1 - Bauweisen: Welche 3 Hauptbauweisen werden in der Konstruktion unterschieden?
Differentialbauweise
Integralbauweise
Verbund-/Hybridbauweise
2 - Differentialbauweise: Wie wird sie definiert und welches Ziel verfolgt sie?
Auflösung eines Einzelteils in mehrere fertigungstechnisch günstige Werkstücke
Ziel: Reduktion Teilvielfalt und Durchlaufzeiten
3 - Differentialbauweise: Welche Vor- und Nachteile bietet sie gegenüber einem einteiligen Werkstück vs. Integralbauweise?
Vorteile:
-> handelsübliche Normteile einsetzbar
-> vereinfachte Beschaffung von Guss- und Schmiedeteilen
-> höhere Losgrößen
-> Instandsetzung
-> Terminsicherheit
Nachteile:
-> höhere Komplexität durch zusätzliche Schnittstellen
-> evtl. erhöhtes Bauvolumen
-> erhöhter Zerspanungs- und Montageaufwand
-> erhöhter Aufwand zur Qualitätssicherung
-> Funktions- und Belastungsbegrenzung wegen Fügestellen
4 - Integralbauweise: Wie wird sie definiert und welches Ziel verfolgt sie?
Vereinigung mehrerer Einzelteile zu einem Werkstück
Ziel: Reduktion der Teileanzahl und Teilevielfalt
5 - Verbund-/Hybridbauweise: Wie wird sie definiert?
Unlösbare Verbindung mehrerer unterschiedlich gefertigter Rohteile zu einem weiter zu bearbeitenden Werkstück, durch gleichzeitige Anwendung mehrerer Fügeverfahren.
6 - Modularisierung: Welche Gründe sprechen für ihren Einsatz in der Produktentwicklung
-> Beherrschung von Komplexität
-> Reduktion der Vielfalt
-> vereinfachte Entwicklung
-> Wiederverwendung von Lösungen
-> gezielte Umsetzbarkeit von Änderungen
7 - Modularisierung: Welche zentralen Vorteile bietet sie?
-> kürzere Entwicklungszeit
-> geringere Kosten
-> höhere Flexibilität
-> einfachere Montage, Produktion und Reparatur
-> klarere Schnittstellen
8 - Modularisierung: Wie unterstützt QFD (Quality Function Deployment) die Modularisierung konkret?
Sie filtert standardisierte Kernmodule (z. B. Fahrwerk) heraus und zeigt optionale Module auf (z. B. Soundsystem)
9 - Baukasten: Wie wird ein Baukasten in der Modularisierung definiert?
Ein System aus Standardmodulen mit 2 Bausteintypen.
-> Funktionsbaustein: Erfüllung einer technischen Funktion
-> Fertigungsbaustein: unabhängig von der Funktion, festgelegt nach Fertigungsaspekten
10 - Modularisierung Hersteller: Welche Vor- und Nachteile entstehen bei modularer Bauweise?
+ schnell verfügbare Angebotsunterlagen
+ einfache Kalkulation
+ geringer auftragsbezogener Konstruktionsaufwand
+ günstige Montage bei guter Bausteineinteilung
– sehr hoher Konstruktionsaufwand vorab
– begrenzte Anpassung an Kundenwünsche
– Produktionsänderungen nur langfristig wirtschaftlich
– erhöhter Fertigungsaufwand
11 - Modularisierung Kunde: Welche Vor- und Nachteile entstehen bei modularer Bauweise?
+ kurze Lieferzeit
+ bessere Instandhaltung und Austauschmöglichkeiten
+ geringe Fehlermöglichkeiten
– spezielle Wünsche schwer erfüllbar
– einzelne Qualitätsmerkmale ungünstiger als bei maßgeschneiderten Lösungen
– höheres Gewicht und mehr Raumbedarf
12 - Baureihen: Wie wird eine Baureihe definiert?
Technische Artefakte, die dieselbe Funktion erfüllen, in verschiedenen Größen hergestellt werden, mit gleicher Materialnutzung und ähnlich gefertigt.
13 - Baureihen: Welcher Grundsatz steht hinter der Skalierung innerhalb einer Baureihe?
Das Verhältnis einer physikalischen Größe (Länge, Leistung, usw.) bleibt zwischen Grundentwurf und Folgeentwürfen konstant
14 - Baureihen: Welche Vor- und Nachteile bietet die Konstruktion in Baureihen?
+ reduzierter Entwicklungsaufwand für Folgeentwürfe
+ Ähnlichkeitsvergleiche auch für Kosten möglich
+ kürzere Lieferzeit
+ preisgünstigeres, qualitativ besseres Produkt
+ größere Serien
– eingeschränkte Größenwahl
– nicht immer optimale Betriebseigenschaften
15 - Normgerechtes Konstruieren: Welche 3 Hauptzwecke verfolgt es?
-> Aufwandsminimierung
-> Sicherheit und Qualitätssicherung
-> Grundlage für die Rechtsprechung
16 - Normgerechtes Konstruieren: Auf welchen 4 Ebenen können Normen wirken?
International, europäisch, national, firmenintern
17 - Normen-Abkürzungen: Wofür stehen DIN, ISO, CEN und CE?
DIN = Deutsches Institut für Normen
ISO = International Organization for Standardization
CEN = Europäisches Komitee für Normung
CE = Konformitätserklärung
18 - Gestaltung: Wozu dient sie in der Konstruktion?
Sie legt die Geometrie in allen Ausprägungen fest (Form, Anordnung, Verbindungen) und beeinflusst dadurch maßgeblich die Kosten
19 - Gestaltung: Welche 3 Hauptfaktoren beeinflussen die Gestaltung?
-> Kraft-, Momenten- und Leistungsleitung
-> Werkstoffe
-> Fertigung
20 - Gestaltung: Welche 2 Arten von Vorgaben und Prozessarten werden unterschieden und was bedeuten sie?
Vorgaben:
-> explizite Vorgaben: direkt formuliert
-> implizite Vorgaben: Gesetze und Normen
Prozessarten:
-> qualitativ: Festlegung von Elementen und Strukturen in ihrer Anordnung
-> quantitativ: Festlegung von Abmessungen und Winkeln
21 - Gestaltungsgrundregeln: Welche 3 abstrakten Grundregeln müssen bei der Gestaltung beachtet werden?
> Eindeutig: Erfüllung techn. Funktionen mit Physik + Fachwissen
> Einfach: Wirtschaftlichkeit in Herstellung und Gebrauch
> Sicher: Sicherheit für Mensch, Maschine, Umwelt
22 - Gestaltungsrichtlinien: Welche konkreten Richtlinien werden bei der Gestaltung berücksichtigt?
-> recyclinggerecht
-> werkstoffgerecht (z. B. Wärmeausdehnung)
-> fertigungsgerecht (Herstellbarkeit)
-> montagegerecht (Vereinheitlichung)
-> mess-/prüfgerecht
-> instandhaltungsgerecht
23 - Gestaltungsprinzipien: Welche konkreten Prinzipien fließen in die Gestaltung ein?
-> klare, direkte, werkstoffgerechte Kraftleitung
-> Aufgaben auf Elemente aufteilen
-> Störungen und Fehlwirkungen selbst ausgleichen
-> dauerhaft funktionsfähig und zuverlässig
24 - Gestaltung: In welcher Hierarchie stehen Gestaltungsgrundregeln, -richtlinien und -prinzipien (vom abstrakten zum konkreten Denken)?
Gestaltungsgrundregeln (abstrakt) → Gestaltungsrichtlinien → Gestaltungsprinzipien (konkret)
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