Was ist das diagnostische Interview+ Ziele
Überbegriff für Methoden zur Erhebung von diagnostisch relevanten Informationen mittels Gespräch
Ziele/Funktion
Beziehungsaufbau und Klärung der Fragestellung
Quelle für L- und Q Daten
Beantwortung deskriptiver, klassifikatorischer, ätiologischer und maßnahmeorientierter Fragen
Diagnostischer Mikrokosmos, wiederholte Schleifen
Arten diagnostischer Interviews
Klinisch klassifikatorischers Interview (Diagnosestelung)
Anamenese (Vorgeschichte der Störung)
Katamnese (Rückblick nach Behandlung)
Eintellungs/Auswahlgespräch (z.B. MMI)
Worin unterscheiden sich diagnostische Interviews
Grad der Standardisierung
Erkläre Standardisierung der Durchführung diagnostischer Interviews
Unstandardisiert
-> nur wenn Zweck des Interviews vorab feststeht, aber nicht Fragen, Reihenfolgen, Wortlaut
Standardisiert
-> wenn jede Frage, Reihenfolge und ihr Wortlaut vorab feststeht
Halbstandardisiert
-> gewisse Flexibilität z.b. in Reihenfolge
Erkläre Standardisierung diagnotischer Interviews Auswertung
Urteil wird aus dem Bauch heraus getroffen
Urteil basiert auf festen Regeln und den Antworten des Interviewpartners -> es gibt feste Verrechnungsregeln
Halbstandadisiert
zwischen unstandardisiert und standardisiert
Wieso standardisieren
Interview stellt viel raum für Interpretation bzw Wahrnehmungsverzerrungen dar
-> Grad der Standardisierung ist zenral
—> Wichtig für Objektivität, Reliabilität und Validität
Was ist die Strukturierung der diagnostischen Interviews
wenn es systematisch aufgebaut ist
-> Reihenfolge der Fragen
Unterschied zwischen Standardisierung und Strukturierung
Strukturierung ist Teil der Standardisierung und umgekehrt
Erkläre Kongruenz
wie gut hängt der ausgewertete Sachverhalt mit dem tatsächlichen Sachverhalt zusammen
-> Es liegen Wahrenhmungs-, Erinnerungs- und Interpretationsprozesse auf Seiten der befragte Person nd des Interviews
—> Sandardisierung kann diese Fehlerquellen minimieren
Hohe Kongruenz= Urteil bildet Realität gut ab
Niedrige Kongruenz= Voele Verzerrungen-> Ausgewerteter Sachverhalt entspricht nicht dem angestrebten
Gütekriterien Standardisierung
Durchführungs- und Auswertungsobjektivität durch Standardisierung
Reliabilität wird üblicherweise über die Beobachterübereinstimmung
Validität über Korrelation der Interviewergebnisse mit Ergebnissen anderer Tests (konvergente/diskriminante Validität) oder mit Kriterien (prädiktive/konkurrenze Validität)
Standardisierte Klinische Interviews
Übertragung der Krierien aus dem DSM in standardisierte Fragen
Verringert die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Störungen (Komorbiditäten) übersehen werden)
Auswertungsobjektivität
abhängig von Auswerter und Klarheit der diagnostischen Kriterien
Cohens Kappa meist über 0,7
-> bei Persönlichkeitsstörungen oft kleiner
Retest-Reliabilität
Abhängig von Wirkung des Interviewers, Art der Auswertung und ggf Veränderung der Störungen
Cohens Kappa um 0,6
Validität nur schwer zu bestimmen-> ggf. mit Behandlungserfolg messen
Intervies zur Eignungsdiagnostik
Multimodale Einstellungsinterviews
-> ist kein fertiges Interview, sondern bauanleitung für Einstellungsgespräch
-> multimodal. da es aus unterschiedl. Interviewmethoden besteht
-> Ausgestaltung abhängig von Anforderungsanalyse
Ablauf
Gesprächsbeginn
Selbtsvorstellung Bewerber
Freies Gespräch
Standardisierte Fragen zu Berufsnteressen- und wahl
Biografische Fragen mit Anforderungsbezug
Realitistische Tätigkeitsinformationen
Situative Fragen
Gesprächabschluss
Erkenntnisse zur Kriteriumsvalidität von Eignungsinterviews
Validität von Interviews hoch unabhängig von Objektivität der herangezogenen Kriterien-> unabhängig ob mit subjektiver oder objektivem Berufserfolg gemessen
höhere Validität für strukturierte als unstrukturierte Interviews
Interview eines einzelne Interviewers valider als Teaminterviews
Biografische Interviews valider als situative Interviews
—> Vergangenes Verhalten als bester Prädiktor für zukünftiges Verhalten
Je stärker das Interview strukturiert ist, desto weniger fließen irrelevante Hinweisreize in interviewbasierte Urteile ein
Beschreiben Sie vier Symptombereiche des AMPD Systems
Erkenntnisse zu Einflussfaktoren auf Urteil
Äußeres Erscheinungsbild, Versuch gut anzukommen, Verbales und non verbales Verhalten haben Einfluss auf Urteil
-> Aspekte sind auch valide und hängen mit Berufserfolg zusammen aber nur gering
—> werden subjektiv höher gewichtet als es objektiv ist
Daher strukturierte Interviews wichtig
—> Hinweise werden weniger genutzt, demnach weniger falsch gewichtet
wie Interviewkonstruktion
Eisbrecherfragen
Offener Gesprächsbeginn-> Anliegen, Erzählen lassen etc
Konkretisierugsphase
Gesprächsabschluss
MAKRO und MIKROSTRUKTUR
Beim Erstellen eines Leitfadens auf folgendes Achten:
Themenblöcke festegen
ggf Anforderungsanalysen nutzen
Vorliegene Informationen über Person nutzen
Fragen ausformulieren hat Vor- und Nachteile
offene Fragen
kurze, verständliche Sätze
Nach konkretem Verhalten fragen
Fachbegriffe und Fremdwörter vermeiden
Keine Sugesstiv-, Doppel- oder Oderfragen
Keine Wertungen und keine Selbstoffenbarung
Abwägung bei Grad der Standardisierung
Grad der Standardisierung = Gütekriterien gut
Grad der Natürlichkeit= hohe Akzeptanz
—> Abwägung treffen!
Halbstandardisierung häufig guter Mittelweg
Erkläre Psychopathologischer Befund
diagnostisches Instrument um psychsiche Auffälligkeiten zusammenzufassen
Was ist AMDP-System
Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie
-> dient als Dokumentationssystem des psychopathologischen Status
deskriptiv —> nicht interpretierend oder deutend
Erhebung erfolg durch Fragen, Beobachtungen, Nachfragen
besteht aus 12 Symptombereichen (Bewusstseinsstörungen, Orientierungsstörungen, Störungen Affektivität etc)
Welche Vor- und Nachteile standardisierte und nicht standardisierte Interviews
Standardisierte
Vorteile:
Gütekriterien-> hohe Reliabilität, Objektiivtät und daher auch höhere Validität
stärker hypothesengeleitet da man Leitfaden etc herstellt
Entlastung des Interviewers
Nachteile:
geringere Akzeptanz-> Grad der Natürlichkeit geringer
aufwendige Konstruktion und müssen vorgetestet werden
bieten Interviewer weniger Freiräume
Warum ist es schwieirg die Validität klinsicher Interviews zu bestimmen
klinsiche Interviews sind die Methode zur Diagnosefindung
- > sie sind also Kriterium, um etwas über die Validität anderer Verfahren auszusagen
Tests machen also eher Aussagen zur inkrementellen Validität anderer Verfahren als über Validität des Interviews
Klinische Interviews (insbesondere strukturierte Interviews wie das SCID) werden häufig alsKriteriumbzw. „Goldstandard“ für die Diagnosestellung verwendet. Deshalb ist es schwierig, ihre Validität mit einem externen Kriterium zu prüfen – denn sie sind oft selbst das Kriterium
—> es gibt also eigentlich kaum ein Außenkriterium
Nenne pro Phase des MMI eine konkrete Frage oder Information
Gesprächsbeginn —> Information über Ablauf
Vorstellung des Bewerbers -> Name, Alter
Freies Gespräch—> erwartungen, Wünsche
Standardisierte Fragen zu Berufsinteressen- und wahl-> “ Wieso bewerben Sie sich auf diese Stelle?”
Biographische Fragen mit Anforderungsbezug -> “ Wann haben Sie einen Kollegen unterstützt?”
Realistische Tätigkeitsinformationen-> Stellenbeschreibung
Situative Fragen- > “ Was machen Sie, wenn xy passiert”
Gesprächsabschluss-> “ Haben Sie noch Fragen?”
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