Geschichtliches
▪ Vorteile des Baustoffs Holz
– Holz unter Wasser nahezu konserviert
– Einzelteile können schnell erneuert werden
▪ Entwicklung
– mit fortschreitender Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts nimmt
Nutzung der Wasserstraßen und die Dimensionen zu
– Holzbau liefert keine befriedigende Lösungen mehr
– Stahlwasserbau entwickelt sich
Fallstufe
▪ Fallstufe = Unterbrechung des Wasserspiegels
▪ Natürliche Fallstufen
– geologische bedingte Geländesprünge – z. B. Rheinfall in
Schaffhausen
– natürliche Hindernisse im Wasserlauf – Felsbrocken aus
Bergstürzen
▪ Künstliche Fallstufen
– Aufstauung durch Wehre und Dämme
• zur Schiffbarmachung oder Energiegewinnung
• zur Abflussregulierung bei Hochwasserereignissen
• zu Bewässerungszwecken
▪ Fallhöhe = Wasserstand Oberwasser – Wasserstand
Unterwasser
▪ Fallstufen sind Hindernisse für Fische und Schiffe
Schleusen
▪ Für Wasserfahrzeuge Bauwerk zum Überwinden einer
▪ Wasserfahrzeug wird durch Füllen bzw. Leeren der
Schleusenkammer gehoben oder gesenkt
▪ Schleusenanlage besteht aus
– Anlagenzubehör
– Schleusenvorhäfen
▪ Hubhöhen bis ca. 30 m möglich
▪ Überwinden von Staustufen bzw. Flusssperren
Welche Arten gibt es ?
Schiffshebewerk
Wehre
▪ Verschlüsse für Stauanlagen, bilden eine künstliche Staustufe
▪ Unterscheidung in feste, beweglich und kombinierte Wehre
▪ Aufgaben von Wehren
– Energiegewinnung
– Schiffbarmachung des Oberwassers in Kombination mit einer
Schleuse
– Gewinnung von Brauchwasser, Trinkwasser
– zur Bewässerung (Landwirtschaft, Löschwasser)
– Beeinflussung der Fließdynamik (Regulierwehr)
– Stabilisierung der Sohle (Stützwehr)
– Regulierung von Abwasserströmen in der Siedlungswasserwirtschaft
(Entlastungswehre)
– Fischfang (Fischwehr)
– Anhebung von Grundwasserständen (Kulturwehr)
– Durchflussmessung (Wehrplatte)
Stahlwasserbau M. Collmann
Feste Wehre
▪ Feste Wehre
− bestehen aus einem starren
Staukörper zum Aufhalten des
Wassers
− Staukörper hoch errichtet
→ Überfallwehr
− Staukörper komplett überspült
→ Grundwehr
− Sonderform: Heberwehr
©WSV
− keine Regeltechnik, k
▪ Bewegliche Wehre
▪ Bezeichnung nach Art des Verschlusses
– Schützenwehre (tafelförmig)
– Segmentwehre (gekrümmt)
– Sektorwehre (gekrümmt)
– Klappenwehre (gekrümmt)
▪ Bezeichnung nach Art des Wasserablaufs
– unterströmt (Hub-, Schütz- und Segmentwehre)
– überströmt (Klappen- und Sektorwehre)
▪ Kombination unterschiedlicher
Typen ebenfalls möglich
Sperrwerke
▪ Sturmflutsperrwerke in einer Flussmündung, einer Bucht oder
einem Kanal
▪ Bewegliche Tore
– bei einer Sturmflut geschlossen → verhindert Wassereinstrom aus
dem Meer
– bei ungefährlichen Wasserstände offen → Abwasser des
Oberwassers und die Gezeiten passieren möglichst ungehindert
Talsperren
Talsperren schließen Tal in gesamter Breite ab, Aufstauen des
Fließgewässers
▪ Aufgabe
– Hochwasserschutz
– Niedrigwassererhöhung
– Bewässerung und Trinkwasserspeicherung
– Erzeugung von Wasserkraft
– Erholung
▪ Bestandteile
– Damm oder Mauer (Schwergewichts- oder Bogenmauer)
– Grundablass
– Überlaufbauwerk zum Hochwasserschutz
– Tosbecken
– Entnahmeturm (bei Trinkwassergewinnung)
– Vorsperren halten Sediment, Holz und andere Stoffe von der Hauptsperre ab
– Turbinen zur Energiegewinnung
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