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Musterbewertung

FH
by Fölix H.

Nennen und erklären Sie die fünf Musterbewertungen in der Wahrnehmungspsychologie!

  • Sinnesbedingung: Wahrnehmung ist stark davon abhängig, über welchen Sinneskanal (z. B. Sehen, Hören, Fühlen) die Information aufgenommen wird.

    Der Mensch verlässt sich z.B. primär auf seine Augen. „Ich glaube nur, was ich sehe!“.

  • Motivierung: Unsere momentanen Bedürfnisse, innere Zustände oder Emotionen können unsere Wahrnehmung extrem verstärken oder abschwächen.

    Das Phänomen „Je später der Abend, desto schöner die Gäste“ belegt, wie sich die Wahrnehmung von Attraktivität durch situative Mechanismen (z. B. sinkende Chancen auf ein Abenteuer in einer Bar) im Laufe des Abends verändert.

  • Aktivierung: Durch ein besonderes Eigeninteresse oder eine bestimmte Tätigkeit „springt“ unsere Wahrnehmung gezielt auf spezifische Reize an.

    Selbst wenn du dich auf einer lauten Party in einem völligen Stimmengewirr befindest, hörst du sofort heraus, wenn am anderen Ende des Raumes jemand deinen Namen sagt.

  • Aspektierung: Die auswählende (selektive) Aneignung von Informationen. Bei mehrdeutigen Reizen entscheidet unser Gehirn (oft gesteuert durch Vorwissen oder Vorurteile) willkürlich, welche Lesart es bevorzugt.

    Bild „Flaschenpost“ von Sandro Del-Prete. Kinder sehen auf diesem Bild unvoreingenommen neun kleine Delfine. Erwachsenen fällt es hingegen extrem schwer, die Delfine überhaupt zu entdecken, da ihr Gehirn aufgrund ihrer Erfahrung sofort und fast unausweichlich die Umrisse eines nackten Liebespaares in den Mittelpunkt stellt.

  • Afferenz: Das Gehirn braucht oft nur wenige Hinweise, um ein Gesamtbild zu konstruieren.

    Ein kleiner Ausschnitt eines bekannten Gesichts, bei dem man nur Teile erkennt, reicht dem Gehirn bereits völlig aus, um die ganze Person zu identifizieren.


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Fölix H.

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