Definiere den Begriff Atmosphäre und beschreibe ihre Struktur
Die Atmosphäre ist ein Gasgemisch, das durch Schwerkraft an die Erde gebunden ist. Bis in 120km Höhe sind die Bestandteile Stickstoff und Sauerstoff, klimawirksame Treibhausgase wie Methan oder CO2 haben einen sehr geringen Volumenanteil.
Teilchendichte und Druck nehmen mit der Höhe ab. Temperaturen schwanken aber!
Troposphäre relevant für das Wetter
Strahlungshaushalt und der natürliche Treibhauseffekt
Energie in Form von Strahlung von der Sonne -> Erde selbst strahlt aber auch Energie ins All -> Strahlungshaushalt
Hälfte der Sonnenstrahlung trifft direkt auf die Erde, absorbiert und so wird Atmosphäre erwärmt.
der natürliche Treibhauseffekt entsteht durch klimarelevante Gase wie CO2, welche dafür Sorgen, dass weniger Energie/ausgestrahlte Wärmestrahlung ins Weltall gelangt
aber auch natürliche Schwankungen:
Extraterrestrische Einflüsse: Schwankende Sonnenaktivität, Veränderungen der Erdbahn um die Sonne, Verschiebung der Rotationsachse der Erde
Terrestrische Einflüsse: Plattentektonik, Land-Meer-Verteilung, Alebdo/Zunahme der Reflexion durch Gebirgsbildung oder Eis, Vulkanausbrüche
Albedo = Maß für Rückstrahlvermögen von Oberflächen
Schnee 95%, Asphalt 5-20%
Tropen erhalten mehr Sonnenstrahlung als höhere Breiten (ab 40°) -> aber Energie Ausgleich durch Luft-/Meeresströmungen
Atmosphärische Zirkulationen und Antriebskräfte
3 Zellen Modell
Prozess der Masse, Wärme und Drehimpuls auf der Erde verteilt -> Gleichgewicht
Gradientkraft: Von Hoch zu Tief wehend. Am Äquator steigt warme Luft auf und sinkt in den Polarregionen wieder ab.
Corioliskraft -> Erdrotation NHK nach rechts SHK nach links
Schwerkraft (Absinken von kalter Luft, Aufsteigen von warmer)
Hadley Zelle (Passat Zirkulation): Bodentief am Äquator (ITC) und subtropischen Hochdruckgürteln -> Zirkulation, Ausgleich durch Passate die in der ITC zusammenströmen
Ferrel Zelle: Verbindung zwischen Hadley und Polar und wird von diesen angetrieben. Instabil, bringt Warmluft in die polare und Kaltluft in die tropische Zone
Polarzelle durch geringe Sonnenstrahlung thermisch bedingt. Bodennahe Hochdruckgebiete an den Polen
Polarfrontjetstream / Jetstream
Durch Luftdruckunterschiede in der oberen Troposphäre, entstehen sogenannte Jetstreams in den Mittelbreiten (planetarische Frontalzone).
Einen großen Einfluss hat die Corioliskraft die dafür sorgt, dass die Winde auf der NHK nach rechts abgelenkt werden -> Westwinde
Subtropen-/Polarfrontjetstream
Klima und Vegetationszonen (+ Abweichungen)
Als Klimazonen werden Räume bezeichnet, deren charakteristische Klimabedingungen einheitlich sind. Grundsätzlich sind diese abhängig vom Einfallswinkel der Sonne zonal (breitenkreisparallel).
Überblick:
Tropen: Tageszeotenklima, Prägung durch Dauer und Stärke der Regenzeit -> Zenitalregen ITC
Subtropen: starker Einfluss des Subtropenhochs, Wüstenbildung und permanente Trockengebiete bis 23,5°
Mittelbreiten: Jahreszeitenklima mit vier Jahrezeiten, Jetstream, Kontinentalität oder Maritimität als Einflussfaktoren
Subpolare und polare Zone: Kältesenken mit niedriger Temperatur und geringen Niederschlägen
Vegetationszonen sind Gebiete mit ähnlicher Zusammensetzung der potentiellen natürlichen Vegetation, sehr von Wärmezufuhr und Wasserhaushalt geprägt -> siehe Atlas
Abweichungen von den Vegetationszonen:
Land Meer Verteilung: geringere Temperaturamplitude und höhere, gleichmäßige NS = maritim
hohe Amplitude und NS im Sommer = kontinental
Höhenlage
Exposition: Luv = NS/Lee
Monsun
Jahreszeitlich wechselnde großräumige Winde in den Subtropen und Tropen. -> AT.
Folgen:
LS: Millionen Menschen abhängig, NS im Sommer ertragreich, durch Variabilität, Unzuverlässigkeit: Dürren Hunger
Gesellschaft: Seuchen, Überflutungen
Wirtschaft wird durch Ausfall beeinträchtigt
Maritime Zirkulation / Golfstrom Abschwächung des Golfstroms
Gleichen Temperaturunterschiede aus (Transport von Wasser)
Einflussfaktoren: Wind, Dichteunterschiede (Temperatur/Salzgehalt)
Golfstrom -> siehe Atlas führt jedenfalls zu mildem Klima in Nordwesteuropa
Downwelling vs. Upwelling
Abschwächung des Nordatlantikstroms durch:
Schmelzen der Polkappen und NS in der Arktis, Verringerung des Salzgehaltes -> Störung beim Absinken
Anstieg des Meeresspiegels an der Ostküste NA und Überschwemmung; Abkühlung des Nordatalantiks
Verschiebung von Luftströmungen (Hitzewellen, Dürren)
El Niño
Als El Niño (Christkind) bezeichnet man eine Klimaanomalie im Pazifik, die gravierende Veränderungen der weltweiten Luftdruck, Wind, Niederschlags und Temperaturverhältnisse mit sich bringt.
Normalsituation - die Walker Zirkulation
Herrscht im Pazifik zur Weihnachtszeit, angetrieben durch den Südostpassat und den Humboldtstrom.
Australien: Hitzetief mit feuchtwarmer Luft <-> Chile: kaltes nährstoffreiches Wasser, thermisches Hoch -> Fischerei
Anomalie - El Niño
Walker Zirkulation kehrt sich alle 3-5 Jahre um -> Luftdruck erhöht sich in Südostasien (tauschen) dadurch ist der Passat schwächer und das warme Wasser staut sich in Südamerika -> Humboldstrom kann nicht mehr upwellen
Großräumige Auswirkungen:
NS in Südamerika und Dürren im Westpazifik
Temperatur und NS Änderungen durch Passatschwächung -> diverse Auswirkungen
Anthropogener Treibhauseffekt, Kippelement, Anpassungsstrategien und Auswirkungen des Klimawandels
Natürlicher Treibhauseffekt siehe Karteikarte
Der Begriff anthropogener Treibhauseffekt bezieht sich auf die Verstärkung des natürlichen infolge von menschlicher Aktivität.
Kohlenstoffdioxid Emissionen entscheidend, da langwellige Strahlen nicht so gut passieren können -> längerer Verleib in der Atmosphäre
Rezenter Klimawandel (allgemein Klimawandel unter menschlichen Einflusses) -> hohe Geschwindigkeit und weltweit gleichzeitiger Anstieg in allen Komponenten des Klimasystems
Kippelement: siehe Atlas
Definition:
Anpassungs-/Vermeidungsstrategien:
Vermeidung bzw. Reduktion von Treibhausgasemissionen zum erreichen von Klimaneutralität
Schutz vor Wärme, Dürren und Hochwasser, Anpassung der Landwirtschaft, Frühwarnsysteme, neue Tourismusformen
Geoengineering: Eingriffe in das Klimasystem um den anthropogenen Klimawandel zu bremsen, künstlich beeinflussen -> Aerosole oder künstliche Wolkenbildung
Auswirkungen des Klimawandels:
Soviele, dass man sich viel erschließen kann, Auswahl
Wasserknappheit in Trockengebieten, ausbleibende NS -> LS
Abschmelzen des Inlandeises, Permafrost, Anstieg des Meeresspiegels und Schmelzen der Gletscher
Rückgang der Biodiversität und Verbreitungsgebiete für Toere und Pflanzen, Gefährdung von Ökosystemen
Kriege und Konflikte -> Pushfaktor für Migration
Geofaktoren in den Tropen (Klima, Boden, Vegetation, Relief)
Diebtropische Zone liegt zwischen den Wendekreisen und erhält ganzjährig hohe Energiezufuhr -> keine Jahreszeiten. Differenzierung daher aufgrund der Niederschlagsverteilung (immerfeuchte, wechselfeuchte und trockene Tropen).
Geofaktor Klima
Hohe Durchschnittstemperatur als Geminsamkeit/Tageszeitenklima polwärts zunehmende jahreszeitliche Temperaturschwankungen
Verlagerung der Niederschlagszonen infolge der ITC Wanderung; Am Äquator ganzjährig humides Klima mit zwei Regenzeiten, Richtung Wendekreise (arides Klima)
Geofaktor Boden/Relief
Durch Zufuhr von Wärme und Wasser entsteht eine starke chemische Verwitterung -> tiefgründige und Mineralstoffmangel Böden. Erosionsgefahr
Gebirge durchbrechen zonale Anordnung und beeinflussen ITC
Geofaktor Vegetation -> Atlas
Wichtige Stichwörter: Stockwerkbau
Bedeutung der immerfeuchten Tropen
Kohlenstoffsenke: Biomasse an Bäumen -> Fotosynthese
Evaporation: Zunahme von Feuchtigkeit in der Atmosphäre und Wolkenbildung/NS -> Weltklima
Biodiversität: genetische Vielfalt (50-75% aller Arten), Lebensraum von Naturvölern (Wissen), Nahrungsmittellieferant
Eingriffe in das Ökosystem der Tropen und deren Folgen + ökologische Tragfähigkeit
Nachhaltige Wirtschaftsweisen
Traditionelle Nutzung: Wanderfeldbau -> Selbstversorgung/Subsistenzwirtschaft. Große Teile werden verbrannt, Asche dient als Dünger -> hält nicht lange, deshalb neue Flächen, alte liegen brach (Sukzession) -> Sekundärwald der von den nachfolgenden Generationen bewirtschaftet werden kann -> nachhaltig, obwohl die wachsende Bevölkerung nicht mehr getragen werden kann, da nicht so ertragreich
Extensive Weidewirtschaft: Faktor für Rückgang von Wäldern, es werden riesige Waldflächen gerodet und mir Grasmonokulturen bepflanzt (oft von großen internationalen Konzernen).
Plantagenwirtschaft: sind auf Herstellung eines Produktes in Monokultur spezialisiert (Kakao, Kautschuk) Cash Cross -> Export
Hoher Flächenverbrauch und anfällig für Schädlinge
Weitere Eingriffe (Forstwirtschaft und Bergbau/Energiegewinnung)
Raubbau Syndrom und Agrarkolonisation
Überschreiten der ökologischen Tragfähigkeit
Maximale Anzahl an Menschen, die ein Ökosystem dauerhaft aushalten kann.
Traditionell konnte sich der Regenwald mit der Nutzungsform des Wanderfeldbaus immer wieder erholen. Durch den Rückgang der Wälder und der Bevölkerungszunahme in den Regenwaldregionen sorgten für eine höhere Bevölkerungsdichte -> überschreiten der Tragfähigkeit
Folgen des Rückgangs der Waldfläche:
zunehmende Nutzungskonflikte zwischen Indigenen und Großbetrieben
Bodenerosion und sinkender Grundwasserspiegel
Freisetzung von CO2 und verringerte Aufnahmefähigkeit
Artensterben und Rückgang der Biodiversität
Nachhaltige Wirtschaftsweisen: (alle nachhaltigen Bereiche wichtig!)
Agroforstwirtschaft: statt Monokulturen eine Kombination von Sträuchern und Bäumen einerseits und Ackerkulturen andererseits -> Stockwerkbau als Vorbild, Kompost als Dünger Vorteile: erschwerte Ausbreitung von Schädlingen, weniger chemischer Dünger, Artenvielfalt, Böden länger ertragreich und Schutz vor Erosion und Austrocknung.
Zertifizierung von Tropenhölzern, Siegeln
Ausbau von Ökotourismus mit positiven wirtschaftlichen und sozialen Folgen vor Ort
Die Entstehung von Wüsten und ihre anthropogene Nutzung
Wendekreiswüsten: Als Resultat der Passatzirkulation, Hochdruckgebiete und Wolkenauflösung
Küstenwüsten: Lage an der Westseite von Kontinenten, entscheidend: Abkühlung der Luft vor der Küste durch kalte Meereströmungen -> Verhinderung von Wolkenbildung und kein NS
Binnenwüsten: kontinentale Lage, entfernt von Küsten, teilweise durch Gebirge verstärkt, ausgeprägte Jahreszeiten
Neben der Nutzung durch Nomadismus und Rohstoffausbeutung (Öl) können Wüsten durch Oasenwirtschaft genutzt werden
Oasen sind Wüstengebiete die Wasserzugang haben
Merkmale: intensive Flächennutzung z.B. durch Stockwerkbau, ausgedehntes Netz von Bewässerungsanlagen
Ursprünglich Subsistenzwirtschaft, heute auch für Export, Tourismus und Arbeit mit modernen Techniken
Störung des Ökosystems der wechselfeuchten Tropen durch Desertfikation/Sahelzone und Bekämfung von Desertifikation
Die wechselfeuchten Tropen sind von der Varibaioität des Niederschlags abhängig, was zu häufigen Dürreperoden führt.
Besonders betroffen ist dabei die Sahelzone (Übergang von Sahara zu Savanne)
Landwechselwirtschaft: ähnlich zum Wechselfeldbau, allerdings ohne Wälder zu roden und mit festgelegten Felder und Bracheplätzen, kleinteilig Ackerbau
Desertifikation: darunter versteht man das Verschwinden von Oberboden und die Ausbreitung wüstenhafter Verhältnisse als Folge des Zusallenspiels menschlichen Handelns und naturgeographischer Faktoren; entsteht vorallem durch Bodenerosion und alles was diese begünstigt, und der Vernichtung von Baum und Strauchbestand
Konkrete Maßnahmen gegen die Dertifikation:
Nachhaltige Anbauformen
Stärkung des traditionellen Know-Hows, Einbezug der Bevölkerung
Nachhaltiger Umgang mit Wasser, tröpchenbewässeeung und Staubecken
Aufforstungsprojekte und Schutz der Wälder
Geopolitische Spannungsfelder in den Tropen
Afrika im Fokus der internationalen Gemeinschaft
Gründe:
Vorhandensein reicher rohstoffvorkommen und aufstrebender Märkte als Investiotionsmöglichkiet oder Absatzmarkt
Bedeutung im Kontext von Migrationsbewegungen
Partner in strategischen Allianzen sowie im Kampf gegen den Klimawandel
Chinas Projekt der neuen Seidenstraße
Investitionen in Infrastruktur und Rohstoffe, vergeben von Kreidten ohne moralischen Zeigefinger und koloniale Vergangenheit, Aufbau eines Handelsnetzwerkes
Der ökologische Fußabdruck
Der ökologische Fußabdruck ist ein komplexer Nachhaltigkeitsindikator. Wieviel Fläche ein Mensch für die Deckung seines Bedarfs an Ressourcen benötigt. Gesamtbild über die Nachhaltigkeit unserer Lebensweise.
Diese subpolare und polare Zone
Die subpolare Zone ist ein Übergangsbereich zwischen den Mittelbreiten und der polaren Zone, auf der Südhalbkugel aufgrund mangelnder Landmasse schwächer ausgeprägt.
Klima: Kühle Sommer und kalte Winter, keine deutlichen Jahreszeiten, Temperaturen durchschnittlich unter 0°C, geringer NS Größtenteils in der Form von Schnee
Boden: schwach ausgeprägte Bodenbildung, nährstoffarm, Perfmafrostböden, mechanische Verwitterung (Frostsprengung)
Vegetation: Tundra, offene, baumlose Kältesteppe
Die polare Zone schließt polwärts an die subpolare an und umfasst die Arktis und Antarktis
Klima: äußerst niedrige Temperaturen aufgrund flacher Sonneneinstrahlung und Albedo (Polartagtag/nacht), geringe NS aufgrund von Polarhoch
Boden und Vegetation: Verhinderung der Bodenbildung, Kältewüsten
Permafrostböden und die Folgen des Rückgangs
Permafrost entsteht, wenn der Wärmeverlust im jährlichen Mittel den Wärmegewinn übertrifft, der Boden muss mindestens 2 Jahre gefroren sein. Wegen der Kontinentalität reichen sie im Osten Eurasiens weit in den Süden und nehmen ein Viertel der Kontinente ein.
Funktion: Kohlenstoffsenken aufgrund von Torfschichten mit eingelagertem Kohlenstoff
Folgen des Rückgangs: Erwärmung des Bodens
-> Verringerung des Verbreitungsgebiets, Auftauschicht im Sommer wird größer/reicht tiefer
lokale Folgen: Bodenabsenkungen, Vermoorungen, Gefahr für Infrastruktur und Siedlungen
globale Folgen: CO2 und Methan, Permafrost-Kohlenstoff Rückkopplung
Geopolitische Bedeutung der subpolaren und polaren Zone
In der Arktis dürfen Anrainerstaten Wirtschaftszonen einrichten, der Nordpol und angrenzende Gewösser sind international, dort leben auch indigene Völker
Rohstoffreichtum: Erdöl, Erdgas, Mineralien, Pipelines
-> können leichter erschlossen werden durch:
Einfluss des Klimawandels:
Leichtere Erschließbarkeit -> territoriale Konflikte und neue Vorkommen
Eisfreie Passagen und Handelswege verkürzt
Aufrüstung
Antarktis: ökologische Fragilität, Erschließungshindernisse (Wassermangel und Temperatur)
Rohstoffvorkommen
Tourismus (die Natur wird durch die Masse an Touristen extrem geschädigt, es entstehen hohe Emissionen, Müll verrottet langsam und Brutkolonien werden gestört).
Schutzmöglichkeiten der subpolaren und polaren Zone und die Rolle als Klimaarchiv
Der Antarktisvertrag
Ziel der friedlichen Nutzung der Antarktis und das Verbot militärischer Aktivität
internationale Zusammenarbeit und Forschung, Ruhelassen der bestehenden Gebietsansprüche
Nationalparks
Bewahrung der biologisch und kulturell wichtigen Regionen
Erhalt der Wikdtierpopulation
Schlüsselstellung der polaren Zone für Klimarekonstrukton
Durch Bohrungen lassen sich klimatische Datenreihen bilden, die Jahrtausende zurückreichen -> belegen Anstieg der CO2 Konzentration und Klimawandel
Somit lassen sich auch Klimaprognosen und Frühwarnsysteme entwickeln
Chancen und Probleme der arktischen Rohstoffgewinnung und Fischfang
Chancen:
weltweit große Nachfrage, Binnen und Weltmarkt können beliefert werden und Importabhängigkeit gesenkt werden
Arbeitsplätze entstehen und der Staat kann mehr Infrastrukturprojekte fördern, auch in peripheren Räumen
Einnahmen können für Umweltschutzmaßnahmen verwendet werden
Probleme:
Erkundung und Abbau sehr teuer und gefährlich
Permafrost taut auf
Lange Distanzen auf beiden Seiten
Biologische und chemische Prozesse laufen langsam ab, d.h. das Schäden oft irreversibel sind
Augrund der Überfischung in den traditionellen Gebieten, weicht man in entlegenere Gebiete aus, z.B. Island, da es dort riesige Bestände gibt -> Fischereiabkommen mit Begrenzung von Fangmengen, Schutzzonen oder dem Verbot von Fangmethoden
Natürliche Bevölkerungsbewegung und der demographische Übergang
Die natürliche Bevölkerungsbewegung ist die Erneuerung des Bevölkerungsbestandes in einem Gebiet durch Geburten und Sterbefällen
Geburtenrate: Zahl der Lebendgeborenen -> Geburtenüberschuss
Todesrate: Zahl der Gestorbenen -> Sterbeüberschuss
Der Demograohische Übergang ist der Wandel der natürlichen Bevölkerungsbewegung von hohen Geburten und Sterberaten zu eher
niedrigeren. Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft
Faktoren des demographischen Übergangs:
Sinkende Sterberate: Steigerung der Nahrungsmittelproduktion, Medizinische Fortschritte, Hygienische Fortschritte
Sinkende Geburtenrate: Emanzipation der Frau, Verhütungsmittel und Familienplanung, Hohe Kosten, Rente
Im globalen Süden setzte der demographische Wandel später ein, langsameres Absinken der Geburten -> enormes Bevölkerungswachstum
-> Fehlen von Verhütungsmittel und Familienplanung
Mangelnde Aufklärung und Geschlechterungleichheit
Kinder = Altersvorsorge
Ursachen und Folgen regional unterschiedlicher Verteilung von Bevölkerung und die Altersstruktur
Einflussfaktoren der Verteilung:
Gunsträume Ökumene, Subökumene und Anökumene
Natürliche Faktoren: Klima, Bodenfruchtbarkeit, Grenzen (Küstengrenze, Kültegrenze, Trockengrenze, Höhengrenze)
Anthropogene Faktoren: Arbeitsplätze, Energieversorgung, Infrastruktur, politische Stabilität und Sicherheit, Historik
Große Unterschiede zwischen Verdichtungsräumen und Peripherie
-> Ungleichheit bzgl. wirtschaftlicher Entwicklung, Lebensqualität
Hohe Dichte: Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung
Niedrige Dichte: Arbeitskräftemangel, Überalterung
Formen der Bevölkerung klar
Auswirkungen
Entwicklungsländer: sehr junge Bevölkerung, Druck auf Ressourcen und Konkurrenz um Arbeit
Industrieländer: Überalterung, Belastung der sozialsysteme, Fachkräftemangel
Familienstruktur und Stellung der Frau, Folgen für den Arbeitsmarkt und Politische Steuerung
Familienstruktur und Stellung der Frau:
Traditionelle Vorstellungen -> nichtkonventionelle Lebensformen (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien) Abnahme der durchschnittlichen Haushaltsgröße
Wandel des Rollenverständnisses
Familie: steigende Berufstätigkeit der Frau, älter bei Geburt, Empfängnisverhütung
Arbeit: stärkere Integraton der Frauen, aber Gender Pay Gap und unterrepräsentation in Führungspositionen
Folgen für Arbeitswelt und Rente
Belastung des Generationenvertrags: Rückgang des Gesamtarbeitskräftepotenzials, Alterung der Gesellschaft, weniger Arbeiter unterstützen einen Rentner, Senioren müssen arbeiten
Politische Steuerung: Kindergeld sowie Bildungsbund Betreuungsangebote, Anreize der Zuwanderung oder zur Arbeit im Rentenalter, Attraktivität von strukturschwachen Räumen stärken
Migration: Formen, Ursachen, Folgen
Chancen und Risiken
Wenn Menschen ihren Lebensmittelpunkt räumlich verlagern, nennt man dies Migration. Sie unterscheidet sich vom Pendeln durch die dauerhafte Verlagerung des Wohnorts
Formen:
Binnenwanderung: Innerhalb eines Staates oder z.B. EU
Außenwanderung: Internationale Wanderung
Wanderungsmotive und Bsp.:
ökonomische Faktoren: Arbeit
politische Faktoren: Flucht wegen Verfolgung
soziokulturelle Faktoren: Familienzusammenführung
ökologische Faktoren: Klimamigration
demographische Faktoren: Bildungswanderung
Push und Pullfaktoren als Erklärung
Diskriminierung, Verfolgung, Bürgerkrieg; Wirtschaftskrisen, Perspektivlosigkeit; Naturkatastrophen -> Heimat unattraktiv
Politische Stabilität, Gleichberechtigung, Bildung und Beachäftigung, hoher Lebensstandard und Kulturangebote -> Ziel attraktiv
Chancen und Risiken:
Quellgebiet:
Rücküberweisungen der Migranten als Impuls für die Wirtschaft oder als Existenzsicherung der Angehörigen; Innovations und Wissenstransfer durch Rückkehr
Menschenhandel, Abwanderung junger, dynamischer und gut ausgebildeter Becölkerungsteile (Brain Drain)
Zielgebiet:
Gewinn junger, wirtschaftlich aktiver Bevölkerung (Brain Gain) Zunahme der ethnischen Vielfalt, Innovation
Innere Sicherheit bedroht, Sozialsysteme überlastet, Integrationsprobleme
Migration und Geopolitik - Klimaflüchtlinge Steuerung
Kriege, Verteibung, Naturkatastrophrn, Hunger und Armut sorgen für Migration rießigen Ausmaßes. Die Regulationstellt Zielländer vor enorme Herausforderungen. Sie ist auch ein Mittel um geopolitische Interessen durchzusetzen -> hybride Kriegsführung
Steuerung der Migration von Deutschland
Reguläre: Aufnahme von Personen mit anerkannten Schutzgründen, Maßnahmen zur erfolgreichen Arbeitsmarktintegration
Irreguläre: Partnerschaften mit Drittstaaten zur Erleichterung von Abschiebungen, Kontrolle der Binnengrenzen
Klimaflüchtlinge verlassen ihre Heimat weil Umweltzerstörung ihre Lebensgrundlage beeinträchtigt, bspw. Anstieg des Meeresspiegels, Dürreperioden, Extremwetterereignisse oder Überflutungen
Bevölkerungsentwicklung und Binnenmigration in Deutschland
Seit Wiedervereinigung Anstieg der Bevölkerungszahl um 5 Mio. Deutlicher Einwohnerzuwachs durch Einwanderung v.a. in Stadtstaaten und Westen.
Nach 1990 starke Auswanderung aus dem Osten, Arbeitsmigration
Unterschiede innerhalb Bundesländern, Land-Stadt-Wanderung
Zukünftige Entwicklung: starke Abhängigkeit von der Höhe der jährlichen Zuwanderung, Anstieg der Seniorenzahl und ein Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigem Alter, Pflegebedarf
Tragfähigkeit der Erde (Migration)
Bis 2100msollen 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben, vorallem in Afrika wird einzuwachsen verzeichnen sein.
Die Tragfähigkeit eines Raumes gibt die Menschenmenge an, die im Blick auf den erreichten Entwicklungsstandes auf längere Sicht leben kann ohne die Erde nachhaltig zu schädigen. Siebgilt als überschritten, wenn der Wert des ökologischen Fußabdrucks die Biokapazität überschreitet.
Wichtige Aspekte:
mögliche Erhöhung durch Innovationen im Agrarsektor
Umweltzerstörung geht eher von der wohlhabenden Minderheit aus
Chancen des Bevölkerungswachstum: Arbeitskräftepotenzial, Wirtschaftsaufschwung, Stärkung der Stellung der Frau -> Schlüssel zur Senkung der Fertilität
Verstädterung und Urbanisierung
Suburbanisierung und Gentrifizierung
Segregation und Integration
Unter Vertaädterung versteht man einen steigenden Anteil der in Atädten lebenden Bevölkerung, die Zunahmne der Städtezahl in einem Raum sowie deren flächenhafte Ausdehnung. Urbanisierung bezieht sich zusätzlich auf die Ausbreitung städtischer Lebensformen
Das Phasenmodell der Verstädterung
Suburbanisierung: Abwanderung aus der Kernstadt in das Umland, Massenphänomen im 20. Jahrhundert, erhöhte Pendlerströme und versiegelte Fläche (Urban Sprawl)/Zersiedelung, kann zur Verfall der Kernstadt führen (Urban Blight)
Reurbanisierung und Gentrifizierung: bezeichnet einen sozioökonomischen und baulichen Strukturwandel großstädtischer Wohnquartiere durch Zuzug Wohlhabender, Pioniere machen Viertel attraktiv, locken Gentrifier an, Kauf und Mietpreise steigen
Segregation und Integration:
Integration beschreibt die Chance der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (Bildung, Recht, Arbeit)
Segregation meint eine räumliche Abbildungnsozialer Ungleichheit
Formen der Segregaton:
Soziale Schichtenzugehörigkeit (Gated Communities)
Lebensstil/Millieu Künstler oder Stundentenviertel
Ethnisch-kultureller Hintergrund (Chinatown)
Segregation: Urschen und Folgeprobleme
Bevorzugung einer gleichartigen solzialen Umgebung, Suche nach Integrationsmöglichkeiten und Unterstützung
Steuerung der Standortwahl durch Wohnungsmarkt und staatliche Investitionen
->
Verstärkte soziale Ungleichheiten durch räumliche Konzentration Benachteiligter
Ausgrenzung und Diskriminierung, Ghetto
Parallelgesellschaften
Megacities GN und GS Probleme und Lösungen
Städte mit mehr als 10 Millionen Einwohnern -> politische und wirtschaftliche Zentren und Knotenpunkte
Megastädte in Schwellen und Entwicklungsländern
Vielfach ungebremst ablaufender Verstädterungsprozess, getragen von natürlichem Bevlkerungswachstum und starker Landlucht, Basis: starke regionale Disparitäten, hohe Strahlkraft der Stadt
Metropolisierung: überproportional Zunahme der Einwohnerzahlen in wenigen großen Zentren
Megapolisierung: Enstehung von Megastädten im globalen Süden
Probleme und Herausforderungen:
Marginalisierung: Slumbildung unfassbar illegale Siedlungen
Fragmentierung: räumliches Nebeneinander von Marginalsiedlungen und Wohlstandsenklaven
Arbeitsplatzknappheit: informeller Sektor, Kriminalität, Armut
Stadtökologosche Probleme: u.a. Ver-/Entsorgung, Luft und Wasserverschmutzung, Bodendegradation
Lösungsansätze (Auswahl):
Wohnen und Verkehr (Legalisierung illegal entstandener Marginalsiedlungen, Slumaufwerung, Ausbau öffentlichen Nahverkehrs)
Arbeit (Förderung von Kleinunternehmen, Bildungsangebote)
Umwelt (Sicherung der Energieversorgung durch Solaranlagen, Recyclingprojekte)
Megastädte in Industrieländern (stagnierende oder schrumpfende Zahlen)
Herausforderungen:
Überlastung der Infrastruktur, Fehlender Wohnraum, Luftverschmutzung, Mangel an Grünflöchen und Hitzeinseln, soziale Ungleichheit, Vulnerabilität ggü. Klimawandel
Lösungsansätze: Ausbau des ÖPNV oder von Radwegen, Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, staatliche Förderungen, Parks und Grünflächen, Integrationsprojekte, Klimaresilienz und erneuerbare Energien
Global Cities und aktuelle Entwicklungen (Smart Cities,…
Global Cities fungieren als Entscheidung, Steuerungs und Kontrollzentren. Megacities eher quantitativ, hier eher funktional.
Großmetropolen und Verkehrsknotenpunkte
Hochentwickelte Dienstleistung und Kommunikation, Großkonzerne, Kapital und Börsen, beeinflussen ökonomische Entwicklungen von Erdteilen
Smart Cities
In einer Smart City soll die vernetzte Intelligente Informations und Kommunikationstechnologie Effizienz und Nachhaltigkeit steigern sowie die Teilhabe und Lebensqualität der Bewohner erhöhen
Ziele: Niedriger Ressourcenverbrauch und Klimaschutz, Mobilität, Lebensqualität durch Technologie, Transparenz der Verwaltung
Boden und Wohnraumpreisentwicklung:
Ursachen:
Steigende Nachfrage durch Zuwanderung, Steigende Nachfrage nach Immobilien (positive wirtschaftliche Entwicklungen), begrenztes Angebot von Bauland, Veränderte Wohnbedürfnisse
Auswirkungen:
Erschwerter Erwerb von Immobilien, Soziale Ungleichheit und Verdrängung, Gentrifizierung
Lösungen:
Mietpreisbremse, Sozialer Wohnungsbau, Senkung der Baukosten und Verdichtung
Urban Mining
Meint die gezielte Gewinnung von Rohstoffen aus anthropogenen Lagerstätten im städtischen oder komunalen Raum. In Gütern gebundene Materialien lassen sich durch Recycling wiedergewinnen
z.B. aus (Gebäuden und Infrastruktur, Konsumgüter, Deponien)
Chancen: Schonung von Ressourcen, geringe Abhängigkeit, Kosteneinsparung, Lage oft in der Nähe des Bedarfs
Herausforderungen: Identifizierung, einfach extrem aufwendig
Nachhaltige Stadtentwicklung
Felder nachhaltiger Stadtplpanung sind: ökonomische Wffizienz, soziale Gerechtigkeit und schonender Umgang mit Ressourcen
Starkes Wachstum, steigende Bevölkerung und Wohnlosten
Übernutzung der Ressourcen, Energieverbrauch und hohe Emissionen
Komplexität
Energiewende, Mobilitätswende, Bauwendem Alternative Wirtschaftsformen, Partizipation, Finanzierung
Bürgerbeteiligung:
Information (Medien)
Beratung (Ideen und Kenntnisse, Stellungnahmen, Meinungen)
Mitbestimmen (Entscheidungskompetenz)
-> Transparenz, Akzeptanz und bessere Ergebnisse durch Beachtung der Bedürfnisse
Aber: Zeitwaufwand und Kosten, Fehlende Expertise
Ökosystem Stadt in Zeiten des Klimawandels
Städte sind anthropogene geschaffene, komplexe Ökosysteme, in denen Naturfaktoren wie Boden, Wasser und Luft mit menschlichen Faktoren wie Siedlungen und Infrastruktur gekoppelt sind
Versiegelung, Schadstoffemissionen, Abwärme von Kraftwerken, Fehlende Frischluft, Hitzeinseln
Städtische Begrünungskonzepte:
So können sich Dtödte an den Klimawandel anpassen. Auch Fassade und Dächer nutzen
Kühlungseffekte durch Verschattzng und Verdunstung, Neue Lebmsräume für Flira und Fauna, Reduzierung von Schadstoffen und Lärm -> Schwammstadt soll Folgen abfedern
Urban Gardening:
gartenbauliches Arbeiten im städtischen Umfeld
Einklang von Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft
Selbstversorgung mit Obst und Gemüse
Biologische Vielfalt
Sozialer Austausch
Verschönerung und Lebensqualität
Imageorientierung von Städten
Unter dem Image einer Stadt versteht man die Vorstellung oder ein Bikd, das ein Individuum von einer Stadt hat, also die öffentliche Wahrnehmung
Stadtmarketing:
Aufgabe ist die zielgerichtete Vermarktung einer Stadt zur Sicherung der Lebensqualität der Bürger und der Attraktivität -> kooperativ
Prestigebauten sind Gebäude die die öffentliche Geltung einer Stadt erhöhen sollen (Elbphilharmonie, Allianzarena)
Megaevents
Chancen: Steigerung des Bekanntheitsgrads, Tourismus, Wirtschaft, Infrastruktur, Stadtimage, Innovation
Risiken: Kosten, Umweltbelastung, Soziale Konflikte und fehlende Nachhaltigkeit nach Nutzung
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