Gesamtreaktionsgleichung der Fotosynthese
Kohlenstoffdioxid + Wasser -> (durch Lichtenergie) Glucose + Sauerstoff
Energetischer Prozess bei der Photosynthese
Lichtenergie wird in chemische Energie (Glucose) umgewandelt
Prozess ist anabol (Aufbauender Stoffwechselprozess)
Entropie nimmt ab
Lichtreaktion
Primärreaktion der Photosynthese, findet in der Thylakloidmembran statt
Lichtabsorbation durch Chlorophyll (Photosystem ll & l)
Photolyse von Wasser:
2 Wasser -> 4 H+-Ionen + 4 Elektronen + O2
Elektronentransportkette:
Elektronen werden weitergeleitet
Protonengradient entsteht
2NADP+ + 4 Elektronen + 2H+-Ionen wird reduziert zu NADPH (Energiespeicherung)
ATP Synthese
Die ATP-Synthase nutzt den Protonengradienten zur ATP Synthese
Lichtreaktion der Photosynthese
Innenraum der Thylakoide (Lumen)
Wasser (H2O)
Sauerstoff (O2)
Elektron (e-)
Licht
Fotosystem ll
Membranproteine
Elektronenfluss
Fotosystem l
NADP+
NADPH
Thylakloidmembran
Stroma
ATP-Synthase
ADP
Phosphat (P)
ATP
Dunkelreaktion
Sekundärreaktion der Fotosynthese findet im Stroma des Chloroplasten statt
Funktion: Aufbau von Glucose aus CO2 und Wasser
Voraussetzung: ATP und NADPH aus der Lichtreaktion
Calvin-Zyklus im C-Körper-Modell:
CO2-Fixierung
6 x 5C-2P-Körper
6 x 1C-Körper (CO2)
6 x 6C-2P-Körper (sehr instabil)
12 x 3C-1P-Körper (nach Zerfall)
Reduktionsphase
12 ATP
12 ADP + 10P
12 NADPH + 12 H+
12 NADP+
12 x 3C-2P-Körper
Abspaltung von 2 x 3C-2P-Körper
Glucose (C6 H12 O6)
10 x 3C-2P-Körper
Regenerationsphase
6 ATP
6 ADP + 8P
Gesamtreaktionsgleichung der Zellatmung
Glucose + Sauerstoff -> Kohlenstoffdioxid + Wasser + Energie
Energetischer Prozess der Zellatmung
Energiegewinnung durch den Abbau von Glukose
Prozess ist katabol (abbauender Stoffwechselprozess)
Entropie nimmt zu
Teilschritte der Zellatmung
Glycolyse
findet im Cytoplasma statt
aus Glucose wir unter Energiegewinn (2 ATP + 2 NADH+H+) 2 x Pyrovat (3C-Körper)
oxidative Decarboxilierung
findet in der Mitochondrienmatrix statt
aus 2 Pyrovat wird unter Energiegewinn (2 NADH+H+) 2 Acetyl-CoA (2C-Körper) + 2 CO2
Cytratzyklus
aus 2 Acetyl-CoA wird unter Energiegewinn (2 ATP + 6 NADH+H+ + 2FADH2 ) 4 CO2 + Wasser
Atmungskette
findet in der Mitochondrienmembran statt
Ist eine Elektronentransportkette die aus NADH+H+ und FADH2, ATP gewinnt
Insgesamt können aus einem Glucosemolekül 32 ATP gewonnen werden
Anabolismus
Aufbau komplexer Moleküle unter Energieverbrauch
z.B Fotosynthese, Proteinsynthese
Katabolismus
Abbau komplexer Moleküle zur Energie gewinnung
z.B Zellatmung, Glykolyse
Kompartimentierung
Räumliche und funktionelle Trennung von biologischen Prozessen in abgegrenzte Bereiche um die Effizienz und Spezifität zellulärer Prozesse zu steigern
Beispiel:
Chloroplast: Lichtreaktion im Thylakoid und Dunkelreaktion im Stroma
Stoffwechselregulation auf Enzymebene
Allosterische Regulationm:
Enzymaktivität wird durch Effektoren verändert (aktiviert oder gehemmt)
Kovalente Modifikation:
z.B: Phosphorylierung (Anhängen einer Phosphatgruppe an das Enzym) -> Enzym kann schnell ein-/ausgeschaltet werden
Substratkonzentration:
steigende Substratkonzentration -> Zunahme der Reaktionsgeschwindigkeit
! nur bis Sättigung erreicht ist !
Produktkonzentration:
viele Stoffwechselwege nutzen produktabhängige Rückkopplung
Eine hohe Konzentration der Produktes können das Enzym hemmen um überproduktion zu vermeiden
Redoxreaktionen
Elektronenübertragung zwischen Molekühlen
Oxidation = Elektronenabgabe
Reduktion = Elektronenaufnahme
Bedeutung:
Katabolismus: Energiegewinn durch Oxidation
Anabolismus: Energieverbrauch durch Reduktion
Elektronentransportketten: NAD+/NADH, FAD/FADH2 als Redoxträger (Elektronenträger)
Energetische Kopplung bei ATP-ADP-Systemen
ATP (Adenosintriphosphat) ist ein universeller Energieträger in Zellen
Energie liegt in der Phosphatbindung
Die spaltung von ATP in ADP und P ist eine exergone Reaktion die Energie für endergone Reaktionen bereit stellt
Das ADP und P können in der ATP-Synthese recycelt werden
Tracer-Methode
Die Tracer-Methode ist ein experimentelles Verfahren, bei dem markierte Atome (sogenannte Tracer) verwendet werden, um den Weg von Stoffen in biologischen Systemen nachzuverfolgen.
Ein Molekül wird mit so einem markierten Atom versehen und in einen Organismus oder ein System gegebn, wo verfolgt wird, wo das markierte Atim im Verlauf des Stoffwechsels auftaucht.
Aufbau eines Blattes und Funktion der einzelnen Bestandteile
(obere) Kutikula (Wachsschicht)
verringerung der Verdunstung
(obere) Epidermis
Schutz vor mechanischen Schäden
Lichtdurchlässig
Palisadengewebe
Hauptort der Fotosynthese
Schwammgewebe
Gasaustausch innerhalb des Blattes durch effizienten Stofftransport und Verbindung zu den Stomata
(untere) Epidermis
(untere) Kutikula
Stoma (Spaltöffnung)
Regulation des Gasaustauschs
einzelne Pflanzenzelle
Angepasstheit von Pflanzen an die Fotosynthese auf Organebene
Bau und Funktion des Laubblattes
große, flache Oberfläche -> maximale Lichtaufnahme
dünn -> kurze Diffusionswege für CO2
Palisadengewebe (oben)
viele Chloroplasten, Hauptort der Fotosynthese -> optimale Lichtausnutzung
Schwammgewebe (unten)
große Interzellularräume -> erleichtert CO2-Diffusion
Stomata (Spaltöffnungen)
Regulation des Gasaustauschs -> CO2 rein, O2 und H2O raus
Anpassung an Umweltbedingungen (z.B. Trockenheit) gut möglich
Angepasstheit von Pflanzen an die Fotosynthese auf Zellebene
Aufbau und Funktion des Chloroplast
Thylakoidmembran (Ort der Lichtreaktion)
große Oberfläche durch viele Thlakoide in Stapeln
-> maximale Lichtabsorption
Stroma (Ort des Calvin-Zyklus)
enthält Enzyme für CO2-Fixierung
Nutzung von Kompartimentierung (Trennung von Licht- und Dunkelreaktion) für effiziente Energieumwandlung
C3-Pflanzen
CO2 wird direkt im Calvin-Zyklus fixiert
erstes stabilisiertes Produkt nach der Co2 fixierung ist ein 3C-Körper
CO2 + 5C-Körper -> 2 x 3C-Körper
Wenn bei hohen Temperaturen die Stomata geschlossen werden müssen um Wasserverlust zu minimieren kann die Pflanze kein CO2 mehr aufnehmen
-> geringe Fotosyntheseleiste
-> Photorespiration steigt
Beispielpflanzen: Weizen, Reis, Kartoffeln
C4-Pflanzen
Hauptmerkmal ist die räumliche Trennung der CO2-Fixierung und des Calvin-Zyklus
CO2 wird zuerst in Mesophyllzellen (Zellen im Blattinneren) gebunden, dann in andere Zellen transportiert
CO2 + 3C-Körper -> 4C-Körper (Erste stabilisierte Form nach der CO2 fixierung ist ein 4C-Körper)
Transport in Bündelscheidenzellen
CO2 wird vom C4-Körper abgespalten und gelangt in den Calvin-Zyklus
-> kaum Photorespiration
-> Effizienter bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung
-> höherer ATP-Verbrauch
CAM-Pflanzen
Hauptsächlich Sukolenten
Hauptmerkmal: Zeitliche Trennung von CO2-Fixierung und Calvin-Zyklus
Nachts sind Stomata offen und CO2 wird als 4C-Körper fixiert
Tagsüber sind Stomata geschlossen und CO2 wird aus den 4C-Körpern freigesetzt und im Calvin-Zyklus genutzt
-> Anpassung an Wüstenregionen da sehr Wassersparend
-> geringere Fotosyntheserate
-> geringe Photorespiration
Photorespiration
Rubisco bindet Sauerstoff statt Kohlenstoffdioxid
-> Es wird keine Glucose Produziert
-> “fehlerhaftes Produkt” muss unter ATP-Verbrauch wieder abgebaut werden
Chromotographie
Trennverfahren bei dem Stoffgemische aufgrund ihrer unterschiedlichen Verteilung zwischen einer stationären Phase (Papier, Dünnschichtplatte, Gel) und einer mobilen Phase (Lösungsmittel) getrennt werden
Blattpigmente im Lichtsammelkomplex
Fotosynthese nutzt verscgiedene Pigmente, um möglichst viel Licht aufzunehmen (Chlorophyll als Hauptpigment)
Lichtsammelkomplex: viele verschiedene Pigmente die in der Thylakoidmembran organisiert sind
Vorteile:
größeres Absorptionsspektrum durch mehrere Pigmente
effizientere Nutzung von Sonnenlicht
Anpassung an unterschiedliche Lichtverhältnisse
Absorbationsspektrum von Pigmenten und Wirkungsspektrum der Fotosynthese
Absorptionsspektrum von Pigmenten:
Gibt an, welche Wellenlängen des Lichts von verschiedenen Pigmenten aufgenommen werden
Wirkungsspektrum der Fotosynthese:
Gibt an, welche Wellenlängen des Lichts tatsächlich Fotosyntheseleistung erzeugen
Zusammenhang:
Lichtenergie muss von Pigmenten absorbiert werden, dadurch werden Elektronen angeregt und nur dann kann die Lichtreaktion ablaufen
Energetisches Modell der Primärreaktion der Fotosynthese
Ausgangspunkt: Lichtenergie
Sonnenlicht trifft auf Pigment im Photosystem ll
Licht wird von Pigmenten absorbiert
Elektronen werden angeregt
Elektronenanregung
Elektronen aus Chlorophyll-Molekül wird auf ein höheres Energienivau gehoben -> angeregtes Elektron
Elektron wird an Primärakzeptor übertragen
Chemische Energie entsteht durch Elektronentransfer
Elektronen wandern durch Proteinkomplex in der Thylakoidmembran
Energie des Elektrons wird genutzt, um Protonen (H+) in das Innere des Thylakoids zu pumpen
-> Protonengradient (potentielle chemische Energie)
ATP-Synthese
Protonengradient treibt ATP-Synthase an
aus ADP und P wird ATP
NADPH-Bildung
Elektronen werden nach dem Photosysthem l weiter angeregt
-> Übertragung auf NADP+ +H+
-> NADPH entsteht
Abhängigkeit der Fotosyntheserate von abiotischen Faktoren
Lichtintensitäg
höhere Lichtintensität -> höhere Fotosyntheserate
ab Sättigungspunkt -> Fotosyntheseplateau
CO2-Konzentration
höhere CO2-Konzentration -> höhere Fotosyntheserate
ab Sättigung, es kann nicht mehr mehr CO2 gebunden werden -> Plateau
Temperatur
beeinflusst Enzymaktivität
Wasserverfügbarkeit
Wasser = Elektronendonor
bei Wassermangel schließen Stomata und es herscht weniger CO2 Eintritt
Chemiosmotische ATP-Bildung
Mechanismus zur ATP-Synthese mithilfe eines Protonengradienten (H+-Gradient) über eine Membran
Elektronentransportkette pumpt H+-Ionenüber eine Membran
Ein elektrochemischer Gradient wird aufgebaut
H+ strömen durch ATP-Synthase (Synthese Protein das wie eine Turbiene funktioniert) zurück
Energie treibt ATP-Bildung an
Unterschiede der chemiosmose im Chloroplast vs. Mitochondrium
Energiequelle:
Chloroplast -> Licht
Mitochondrium-> chemische Energie
Elektronenquelle:
Chloroplast -> Wasser
Mitochondrium -> NADH/FADH2
Membran:
Chloroplast -> Thylakoidmembran
Mitochondrium -> innere Mitochondrienmembran (Christae)
Protonentransport (wärend der Elektronentransportkette):
Chloroplast -> vom Stroma ins innere der Thylakoide (Lumen)
Mitochondrium-> von der Matrix in den Intermembranraum
ATP-Bildung:
Chloroplast -> im Stroma
Mitochondrium-> in der Matrix
Prozess:
Chloroplast -> Photophosphorylierung
Mitochondrium -> oxidative Phosphorilierung
Gemeinsamkeiten der chemiosmose im Chloroplast und Mitochondrium
Elektronentransportkette erzeugt Protonengradient
ATP-Synthase nutzt Protonenrückfluss
ATP entsteht durch chemiosmotische Kopplung
Trennung von zwei Bereichen durch eine Membran an der der Protonengradient vorliegt -> Kompartimentierung
Aerober Glkoseabbau
Zellatmung
Eduktue: Glukose und Sauerstoff
Produkte: Kohlenstoffdioxid und Wasser
-> vollständiger Abbau der Glukose
Energiebilanz: gewinn von 32 ATP
Endelektronenakzeptor: Sauerstoff
Anaerober Glukoseabbau
Gärung = enzymatischer Abbau von organischen Stoffen (wie Glukose) unter ausschluss von Sauerstoff im Cytoplasma
-> Organismen (wie z.B. Hefen) nutzen es zur Energiegewinnung
Milchsäuregärung
Aus Glukose entsteht in der Glykolyse Milchsäure
Alkoholische Gärung
Aus Glukose entsteht in der Glykolyse Ethanol und CO2
-> unvollständiger Abbau
-> geringer Energiegewinn (2 ATP)
-> Regeneration von NAD+
Unterschiede Milchsäuregärung vs. alkoholische Gärung
Endprodukt:
Milchsäuregärung -> Lactat (Milchsäure)
alkoholische Gärung -> Ethanol + CO2
CO2-Bildung
Milchsäuregärung -> nein
alkoholische Gärung -> ja
C-Körper-Veränderung:
Milchsäuregärung -> aus 6C-Körper (Glukose) werden 2 x 3C-Körper (Lactat)
alkoholische Gärung -> aus 6C-Körper (Glukose) werden 2 x 2C-Körper (Ethanol) + CO2
Ablauf:
Milchsäuregärung -> einstufig
alkoholische Gärung -> zweistufig
Vorkommen:
Milchsäuregärung -> Muskelzellen, Bakterien
alkoholische Gärung -> Hefen
Gemeinsamkeiten Milchsäuregärung und alkoholische Gärung
anaerober Glukoseabbau
starten mit der Glykolyse und liefern dabei 2 ATP
Dienen der Regeneration von NAD+
Laufen im Cytoplasma ab
Kein Sauerstoff notwendig
Unvollständiger Abbau
Last changed16 days ago