Nennen Sie vier zentrale Aufgaben des Zwischenfruchtanbaus.
- Humusaufbau
- Verringerung der Bodenerosion
- Nutzung des Feldes nach Räumung der Vorkultur und Zeitraum zur Folgefrucht
- Verringerung der N-Auswaschung
Was ist beim Zwischenfruchtanbau bzgl. des Managements von Ernteresten zu berücksichtigen?
- Homogene Verteilung der Erntereste fördert gleichmäßigen Feldaufgang
- Bedeckung der Bodenoberfläche durch Erntereste schützt vor Wasserverdunstung, Verschlämmung und Erosion
Vergleichen Sie 2 Aussaatsysteme, indem Sie jeweils 4 Vor- und Nachteile aufzählen und kurz erläutern.
Vorteile:
- Minimale Konkurrenz durch Unkräuter
- Befreiung der Bodenoberfläche von Ernteresten->gleichmäßige Saatgutablage
- Besonders feinkörnige Zwischenfrüchte können sich in der Blanksaat gut etablieren
- Tiefe Lockerung des Bodens wird durch Zwischenfrucht wieder stabilisiert.
Nachteile:
- Kein Verdunstungsschutz
- Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit von Bodenorganismen durch fehlende Mulch Auflage
- Intensiver Eingriff in die Bodenstruktur bis hin zur Förderung von Pflugsohlenverdichtung
- geringe Flächenleistung und hohe Energiekosten; Arbeitsgänge nur bedingt kombinierbar
Mulch- und Stoppelsaat mit Drilltechnik:
- Schutz vor Erosion und Verdunstung
- Reduzierter Bodeneingriff fördert Bodenleben und Bodenstruktur
- Gute Saatgutablage gewährleistet (abhängig von Bodenbearbeitungs-intensität und Strohverteilung)
- Guter Bekämpfungserfolg von Ausfallgetreide möglich
- Bodenbearbeitung kostet Wasser und Energie
- Insb. Bei ungleichmäßiger Strohverteilung-> Risiko ungleichmäßigen Feldaufgangs
- Erleichtertes Überdauen für Pflanzenpathogene
- Konkurrenz durch schnellwachsendes Ausfallgetreide
• Nennen Sie wesentliche Punkte, die hinsichtlich der Düngung von Zwischenfrüchten zu berücksichtigen sind (ohne gesetzl. Rahmen).
- Wichtige Punkte sind vor allem die Art der Zwischenfrucht. Handelt es sich hier um Leguminosen brauch keine N-Düngung erfolgen.
- Anders bei nicht Leguminosen, denn um eine ausreichende Entwicklung z.B. bei Ölrettich haben sich Startgaben von 30-60 kg N/ha bewährt
- Standortabhängig
- Vorfrucht
- Grundsätzlich muss der Gesetzliche Rahmen eingehalten werden
• Nennen Sie wesentliche Punkte, die hinsichtlich der Steuerung des Absterbe Prozesses von Zwischenfrüchten zu berücksichtigen sind.
- Verweildauer der ZF grundsätzlich abhängig vom Nutzen
- Differenzierung zwischen Winterharten und abfrierenden Zwischenfrüchten
- Wichtig ist es die Aussamung der Zwischenfrüchte zu verhindern und sie vorher mechanisch einzuarbeiten.
- Chemisches absterben nur erlaubt zur Vorbereitung von Mulch- oder Direktsaatsystemen.
Nennen Sie 5 Parameter, die bei der Artenwahl von Zwischenfrüchten zu berücksichtigen sind.
Rahmebedingungen:
- Dauer der Vegetationsperiode
- Betriebs- und Standortfaktoren (Insbesondere Wasserversorgung)
- Fruchtfolge
Produktionsziel:
- Gründüngung
- Futternutzung
Beabsichtigte Effekte/ Ziele der Zwischenfrucht z.B.
- Verminderung von N-Auswaschung
- Luftsickstoffbildung
- Bodenstrukturverbesserung
Nennen Sie 4 abfrierende Zwischenfruchtarten für die Gründüngung und 4 winterharte Zwischenfruchtarten, welche auch für die Futternutzung geeignet sind.
Abfrierend:
- Senf
- Ölrettich
- Phacelia
- Borretsch
Winterhart:
- Deutsches Weidelgras
- Grünroggen
- Weißklee
- Winterfutterraps
Nennen Sie 5 Zuchtziele für Zwischenfrüchte und beschreiben Sie, was bei der Auswahl von Weißem Senf bzw. Ölrettich für die Bekämpfung von Nematoden zu berücksichtigen ist.
- Biomasse
- Krankheitstoleranz
- Jugendentwicklung
- Anpassung an Umweltparameter
- Schädlingsunterdrückung
Beim Einsatz von weißem Senf oder Ölrettich zu Bekämpfung von Rübennematoden muss auf ausgewiesene, resistente Sorten geachtet werden.
Erklären Sie den Mehrwert von Zwischenfruchtmischungen gegenüber der Nutzung von Einzelkomponenten in dem Sie die Wirkung auf 2 exemplarische Parameter aus dem CATCHY-Projekt erläutern.
Maximierung der Biomassebildung, sowie Maximierung der Sprossbiomasse. Einfache Erklärung hierfür ist die Nutzung bzw. Vernetzung der Vorteile aller.
Erläutern Sie, warum die Wirkung von Zwischenfrüchten im Pflanzenbau als „dynamisches System“ zu verstehen sind.
- Es ist als dynamisches System zu verstehen, da alle Parameter eine Entscheidende Rolle spielen und zusammenhängen, das bedeutet
- Humus
- Wasserhaushalt
- Bodenstruktur
- Nährstoffhaushalt
- Mikrobiom
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