Buffl

Pädiatrie

AC
by Anna C.

Therapiesäulen bei Verbrennungen

  • Erstmaßnahmen am Unfallort: Patienten aus der Gefahrenzone entfernen, Atemwege sichern, Kreislaufstabilität überprüfen, Kleidung entfernen; kleinere Verbrennungen über 20–30 min lokal kühlen (handwarmes Wasser), bei großflächigen Verbrennungen (>15 % KOF), Säuglingen und Kleinkindern ist auf eine Kühlung wegen der Gefahr der Hypothermie ganz zu verzichten, großlumigen Zugang legen.

  • Rasche effektive Schmerzbehandlung: Ketamin / Ketamin S oder Morphin / Morphinderivate plus Benzodiazepin.

  • Intravenöse Flüssigkeitszufuhr zur Schockprophylaxe: 10 ml / kg KG / h Vollelektrolytlösung auf dem Transport, später je nach klinischem Zustand, Elektrolytsituation und Bilanz.

  • Wundversorgung: Zunächst sterile Abdeckung, in der Klinik Entfernung von Blasenresten, z. B. unter Verwendung von Kompressen, die mit Betaisodona®, 1 : 10 verdünnt, getränkt sind. Geschlossene Blasen an Händen und Füßen werden nicht primär eröffnet. Hautareale mit tiefgradigen Verbrennungen 2(b). und Verbrennungen 3. Grades werden frühzeitig exzidiert und transplantiert.

  • Intubation: Erfolgt bei allen Patienten mit Inhalationstrauma, sonst großzügig bei allen Patienten mit Vigilanzstörungen.

  • Antibiotische Therapie (immer an Sepsis denken!): Bei Nachweis einer Infektion, mikrobiologisches Monitoring wichtig.

  • Tetanusschutz nicht vergessen!

  • Zunächst parenterale Ernährung, enterale Ernährung frühzeitig wieder beginnen.

  • Intensive physiotherapeutische Maßnahmen.

  • Rehabilitationsmaßnahmen.


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Anna C.

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