Allgemeine Grundsätze der Validation
MmD sollte individuell & mit Achtung behandelt werden
das Verhalten von Personen sollte nicht verändert sondern akzeptiert werden
die Gefühle sollten verstanden & akzeptiert werden ohne Sorge um die Wahrheit
Offenheit für alle ausgedrückten Gefühle & Empathie sind wichtig
Atmung, Bewegung, Gestik & Körperspannung der alten Menschen sollten gespiegelt werden, um auf die gleiche Ebene zu kommen
niemals lügen
dinge, die von niemandem außer dem MmD wahrgenommen werden können, sollten als Teil seiner persönlichen Realität akzeptiert werden
Unterschied zwischen Feil und Richards
Feil (US-Methode)
Richard (IVA)
Grundidee
Bewältigung eines psychischen Problems, Menschen versuchen, unerledigte Lebensaufgaben aufzuarbeiten
organische Ursache, Demenz ist die Folge einer hirnorgarnischen Veränderung
Technik
arbeit in Einzel- und Gruppensituation möglich, stellen von W-Fragen (außer Warum), um Betroffenen zu helfen ihre Gefühle verbal auszudrücken
eher in Einzelgesprächen angewendet, keine Fragen werden gestellt, stattdessen wird viel mit Spiegelung gearbeitet, biografische Elemente werden genutzt
Ziel
Konflikte lösen & den friedlichen Tod ermöglichen
Stress soll abgebaut werden, Zugang zu Betroffenen soll gefunden werden und das Zugehörigkeitsgefühl soll gestärkt werden
Phasen der Aufarbeitung nach Validationsgrundsätzen
Mangelnde Orientierung
Personen sind kognitiv kaum eingeschränkt -> Bewusstsein für die Situation -> Person ist unglücklich mit der Situation
Konflikten aus der Vergangenheit kommen um Vorschein
noch fest in der Realität verankert
sich von den eigenen Gefühlen distanzieren
direkte Kommunikation noch möglich -> klare Worte verwenden, W-Fragen stellen (nicht warum!), Paraphrasieren
Berührungen meiden
Zeitverwirrtheit
hohe körperliche & soziale Einschränkungen
Leben in der Vergangenheit, kein Festhalten an der Realität
zeitliche Verwirrung: Uhrzeit kann nicht eingeordet werden, verwechseln von Personen der Gegenwart mit denen der Vergangenheit, verharren in Erinnerungen oder der Vergangeheit -> Realitätsorientierungstraining
Kommunikationsfähigkeit & Sprache lassen nach -> anfangen auf Berührungen zurückzugreifen, weiche Stimme und Augenkontakt, Kommunikation aufrechterhalten durch gemeinsames Singen von Liedern aus der Vergangenheit
Gefühle spielen eine große Rolle -> Gefühlslage an Mimik, Augen, Haltung und Bewegungen ablesen und an sie anpassen
Beeinträchtigungen der Seh-, Hör- & Bewegungsfähigkeit
Sich wiederholende Bewegungen
keine Möglichkeit der direkten Kommunikation mehr, vereinzelte & unverständliche Worte -> Spiegeln der Bewegungen einschließlich Mimik & Atmung + Minenspiel um Emotionen auszudrücken und eine gemeinsame Ebene zu schaffen
Bewegungen ersetzen Worte & werden genutzt Konflikte zu transportieren
Eigenstimulation durch Klänge. Laute & Bewegungen aus der Vergangenheit -> Musik gezielt einsetzten
Berührungen und Gegenstände aus der Vergangenheit nutzen
Vegetieren
MmD schließt seine Umwelt komplett aus
künstliche Ernährung ist möglich
es werden kaum Gefühle gezeigt & keinerlei aktivitäten initiiert
Blickkontakt und Berührungen besonder wichtig!
Musik gezielt einsetzen, bekannrte Reime oder Gedichte
Bewegung der Hände & Füße
Emotionen zeigen
Mienenspiel
Personenzentrierte Pflege nach Kitwood Struktur
Grundannahme: Persönlichkeit wird aufgrund der kognitiven Einschränkungen verscheliert und geht nicht verloren
Ziel: Person sein schützen und wiederherstellen
wertschätzende Kommunikation und Interaktion
eigene Haltung hinterfragen
Formel PCC=V, I, P + S
die vier Pfeiler der PZP (PCC)
Valuing = Wertschätzung
Sensibilität für Entwertung im Alltag & gesellschaftl. Kontext
z.B. nicht eingehaltene Versprechen, Vorenthaltung von Informationen
zentral für alle Personen einer Einrichtung, die im Pflegeprozess beteiligt sind
Individualised care = Einzigartigkeit
Recht auf Selbstbetimmung, ohne Fürsorge zu vernachlässigen
individualisierte Pflegeplanung anhand vier Standpunkten
Berücksichtigung individueller kognitiver Möglichkeiten
individuelle Lebensgeschichte einshließen
auf individuelle Persönlichkeit eingehen
aufmerksam für individuelle Interessen sein
Personal Perspective = Annäherung an die Perspektive der MmD
Äußerungen ernstnehmen und beantworten, soll Distanz zwischen “ihnen” und “uns” auslöschen & Gemeinsamkeiten herstellen
Hilfsmittel ist “dementia care mapping”
standardisiertes Beobachtungsinstrument zur Reflexion pflegerischer Interaktion; aus Perspektive des MmD Risiken, Gefahren, Maßnahmen erkennen
Social Environment = soziale Umgebung
Zugehörigkeit an der Gesellschaft stärken
Anspruch auf Inklusion, in Gespräche und Tegesgestaltung mit einbeziehen
Bedürfnisblume nach Kitwood
Krohwinkel AEDL
Aktivität & existenzielle Erfahrungen des Lebens
jeder Mensch möchte sein Leben möglichst selbstständig gestalten
-> Selbständigkeit fördern, Ressourcen erhalten, Defizite ausgleichen, Lebensqualität & Wohlbefinden verbessern
Das Eisbergmodell
AEDL 13 Kernelemente
kommunizieren
Sich bewegen
Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten
Sich pflegen
Essen und Trinken
Ausscheiden
Sich kleiden
Ruhen & Schlafen
Sich beschäftigen
Sich als Mann oder Frau fühlen & verhalten
Für eine sichere Umgebung sorgen
Soziale Bereiche des Lebens sichern
Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen
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