Was ist ein participium coniunctum (PC)?
Ein PC ist ein fakultatives Prädikativum oder selten ein Attribut, das sich immer in einen Nebensatz umformen lässt.
In welche zwei Arten wird das PC unterschieden?
Prädikatives (adverbiales) PC → mit Subjunktion
Attributives PC → mit Relativpronomen
Woran erkennt man ein participium coniunctum?
Wenn ein Partizip Präsens oder Perfekt vorliegt, das nicht mit „esse“ Teil eines Prädikats ist, handelt es sich meist um ein PC.
Frage: Welche Beziehung hat das PC zu seinem Bezugswort?
Es steht in KNG-Kongruenz (Kasus, Numerus, Genus) zu einem Substantiv oder Pronomen.
Wann kann das Bezugswort fehlen?
Wenn sich das PC auf ein implizites Subjekt bezieht.
Frage: Was ist die wichtigste Eigenschaft des PC
Es ist ein Nebensatzäquivalent, das in einen echten Nebensatz umgewandelt werden kann.
Beispiel für die Umwandlung eines PC in einen Nebensatz?Antwort:
„Peter…, zum Herrscher erkoren, …“ →„Peter…, nachdem er zum Herrscher erkoren worden war, …“
Welche Nebensinne kann ein PC ausdrücken?
temporal (z. B. als, nachdem)
modal (indem, wobei)
kausal (weil)
konzessiv (obwohl)
konditional (falls)
adversativ (während)
final (damit, um…zu)
Wann wird statt einer Subjunktion ein Relativpronomen verwendet?
Wenn kein Nebensinn vorliegt → dann attributives PC (z. B. „welcher, welche, welches“).
Wie beginnt man die Übersetzung eines PC?
Zuerst wörtlich übersetzen als eingeschobenes Prädikativum mit Kommata.
Wie geht man nach der wörtlichen Übersetzung vor?
Den Nebensinn bestimmen und die Konstruktion in einen Nebensatz umformen.
Warum ist die wörtliche Übersetzung wichtig?
Sie sorgt für Übersetzungssicherheit, auch wenn sie nicht immer gutes Deutsch ergibt.
Frage: Ist die wörtliche Übersetzung immer stilistisch gut?
Nein, sie kann unidiomatisch oder missverständlich sein, ist aber ein wichtiger Zwischenschritt.
Frage: Welche Partizipform bildet kein PC (laut Text)?
Das Partizip Futur (kommt hier nicht als PC vor).
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