Was ist ein Achsantrieb
Ein Achsantrieb ist die letzte Getriebestufe im Antriebsstrang eines Autos. Er sitzt direkt vor den angetriebenen Rädern und bildet meistens eine bauliche Einheit mit dem Differenzialgetriebe.
Er erfüllt zwei entscheidende Aufgaben:
Letzte Drehzahlsenkung (Übersetzung ins Langsame): Der Achsantrieb reduziert die Drehzahl, die aus dem Hauptgetriebe kommt, noch ein letztes Mal fest herunter. Dadurch wird das Drehmoment (die Kraft) an den Rädern massiv erhöht.
Kraft um die Ecke leiten: Bei Fahrzeugen mit Längsmotor (oft Heckantrieb) muss die Kraft der Kardanwelle um
umgelenkt werden, um die quer liegenden Räder anzutreiben. Das geschieht im Achsantrieb über ein Kegelradpaar.
Welche Aufgabe hat ein Differenzialgetriebe?
Kurvenfahrt ermöglichen: In einer Kurve legt das äußere Rad einen längeren Weg zurück als das innere Rad. Das Differenzial sorgt dafür, dass sich das äußere Rad schneller drehen kann als das innere. Ohne diesen Ausgleich würden die Reifen auf der Straße radieren und das Auto ließe sich kaum lenken.
Kraft gleichmäßig verteilen: Es leitet das Drehmoment vom Motor zu gleichen Teilen (50:50) an das linke und das rechte Rad weiter – und zwar unabhängig davon, wie schnell sich die Räder gerade drehen.
Spannungen im Antriebsstrang verhindern: Es schützt die Achsen und Zahnräder vor extremem Verschleiß und mechanischen Schäden, die durch blockierende oder radierende Räder entstehen würden.
Aufbau eines Differenzialgetriebes
Der mechanische Aufbau
Im Inneren des Differenzialgehäuses arbeiten spezielle Zahnräder, sogenannte Kegelräder, auf engstem Raum zusammen:
Das Tellerrad: Dies ist das große, äußere Zahnrad. Es wird vom Motor (über das Schalt-/Automatikgetriebe und den Achsantrieb) angetrieben und dreht sich immer.
Die Ausgleichskegelräder: Diese kleineren Zahnräder sitzen im rotierenden Tellerrad und laufen auf einer Achse mit.
Die Achswellenkegelräder: Diese beiden Zahnräder sitzen links und rechts am Ende der Achswellen, die direkt zu den Fahrzeugrädern führen.
Was ist die Differenzialsperre?
Während ein normales Differenzial dafür sorgt, dass sich Räder in Kurven unterschiedlich schnell drehen können, bewirkt die Differenzialsperre das genaue Gegenteil: Sie zwingt die Räder dazu, sich gleich schnell zu drehen, um maximale Traktion (Bodenhaftung/Grip) zu gewährleisten.
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