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Produktionswirtschaft

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by Crypto A.

Beschreiben Sie die Werkstattfertigung als eine Organisationsform der Fertigung. Nennen Sie auch Vor- und Nachteile.

Die Werkstattfertigung ist eine verrichtungsorientierte Organisationsform der Fertigung. Das bedeutet, dass Maschinen und Arbeitsplätze mit gleichartigen Funktionen bzw. Verrichtungen räumlich zusammengefasst werden (z. B. Dreherei, Fräserei, Schweißerei, Lackiererei).

Die zu bearbeitenden Werkstücke wandern nicht auf einem festen Weg von Station zu Station, sondern werden je nach den Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplans individuell durch die verschiedenen Werkstätten geschleust.

Vorteile:

  • Hohe Flexibilität: Sehr gute Anpassungsfähigkeit an Produktänderungen, wechselnde Nachfrage und individuelle Kundenwünsche (Sonderanfertigungen).

  • Geringe Störanfälligkeit: Fällt eine Maschine oder ein Mitarbeiter aus, führt dies nicht sofort zum Stillstand der gesamten Produktion, da Arbeiten flexibel auf andere Maschinen der Werkstatt verlagert werden können.

  • Hohe Mitarbeitermotivation: Die Tätigkeiten sind meist abwechslungsreicher und erfordern qualifizierte Fachkräfte, was die Monotonie im Vergleich zur Fließbandarbeit verringert.

  • Geringe Investitionsrisiken: Universell einsetzbare Maschinen (Allround-Maschinen) statt teurer, spezialisierter Fertigungsstraßen.

Nachteile:

  • Komplexe Transport- und Ablaufplanung: Die Steuerung der Materialflüsse und die Terminabstimmung zwischen den Werkstätten sind organisatorisch äußerst aufwendig (Gefahr von Wartezeiten).

  • Lange Durchlaufzeiten: Durch Zwischenlagerungen, Transportwege und Wartezeiten vor den einzelnen Werkstätten dauert die Fertigung eines Produkts vergleichsweise lang.

  • Hohe Bestände (Working Capital): Es entstehen oft hohe Bestände an Halbfabrikaten (Work in Progress) vor den Werkstätten.

  • Hohe Stückkosten: Durch den geringen Automatisierungsgrad und den hohen Anteil an manueller Arbeit/Transportaufwand sind die Lohn- und Stückkosten hoch.


Erläutern Sie das Grundkonzept der PPS (Produktionsplanung und -steuerung) und gehen Sie kurz (!) auf die einzelnen Elemente ein.

Das Grundkonzept der PPS verfolgt das Ziel, den gesamten Produktionsprozess von der strategischen Auftragsvorbereitung bis zur fertigen Auslieferung wirtschaftlich, termingerecht und ressourceneffizient zu gestalten. Es verbindet die langfristige Planung (Was und wie viel wird benötigt?) mit der kurzfristigen, operativen Umsetzung (Wann und wo wird produziert?). Das klassische Konzept teilt sich in die Phasen der Produktionsplanung (Vorausplanung) und der Produktionssteuerung (Ausführung und Überwachung).

Die einzelnen Elemente

  1. Produktionsprogrammplanung (Primärbedarfsplanung):

    • Ermittlung, welche Mengen an verkaufsfähigen Erzeugnissen (Endprodukte) in welchen Planperioden hergestellt werden sollen. Basis hierfür sind konkrete Kundenaufträge sowie Absatzprognosen.

  2. Mengenplanung (Sekundärbedarfsplanung):

    • Davon ausgehend wird mittels Stücklisten aufgelöst, welche Rohstoffe, Bauteile und Baugruppen (Sekundärbedarf) für das Produktionsprogramm benötigt werden. Hier erfolgt auch die Bestandsrechnung (Nettobedarfsermittlung).

  3. Termin- und Kapazitätsplanung:

    • Durchlaufterminierung: Festlegung der Start- und Endtermine für die einzelnen Fertigungsaufträge (Vorwärts- und Rückwärtsterminierung).

    • Kapazitätsabgleich: Gegenüberstellung des Kapazitätsbedarfs mit dem tatsächlichen Kapazitätsangebot der Maschinen/Mitarbeiter. Bei Überlastung erfolgen Anpassungsmaßnahmen (siehe Aufgabe 2).

  4. Auftragsveranlassung (Fertigungssteuerung):

    • Der Übergang von der Planung zur Aktion. Hier erfolgt die Freigabe der Aufträge, das Drucken der Fertigungsunterlagen (Laufkarten, Materialentnahmescheine) und die Bereitstellung von Material und Werkzeugen.

  5. Auftragsüberwachung (Betriebsdatenerfassung - BDE):

    • Soll-Ist-Vergleich während der Produktion. Es werden Rückmeldungen über den aktuellen Fertigungsfortschritt, Maschinenzustände oder Ausschussmengen erfasst, um bei Verzögerungen sofort gegensteuern zu können.


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Crypto A.

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