Unterschiede RNA zur DNA
Uracil statt Tymin
Liegt meist Einsträngig vor
Ribose statt Deoxiribose
Verschiedene Typen der RNA
m-RNA (messenger RNA)
linearer Einzelstrang der den Bauplan der DNA zu den Ribosomen transportiert
t-RNA (transport RNA)
liegt in Kleblattstruktur vor und ist an der Proteinsynthese Beteiligt indem sie Aminosäuren transportiert
r-RNA (ribosomalemRNA)
liegt geschwungen vor und ist am Aufbau der Ribosomen beteiligt
Funktion der DNA
Speicherung der genetischen Information
Weitergabe bei Zellteilung (DNA-Replikation)
Steuerung der Proteinsynthese (über genetischer Code)
Grundlagen für Merkmale und Variation
DNA Replikation
Die Helikase entspiralisiert die DNA und trennt die Stränge unter ATP-Verbrauch auf
Es lagern sich Proteine am aufgetrennten Strang an um diesen zu stabilisieren
Die RNA-Primase synthetisiert den RNA-Primer
Die DNA-Polymerase setzt an den RNA-Primer an katalysiert dort von 5’ nach 3’ die Verknüpfung der Komplimentären Nukleotide
Ist die Replikation abgeschlossen, werden die RNA-Primer mithilfe spezifischer Enzyme entfernt und von der DNA-Polymerase durch DNA-Nucleotide ersetzt
Die Okazaki-Fragmente des diskontinuirlichen Stranges werden durch die Ligase miteinander Verknüpft
Wie hängen Gen und Merkmal miteinander zusammen?
Ein Gen ist ein Abschnitt auf der DNA, der die Information für ein Protein enthält.
Diese Information wird über den genetischen Code in ein Protein umgesetzt.
Das Protein beeinflusst Struktur und Funktion der Zelle und bestimmt so das Merkmal
Genwirkkette
Abfolge mehrerer von einander abhängiger Stoffwechselvorgänge die von Produkten verschiedener Gene gesteuert werden
Proteinbiosynthese bei Eukarioten
Die DNA wird in eine mRNA translatiert
Die prä-mRNA wird von einem Spleißosom prozessiert
Die reife mRNA verlässt den Zellkern und fädelt in ein Ribosom ein
Im Ribosom wird die mRNA in eine Aminosäure Kette translatiert
Es liegt ein fertiges Protein in der Primärstruktur vor
Transkription
Initation: Die RNA-Polymerase Entspiralisiert und spaltet die DNA in der Promotor-Region und bindet anschließend an diese
Elongation: Die RNA-Polymerase liest den codogenen Strang ab und führt die jeweils zur DNA komplimentären Nukleotide heran und verknüpft diese zu einer prä-mRNA, sie arbeitet dabei von 5’ nach 3’. Hinter ihr löst sich due RNA von der DNA und die Doppelhelix schließt sich wieder.
Termination: Nach dem Ablesen der Terminatorsequenz löst sich die RNA-Polymerase von der DNA und setzt dadurch die mRNA endgültig frei.
Transkription der mRNA
Terminator Sequenz
Nicht codogener Strang
5’-Ende
prä-mRNA
Promotor Sequenz
Codogener Strang
3’-Ende
RNA-Polymerase
Spleißen/Prozessieren der mRNA
Die Intron-Sequenzen werden herausgeschnitten und die verbliebenen Exon-Sequenzen miteinander verknüpft. Es wird eine 5’-Cap-Struktur (am 5’-Ende) und ein Poly-A-Schwanz (am 3’-Ende) angefügt die Zersetzung durch Enzyme verhindern.
Alternatives Spleißen
Eine aus einer DNA-Sequenz folgende prä-mRNA kann unterschiedliche prozessiert werden, sodass daraus verschiedene reife mRNAs entstehen können die verschiedene Proteine codieren
Translation
Initation: kleine Ribosomeneinheit bindet an mRNA und die erste beladene tRNA bindet an das Startcodon. Die große Ribosomenuntereinheit lagert sich an und es entsteht ein Initiationskomplex.
Elongation:
beladene tRNA dockt in der A-Stelle an
Die Aminosäure der tRNA in der A-Stelle wird mit der Polypeptidkette die sich an der tRNA der P-Stelle befindet verknüpft und das Ribosom wandert ein Codon weiter
Die tRNA an der E-Stelle wird freigegeben
Termination: Ribosom erreicht Stoppcodon, die Polypeptidkette wird freigesetzt und das Ribosom löst sich von der mRNA
Aminosäure
Beladene tRNA
Große ribosomale Untereinheit
Kleine ribosomale Untereinheit
A-Stelle
P-Stelle
E-Stelle
mRNA
Freigesetzte tRNA
Polypeptidkette
Unterschiede der Proteinbiosynthese bei Eukarioten und Prokarioten
Ort:
Eukarioten -> Zellkern und Cytoplasma
Prokarioten -> nur Cytoplasma
Ablauf:
Eukarioten -> Transskription und Translation getrennt
Prokarioten -> gekoppelt
mRNA-Verarbeitung:
Eukarioten -> Splißen der mRNA
Prokarioten -> keine
Gene:
Eukarioten -> mit Introns und Extrons
Prokarioten -> keine Introns
Eigenschaften des genetischen Codes
Tripplett-Code: 3 Basen = 1 Aminosäure
Universell: gleiche Basencodons in fast allen Organismen
Degeneriert: mehrere Codons codieren dieselbe Aminosäure
Start- und Stop-Codons: markieren Beginn und Ende der Translation
Nicht überlappend: Codons werden nacheinander gelesen
Linear: es wird immer von 5’ nach 3’ gelesen
Operon-Modell zur Genregulierung bei Prokarioten
Ein Operon ist eine Funktionseinheit aus Promotor, Operator und Strukturgen
Der Promotor ist die Bindungsstelle für die RNA-Polymerase, am Operator kann ein Repressor binden, der die Transskription verhindert
Der Repressor wird von einem Regulatorgen codiert, welches sich in einiger Entfernung vom Operon auf dem selben Gen befindet.
Substratinduction
Eine Form der Genregulation bei Prokaryoten bei dem ein Gen nur dann aktiviert wird wenn ein bestimmtes Substrat vorhanden ist
Normalzustand: Repressor bindet am Operator -> Transkription ist blockiert
Substrat vorhanden: Substrat bindet an den Repressor -> Repressor ist inaktiv und das Gen kann Transskribiert werden
Beispiel: lac-Operon bei Lactose
Endproduktrepression
Form der Genregulation bei Prokarioten bei der Gene normal aktiv sind aber abgeschaltet werden wenn das Endprodukt vorhanden ist
Normalzustand: Gen ist aktiv -> Enzyme für Synthese werden gebildet
Endprodukt ist vorhanden: Endprodukt bindet an den Repressor -> Repressor wird aktiviert und Transkription gestoppt
Beispiel: Trp-Operon bei Tryptophan
Differentielle Genaktivität
Nicht alle Gene einer Zelle sind gleichzeitig aktiv
Substratinduction am Beispiel des lac-Operon
Regulatorgen
DNA
aktiver Repressor
Promoter
lac-Operon
Operator
Strukturgene
Keine Enzymsynthese
Inaktiver Repressor
Endproduktrepression am Beispiel des trp-Operon
inaktiver Repressor
trp-Operon
Promotor
Strukturgen
Tryptophan (Endprodukt)
Möglichkeiten der Genregulation bei Eukarioten
Prätranskriptionale Regulation:
Transkriptionsfaktoren
DNA-Methylierung
Histonmodifikation
Posttranskriptionale Regulation:
RNA-Interferenz
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