Eiweißen
wichtige Role bei der Pflanzenatmung
-> aus dem Boden
Eisen wird aus verwitternden Mineralien freigesetzt, oft allerdings auch schnell wieder ausgefällt
oder in schwer löslichen Eisenphosphat gebunden (hoher Phosphorgehalt nötig)
> 80% in den Chloroplasten in den Blättern
Was passiert bei Eisenmangel
-> eine häufige Ursache von Eisenmangel liegt an einem hohen Kalkgehalt (nasse Böden mit mehr als 20% Calciumcarbonat oder Calcium-Magnesiumcarbonat)
Chlorosen zuerst an jungen Langtrieben
Blattadern bleiben grün!
bei starkem Mangel auch an älteren Trieben
Eingeschränktes Trieb- und Blattwachstum
bei anhaltendem Mangel sterben Triebe und Äste von der Spitze her ab
gestörte Fruchtbarkeit mit oft stark geröteten Früchten
-> Anfälligkeit von viel zu weniger:
Pfirsich, Süßkirsche, Pflaume, Aprikose, Apfel, Sauerkirsche
Birnen auf Quittenunterlagen sind anfälliger als auf Sämlingen
bei Beeren reagieren Brombeere, Himbeere udn Erdbeere empfindlich
wofür ist Calcium und wie wird es aufgenommen
reguliert die Fruchthaltbarkeit über Atmungsintensität
Calciumarme Früchte atmen stark und entwickeln viel Ethylen
Caliciumreiche Früchte atmen weniger und altern weniger schnell
generell guter Einfluß auf den Boden (Bodenstruktur, Krümelstabilität, Mikroorganismentätigkeit, pH-Wert)
bewegt sich im Xylemstrom und wird durch die Xylemwände (wirkt wie ein Ionentauscher) in den Spross adsorbiert
Ca wandert in die Triebspitzen
-> Calcium kann nur nach oben gelangen wenn ein Auxinfluß von oben nach unten erfolgt
60% Ca befindet sich in den Zellwänden
wird dort von Pektinsäure gebunden (Festigkeit von Früchten)
auch in Zellwandproteinen und Hemizellulose gebunden
-> über junge Wurzelspitzen im Boden, allerdings nur langsam erreichbar
liegt hauptsächlich als schwerlösliche Formen als kohlensauerer Kalk (CaCO₃) oder Dolomit (CaCO₃ x MgCo₃) vor
wird nur langsam durch kohlendioxidhaltiges Wasser (Regenwasser und bodenbürtiges Kohlendioxid) in lösliches Calciumcarbonat überführt
was macht ein Calciummangel aus
-> ein Calciummangel führt häufig zu Lagerkrankheiten
bei Apfel
Stippigkeit = dunkle flecken und verkorkte Fruchtfleischpartien
Lentizellenflecken
Fleischbräune
Jonathan spot
Glasigkeit
Gloeosporium-Fruchtfäule
bei Birnen
Korkflecken
Bei Pfirsichen
Blütenendfäule
für was ist Magnesium und wie wird es aufgenommen
hauptsächlich ist Magnesium in Blättern (25% im Chlorophyll, 5-10% an der Zellwand)
dient in der Zellvakuole der Regulierung des Kationen-Anionen- Gleichgewichts
und des Turgordrucks
Mg ist wichtig bei der Eiweißbildung
wichtig bei der Photosynthese
in geringen Mengen in Holz, Rinde und Früchten zu finden
in geringer Menge als verfügbares Ion in der Bodenlösung
sonst als Magnesit (MgCO₃) oder Dolomit (CaCO₃ x MgCO₃)
generell gibt es in podsolierten Sandböden wenig Magnesium und in Marschböden viel
die Aufnahme kann durch K, Ca, Mn und niedrigen pH-Wert eingeschränkt werden
wie macht sich Magnesiummangel bemerkbar
!-> Magnesiummangel ist bei Obst häufiger als Mangel durch Hauptnährstoffe!
senkt die Photosyntheseleistung
hemmt den Kohlenhydrattransport von Blatt zu Frucht und Wurzel
es kommt zur Anreicherung von Stärke und Zucker in den Blättern
verringertes Wurzelwachstum
hemmt Dickenwachstum
kleine, blasse, weiche Früchte mit fadem Geschmack
nachlassender Ertrag
-> sichtbare Mangelerscheinungen ab Juni
ovale Aufhellungen des Blattgrüns zwischen den Blattadern
aber auch rundliche, unregelmäßig verteilte nekrotische Blattflecken
besonders bei der Sorte Cox Orange -> Coxflecken
chlorotisches Gewebe stirbt bei heißen Temperaturen oft in wenigen Stunden ab (Nekrose)
Mangelsymptome fangen von der Triebbasis an zu den Triebspitzen
geschädigte Blätter fallen allgemein leicht ab -> Triebe verkahlen
besonders empfindlich ist Apfel, Süßkirschen und Schwarze Johannisbeere
Was ist die normale Versorgung von Nährstoffen
a) Phosphor
b) Kalium
c) Magnesium
a) Phosphor: 0,8% P im Blatt und ca 11mg/100g Frucht
b) Kalium: > 1% im Blatt und > 80mg/100g Frucht
c) Magnesium: 0,2-0,35% im Blatt und 4-6mg/100g Frucht
d) Calcium: > 1,8% im Blatt und mindestens 4,5-5mg/100g Frucht
e) Zink: > 25 ppm
f) Bor: 35-40 ppm (sichtbare Mangelsymptomne ab 20 ppm)
was macht Kalium (K) in einer Pflanze und wie wird es aufgenommen
-> es ist gut beweglich in der Pflanze durch Xylem und Phloem
wichtig für die Fruchtgröße (Anreicherung von K führt zu großen Zellvakuolen)
Früchte binden mehr Kalium als Blätter
-> daher ist Mangel an den Blättern oft bei stark fruchtenden Bäumen zu erkennen
niedriger Fruchtbehang führt zu mehr Kalium in Früchten und Blättern
kann zu Stippigkeit führen, weil dadurch der Caliciumgehalt der Früchte abnimmt !
Säuregehalt in Früchten steigt mit größeren K-Mengen ohne begleitende Anionen
Aktivierung von Enzymen
Steuerung der Proteinsynthese und des Wasserhaushalts
pH-Stabilisierung enzymatischer Reaktionen im Zellsaft und den Chloroplasten
Kalium kommt als verfügbares Ion in der Bödenlösung vor
oder an den Boden gebunden und teils pflanzenverfügbar, teils fixiert und nicht pflanzenverfügbar
in mineralischen Böden ist an sich mehr Kalium, aber weniger Kalium pflanzenverfügbar als in organischen Böden
daher kann es gerade auf schweren Böden (trotz hohen Gesamtkaliumgehalts) zu einer Unterversorgung der Pflanzen kommen
der Wassergehalt im Boden ist maßgeblich an der Lösung fixiertem Kaliums zu pflanzenverfügbarem K beteiligt
anhaltende Trockenheit schränkt die K-Aufnahme ein (mehr als bei Ca und Mg)
wie macht sich Kaliummangel bemerkbar
an älteren Blättern
zuerst Chlorosen und dann Nekrosen vom Blattrand und Blattspitze aus
Blätter bleiben am Baum
Kaliumarme Bäume sind trockenheits- (eingerollte Blätter) und frostanfälliger
3 geschlossene Obstanbaugebiete in Deutschland
Bodensee
Altes Land
Voreifel/Niederrhein
was ist die
a) innere
b) äußere Verkehrslage
eines Obstbaubetriebes
a) Betriebsinterne Transportwege -> Ernte zum Lager, Lager in den Verkauf usw
b) Betriebsexterne Wege -> Erntegut zum Großhandel, Markt, Stände usw.
3 maßgebliche Klimafaktoren für den Obstbau und deren Auswirkungen
Temperatur -> Blütenbildung, Wachstum, Ausreifung/Farbe der Frucht, Hitzestress, Frostrisse (durch hohe Temperaturschwankungen im Frühling), Hitzerisse durch starke Sonneneinstrahlung, Transpiration
Licht -> Ausfärbung der Früchte, Energiequelle bei Photosynthese
Niederschlag -> Wasserversorgung, Nährstoffversorgung
a) Woran erkennt mensch frostgefährdete Lage (3 Nennungen)?
b) Was kann man dagegen tun (3 Nennungen)?
a)
windarme Tal- oder Tieflagen wo sich Kälte staut/Kaltluft nicht abfließen kann
Nord- und Osthänge
kalte, windige Plateaulagen
feuchte Niederungsgebiete
begrünter, feuchter Boden/Wiese -> hemmt die Erwärmung des Bodens und kühlt zusätzlich durch Verdunstung
Schwerer Boden -> erwärmt sich auch langsamer
b)
Frostberegnung
Bedachung
Windmaschinen
bessere Durchlüftung durch (teilweise) Entfernung von Hindernissen (Hecken, Bäume)
Welche Auswirkungen hat das Ballungsgebiet Rhein-Main auf einen Obstbaubetrieb vor Ort (5 Nennungen)
naher Absatzmarkt
Direktvermarktung gut möglich
guter Absatzmarkt durch städtische Gebiete und mehr Menschen
gute Infrastruktur
bedrohte Flächen durch Bau von Häusern/Infrastruktur
Schadstoffgefahr
Konkurrenz
Arbeitskräfte vorhanden
3 anerkannte Anbauverbände des ökologischen Landbaus
Bioland e.V.
Demeter
Naturland e.V.
Ecoland e.V.
Was sind die 3 Wasserschutzgebietszonen und was bedeutet das für den Obstbau
W1 -> dient dem Schutz dem Nahbereich von Gewinnungs- oder Fassungsanlagen bspw mindestens 10m um einen Brunnen
= keine Zulassung für obstbauliche Nutzung!
W2 -> dient dem Schutz des zufließenden Wassers zu Gewinnungsanlagen vor Verunreinigung (z.B. bakterien, Viren, Parasiten usw.) und umfasst einen Raum indem das zufließende Wasser mindestens 50 Tage braucht
= es gelten Nutzungsbeschränkungen für Landwirtschaft -> keine flüssigen Wirtschaftsdünger und keinen Mist
W3 -> umfasst das ganze Einzugsgebiet von Wassergewinnungsanlagen und dient dem Schutz vor weitreichenden Beeinträchtigungen durch nicht oder schwerabbaubaren chemischen oder radioaktiven Verunreinigungen
= Nitratauswaschungen sollen vermieden werden, Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Terbutylazin sind verboten
Welche Möglichkeiten für Witterungsschutz gibt es für obstbauliche Anlagen?
Hagelschutznetz
Frostschutzberegnung
Windschutzhecke
Gewächshaus/Folientunnel
Abdeckungen wie Vlies
Beschattungsnetze
Möglichkeiten zur Vogelabwehr für welche Kulturen
-> Kirschen, Erdbeeren
Netze
Schussanlagen/-apparate
Geräuschsimulatoren
Flugdrachen/Raubvogelimitationen
Spiegel- und Lasergeräte
Vogelscheuche
Was braucht es für Materialien für eine Apfelanlage (6 Nennungen)
Pflanzgut (Bäume)
Pfosten/Pfähle
Draht
Tonkinstäbe/Bambusstäbe
Klammern (für Tonkins)
Schlauchband
Pfahlramme
Maßband
Pflanzschnur
Spaten
Creppel/Drahtspanner
Spannzange
4 Verfahren zur
a) Verfrühung
b) Verzögerung
der Ernte
Abdeckung mit Lochfolie oder Vlies
Minitunnel ca 14 Tage
Hochtunnel ca 3-4 Wochen
Strohbedeckung +1Woche
Terminkulturen 8 Wochen nach Pflanzung (bspw Frigopflanzen)
Anbau von remontierenden Sorten -> Ernte bis Anfang Oktober (bspw Himbeeren)
Informationsmöglichkeiten bei obstbaulichen Problemen
Obstbau- /Pflanzenschutzberater
Internet
Fachliteratur
Kollegen
Versuchsanstalten
Was ist “Intersterilität” bei Süßkirschen und was heißt das für den Obstbau?
nicht jede Sorte kann eine andere Sorte befruchten = Kreuzungsunverträglichkeit
-> es muss sich über die passenden Befruchtersorteninformiert werden
a) Was braucht es für technische und bauliche Vorraussetzungen für ein Kühllager?
b) Welche Vorraussetzungen braucht es zusätzlich für ein CA-Lager?
a) Kühllager
Dämmung
Luftdicht
Generator
Temperaturmesser
b) CA-Lager
elektronische Messgeräte für CO2, O2, H2O
Ventil für den Druckausgleich
Gassperre
CO2-Adsorber
Seperator
Lunge
[Bild S. 402 Lucas]
Welche gasförmigen Stoffe werden im CA/ULO-Lager verwendet
Kohlendioxid (CO²) und Sauerstoff (O²)
was sind optimale Lagerbedingungen bei Äpfeln
Temperatur 1-3°
Luftfeuchtigkeit 95%
Sauerstoff 1-2%
Kohlendioxid <1-4%
-> das ist auch Sortenabhängig
Nach welchen Prinzipien arbeiten Sortiermaschinen
Farbsortierung mit Kamera/Video
Größensortierung, mechanisch nach Gewicht und Durchmesser
was gibt es für verschiedene Verpackungen für Obst
a) im Endverkauf
b) für die Lagerung
a) Beutel, Kisten, Schalen
b) Großkisten, Bodenseekisten (20kg)
3 Vermarkungswege
Direktvermarktung -> Hofladen, Stände
Wochenmärkte
Einzelhandel
5 wichtige Faktoren für Direktvermarktung
Lage
Verkaufsraum
Sortimentsvielfalt
Werbung
Wirtschaftlichkeit
Konkurrenz einschätzen
Was braucht es für eine Erdbeer-Selbstpflücke
Wegweiser
Verkaufshäuschen
Parkplätze
Waage am Acker
Einweiser
Nach welchen Kriterien werden Äpfel sortiert
Farbe
Größe
Beschädigungen
Welche Vorraussetzungen muss Obst der Handelsklasse 1 erfüllen
Allgemein:
Handelsklasse extra - höchste Qualität
-> frei von jeglichen Fehlern
-> gut geformt
-> einheitliche Farbbeschaffenheit
-> gleiche Größe
Handelsklasse 1 - gute Qualität
-> leichte Form- und Entwicklungsfehler
-> leichte Farbfehler
-> sehr leichte Quetschungen
-> ausreichende Festigkeit
Handelsklasse 2 - mittlere Qualität
-> gröbere Fehler
-> gröbere Farbabweichungen möglich
-> mindesteigenschaften müssen eingehalten werden
-> die meisten Bio-Artikel haben diese Klasse
6 Möglichkeiten menschliche Arbeitskraft zu rationalisieren
Ki-gesteuerte Erntemaschinen
Ernten in Großkisten
Erntezug
Pflückschlitten
Arbeitsbühne
Auflesegerät bei Verwertungsobst
Welche Kosten gehen in den Preis für Direktvermarktung ein
Arbeitskraft
Strom
Pflanzenschutz
Düngung
Versicherung
Maschinennutzung
Einkaufspreis bei Zukäufen
Für was stehe die Zahlen bei einer Bodenanalyse (ohne Stickstoff):
6,5/5/15/5
Die Zahlen geben den prozentualen Wert eines vorhandenen Stoffs im Boden an:
P/Phosphor = 6,5%
K/Kalium = 5%
M/Magnesium = 15%
Ca/Calzium = 5%
Nach welchem physikalischen Prinzip funktioniert Frostschutzberegnung
Die Änderung des Aggregatzustandes von Wasser zu Eis setzt Energie (Erstarrungswärme) frei, dadurch fällt die Temperatur innerhalb der Eishülle nie unter 0°
Dies schützt die Blüte vor dem Zelltod.
6 Bodenbearbeitungsmaßnahmen
Hacken
oberflächliche Bearbeitung
brechen der Bodenkapillare um eine Verdunstung zu verhindern
mechanische Unkrautentfernung
Fräsen
Lockerung, Krümelung und intensive Durchmischung von organischen Substanzen
Bearbeitungstiefe ist zwischen 15-25 cm
-> problematisch kann dabei Hummusabbau, Strukturverschlechterung und Abnahme von MIkroorganismenaktivität sein, wenn zuviel gefräßt wird
(Zerstörung der Krümmelstruktur, Verlust des Bodenschlusses, Unterbrechung der Kapillare, Abtöten von größeren Bodentiere)
-> gröbere Alternative ist eine Rotoregge
Pflügen
tiefe, wendende Bodenbearbeitung (25-35 cm tief)
nachhaltiges Lockern, Krümmeln und Durchlüften der gesamten Krumentiefe
unterpfügen von Ernteresten, Wildkräutern oder organischer Düngung
grobschollige Pflügen im Winter führt zur Frostgare und Verkrümmelung vor allem von schweren Böden
-> Problem ist die Pflugsohle, die durch pflügen in unterschiedlichen Tiefen vermieden werden kann
Spaten/Spatenmaschine
wendende Bodenbearbeitung (Schollen werden aus dem Boden gestochen, gewendet und wieder abgelegt)
gut gelockerter Boden mit grober Krümelung
Egge/Kreiselegge
Krümeln, mischen und ebnen (ohne Schichtung zu verändern)
Saatbeetbereitung
Scheibenegge
Krümelung und Mischung
-> gut zur Einarbeitung von Gründüngung oder Erntereste
Grubber
-> Gerät mit Grubberzinken an denen Schare befestigt sind
Bearbeitungstiefe 10 - 30cm
Lockerung und Krümelung
bessere Alternative zum Pflug -> bessere Wasseraufnahme durch den Boden und weniger Erosion
Tiefenlockern
bspw. Hubschwenklockerer, Wippscharlockerer, Tiefpflüge, Heckaufreißer
Lockerungstiefen von 60 - max 100cm
zur Beseitigung von Verdichtungen unterhalb des Oberbodens
[-> Was machen diese Geräte???]
Möglichkeit der Bodenfeuchtemessung und Erklärung
Tensiometer
punktuelle Messung über Saugspannung
wassergefüllte Keramikspitze (max. Porendurchmesser 1 Mükrometer)
durch den austrocknenden Boden wird Wasser durch die Keramik gezogen und als Unterdruck über das Manometer/elektronisch angezeigt
Angabe in Hektopascal
Volumetrische Bodenfeuchtemessung
Messung des Wasseranteils im Bodenvolumen
Sensoren messen die elektrische Leitfähigkeit des Bodens
Wasser hat eine höhere Leitfähigkeit als Mineralien oder Luft
daraus kann dann das Wassservolumen im Boden bestimmt werden
Angaben sind in Prozent
ein vollständig gesättigter lockerer Mineralboden erreicht dabei typischerweise etwa 45–60 Prozent
Sandige Böden liegen etwa bei 30–45 Prozent
die Genauigkeit der Messung hängt jedoch von der bodenspezifischen Kalibrierung ab, da Faktoren wie Textur, Salzgehalt und Temperatur das Messsignal beeinflussen können
2 Bewässerungssysteme mit Vor- und Nachteilen
Überkronenbewässerung
schnelle Montage
Frostschutzberegnung möglich
hoher Wasserverbrauch
Risiko für Verbrennungen der Blätter und Blüten bei Sonne
erhöhtes Risiko von Pilzerkrankungen
Tröpfchenbewässerung
geringe Verdunstung
weniger Wasserverbrauch
gute Anpassung an den Bestand (Durchlauf, Tropfer individuell setzbar)
höhere Kosten
ungleichmäßige Wasserverteilung
was ist mit Nmin gemeint und wie lässt sich daraus eine Düngeempfehlung ableiten
Nmin = der pflanzenverfügbare (mineralisierte) Stickstoff im Boden
-> die Differenz zwischen Nmin und dem pflanzennotwendigen Stickstoff muss gedüngt werden
Was sind jeweils vier Vor- udn Nachteile von begrünten Obstanlagen
Vorteile:
weniger Verdunstung
besseres Nährstoff- und Wasserhaltevermögen
bessere Befahrbarkeit der Anlage
verminderte Erosion und Auswaschung
dauerthafte Zufuh von organischem Material
mehr ökologische Vielfalt/Bienenfreundlich
Nachteile:
zusätzliche Mäharbeiten
evtl erhöhter Mäusedruck
Unkräuter -> mehr Pflegeaufwand
Welche Bestimmungen müssen laut Düngemittelverordnung beachtet werden
nicht auf überschwemmten Böden
nicht auf gesättigten Böden
3m Abstand zur Böschungskante eines Gewässers
eine Anwendung darf nicht die Gesundheit von Mensch und Tieren schädigen und nicht den Naturhaushalt gefährden
Düngemittel müssen geeignet sein Wachstum, Ertrag udn Qualität von Nutzpflanzen zu verbessern
Dm müssen geeignet sein die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten oder nachhaltig zu verbessern
Warum ist bei einer Begrünungseinsaat eine Mischung aus Gräsern und Kräutern einer reinen Grasmischung vorzuziehen
mehr biodiversität
vielfältiger auch für Bodenleben und Nützlinge
unterschiedliche Wurzeln bieten bessere Befahrbarkeit und Bodenfruchtbarkeit
4 bauliche Vorraussetzungen die ein Raum für PSM haben muß
Abschließbar
Belüftet
Auffangwanne
Brandschutzgesichert
Kennzeichnung
5 wichtige Bauteile eines maschinengezogenen Pflanzenschutzgeräts
Wassertank
Filter
Düsen
Manometer (Druckanzeige)
Lichterleiste hinten
welche Bauteile prüfe ich vor Benutzung einer Anbauspritze
Schläuche
Hydraulikanschlüsse
Manometer
was wird beim TÜV für Pflanzenschutzgeräte geprüft
Durchlaufmenge
Was sind wesentliche Gesichtspunkte der integrierten Produktion (IP)
chemische/synthetische PSM reduzieren
vorbeugende Maßnahmen
biologische Bekämpfung
mechanische Unkrautbekämpfung
Nützlinge einsetzen
Angebote für Nützlinge schaffen
Wie unterscheiden sich biologische und integrierte Produktion
Integriert -> es werden alle anderen Methoden ausgeschöpft bevor zum chemischensynthetischen Pflanzenschutzmittel gegriffen wird
Biologisch
-> die zugelassenen chemischen Bekämpfungsmittel sind stark reduziert
-> es dürfen nur natürlich vorkommende Stoffe eingesetzt werden
Ordne den Schädlingen Pflanzenschutzmittelgruppen zu
a) Mehltau
b) Grauschimmel/Botrytis
c) Quecke
d) kleiner Frostspanner
e) Wühlmaus
f) Schnecke
g) Spinnmilbe
! Mittel aktualisieren!
a) Fungizid -> Kumulus WG
b) Fungizid -> Melodie
c) Herbizid -> Calipso
d) Insektizid -> Steward
e) Rodentizid -> Ratron
f) Molluskizid -> Schneckenkorn Biomol
g) Akarizid -> Pirimor Granulat
Welche persönliche Schutzausrüstung braucht es für das spritzen einer Kernobstanlage mit offenem Schlepper
Vollmaske mit Filter
Pflanzenschutzanzug
Pflanzenschutzhandschuhe
Gummistiefel
Was wird durch die Bienenschutzverordnung geregelt
B1 = bienengefährlich
B2 = bienengefährlich, erst nach Beendigung des Bienenflugs nach 23 Uhr
B3 = bienenungefährlich bei richtiger Anwendung
B4 = bienenungefährlich
Welche Beschaffenheit/Ausstattung muss eine Maschinene-/Lagerhalle haben
Saubere Lagerung
Belüftung
Feuerlöscher
Gerüst
(?)Treibstoff -> extra Raum/Zugang
Stapler
Traktor
Anbaugeräte
Anweisuzngen für die Geräte
Welche Kriterien sollten beim Kauf eines Schleppers beachtet werden (6 Nennungen)
Fahrgassenbreite -> Schmalspurschlepper
PS
Preis
Bereifung
Gewicht
Zustand
Alter
Hydraulikanschlüsse (Anzahl und Art)
Ausstattung (Computer-/GPS-steuerbar)
Kabine (offen/geschlossen)
3 den Obstbau betreffende Gesetze und deren Auswirkungen
Pflanzenschutzverordnung
Gewässerschutzverordnung
Jugendschutzgesetz
Arbeitsschutzgesetz
Was für eine Aufgabe hat Phosphor und wie ist die Aufnahme
Bestandteil der Träger und Vermittler von Erbgutinformationen
Baustein der Biomembran
zuständig für den Energietransfer in der Pflanze
reguliert die Reaktionsgeschwindigkeit vieler enzymatischer Prozesse
Vorkommen: (-> ist gut beweglich in der Pflanze)
größere Phosphormengen sind in Blütenblättern, Pollen, Samen zu finden
Hauptanteil aber in Blättern
geringere Mengen in Rinde und Holz
über den Boden
im Bereich PH 6-7 ist die Phosphorversorgung für Pflanzen am besten
in sauren Böden wird Phosphor verstärkt an den Boden oder als unlösliches Eisen- oder Aluminiumphosphat gebunden
in kalkreichen Böden wird Phosphor als Calciumphosphat gebunden
(!Unterschied: Phosphor ist das Element und Phosphat eine daraus entstehende Verbindung)
hohe Bodelebewesenaktivität und gute Versorgung mit organischer Substanz erhöht die Phosphatkonzentration und -mobilität enorm!
generell ist für die Phosphoraufnahme auch Wurzeldichte, Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit und Bodenstruktur entscheidend
Mykorrhiza verbessern die Phosphorversorgung besonders bei niedrigem gehalt im Boden
Woran erkennt man Phosphormangel
!-> tritt im Freiland kaum auf!
kleinere, rötlich verfärbte Blätter mit herabgesetzer Photosyntheseaktivität
unbefriedigende Fruchtfleischfestigkeit (besonders bei Apfel)
Kältefleischbräune
Schädigung des Fruchtgewebes durch veränderten Stoffwechsel, die bei niedrigen (aber über 0°) Temperaturen entsteht
Was passiert bei Phosphorüberschuss
es gibt keine bekannten direkten toxischen Erscheiningen
eine Überversorgung senkt häufig aber die N- und Zn-Aufnahme
führt zu typischen Stickstoff- und Zinkmangelerscheinungen
welche Pflanzennährstoffe gibt es und wie werden sie unterteilt
Hauptnährstoffe:
Stickstoff (N)
Phospor (P)
Kalium (K)
Magnesium (Mg)
Calcium (Ca)
Spurenelemente:
Eisen (Fe)
Mangan (Mn)
Zink (Zn)
Kupfer (Cu)
Bor (B)
Molybdän (Mo)
Weitere aufnehmbare Elemente:
Chlor (Cl)
Nickel (Ni)
Natrium (Na)
Silicium (Si)
Kobalt (Co)
-> können toxische Effekte anderer Elemente mildern und manche Nährstoffe bei weniger spezifischen Funktionen ersetzen
Was hat Stickstoff für eine Aufgabe und wie wird es aufgenommen
Enzyme und Chlorophyll sind ebenfals eiweißhaltige Verbindungen für die Stickstoff relevant sind
Stickstoff begünstigt die Gibbellerine-und Cytokinin- Bildung
für zu starkem Wachstum und Hemmung der Blütenbildung
die aus Stickstoiff gebildeten Aminosäuren sind Eiweißbausteine die in Blättern, Trieb- und Wurzelspitzen, im Kambium und jungen Früchten vorkommen
für eine hohe Aufnahmerate von N braucht es große Kohlenhydratmengen
belaubter Zustand in den Sommermonaten
für Prozesse vor der Belaubung wie Neuaustrieb und Fruchtansatz werden eingelagerte N-Reserven des Vorjahres verwendet
auch Mineralisierung ist im Sommer am größten
Quelle:
organische Substanz im Boden
(ca 900 - 9000kg N/ha vorhanden in Obstbauanlagen)
durch den Abbau organischer Substanz (Mineralisation) wird Stickstoff pflanzenverfügbar (Nmin)
Mikroorganismen wandeln den gebunden Stickstoff über Ammonium und Nitrit in Nitrat um
Ammonium wird an den Boden gebunden
Nitrat ist frei beweglich -> kann ausgewaschen werden
Pflanzen können Stickstoff sowohl in Nitrat- als auch Ammoniumform aufnehmen
Ammonium wird mit Kohlenhydraten direkt zur Aminosäurebildung verwendet, während Nitrat in der Pflanze erst in Ammonium umgewandelt werden muss
Ammonium ist allerdings im Boden nicht so beständig, weil es schnell in Nitrat umgewandelt wird
!-> daher macht eine Unterscheidung bei Bodenanalysen und Wirkungsweisen nicht so viel Sinn!
Woran erkennt man Stickstoffmangel
Gelbe bis bronzefarbene weisen auf starken Stickstoffmangel hin
!-> kann aber auch auf vernässte, kalte Böden hinweisen!
mäßiger Wuchs
dünne Triebe
kleine, gelblich-grüne Blätter
kleine, festfleischige und intensiv gefärbte Früchte
fördert Alternanz
chlorotische ältere Blätter mit chlorotischen Blattadern
verschiedene Nährstoffmangelerscheinungen an Blättern und Ursachen
Nährstoff
Mangelerscheinungen
Ursachen
Mangel beseitigen
Starke Gelbfärbung der jungen Triebe und Blätter mit grünen Blattadern
Zu hoher pH-Wert im Boden; zu nasses Wurzelwerk oder zu viel Lichteinstrahlung
Blatt mit Eisenchelat düngen und/oder dem Substrat zufügen
Verwelken und austrocknen jüngerer Blätter; kräuselnde Blätter mit leicht bläulichem Farbton
Zu niedriger Kupfergehalt im Boden; zu hoher pH-Wert, Eisen-, Aluminium-, Mangan- oder Calciumgehalt
Kupferreiche Blumenerde verwenden; Kupfer durch Düngen hinzufügen
Blatt- und Blütenknospen sind schlecht entwickelt; Blätter sind klein und verformt
Moorboden oder leichter, sandiger, saurer bzw. trockener Boden
Borhaltigen Dünger verwenden, Feuchtigkeitsgehalt des Bodens prüfen
Zwergwuchs; Missbildung der Blätter (unvollständige Entwicklung); kleine gelb-gefleckte Blätter
Alkalischer oder sehr saurer Boden; pH-Wert zu hoch; Überwässerung
Mit pH-neutralem Wasser spülen; Blattdüngung mit mineralischem Dünger
Junge Blätter sind hellgrün bis gelb verfärbt zwischen den Blattadern; braune, kleinere Flecken an der Blattoberfläche
Alkalischer Boden; Böden mit hohem Grundwasserspiegel
Blattdüngung; sauer physiologischen Dünger verwenden
Mangelnder Wuchs; gelb oder braun verfärbte Blattränder; einzelne Blätter sind am Rand orange, rosa oder rot
Niedriger pH-Wert im Boden: Wurzeln können Molybdän nicht aufnehmen
Entwässerung; pH-Wert erhöhen; Blattdüngung
Woran erkennt man Stickstoffüberschuß
Langtriebe schließen das Wachstum (zu) spät ab
große, chlorophyllreiche Blätter
Krankheitsanfälliger
viel junges, krankheitsanfälliges Gewebe
ein hoher Gehalt an Aminosäuren fördert zusätzlich die Keimung und das Wachstum von Sporen
Früchte anfälliger für Lagerkrankheiten wie Fruchtfäulen, Stippigkeit, Fleischbräune und Schalenbräune
Welche Stoffe bilden die wesentlichen Bestandteile von Eiweißen in einer Pflanze
N = Stickstoff
O2 = Sauerstoff
H2 = Wasserstoff
S = Schwefel
Was ist Apomixis
-> die Entwicklung von Samen ohne Befruchtung = vegetative Samenbildung
apomiktisch entstandene Samen sind genetisch identisch zur Mutterpflanze
es gibt allerdings kaum apomiktische Apfelumnterlagen, da eine starke Unverträglichkeit besteht
viele Walnußsorten fruchten apomiktisch
-> daher können auch isolierte Bäume gute Erträge bringen
Pflanzenhormone und deren Aufgaben
Auxine
fördert die Zellteilung, Zellstreckung, Bildung der Phloem- und Xylemleitgewebe, Wurzelbildung und -verzweigung, Fruchtansatz sowie Fruchtwachstum
hemmt den Blatt- und Fruchtfall, Wachstum von Seitenknospen und verursacht damit Apikaldominanz
-> wichtigstes Auxin ist die Indol-3-Essigsäure
es wird hauptsächlich in Blattanlagen, jungen Blättern der Triebspitzen und Samenanlagen der Früchte aus der Aminosäure Tryptophan gebildet
-> Gegen unerwünschte Auxinwirkung können Cytokinin und Trijodbenzoesäure wirksam sein
Gibberelline
fördert das Trieb- und Fruchtwachstum über vermehrte Zellteilung und Zellstreckung
fördert den Fruchtansatz und die Produktion samenloser (parthenokarper) Früchte
die Blütenbildung wird besonders durch GA2 und GA7 gehemmt (kaum durch GA4 allein)
wirtschaftlicher Einsatz für:
Veringerung der Fruchtschalenberostung
Förderung des Fruchtansatzes (besonders bei schlecht ansetzenden Birnensorten)
bei Blütenschäden nach Spätfrost durch die Anregung parthenokarper Früchte
-> es gibt viele Gibberelline (GA = Gibberellic Acid)
das wichtigste ist GA1 (viele GA’s sind Vorstufen dazu)
gehandelt werden GA3 und GA7 (sie werden aus Gibberella-Pilzen angereichert)
-> um die Wirkung von Gibberreline bei Pflanzen (zu starkes Triebwachstum) zu verhindern, können synthetische Wachstumsregler eingesetzt werden
bei Apfel -> Daminozid /Alar
bei Birne -> Chlorcholinchlorid
neueres Mittel -> Prohexadion-Ca
Cytokinine
fördert die Zellteilung und den Nährstofftransport
Förderung der Seitenknospenentwicklung -> mildert die Apikaldominanz
verzögert das Altern und Abfallen von Blättern
wirtschaftlicher Einsatz von synthetischen Cytokininen (Kinetin, Benzyladenin)
Föderung der Seitentriebe
Fruchtausdünnung (?)
Erzeugung hochgebauter Früchte
-> es gibt über 40 natürlich vorkommende Cytokinine
wird in den Wurzeln gebildet
befindet sich bevorzugt in Organen mit hoher Zellteilungsaktivitat, wie junge Blätter und Früchte
Ethylen
-> das einzige gasförmige Pflanzenhormon
ist ein Reife- und Alterungshormon
fördert die Blütenbildung, den Blatt- und Blütenfall
fördert die Fruchtreife
wirkt als Wachstumsregler durch Hemmung des Zellwachstums
Wirtschaftlicher Einsatz mittels Ethephon/Präparat Ethrel
gegen übermäßiges Wachstum
Förderung der Blütenbildung
chemische Ausdünnung
Reifebeschleunigung von Früchten
Erleichterung der mechanischen Ernte von Kirschen, Johannisbeeren und Nüssen
Verminderung von Spätfrostschäden bei Kirsche und Pfirsich durch Herbstbehandlung und späterer Blüte
-> Ausgangstoff für die Ethylenbildung ist die Aminosäure Methionin
wird von reifendem alterndem Gewebe gebildet, das unter Stress steht
bspw durch Schnittwunden, Reibe- oder Biegeschäden, Einwirkung von Schadorganismen, Trockenheit oder extremen Temperaturen
Abscisinsäure (ABA)
Stresshormon bspw zur Anpassung an Kälte oder Trockenheit
Steuerung von Hemmung oder Einstellung des Pflanzenwachstums und Stoffwechelsprozesse
Hemmung der Zellteilung, Zellstreckung, Photosynthese und Transpiration
Erhöhung der Frostresistenz
Förderung des Fruchtansatzes
Verzögerung des Vorerntefruchtfalls
-> die größten Mengen sind in alten Blättern, Knospen, ruhenden Samen und Fruchten zu finden
Was ist Absicinsäure
-> Absicinsäure ist ein Pflanzenhormon
Für was ist das Pflanzenhormon Ethylen zuständig
Was machen Cytokinine
Was ist Apikaldominanz
Die Unterdrückung der Seitentriebe und Verzweigungen durch den Haupttrieb
-> bspw. bei Pflanzen die im Schatten stehen
-> das Pflanzenhormon Auxin produziert die Apikaldominanz
(besonders Indol-3-Essigsäure = IAA)
es wird in den Sprossspitzen produziert und den Pflanzenkörper abwärts transportiert
dadurch hemmt es das Wachstum der Seitentriebe
durch Wegschneiden der primären Sprossspitze durchbrechen die Seitentriebe ihre Dormanz und wachsen
auch durch Unterbrechen der Zuleitung des Auxins durch Anritzen des Kambiums kann das Wachstum eines Seitentriebes gefördert werden
Was macht das Pflanzenhormon Auxin
-> auch Signale für Fruchtwachstum geht von Auxinen aus:
Früchte stehen in Konkurrenz zu einander
in älteren Früchten entwickelt sich Auxin in den Samen wodurch sie dominant werden
der Auxinfluss hemmt damit jüngere Früchte
!Würde man die Samen älterer Früchtre entfernen, verlieren die jüngeren Früchte ihre Entwicklumngshemmung!
auch der Auxinstrom dominante Triebe in der Nähe von weniger dominanten Früchten, kann das Fruchtwachstum hemmen und die Früchte zum Abfallen bringen
Was für eine Wirkung hat das Pflanzenhormon Gibberelline und wie kann das eingesetzt werden
Wodurch unterscheiden sich geschütze Arten, von Arten die mit einem Sammelverbot belegt sind
geschütze Arten dürfen nicht ohne weiteres vermehrt werden
Sammelverbot betrifft Pflanzen die unter Naturschutz stehen oder in einem Naturschutzgebiet wachsen
Was ist unter dem Begriff “Artenschutz” zu verstehen
Die Pflanzen dürfen nicht aus der Natur entnommen werden um seltene Arten zu schützen
3 Ursachen des Artensterbens in Deutschland
Zerstörung von Lebensraum
Versiegelung von Flächen durch Bebauung
Umweltverschmutzung
veränderte klimatische Bedingungen durch den Klimawandel
4 Qualitätskriterien für einen Spindelbusch (!)
pyramidales Wachstum bzw Erziehungsschnitt
nicht höher als 2,50 m
keine Verletzungen
zertifiziert virusfrei
(!) Sortiere folgende Obstarten nach Blühzeitpunkte:
Apfel, Himbeere, Aprikose, Süßkirsche
1) Aprikose
2) Süßkirsche
3) Apfel
4) Himbeere
(!) Nenne jeweils 3 nach Reifezeitpunkt geordnete Marktsorten für
a) Erdbeere
b) Himbeere
c) Rote Johannisbeere
a) Erdbeere -> Elvira (früh), Korona (mittelfrüh), Senga Sengana (mittelspät)
b) Himbeere -> Glen Moy (früh), Glen Ample (mittel), Schönemann (spät)
c) Rote Johannisbeere -> Jonkheer van Tets (sehr früh), Rovada (späte), Heinemanns Spätlese (sehr spät)
(!) Ordne folgende Sorten nach Reifezeitpunkt
a) Birne: Alexander Lucas, Clapps Liebling, Conference, Williams Christ
b) Apfel: Braeburn, Elstar, Gala, Delbar
c) Süßkirschen: Burlat, hedelfinger, Regina, Souvenir de Charmes
a) Clapps Liebling, Williams Christ, Conference, Alexander Lucas
b) Delbar, Elstar, Gala, Braeburn
c) Souvenir de Charmes, Burlat, Hedelfinger, Regina
(!) Nenne jeweils 2 Sorten für frühe, mittelfrühe und späte Süßkirschen
früh -> Burlat, Sam
mittelfrüh -> Schneiders, Lapin
späte -> Kordia, Regina
(!) welches Pflanzmaterial gibt es bei Erdbeeren und was sind die typischen Pflanzzeitpunkte dafür
Frigopflanzen -> Mai - Juni
Frigo-Standard (10-14mm Rhizom)
Frigo-A+ (>15mm)
Frigo-A++ (>18mm)
Frigo-B (<15mm)
Ausläufer -> Juli (wird nicht mehr verwendet)
Wartebeetpflanzen -> Mai - Juni (wie Frigo)
Traypflanzen -> Mai - Juni ( wie Frigo)
Grünpflanzen -> Ende Juli - Mitte August
Topfpflanzen -> Ende Juli - mitte August (wie Grünpflanzen)
(!) 4 Erdbeersorten nach Reifezeit geordnet
Clery (früh)
Elsanta
Honeyoe
Darselect
Sonata
Polka
Florence
Malwina
Everest
Evie 2 (spät)
(!) neuere gegen Schorf robuste/resistente Apfelsorten
Santana
Topaz
Deljonca
Galiwa
ladina
Issaq
Allurel
Opal
Lucy
Karneval
Admiral
Natyra
Dalinsweet
(!) welche Apfelbäume mit welchen Unterlagen eignen sich für
a) kleiner Hausgarten, frühe Reifezeit
b) Streuobstwiese, mittlere Reifezeit
c) Spalier, späte Reifezeit
a) kleiner Hausgarten, frühe Reifezeit -> Delbarestival, M9
b) Streuobstwiese, mittlere RZ -> Gala, Sämling
(???-> hohe Anfälligkeit der Sorte Gala)
c) Spalier, späte RZ -> Boskoop, M26
mögliche Befruchtersorten für Boskoop (2 Nennungen)
James Grieve
Delbarestival
Idared
Cox Orange
Berlepsch
Red Delicous
Glockenapfel
Braeburn
3 triploide Apfelsorten
Boskoop
Mutsu
Jonagold
(!) 7 Apfelsorten nach Reifezeit sortiert
Klarapfel (sehr früh)
Gala
Alkmene
Elstar
Rubinette
Boskoop (spät)
(!) 5 Apfelsorten und deren Mutationen
Elstar -> Elswout
Jonagold -> Jonagored
Idared -> Red Idared
Boskoop -> Red Boskoop
Gala -> Royal Gala
(!) 3 schwachwachsende Unterlagen für Apfel für Dichtpflanzung auf guten Böden
M9
M27
M26
Was muss beachtet werden wenn Apfelsorten auf M27 gepflanzt werden in Bezug auf Standort und Sorte?
-> sehr schwachwachsende Unterlage
es braucht nährstoffreiche Böden
ein Gerüst, da nicht standfest
eine starkwüchsige Sorte -> Elstar
(!) 5 Birnensorten nach Reifezeitpunkt sortieren
Williams Christ (früh)
Harrow Sweet
Köstliche aus Charneaux
Conference
Alexander Lucas (spät)
3 Unterlagen für Birnen
Quitte A
Quitte C
Pyrodwarf
(!) 5 Pflaumen- und Zwetschgensorten nach Reifezeit
Katinka (früh)
Cacaks Schöne
Wangenheims Frühzwetschge
Herman
Ortenauer
Cacaks Fruchtbare
Topfive
Hauszwetschge
welche Zwetschgenunterlagen eigenen sich für
a) leichten, sandigen Boden
b) mittelschweren Boden (Lehm/Löß)
Myrobalanesämling
Brompton
St. Julien INRA GF 655/2
Wavit
3 Rote Johannisbeersorten nach Reifezeit geordnet
Jonkher van Tets (früh)
Rovada
Heinemanns Spätlese (spät)
3 Himbeersorten nach Reifezeit sortiert
Glen Moy (früh)
Glen Ample (mittel)
Schönemann (spät)
Autumn Bliss (Herbst)
3 Süßkirschensorten
Gerema
Burlat
Hedelfinger
Süßkirschenunterlagen und deren Eigenschaften
generativ vermehrt:
Prunus avium Sämling -> stark wachsend
vegetativ vermehrt:
GiSelA 5 -> schwachwachsend
Weiroot -> schwachwachsend
4 Süßkirschensorten nach Reifezeit
Ludwigs Frühe
Morina
Achat
Jade
3 schwachwüchsigen Unterlagen für Süßkirschen
GieSelA 5
Weiroot
GiSelA 3
3 Süßkirschenunterlagen und deren Wuchsverhalten
Sämling Prunus avium -> stark
GieSelA 6 -> mittel
GieSelA 5 -> schwach
jeweils 3 Gründüngungspflanzen mit botanischem Namen
a) Stickstoffsammler
b) organische Substanz
Rheinfarn - Phacelia tanacetifolia
Ackersenf - Sinapis arvensis
Sommerwicke - Vicia sativa
Wicken: Wachsen schnell und verbessern nebenbei den Boden
Lupine - Lupinus albus (weiße), Lupinus angustifolius (blaue), Lupinus luteus (gelbe)
Diese Tiefwurzler sind wahre Meister in der Stickstoffbindung
Klee - Trifolium incarantum (Inkarnat-Klee)
Ein vielseitiges Talent, ob Rotklee, Weißklee oder Inkarnatklee
Luzerne - Medicago sativa
Hält auch in Trockenperioden durch und ist ausdauernd
Erbsen (Pisum sativum) und Bohnen
Perfekt als Zwischenfrüchte im Gemüsegarten
Phacelia (Bienenfreund): Sehr beliebt, da sie schnell wächst, viel Grünmasse bildet, nicht winterhart ist (friert ab) und eine gute Vorfrucht für fast alle Gemüsearten ist.
Lupinen (Blaue/Gelbe): Tiefwurzler, die den Boden tiefgründig lockern, viel organische Masse produzieren und als Leguminosen Stickstoff aus der Luft binden.
Ölrettich: Hervorragend zur Auflockerung verdichteter Böden geeignet, bildet viel Wurzelmasse und Grünmasse.
Senf (Gelbsenf): Wächst schnell, unterdrückt Unkraut und bildet viel oberirdische Masse. Achtung: Nicht bei Kohlhernie im Boden verwenden.
Kleearten (Alexandrinerklee, Inkarnatklee): Binden Stickstoff und liefern wertvolle organische Substanz. Alexandrinerklee ist nicht winterhart, Inkarnatklee ist im Gegensatz dazu oft winterhart.
Wicken (Sommerwicken): Bilden dichte Bestände und reichern den Boden mit Stickstoff und organischer Substanz an.
Buchweizen: Wächst sehr schnell und ist ideal für kurze Zeiträume, friert im Winter ab.
3 negative Wirkungen von Unkräutern auf Kulturpflanzen
Nährstoffkonkurrenz
Ansiedlung von Schädlingen (Mäuse, weiße Fliege)
Platzmangel
Wassermangel
Langsamere Bodenerwärmung
welche Wildkräuter/Unkräuter zeigen eine gute Nährstoffversorgung des Bodens an
große Brennnessel - Urtica dioica subsp dioica
kleine Brennnessel - Urtica urens
Löwenzahn - Taraxacum officinale
welche Unkräuter zeigen einen feuchten Boden an
Huflattich - Tussilago farfara
Breitwegerich - Plantago major
welche Unkräuter zeigen Bodenverdichtung an
Acker-Schachtelhalm - Equisetum arvense
Gänsefingerkraut - Argentina anserina
Kriechender Hahnenfuß - Ranunculus repens
Weißklee - Trifolium repens
Liegendes Mastkraut - Sagina procumbens
Welche Unkräuter zeigen Bodenversalzung an
ggf Melde - Atriplex hortensis
Welche Unkräuter zeigen Staunässe an
Ackerschachtelhalm - Equisetum arvense
Mädesüß - Filipendula ulmaria
Ackerminze - Mentha arvensis
welche unkräuter zeigen feuchte bis nasse Böden an
Kleine Braunelle - Prunella vulgaris
Brennnessel - Urtica dioica, Urtica urens
welche Unkräuter wachsen in Schattenlagen
Giersch - Aegopodium podagraria
Gundermann - Glechoma hederacea
Welche Unkräuter zeigen schwere Böden (Lehm-/Tonböden) an
Acker-Kratzdistel
Acker-Schachtelhalm
Ackerwinde
Efeublättriger Ehrenpreis
Gänsefingerkraut
Huflattich
Kriechender Hahnenfuß
Klette
Rainfarn
Großer Sauerampfer
Rote Taubnessel
Welche Unkräuter zeigen frische, nährstoffreiche Böden an
Franzosen-/Knopfkraut
Giersch
Echte Kamille
Kornblume
Melde
Wilde Möhre
Welche Unkräuter zeigen sandige Lehmböden an
Schwarze Königskerze
Gemeiner Rainfarn
Vogelmiere
Wegericharten
Sand- oder Feld-Thymian
Welche unkräuter zeigen sandige Böden an
Besenheide
Ackerklee
Gemeines Leinkraut
kleiner Sauerampfer
Wegerich-Arten
Quendel
Welche Unkräuter zeigen humose Böden an
Brennnessel
Taubnessel
Gemeines Kreutzkraut
Welche Unkräuter zeigen einen Grundwasserdurchzogenen Boden an
Rotes Leimkraut
Hopfen
Wiesen-Schaumkraut
Welche Unkräuter zeigen trockenen Boden an
kornblume
Scharfe fetthenne
Vogelknöterich
Welche Unkräuter sind wärmeliebend
Klatschmohn
Königskerze
gemeines Leinkraut
Wiesen-Salbei
Welche Unkräuter zeigen kalkhaltigen (alkalischen) Boden an
Distel
KLatschmohn
Weißklee
welche Unkräuter zeigen saure Böden an
Kleiner Sauerampfer
Wiesenmargerite
Welche Unkräuter zeigen Kalium an
Weißer Gänsefuß
Ehrenpreis
Welche Unkräuter zeigen stickstoffarmen Boden an
Hundkamille
Welche Unkräuter zeigen Stickstoff an
Brennessel
Hirtentäschel
Wiesenkerbel
Zwei Obstarten der Familie Rosaceae
Malus domestica
Prunus persica
Rubus idaeus
Botanische Namen nennen von
Sauerkirsche
Quitte
Tafeltraube
Walnuss
Haselnuss
Himbeere
Pfirsich
Kiwi
Zwetschge
Rote Johannisbeere
Prunus cerasus
Cydonia oblonga
Vitis vinifera subsp vinifera
Juglans regia subsp regia
Corylus avellana
Actinidia deliciosa
Prunus domestica
Ribes rubrum
Botanischer Name der Gartenerdbeere
Fragaria x ananassa
Botanischer Name Kulturapfel
Botanischer Name Kulturbirne
Pyrus communis
Nennung jeweils drei Obstarten zu:
A) Kernobst
B) Steinobst
C) Beerenobst
D) Schalenobst
A) Malus domestica, Pyrus communis, Cydonia oblonga
B) Prunus persica, Prunus domestica, Prunus avium
C) Ribes-Arten, Rubus-Arten, Vaccinum corymbosum, Hippophae rhamnoides, Fragaria x ananassa
D) Juglans regia subsp regia, Corylus avellana, Prunus dulcis, Castanea sativa
5 Gründüngungspflanzen (deutscher Name)
Sonnenblume, Inkarnatklee, (Feld-)Erbsen, Ölrettich, Gelbsenf, Phacelia (Bienenfreund), Buchweizen, Bitterlupine
Jeweils zwei Pflanzen (botanischer Name) die am Einjährigen oder zweijährigen Holz tragen
Am einjährigen Holz:
Prunus cerasus (Ausnahme sind neuere Sorten in denen Süßkirsche mit eingekreuzt wurde)
Ribes uva-crispa
Am zwei- oder mehrjährigen jährigen Holz:
Prunus avium
Obstgehölze für Weinbauklima
Vitis vinifera supsp vinifera
Castanea sativa
Diospyros kaki
Ficus carica
Prunus dulcis
4 Wildobstarten mit botanischen Namen
Rosa rugosa - Kartoffelrose
Crataegus spina alba - Weißdorn
Prunus spinosa - Schlehe
Vaccinum myrtillus - Waldheidelbeere
Amelanchier lamarckii - Felsenbirne
Hippophae rhamnoides - Sandddorn
Cornus mas - Kornelkirsche
Aronia melanocarpa - Apfelbeere
Je drei Sorten(????) für
b) Steinobst
2 Befruchtersorten für Boskoop
Goldparmäne
Weißer Klarapfel
7 Apfelsorten nach Reifezeit geordnet und zu drei Sorten eine Mutation
Mutationen:
Gala -> Schniga
Elstar -> Dalistar
Braeburn -> Mariri Red
Fuji -> Kiku
Gravensteiner
Holsteiner Cox
5 Birnensorten nach Reifezeitpunkt geordnet
5 Apfelsorten und eine Mutation dazu
Berlepsch -> Roter Berlepsch
2 Obstarten die zur Familie Rosaceae gehören
Malus domestica, Pyrus communis, Prunus
Beispiele für Artbastarde
Jostabeere -> Ribes x nidigrolia
Süßkirsche botanischer Name und drei Sorten
Sorten:
Burlat -> Reifezeit 2.-3. Kirschwoche
Bellise -> 3.-4. Kirschwoche
Samba -> 4.-5. Kirschwoche
Kordia -> 6. Kirschwoche
Regina -> 7. Kirschwoche
5 Pflaumen und Zwetschgensorten jeweils, nach Reife sortiert
Zwetschgen -> Erntezeit Anfang Juli - Ende September
Katinka -> Reifezeit 3.-4. Zwetschgenwoche (Mitte - Ende Juli)
Cacaks Schöne -> 5.-7. Zwetschgenwoche (Ende Juli - Mitte August)
Topfive -> 6.-8. ZW (Anfang - Mitte August)
Hanita -> 7.-9. ZW (Mitte - Ende August)
Große Hauszwetschge -> Ende August - Mitte September
Toptaste -> 8.-10. ZW (Anfang - Mitte September
Presenta -> 12.-13. ZW (Mitte - Ende September)
Pflaumen ->
Ontariopflaume (selbstfruchtbar) -> Anfang August - Anfang September
Avalon -> Mitte August
Königin Victoria (Selbstfruchtbar) -> Mitte August - Mitte September
Ontario:
Avalon:
Königin Victoria:
3 essbare Wildfruchtobstgehölze
Crataegus succulenta - Saftweißdorn
Mespilus germanica - Mispel
Aronia melanocarpa - Apfelbeere, Aronia
Lonicera kamtschatka - Maibeere, sibirische Blaubeere
Sambucus nigra - Holunder
Prunus spinosa - Schlehe, Schwarzdorn
Rosa canina - Hundsrose, Hagebutte
Sorbus aucuparia - Eberesche, Vogelbeere
Hippophae rhamnoides - Sanddorn
Corylus avellana - Haselnuß
Berberis vulgaris - Berberitze
Apfelbäume mit verschiedenen Eigenschaften für:
1.) kleiner Hausgarten, frühe Reifezeit
2.) Streuobstwiese, mittlere Reifezeit
3.) Spalier, späte Reifezeit
1.) frühe Sorte, robust gegen Krankheiten, mittelschwachwachsend
Gerlinde (Ende August/Anfang Sept) -> resistent gegen Schorf, wenig anfällig für Mehltau
Alkmene (Anfang/Mitte September) -> robust, aber nicht schrofresistent
Rebella (Mitte September) -> allgemein resistent, Buschbaum/Spalier - mittelstarkwachsend
2.) robust gegen Krankheiten, mittlere Reifezeit, starkwüchsig
3.) späte Reifezeit, gute Verzweigung, mittelschwachwachsend Sorte
3 Apfelsorten für genossenschaftlicher Anbau
Allgemeine Kriterien: nicht ganz unbekannte Sorten, gut lager- und transportfähig, robuste Bäume, guter Absatz
Topaz -> gute Fruchtqualität, bekannte Sorte, hohe regelmäßige Erträge, relativ robust (Mono-Schorfresistenz, mittel Mehltau, Lentizellenfäule!, Kragenfäule/Zwischenveredelung) -> Lagerung bis Mai
Bonita -> guter Geschmack, bekannte Sorte (Mono-Schrofresistenz) gleichmäßige Reife -> lagerfähig bis Juni
Wurtwinning/Bloss -> Clubsorte, saftig knackig süß mit leichter Säure aromatisch (empfindliche Schale, Mono-Schorfresistenz, wenig Mehltau, geringe Anfälligkeit für Fäulnis und Lagerkrankheiten ) -> lagerfähig bis Mai
SQ 159/Natyra -> zwar Clubsorte, aber gut und bekannt, robust, saftig knackig süßlich (Mono-Schorfresistenz, wenig Mehltau, mittelmäßig Feuerbrand und Obstbaumkrebs) -> Lagerfähig bis Juli/August
Rustica/Rusticana -> hohe Festigkeit, knackig, säuerlich aromatisch (Mono-Schorfresistenz, wenig mehltauanfällig, !anfällig für Feuerbrand!) -> Lagerung bis Juli
Xeleven/Swing -> Clubsorte, saftig knackig süsslich (Mono-Schorfresistenz, wenig Mehltau) -> lagerfähig bis Juli/August
3 Süßkirschen-Unterlagen und Auswirkungen
Starkwachsend:
Vogelkirschensämling (Prunus avium)
Starkwüchsig
Später eintretender Ertragsbeginn
Mittlere Fruchtleistung
Für alle Böden
Langlebig
Frosthart
Gute Kompatibilität
F12/1 (Prunus avium)
S. Sämling
+ tolerant gegen Bakterienkrebs
Mittelstarkwachsend:
GiSelA 5 (Prunus cerasus x Prunus canescens)
Mittlerer Wuchs (< als 50% von Sämling)
Gut belüfteter Boden, sonst viele Typen
Früher Ertragseinsatz
Relativ standfest
Hoher Ertrag bei guter Fruchtgröße
Recht frosthart
Bewässerung notwendig bei Trockenheit
Piku 1
Mittlerer Wuchs (etwas mehr als GiSelA 5)
Für trockene, leichte Böden
Sehr fruchtbar
Bei reichtragenden Sorten, wo die Fruchtgröße auf GiSelA 5 zu klein ist
MaxMa Delbard 14 (Prunus avium x Prunus mahaleb)
Mittelstarker bis starker Wuchs (60% von Sämling)
Gut belüftete Böden -> keine Staunässe
Früher Ertragsbeginn
tolerant gegen Bakterienkrebs!
Schwacher Wuchs:
Weiroot 72
Schwacher Wuchs
Sehr früher Ertragsbeginn
Hoher Ertrag und gute Fruchtgröße
Bewässerung bei Trockenheit
Nur für sehr gute Standorte!
3 neuere gegen Schorf robust/resistente Apfelsorten
Schorfresistente Gene sind Rvi 6/Vf als das bekannteste,
Bisher mehr als 20 solcher Schorfresistente Gene nachgewiesen. Jedoch noch nicht endgültig geklärt welche Mechanismen dafür verantwortlich sind, da Sorten mit gleichen Widerstandsgenen unterschiedlich reagieren.
https://www.kob-bavendorf.de/files/bereiche/%c3%96kologischer%20Obstbau/Publikationen/Obstbau/Schowi%20Apfelsorten%20Obstbau.pdf
Natyra (Rvi 6-Gen)
Deljonka (Rvi 6-Gen)
Allegro (polygen resistent)
Freya (Rvi 6-Gen)
5 marktgängige Zwetschgen nach Reifezeit geordnet
3 Pflanzmaterialien für Erdbeeren und deren typische Pflanzzeitpunkte
Topfgrünpflanzen (getopfte Jungpflanzen) -> Ende Juli bis MItte August, fruchttragend im nächsten Jahr (besser zu transportieren und lagern)
Wurzelnackte Grünpflanzen -> Ende Juli bis spätestens Mitte August, fruchttragend im nächsten Jahr (sehr empfindlich, wenig bis gar nicht lagerfähig)
Frigopflanzen (im Winter gerodet und tiefgekühlt gelagert) -> Frühjahr (ab Ende April) pflanzen, ermöglicht Ernte bereits 8-10 Wochen später
5 Wildobstarten zur Erneuerung des Sortiments
Rosa canina - Hagebutte
Lonicera caerulea var kamtschatica - sibirische Blaubeere, Maibeere
Sambucus nigra - Schwarzer Holunder
Morus rubra - Rote Maulbeere
Amelanchier - Felsenbirne
Lycium barbarum - Goji
4 Erdbeersorten geordnet nach Reifezeit
Was ist bei einer Boskoop-Pflanzung bei den Befruchtungsverhältnissen zu berücksichtigen
Boskoop ist Triploid -> kann keine anderen Sorten bestäuben, geringe Pollenzahl (5-10%, im Vgl 90-95% bei diploiden Sorten)
Die Blüte ist früh -> keine Spätfrostgefährdeten Lagen, frühblühende Bestäubersorten
-> Vorraussetzung für die Bestäubersorten sind gleiche oder minimal frühere Blühzeit und mindestens eine, besser zwei unterschiedliche Allele (Eine Sorte wird durch zwei Allele gekennzeichnet die auf die Entwicklung des Pollenkorns einwirken)
Befruchtersorten:
Arlet
Danziger Kantapfel
Discovery
Ontario
Zuccalmaglio
Malus floribunda (Wildapfel) -> geringere Anfälligkeit für Krankheiten und Alternanz, längere Blühzeit
-> Pflanzung von Befruchtersorten nicht weiter als 50m entfernt, am besten in Reihen dazwischen (ca 7-10% der Baumgesamtzahl)
-> idealerweise zwei verschiedene Befruchtersorten pflanzen
Bienenfreundliche Umgebung (2 Bienenstöcke/ha bei Apfel; 4 Bienenstöcke/ha bei Birnen)
Apfelanlage in meiner Region anlegen mit 10 Sorten - nach Reifezeitpunkt ordnen
Grundlage: robuste Sorten, keine Clubsorten, Direktvermarktung, Weinbauklima, auf die Ernteaison verteilt
https://bergischer-streuobstwiesenverein.de/alte-und-neue-apfelsorten/h-j-banniers-apfelsorten-geordnet-nach-pflueckreife/
Allegro (Ende Juli/Anfang August), Schorf- und Mehltau-resistent, mehrmaliges furchpflücken, 4-5 Wochen lagerfähig -> Befruchter Malus ‘Evereste’ (Zierapfel)
Delcorf/Delbarestival (Ende August/Anfang September), mehrmaliges durchpflücken, lange lagerfähig für Frühapfel/Mitte Oktober -> befruchtet von Elstar
Elstar (Ende August/Anfang September - Mitte September), lagerfähig bis Februar -> Befruchter Pinova
Fresco/Wellant (Mitte September), lagerfähig bis März -> Befruchter Elstar
Wurtwinning (Mitte-Ende September) lagerfähig bis Mai -> Befruchter Elstar
Admiral (Ende September) lagerfähig bis Mai -> triploid - Befruchter Elstar, Pinova
Finkenwerder Herbstprinz (Ende Sept - Mitte Oktober ) -> Direktvermarktung, 3 Monate lagerfähig, robust
Pinova (Mitte - Ende Oktober), lagerfähig bis Ende April (Anfälligkeit für Topaz-Spots/Marssonina-Blattfallkrankheit, Fruchtfäule, Schorf und Mehltau) -> Befruchter Elstar
Topaz (ab Mitte Oktober) lagerfähig bis Ende April (Topaz-Spots/Marssonina-Blattfallkrankheit, Kragenfäule -> Zwischenveredelung, mehlige Apfelblattlaus, Fruchtfäule, Feuerbrand) -> Befruchtet von Pinova + Elstar
Fuji (Mitte -Ende Oktober) lagerfähig bis Juni (Glasigkeit) -> Befruchtersorte Elstar
[Nachfragen]
Je 2 Süßkirschensorten Erntezeitpunkte
A) früh
B) mittelfrüh
C) spät
KW = Kirschenwoche, meist in der Zeit Ende Mai - Ende Juni/Anfang August
Prim 1.9 (1.KW) -> 4-6 tage vor Burlat
Nimba (1,5.-2,5. KW) -> unterschiedliche Angaben
LWG vor oder mit Burlat
DLR-RLP 2 Tage nach Burlat
Burlat (2.-3. KW) -> 14. Juni
Bellise (3.-4. Kw)
Samba°/Sumste (4.-5. KW) -> 26. Juni
Kordia (5.-6. KW)
Regina (7. KW)
Final 12.1 (8. -9. KW) -> 10 Tage nach Regina
Kir Rosso (10.KW) -> 2-3 Wochen nach Regina
Ordne nach Blühzeiten:
Apfel, Himbeere, Pfirsich, Birne, Zwetschge, Aprikose, Süßkirsche
??? - nochmal checken!!!
(Mandel: Mitte Februar - MitteMärz)
Pfirsich: März
Aprikose: März
Zwetschge: März-Mai
Kirsche: April/Mai
Birne: April/Mai
(Mirabelle: April - Mai)
Apfel: Mitte April - Mitte Mai
(Walnuß: April/Mai)
(Feige: Mai-September)
(Quitte: Mai/Juni)
Beeren:
Erdbeeren: März - Juni
Johannisbeeren: April/Mai
Stachelbeeren: April/Mai
Brombeeren: Mai/Juni
Sommerhimbeeren: Juni?
Herbsthimbeeren: später
Himbeersorten
A) 3 Sommerhimbeeren
B) 2 Herbsthimbeeren
A) Sommerhimbeeren
Willamette -> robust, intensiver Geschmack
Glen Ample -> mittelfrüh süß-Saüerlich, guter Ertag
Tulameen -> spätere Sorte, süß, konisch
B) Herbsthimbeeren
Autumn Bliss -> großfrüchtig, hohe Erträge
Aroma Queen -> intensiver Geschmack, hohe Erträge
Himbo-Top -> großfrüchtig, leuchtend, intensiver Geschmack
6 Kirschsorten nach Blühzeit ordnen
Prim 1.9
Sumste/Samba -> 4.-18.April
Nimba
Bellise
Burlat -> 6. -24. April
Fertille
Final 12.1
C) mittelspät
Kordia -> 11. - 28. April
Summit
D) spät
Regina
Kir Rosso
3 Himbeersorten nach Reifezeit ordnen
Juni
Willamette
Elida
Juli
Glen Ample
Tulameen
Herbst (August - Oktober)
Autumn Bliss
Aroma Queen
Himbo Top
Drei negative Effekte von Unkräuter in einem Pflanzenbestand
-> vor allem bei Jungbäumen problematisch!
-> generell abhängig von Baumalter, Standort, Bodenbeschaffenheit, Niederschlagsverhältnissen
Konkurrenz für Wasser (besonders bei flachwurzelnden Unkräuter und Tröpfchenbewässerung)
Wachstumsdepression
Es dauert länger bis der Boden warm wird nach dem Winter bzw geringere Wärmestrahlung (bspw ind Frostnächten)
Bei hohen Gräsern größere Gefahr von Mäusen
erhöhter Druck von Krankheiten u.a. durch Kragenfäule (Phytophtera cactorum) und Obstbaumkrebs (Neonectria ditissima) durch schlechte Belüftung bzw anhaltende Feuchte am Stammbereich
5 Wurzelunkräuter deutsch und botanischer Name
-> Ausdauernde/mehrjährige Pflanzen, die einen Wurzelstock oder Speicherwurzeln besitzen (können sich generell aber auch über Samen vermehren)
Cirsium arvense - Acker-Kratzdistel
Equisetum arvense - Ackerschachtelhalm
Plantago major subsp major - Breitwegerich
Elymus repens - Gemeine Quecke
Aegopodium podagraria - Giersch
Urtica dioica - Große Brennessel
Tussilago farfara - Huflattich
Rumex acetosella - Kleiner Sauerampfer
Taraxacum sect ruderalia - Löwenzahn
5 Samenunkräuter deutsch und botanischer Name
-> i.d.R. 1jährige Pflanzen, die sich über Samen vermehren
Galinsoga parviflora - Kleinblütiges Knopfkraut (Franzosenkraut)
Artiplex patula - Gemeine Melde
Senecio vulgaris - Gemeines Kreutzkraut
Capsella bursa-pastoris - Hirtentäschelkraut
Galium aparine - Klettenlabkraut
Solanum nigrum - Schwarzer Nachtschatten
Stellaria media - Vogelmiere
3 Unkräuter die einen nährstoffreichen Boden anzeigen
Taraxacum sect ruderalis - Löwenzahn
2 Unkräuter die einen feuchten Boden anzeigen
Symphytum officinale - Gemeiner Beinwell
Ranunculus repens - Kriechender Hahnenfuß
Jeweils 4 marktfähige Sorten nach Reifezeitpunkt
A) Birnen
B) Zwetschgen
C) Kirschen
Williams Christ
Alexander Lucas
Novembra/Xenia
Toptaste
Presenta
Samba
Nach Blühzeiten ordenen:
Aprikose (März/April)
Pfirsich (März/April)
Zwetschge (April/Mai)
Süßkirsche (April oder Mai)
Birne (April/Mai -> ca 2 Wochen vor Äpfeln)
Apfel (Mitte April/Mitte Mai)
Himbeere (Sommerh. -> Mai/Juni, Herbsth. Juli/August)
Wozu dient eine Zweischenveredelung bei Birne
Inkompatabilität mit gängiger Quitten-Unterlage umgehen
Krankheitsresistenz
Stammbildner -> gerader Stamm
Jeweils zwei Arten (deutsch und botanischer Name)
A) Samenunkräuter
B) Wurzelunkräuter
Galinsoga parviflora - Kleinblütiges knopfkraut/Franzosenkraut
Welche Apfelsorten sollten auf Standorten, ohne vorigen Anbau von Kernobst auf EM 27 gepflanzt werden?
M27:
sehr schwachwachsend
benötigt fruchtbare, reiche Böden
Fruchtgröße und - geschmack insgesamt nur gut
-> starkwachsende, evtl. triploide Sorten
Jonagold/Jonagored
Sortiment aus 3 Sorten Rote Johannisbeere - nach Reifezeit ordnen
Jonkher van Tets -> Ende Juni - Anfang Juli
Rolan -> Mitte Juli
Rovada -> Ende Juli
Wie wirken sich Unterlagen auf die Edelsorte auf
Baumgröße
Fruchtgröße
Standfestigkeit
Ertragsbeginn
Welche Zwetschgen-Unterlagen sind für sandige Böden geeignet
Schwachwachsend:
WaVit -> anspruchslos für leichte wie für schwere Böden geeignet
WeiWa -> anspruchslos für alle Böden geeignet
Myrobalane -> für alle Böden, besonders für trockene, sandige Böden
3 Apfelunterlagen die für eine Dichtpflanzung auf guten Böden geeignet sind
M9 (East Malling 1917) - Pflanzabstände 1,75 - 2,25m
-> leicht anfällig für Kragenfäule, sehr anfällig für Feuerbrand und Apfelblutlaus
-> nur für gute Böden
M27 (East Malling) - Pflanzabstände 1,5 - 2m
G11 (Geneva 11 -> USA) -> feuerbrand-, phytophtora- und blutlausresistent
Unterlagen Obstarten zuordnen
A) M9
B) St. Julien A
C) F12/1
D) Ribes aureum
A) Apfel
B) Pflaume/Zwetschge, Pfirsich, Aprikose
C) Kirsche
D) Rote und schwarze Johannisbeere, Stachelbeere
Was muss beachtet werden bei Unterlage M27?
sehr schwachwüchsige Unterlage -> braucht starkwüchsige Sorten
nur für gute, nährstoffreiche Böden geeignet
Auswirkung auf Fruchtgröße und -qualität nur ‘gut’ -> es empfehlen sich triploide Sorten
Je 2 gebräuchliche Unterlagen
B) Kirsche
C) Zwetschge
D) Birne
M27 -> sehr gute oder jungfräuliche Böden
M9, G11 (110% M9)-> schlechtere Standorte
GiSelA 5 -> schwachwachsend, braucht Bewässerung
PiKu 1 -> mittelschwachwachsend, für warme sandige Böden
Prunus avium (Vogelkirsche) -> starkwachsend
St Julien A -> mittelstarkwachsend, keine Wurzelausläufer (weniger Scharka anfällig)
Brompton -> starkwachsend
Myrobalane (Kirschpflaum) -> starkwachsend
Quitte C -> schwachwachsend
Quitte A -> mittelschwachwachsend
Pyrodwarf -> sehr gute Verträglichkeit, mittelstarkwachsend
Je eine stark- und schwachwachsende gebräuchliche Unterlage
c) Pflaume
Bittenfelder Sämling
Prunus avium (Vogelkirsche)
C) Pflaume
St Julien A
Myrobalane (kirschpflaume)
Eine stark- und schwachwachsende Unterlage für Malus domestica mit Eigenschaften
schwachwachsend
nicht standfest, brüchige Wurzeln
schlechte Frosthärte
Trockenheitsempfindlich
Anfällig für Feuerbrand, Kaninchen und Wühlmäusen
frühe und hohe Ertragsleistung
kaum Alternanz
gute Fruchtqualität
Starkwachsend
hohe Standfestigkeit
gute Bodenanpassung
Langlebigkeit
geringe Anfälligkeit für Krankheiten (frosthart, trockenheitstolerant, kaum Obstbaumkrebs)
Später ertragseintritt
Sortenbedingte Alternanz
3 Unterlagen für Süßkirschen mit denen ein schwächerer Wuchs ereicht wird
GieSelA 3
PiKu 1
WeiGi 1
3 unterlagen für Birnen
Quitte Adams
3 Süßkirschenunterlagen und deren Eigenschaften
schwachwachsend (ca. 50% von P.avium)
für gute Böden
braucht Zusatzbewässerung
sehr verträglich
begünstigt bei ‘Kordia’ und ‘Regina’ einen spindelförmigen Baumaufbau
früher Ertragsbeginn
virustolerant
frosthart
kaum Wurzelausläufer
mittelschwachwachsend
für warme, sandige Böden
hohe Verzweigungsdichte
Wuchs und Ertragsverhalten sehr stark vom Standort abhängig
Maxma Delbard 14
mittelstarkwachsend
nur auf warmen, trockenen Böden -> Anfällig für Staunässe
späterer Ertragsbeginn
Prunus avium (Vorgelkirsche)
starkwachsend
für weniger gute oder steinige Böden
Später Ertragsbeginn
hohe Verträglichkeit mit Edelsorten
Was wird unter ‘Artenschutz’ verstanden?
Schutz bedrohter Arten, Erhaltung ihrer lebensräume (Biotope) und Pflege ihrer Population
3 ursachen für Artensterben in Deutschland
Klimawandel
Vernichtung natürlicher Lebensräume
bspw Moore durch Trockenlegung
maximale Landwirtschaftliche Nutzung (statt Hecken und Baumreihen)
Umweltverscmutzung
jeweils 2 Zeigerpflanzen für
A) feuchten Boden
B) Bodenverdichtung
C) hohe Nährstoffversorgung
Cirsium arvense - Ackerkratzdistel
Plantago - Wegerich-Arten
Senecio vulgaris - Gewöhnliches Kreutzkraut
Taraxacum sect Ruderalia - Löwenzahn
A) Was versteht mensch unter Zeigerpflanzen?
B) 2 typische zeigerpflanzen und was sie anzeigen
A) Durch Standortbedingungen entwickeln sich ohne Eingriffe typische Pflanzengesellschaften, die wiederum Rückschlüsse auf die Standort- und Bodenbedingungen geben können.
B)
Trifolium repens - Weißklee -> nährstoffarme Böden
Senecio vulgaris - Gewöhnliches Kreutzkraut -> nährstoffreiche Böden
4 Qualitätskriterien für einen Spindelbusch
Klare Mitte/Stammverlängerung
Kegelform - 4 längere Leitäste und darüber Fruchtäste an der Stammmitte die nach oben hin kürzer werden
Gleichmäßige spindelartige Astverteilung an der Stammitte
Verzweigung auf 40-60 cm
Flache Seitenäste -> leichjt nach außen ansteigend
5 Wildobstarten für Nischenproduktion
Lonicera cearulea var kamtschatka - Sibirische Blaubeere, Maibeere
Eleagnus multiflora - Ölweide
4 Auswirkungen der Unterlage auf die Edelsorte
Wuchseigenschaften (Größe, Wuchsform)
Fruchtgröße- und Qualität
Krankheitsresistenz bzw -anfälligkeit
Was sind 4 Qualitätskriterien für eine schlanke Spindel bei einer Neupflanzung
gerade und klare Stammverlängerung
flach abgehende Leitäste
Leitäste auf ca 40-60cm
gut verteilte Fruchtäste an der Stammverlängerung
6 Apfelsorten die unter Sortenschutz stehen
Pia 41
Pinova
Wurtwinning
Was bedeutet Sortenschutz
-> die kommerzielle Nutzung, Vermehrung und der Verkauf einer geschützten Sorte ist nur mit Zustimmung des Züchters erlaubt
Schutz der Züchtungsarbeit
Lizenzgebühren und Marktexklusivität
Qualitätsssicherung
Förderung von Innovation durch Schutz
Unterscheidbarkeit von Sorten
5 Punkte die in einem Ausbildungsvertrag festgelegt werden
Dauer des Ausbildungsverhältnisses
Arbeitswochenstunden
Urlaubstage
Ausbildungsvergütung (Gehalt)
Probezeit
Kündigungsfrist
Was ist das duale Ausbildungssystem und was sind Vor- und Nachteile gegenüber einer rein schulischen
-> duale Ausbildung heißt es gibt einen schulischen (Berufschule) und einen praktischen Teil (Ausbildungsbetrieb)
-> Vorteile: direkte Berufserfahrung, betriebliche Einblicke, finanzielle Unabhängigkeit,
-> Nachteil: evtl keine Einheitlichkeit, durch Unterschiede im Ausbildungsbetrieb (Kulturen, Anbau, Verkauf usw), Abhängigkeit vom Ausbildungsbetrieb, mehr Zeitaufwand
Jeweils Pflichten und Rechte in einem Arbeitsvertrag
Arbeitnehmer: Erbringung der Arbeitspflicht, keine weitere Anstellung ohne Zustimmung, Befolgen von Weisungen + Betriebsordnung
Arbeitgeber: Zahlung des Lohns nach gesetzlichen Bestimmungen (Mindestlohn, Tariflohn), Beiträge zur Sozialversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
Was sind Einsatzmöglichkeiten von Wachstumsreglern/Pflanzenhormonen im Obstbau
Beispiel für jährlichen Nährstoffentzug
5 Punkte die im Ausbildungsvertrag festgelegt werden
Wochen-Arbeitszeit
Anfang und Ende des Ausbildungsverhältnisses
Lohnhöhe
Probezeitdauer
Welche Bedeutung hat das Berichtsheft im Rahmen der Ausbildung
1. Nachweis der Ausbildungsinhalte (wöchentliche
Tätigkeiten)
2. Prüfungsvoraussetzung: muss vollständig geführt sein
(§ 43 BBiG)
3. Reflexion + Selbstkontrolle des eigenen Lernfortschritts
Welchen persönlichen Nutzen gibt es von einer angeschlossenen Ausbildung
besseren Lohn
Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Weiterbildungsmöglichkeiten (Meister, Techniker)
Wer ist im Betrieb zuständig für die Arbeitssicherheit
Führungskräfte und Vorgesetze müssen für die Einhaltung der Sicherheitsregelungen sorgen
der Betrieb muss ab 20 Arbeitskräften Sicherheitsbeauftragte benennen
In jedem Betrieb ab 2 Beschäftigten braucht es einen Ersthelfer
der Betriebs-/Personalrat kann bei Verstößen die behördlichen Aufsichten einschalten
4 Möglichkeiten der Beendigung des Ausbildungsverhältnisses
1. Ablauf der Ausbildungszeit (reguläres Ende)
2. Bestehen der Abschlussprüfung (auch vor Zeitablauf)
3. Kündigung (durch Ausbilder oder Auszubildenden)
4. Aufhebungsvertrag (beiderseitige Einigung)
Beendigung Ausbildungsverhältnis: je 2 Möglichkeiten für Ausbildenden und Azubi
Durch Ausbildenden:
Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (z.B.
Diebstahl)
Kündigung während Probezeit (ohne Begründung)
Durch Auszubildenden:
Kündigung mit 4-Wochen-Frist (Beruf aufgeben /
wechseln)
Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (z.B. keine
Lohnzahlung)
Welche Möglichkeiten hat der Auszubildende zur Lösung des Ausbildungsverhältnisses?
• Kündigung mit 4-Wochen-Frist (Beruf aufgeben /
anderen ergreifen, § 22 BBiG)
• Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund
(z.B. Mobbing, Gesundheitsgefährdung, ausbleibende
Vergütung)
• Aufhebungsvertrag mit dem Ausbilder
Was ist der Sinn einer Kündigungsfrist?
Gibt beiden Seiten Zeit sich vorzubereiten:
• Arbeitnehmer: kann neue Stelle suchen
• Arbeitgeber: kann Ersatz finden und einarbeiten
→ dient Planungssicherheit und sozialem Schutz des AN
Ist eine mündliche Kündigung nach der Probezeit rechtswirksam?
NEIN. Gemäß § 623 BGB muss die Kündigung
SCHRIFTLICH erfolgen.
Schriftform ist gesetzlich vorgeschrieben.
Mündliche Kündigungen sind nichtig.
→ Arbeitnehmer muss diese nicht akzeptieren.
Gesetzliche Kündigungsfrist durch Arbeitnehmer / Azubi nach der Probezeit
Arbeitnehmer: 4 Wochen zum 15. des Monats oder zum Monatsende (§ 622 BGB)
Azubi: 4 Wochen (§ 22 BBiG) wenn Berufsausbildung aufgegeben oder anderer Beruf ergriffen werden soll.
Hinweis: Für Arbeitgeber gelten längere Fristen je nach Betriebszugehörigkeit
4 Gründe für fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (§ 626 BGB)
1. Diebstahl / Unterschlagung von Betriebseigentum
2. Arbeitsverweigerung (beharrlich, grundlos)
3. Tätlichkeiten gegenüber Vorgesetzten oder Kollegen
4. Schwerwiegender Vertrauensbruch (z.B. Weitergabe von Betriebsgeheimnissen, Betrug)
Welche Unterlagen erhält der Azubi nach Beendigung der Ausbildung? (3 Angaben)
1. Ausbildungszeugnis (qualifiziertes Zeugnis über die
Ausbildung)
2. Prüfungszeugnis der zuständigen Stelle (z.B. LLH,
Kammer)
3. Berichtsheft (zurückgegeben an den Auszubildenden)
Was steht in einem einfachen Arbeitszeugnis? (4 Angaben)
1. Name und Geburtsdatum des Arbeitnehmers
2. Art der Tätigkeit (Berufsbezeichnung, Aufgaben)
3. Dauer der Beschäftigung (Beginn und Ende)
4. Ort, Datum und Unterschrift des Arbeitgebers
Nennen Sie 2 Gruppen mit besonderem Kündigungsschutz.
1. Schwangere und Mütter in der Schutzfrist (Mutterschutzgesetz – MuSchG)
2. Schwerbehinderte Menschen (SGB IX – Zustimmung des Integrationsamtes erforderlich)
(auch: Betriebsratsmitglieder)
Was kommt zusätzlich in ein qualifiziertes Arbeitszeugnis?
1. Leistungsbeurteilung (Qualität und Quantität der Arbeit)
2. Verhaltensbeurteilung (Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Kunden)
Nennen Sie je 3 Regelungen aus JuSchG und JArbSchG.
JuSchG (Öffentlichkeit):
Alkohol-/Tabakverbot unter 16/18 Jahren
FSK/USK-Altersgrenzen für Filme/Spiele
Aufenthaltszeiten in Gaststätten/Diskotheken
JArbSchG (Arbeit):
Max. 8 h/Tag, 40 h/Woche
Nachtruhe 20:00–06:00 Uhr
Mindesturlaub 25–30 Werktage
3. Betriebsratsmitglieder
Jugendarbeitsschutz: Gesetz + 3 konkrete Regelungen
Gesetz: Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) Regelungen:
1. Max. 8 Stunden täglich, 40 Stunden wöchentlich
2. Nachtruhe 20:00–06:00 Uhr (keine Arbeit)
3. Mindesturlaubsanspruch 25–30 Werktage (je nach
Alter)
Nennen Sie 2 Versicherungen für Maschinen und Geräte im Betrieb.
1. Maschinenversicherung
(Schäden durch Bedienungsfehler, Kurzschluss etc.)
2. Betriebshaftpflichtversicherung
(Schäden durch Maschinen gegenüber Dritten
Frau Schneider verschweigt ihre Schwangerschaft im Vorstellungsgespräch. Rechtslage?
Die Frage nach Schwangerschaft ist UNZULÄSSIG (AGG-Verstoß).
Frau Schneider darf die Frage VERNEINEN – keine arglistige Täuschung. Arbeitsverhältnis ist voll rechtswirksam.
Kündigung wegen Schwangerschaft wäre nach MuSchG NICHTIG.
Wer ist verantwortlich für Arbeitssicherheit im Betrieb?
Der Arbeitgeber / Betriebsinhaber.
Gesetzliche Pflichten (ArbSchG, DGUV-Vorschriften):
• Gefährdungsbeurteilung durchführen
• Sicherheitsunterweisungen
• Persönliche Schutzausrüstung bereitstellen
• Unfallverhütungsvorschriften einhalten
Berufsständische Organisationen:
a) Arbeitgeberverband Hessen
b) 3 Aufgaben
a) Gartenbauverband Rhein-Main-Neckar e.V.
(Bundesebene: Zentralverband Gartenbau e.V. – ZVG)
b) Aufgaben:
Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften
Interessenvertretung gegenüber Politik und Behörden
Beratung der Mitgliedsbetriebe (Recht, Steuern, Wirtschaft)
Gewerkschaft im Gartenbau:
a) Vollständiger Name
a) Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)
Tarifverhandlungen (Lohn- und Rahmentarifverträge)
Rechtsschutz für Mitglieder bei Streitigkeiten mit AG
Politische Interessenvertretung
(Arbeits-/Sozialgesetzgebung)
Nennen Sie 4 berufsständische Organisationen + je eine Aufgabe.
• ZVG – Interessenvertretung Gartenbau Bundesebene
• IG BAU – Tarifverhandlungen für Arbeitnehmer
• SVLFG – Träger der gesetzl. Unfallversicherung im
Gartenbau
• BLE – Förderung und Koordination in der Agrarwirtschaft
Abkürzungen: ZVG, IG BAU, SVLFG, BLE, LLH
• ZVG = Zentralverband Gartenbau e.V.
• IG BAU = Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
• SVLFG = Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten
und Gartenbau
• BLE = Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
• LLH = Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
3 Aufgaben des Betriebsrats / Personalrats
1. Mitbestimmung bei sozialen Angelegenheiten (Arbeitszeit, Urlaubspläne, Betriebsordnung)
2. Mitwirkung bei personellen Maßnahmen (Einstellungen, Kündigungen, Versetzungen)
3. Interessenvertretung der Arbeitnehmer gegenüber dem AG
Nennen Sie 4 Regelungen im
Rahmentarifvertrag.
1. Allgemeine Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit,
Überstunden)
2. Urlaubsanspruch und Urlaubsregelungen
3. Kündigungsfristen
4. Lohngruppen und Eingruppierungsmerkmale
3 Beratungsinstitutionen bei Problemen in
der Ausbildung
1. Berufsschule / Lehrer
(pädagogische + fachliche Probleme)
2. Zuständige Stelle (LLH / Landwirtschaftskammer)
(Schlichtung, Ausbildungsberatung, Vermittlung)
3. Gewerkschaft (IG BAU)
(rechtliche Beratung, Unterstützung bei Vertragsverstößen)
Welche Abzüge gibt es vom Lohn
Arbeitslosenversicherung
Pflegeversicherung
Rentenversicherung
Krankenkassenbeiträge
Lohnsteuer
Evtl Kirchensteuer
Welche Pflanzenhormone gibt es
Absicinsäure
Erklären Sie 3 Tarifrecht-Begriffe
Friedenspflicht: Während Tarifvertragslaufzeit kein Streik
erlaubt.
Streik: Kollektive Arbeitsniederlegung zur Durchsetzung
von Tarifforderungen.
Warnstreik: Kurzer befristeter Streik als Druckmittel in
Verhandlungen.
Schlichtung: Neutrale Vermittlung bei gescheiterten
Tarifverhandlungen.
Urabstimmung: Abstimmung über Streik (mind. 75 % Ja
nötig).
Tarifvertragsparteien im Gartenbau
Arbeitgeberseite:
Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) / Landesverbände
Arbeitnehmerseite:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)
Wann gilt ein Tarifvertrag für einen
Arbeitnehmer?
Wenn:
AN ist Mitglied der tarifschließenden Gewerkschaft UND
AG ist Mitglied des tarifschließenden Arbeitgeberverbands
ODER:
Tarifvertrag wurde für allgemeinverbindlich erklärt
→ gilt dann für alle Branchenangehörigen
Erklären Sie Lohntarifvertrag und
Lohntarifvertrag:
Regelt die Höhe der Löhne/Gehälter für alle Lohngruppen.
Wird regelmäßig (ca. jährlich) neu verhandelt.
Rahmentarifvertrag:
Regelt allgemeine Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit,
Urlaub,
Kündigungsfristen, Eingruppierung). Läuft mehrere Jahre.
Typische Laufzeiten:
a) Lohntarifvertrag b) Rahmentarifvertrag c)
Begründung
a) Lohntarifvertrag: ca. 1 Jahr
b) Rahmentarifvertrag: mehrere Jahre (3–5 Jahre)
c) Begründung:
Löhne müssen öfter angepasst werden (Inflation,
Produktivität).
Rahmenbedingungen (Urlaub, Arbeitszeit) sind stabiler.
Erklären Sie den Begriff Ecklohn.
Ecklohn = Tariflohn für Facharbeiter der Lohngruppe 4
(gelernter Gärtner ohne Zusatzqualifikation).
Dient als Bezugsgröße für alle anderen Lohngruppen.
Andere Gruppen = prozentualer Zu-/Abschlag vom
Ecklohn.
Ergebnis der Tarifverhandlungen, steht im Lohntarifvertrag
Negative Auswirkungen der Schwarzarbeit:
a) Staat b) Auftraggeber c) Schwarzarbeiter
a) Staat:
Steuerausfälle Ausfall von SV-Beiträgen
b) Auftraggeber:
Kein Gewährleistungsanspruch bei Mängeln
Haftung bei Arbeitsunfall des Schwarzarbeiters
c) Schwarzarbeiter:
Kein Versicherungsschutz bei Unfall
Keine Rentenbeiträge Strafrecht bei Entdeckung
Welche Sozialversicherung hat einen
Sonderbeitrag allein für AN?
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV):
Kassenindividueller Zusatzbeitrag wird allein vom
Arbeitnehmer getragen.
(Der reguläre Grundbeitrag wird paritätisch geteilt.)
Hinweis: Bei der Pflegeversicherung zahlen Kinderlose
einen Zusatzbeitrag.
Gesetzliche Abzüge vom Lohn bei
evangelischem Arbeitnehmer
1. Lohnsteuer
2. Kirchensteuer (9 % der Lohnsteuer; in BY/BW: 8 %)
3. Solidaritätszuschlag (falls anfallend)
4. Rentenversicherung (AN-Anteil)
5. Krankenversicherung (AN-Anteil inkl. Zusatzbeitrag)
6. Pflegeversicherung (AN-Anteil)
7. Arbeitslosenversicherung (AN-Anteil)
3 weitere Abzüge vom Bruttolohn (außer
SV-Beiträgen)
2. Solidaritätszuschlag (für bestimmte
Einkommensgruppen)
3. Kirchensteuer (für Kirchenmitglieder)
Ecklohn 11,95 EUR + 3,5 % Erhöhung:
a) neuer Stundenlohn
a) Erhöhung: 11,95 x 3,5 % = 0,42 EUR
Neuer Stundenlohn: 11,95 + 0,42 = 12,37 EUR
b) Mehrverdienst/Monat:
0,42 EUR x 170 h = 71,40 EUR
Erklären Sie direkte und indirekte Steuern
(je 2 Beispiele).
Direkte Steuern: Steuerschuldner = Steuerträger
• Einkommensteuer / Lohnsteuer
• Körperschaftsteuer
Indirekte Steuern: Unternehmer zahlt ab, gibt weiter an
Verbraucher
• Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer)
• Energiesteuer / Mineralölsteuer
Nennen Sie die 5 gesetzlichen
Sozialversicherungen.
1. Rentenversicherung (RV)
2. Krankenversicherung (KV)
3. Pflegeversicherung (PV)
4. Arbeitslosenversicherung (AV)
5. Unfallversicherung (UV)
→ UV wird allein vom AG getragen!
Wie viel zahlt der Arbeitgeber an
Sozialversicherungen?
Ca. 50 % (Hälfte) der Beiträge zu:
RV + KV + PV + AV (paritätisch geteilt)
Unfallversicherung (SVLFG/BG):
→ Der AG trägt sie zu 100 % allein!
Wie bekommt man zu viel gezahlte
Einkommensteuer zurück?
Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einreichen
(bis 31. Juli des Folgejahres bei Pflichtveranlagung).
Finanzamt prüft und erstattet Differenz.
Beratung: Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein
In welche Steuerklasse kommt ein lediger
Steuerklasse I
Sozialversicherungen:
a) 5 nennen b) Welche trägt der AG allein? c)
a) RV, KV, PV, AV, UV
b) Unfallversicherung (SVLFG / Berufsgenossenschaft)
c) Gesetzliche Krankenversicherung:
kassenindividueller Zusatzbeitrag, allein vom AN
Warum stellt der Betrieb 60 EUR/h in
Rechnung obwohl der Lohn nur 21 EUR/h
beträgt?
1. Lohnnebenkosten: AG-Anteile zur SV (~20 % auf
Bruttolohn)
2. Betriebskosten (Fixkosten): Miete, Energie, Maschinen,
Versicherungen
3. Gewinn: Unternehmer muss Gewinn erwirtschaften
→ für Investitionen und Existenzsicherung
3 Aufgaben der SVLFG
1. Prävention: Unfallverhütung, Beratung, Schulungen
2. Rehabilitation: medizinische + berufliche Reha nach
Unfall/Berufskrankheit
3. Entschädigung: Verletztengeld, Verletztenrente,
Hinterbliebenenleistungen
Zeitlohn vs. Leistungslohn (Akkordlohn): je
2 Vorteile
Zeitlohn:
Planbare, gleichmäßige Entlohnung (sicheres
Einkommen)
Fördert sorgfältige Arbeit ohne Stückzahldruck
Leistungslohn (Akkord):
Leistungsanreiz: wer mehr leistet, verdient mehr
Kostenkontrolle: Lohnkosten korrelieren mit
Produktionsmenge
5 Sozialversicherungen mit je einer
Leistung
• Rentenversicherung → Altersrente
• Krankenversicherung → Arztbehandlung + Medikamente
• Pflegeversicherung → Pflegegeld bei häuslicher Pflege
• Arbeitslosenversicherung → Arbeitslosengeld I
• Unfallversicherung → Verletztenrente nach Arbeitsunfall
Nennen Sie 2 soziale Notlagen und staatliche Gegenmaßnahmen.
Arbeitslosigkeit:
→ ALG I (SGB III), Bürgergeld/ALG II (SGB II),
Umschulungen
Pflegebedürftigkeit im Alter:
→ Pflegeversicherungsleistungen, Sozialhilfe (SGB XII)
Brutto 2.700 EUR, SV 21 %, Lohnsteuer 250
EUR, KiSt 9 %: Netto berechnen
Bruttolohn: 2.700,00 EUR
./. SV (21 %): 2700 x 0,21 = –567,00 EUR
./. Lohnsteuer: –250,00 EUR
./. KiSt (9 % v. 250): –22,50 EUR
= Nettoverdienst: 1.860,50 EUR
Erklären Sie den Generationenvertrag in der
Rentenversicherung.
Erwerbstätige Generation zahlt Beiträge → finanziert
JETZT Renten der Rentner.
Kein Kapitalaufbau – Umlageverfahren (Beiträge werden
sofort ausgezahlt).
Im Gegenzug haben Beitragszahler Anspruch auf spätere
Rente
durch die nächste Generation
2 empfehlenswerte private Versicherungen
für Arbeitnehmer
1. Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)
→ Absicherung bei dauerhaftem Verlust der
Arbeitsfähigkeit
2. Private Haftpflichtversicherung
→ Absicherung bei unbeabsichtigten Schäden gegenüber
Dritten
Nennen Sie eine Sozialversicherung + 3
ihrer Aufgaben.
Beispiel: Deutsche Rentenversicherung (DRV)
1. Altersrente ab Renteneintrittsalter
2. Erwerbsminderungsrente bei dauerhafter
Berufsunfähigkeit
3. Rehabilitation (medizinisch + beruflich) zur Erhaltung
der Erwerbsfähigkeit
3 Gründe für Anhebung des
Renteneintrittsalters auf 67 Jahre
1. Demografischer Wandel: immer weniger Beitragszahler,
immer mehr Rentner → wachsende Belastung des
Umlageverfahrens
2. Gestiegene Lebenserwartung: längerer Rentenbezug →
höhere Ausgaben
3. Rentenstabilität: längere Beitragszeiten halten
Rentenniveau stabil
3 Möglichkeiten zur objektiven Information
vor Handykauf
1. Stiftung Warentest / test.de (unabhängige Tests)
2. Verbraucherzentrale (unabhängige Beratung)
3. Fachzeitschriften / unabhängige Testportale (CHIP, c't)
Erklären Sie Existenz- und
Luxusbedürfnisse.
Existenzbedürfnisse:
Grundbedürfnisse ohne die man nicht (würdevoll) leben
kann:
Nahrung, Kleidung, Wohnung, medizinische Versorgung.
Luxusbedürfnisse:
Über das lebensnotwendige Minimum hinaus:
z.B. Sportwagen, Designerkleidung, Luxusreisen.
Erklären Sie Pacht-, Darlehens-, Leih- und
Mietvertrag.
Pachtvertrag: Nutzung + Fruchtziehung gegen Entgelt
(z.B. Ackerpacht)
Darlehensvertrag: Geld wird geliehen, Rückzahlung +
Zinsen
Leihvertrag: UNENTGELTLICHE Überlassung zur
Nutzung
Mietvertrag: Nutzung (ohne Fruchtziehung) gegen Entgelt
Unterschied Rechtsfähigkeit und
Geschäftsfähigkeit
Rechtsfähigkeit:
Fähigkeit, Träger von Rechten + Pflichten zu sein.
Beginn: Geburt / Ende: Tod (natürliche Person)
Geschäftsfähigkeit:
Fähigkeit, wirksame Willenserklärungen abzugeben
(Verträge schließen).
Voll ab 18 J. / beschränkt 7–17 J. / nicht geschäftsfähig <
7 J.
Warum sind folgende Rechtsgeschäfte nichtig:
a) Testament ohne Datum + Unterschrift
b) 5-j. Paul kauft Spielzeugauto
a) Formmangel: handschriftliches Testament MUSS
Datum + Unterschrift haben
(§ 2247 BGB) → Formvorschrift verletzt = NICHTIG
b) Geschäftsunfähigkeit: Kinder unter 7 Jahren sind
geschäftsunfähig
(§ 104 BGB) → Willenserklärung nichtig
Warum sind folgende Rechtsgeschäfte anfechtbar:
a) die Verlangung einer Gehaltserhöhung unter Drohung der Anzeige wegen Steuerhinterziehung
B) Unfallwagen als unfallfreies Fahrzeuig verkauft
a) Widerrechtliche Drohung (§ 123 BGB)
→ Gehaltserhöhung anfechtbar
b) Arglistige Täuschung (§ 123 BGB)
→ Kauf anfechtbar (wissentlich falsche Angaben)
4 Störungen bei der Erfüllung eines
Kaufvertrags
1. Lieferverzug: Ware nicht zum vereinbarten Termin
geliefert
2. Annahmeverzug: Käufer nimmt Ware nicht entgegen
3. Sachmangel / Schlechtleistung: Ware entspricht nicht
der Beschaffenheit
4. Falschlieferung: andere als bestellte Ware geliefert
Herr Müller bekommt seine Ware nicht. 3
Rechte bei Lieferverzug.
1. Nachfrist setzen und auf Lieferung bestehen
2. Rücktritt vom Vertrag nach Ablauf der Nachfrist
3. Schadensersatz wegen Nichterfüllung
(z.B. Mehrkosten für anderweitige Beschaffung)
Frau Klein reklamiert nach 5 Monaten. Hat
sie Recht?
JA – sie kann reklamieren.
Gesetzliche Gewährleistungsfrist = 2 Jahre ab Übergabe
(§ 438 BGB).
5 Monate sind innerhalb der Frist.
Zusätzlich: In den ersten 6 Monaten gilt Beweislastumkehr
→ Händler muss beweisen, dass Mangel nicht bei
Übergabe vorlag.
Rechnung wird nicht bezahlt. 3
Möglichkeiten an Geld zu kommen.
1. Mahnung (außergerichtlich, schriftlich, mit Fristsetzung)
2. Mahnbescheid (gerichtliches Mahnverfahren)
3. Klage vor Gericht → rechtskräftiges Urteil →
Zwangsvollstreckung
Erklären Sie: Gläubiger, Schuldner,
Zwangsvollstreckung, Lieferverzug,
Annahmeverzug, Gewährleistung
Gläubiger: Person die eine Leistung zu fordern hat
Schuldner: Person die eine Leistung erbringen muss
Zwangsvollstreckung: staatl. erzwungene Durchsetzung
eines Urteils (Pfändung)
Lieferverzug: Verkäufer liefert nicht zum vereinbarten
Termin
Annahmeverzug: Käufer nimmt Ware nicht entgegen
Gewährleistung: Anspruch auf
Nachbesserung/Ersatz/Minderung/Rücktritt (2 J.)
Leasingvertrag: ein Vor- und ein Nachteil
Vorteil:
Kein großes Startkapital nötig; monatliche Raten schonen
Liquidität;
immer modernes Fahrzeug.
Nachteil:
Kein Eigentümer; Gesamtkosten oft höher als Kauf;
Kilometerbeschränkungen.
Listenpreis 25.000 EUR netto, 8 %
Rabatt, 2 % Skonto, 19 % MwSt. → Endpreis
Listenpreis netto: 25.000,00
./. Rabatt 8 %: 25000x0,08 = –2.000,00
= nach Rabatt: 23.000,00
+ MwSt 19 %: 23000x0,19 = +4.370,00
= Brutto: 27.370,00
./. Skonto 2 %: 27370x0,02 = –547,40
= Endpreis: 26.822,60 EUR
Kredit 8.000 EUR, 5 Jahre, 4 % Zinsen:
1) Jährl. Zinsen: 8.000 x 4 % = 320,00 EUR
2) Gesamtrückzahlung: 8.000 + (320 x 5) = 9.600,00 EUR
3) Mehrkosten durch Kredit: 9.600 – 8.000 = 1.600,00
EUR
Düngerrechnung: 20 Sack à 42 EUR, 7 %
Rabatt, 2 % Skonto, 19 % MwSt. →
Überweisungsbetrag
20 x 42 EUR = 840,00
./. Rabatt 7 %: 840x0,07 = –58,80
= nach Rabatt: 781,20
+ MwSt 19 %: 781,20x0,19 = +148,43
= Brutto: 929,63
./. Skonto 2 %: 929,63x0,02 = –18,59
= Überweisung: 911,04 EUR
Primelrechnung: 10.000 St. à 0,20 EUR, 7 %
MwSt., 5 % Rabatt, 2 % Skonto → Endpreis
10.000 x 0,20 EUR = 2.000,00
./. Rabatt 5 %: 2000x0,05 = –100,00
= nach Rabatt: 1.900,00
+ MwSt 7 %: 1900x0,07 = +133,00
= Brutto: 2.033,00
./. Skonto 2 %: 2033x0,02 = –40,66
= Endpreis: 1.992,34 EUR
Düngerrechnung: Org. 20x48 EUR (–7 %
Rabatt), Min. 15x83 EUR, Spur. 3x188 EUR, 19
% MwSt, 2 % Skonto
Org. Volldünger: 20x48=960, –7%=–67,20 → 892,80
Min. Volldünger: 15x83 = 1.245,00
Spurenelement: 3x188 = 564,00
Nettosumme: 892,80+1245+564 = 2.701,80
+ MwSt 19 %: 2701,80x0,19 = +513,34
= Brutto: 3.215,14
./. Skonto 2 %: –64,30 → Überweisung: 3.150,84 EUR
Rechnung 400 EUR inkl. 7 % MwSt. →
Nettobetrag: 400 / 1,07 = 373,83 EUR
MwSt.-Anteil: 400 – 373,83 = 26,17 EUR
(Probe: 373,83 x 1,07 = 400,00 EUR)
3 Verhaltensregeln bei Transportschäden
1. Schaden sofort dokumentieren (Fotos) und Lieferanten
informieren
2. Schaden auf Lieferschein vermerken + vom Fahrer
bestätigen lassen
3. Schadensersatz geltend machen (Minderung oder
Ersatzlieferung fordern
2 formale Möglichkeiten eines Kaufvertrags
1. Mündlich (z.B. Kauf auf dem Wochenmarkt)
2. Schriftlich (Brief, E-Mail, Bestellformular)
(auch: stillschweigend / durch schlüssiges Handeln)
a) natürliche Person: Beginn + Ende
b) juristische Person: Beginn + Ende
a) Natürliche Person:
Beginn: Vollendung der Geburt (§ 1 BGB)
Ende: Tod
b) Juristische Person:
Beginn: Eintragung ins Handels-/Vereinsregister
Ende: Löschung aus dem Register (Auflösung)
Jährl. Kosten PKW: AP 32.000 EUR, AfA 20
%, Verzinsung 6 %, Versicherung 650 EUR,
Reparatur 750 EUR
Abschreibung (20 %): 32.000 x 0,20 = 6.400,00
Verzinsung (6 % v. halbem AP): 16.000 x 0,06 = 960,00
Versicherung/Steuern: 650,00
Reparaturen/Wartung: 750,00
= Jährl. Gesamtkosten: 8.760,00 EUR
Jährl. Fixkosten Fräse: AP 8.500 EUR, AfA
20 %, Verzinsung 5 %
Abschreibung (20 %): 8.500 x 0,20 = 1.700,00
Verzinsung (5 % v. halbem AP): 4.250 x 0,05 = 212,50
Reparaturen/Wartung: 350,00
= Jährl. Fixkosten: 2.262,50 EUR
Nennen Sie 2 Zahlungsmöglichkeiten.
1. Banküberweisung (bargeldlos)
2. Lastschriftverfahren (Einzugsermächtigung)
(auch: Barzahlung, Nachnahme, Dauerauftrag,
EC-/Kreditkarte)
3 Zahlungsarten mit je 2
Zahlungsmöglichkeiten
a) Bar: Kassenbar / Handkasse
b) Halbbar: Postanweisung / Nachnahme
c) Bargeldlos: Überweisung / Lastschrift oder
Dauerauftrag
Unterschied Lastschrift-Einzugsverfahren
und Dauerauftrag
Lastschrift:
Gläubiger zieht Betrag vom Konto des Schuldners ein.
Betrag kann variieren (z.B. Stromrechnung).
Dauerauftrag:
Kontoinhaber erteilt Bank festen, regelmäßigen
Überweisungsauftrag.
Betrag und Intervall sind fest.
3 Formen der Geldanlage
1. Tagesgeldkonto (flexibel, niedrige Zinsen)
2. Festgeldkonto / Sparbuch (gebunden, etwas höhere
Zinsen)
3. Aktien / Investmentfonds (höhere Rendite, höhere
Risiken)
Begriff Dispositionskredit erklären + Vor-
und Nachteil
Begriff: Eingeräumter Überziehungsrahmen auf dem
Girokonto
→ Konto kann bis zu festem Betrag ohne Antrag ins Minus
gezogen werden.
Vorteil: Sofort verfügbar, keine Antragstellung
Nachteil: Sehr hohe Zinsen (oft 8–12 % p.a.) → teuer bei
längerer Nutzung
Erklären Sie: Rabatt, Bonus, Skonto
Rabatt: Preisnachlass sofort beim Kauf (z.B. Mengen-,
Treuerabatt)
Bonus: Nachträglicher Preisnachlass am Ende einer
Periode (Jahresumsatz)
Skonto: Preisnachlass bei schneller Zahlung innerhalb
einer Frist
(z.B. 2 % bei Zahlung innerhalb 10 Tagen)
Fräse: Listenpreis 10.000 EUR, gezahlter Preis 8500€ ..wieviel ist der Rabatt in %
Rabattbetrag: 10.000 – 8.500 = 1.500 EUR
Rabatt in %: (1.500 / 10.000) x 100 = 15 %
Nennen Sie 3 Rabattarten.
1. Mengenrabatt (bei Abnahme größerer Mengen)
2. Treuerabatt (für Stammkunden)
3. Saisonrabatt (z.B. Winterschlussverkauf)
(auch: Barzahlungsrabatt, Händlerrabatt)
2 Gründe für Anstieg der Privatinsolvenzen
1. Überschätzung der eigenen finanziellen
Leistungsfähigkeit
(zu hohe Kreditaufnahmen, Ratenkäufe)
2. Schicksalsschläge: Jobverlust, Krankheit, Scheidung
→ plötzliche Zahlungsunfähigkeit
Privatinsolvenz:
a) 4 Gründe
b) 2 Beratungsinstitutionen
a) Gründe:
Arbeitslosigkeit / Einkommensverlust
Scheidung + Unterhalts-/Ausgabenverpflichtungen
Übermäßige Kreditaufnahme / Kaufsucht
Krankheit und hohe Folgekosten
b) Beratung:
Schuldnerberatungsstellen (kommunal, kirchlich, AWO)
Verbraucherzentrale
Einzelunternehmung: Vor- und Nachteil + 3
weitere Rechtsformen nennen
Vorteil: Alleinige Entscheidungsfreiheit, einfache
Gründung, kein Mindestkapital
Nachteil: UNBESCHRÄNKTE persönliche Haftung mit
dem Privatvermögen
3 weitere Rechtsformen:
• GmbH • AG • GbR • OHG • KG
Erklären Sie den Produktionsfaktor Arbeit
mit Bedeutung für den Gartenbau.
Arbeit = alle menschlichen Tätigkeiten zur Erzeugung von
Gütern und DL.
Im Gartenbau besonders wichtig weil:
• Viele Tätigkeiten (Pflanzung, Ernte) noch nicht voll
automatisiert
• Fachkenntnisse entscheiden über Qualität und
• Verfügbarkeit von Fachkräften bestimmt
Wettbewerbsfähigkeit
GmbH: Vor- und Nachteil
Beschränkte Haftung – Gesellschafter haften nur mit dem
Gesellschaftsvermögen,
nicht mit Privatvermögen.
Mindestkapital 25.000 EUR erforderlich;
aufwändigere Gründung + Buchführungspflichten.
Einzelunternehmung: Vor- und Nachteil
Einfache Gründung ohne Mindestkapital; volle
Entscheidungsfreiheit.
Unbeschränkte persönliche Haftung mit dem
Privatvermögen.
Abkürzungen: GmbH, OHG, AG, KG, GbR
• GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung
• OHG = Offene Handelsgesellschaft
• AG = Aktiengesellschaft
• KG = Kommanditgesellschaft
• GbR = Gesellschaft bürgerlichen Rechts
2 Vorteile der GbR
1. Einfache und formlose Gründung
(kein Mindestkapital, kein Notar, kein
Handelsregistereintrag)
2. Flexible Gestaltung der Zusammenarbeit
(Gewinnverteilung frei im Gesellschaftsvertrag regelbar)
4 Merkmale einer Demokratie + eines
erläutern
Merkmale:
Volkssouveränität (alle Staatsgewalt geht vom Volk aus)
Gewaltenteilung (Legislative, Exekutive, Judikative)
Grundrechte (unveräußerliche Bürgerrechte)
Freie, gleiche + geheime Wahlen
z.B. Grundrechte: Schutz vor staatl. Willkür;
Koalitionsfreiheit (Art.9 GG), Berufsfreiheit (Art.12 GG)
Begriff Subvention erklären (+ Beispiel
Gartenbau)
Subvention = finanzielle Unterstützung des Staates ohne
direkte Gegenleistung.
Ziel: Wirtschaftszweige fördern, erwünschtes Verhalten
unterstützen.
Beispiele im Gartenbau:
• EU-Agrarsubventionen (GAP-Zahlungen)
• Förderung des ökologischen Landbaus
• Investitionsförderungen für Betriebe
Mindestlohn: je 2 Vor- und Nachteile
Schutz vor Lohndumping, sichert existenzsichernde
Löhne
Stärkt Kaufkraft → belebende Wirkung auf
Binnennachfrage
Kostenbelastung für arbeitsintensive Branchen (z.B.
Verdrängungs-/Automatisierungseffekte
(Betriebe investieren eher in Maschinen)
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