Definition
plötzliche kritische Störung der Blutversorgung des Gehirns, typischerweide mit neurologischen Ausfällen
ausgelöst durch eine Blutung oder einen Gefäßverschluss (ischämisch) -> 85%
transitorische ischämische Attacke (TIA)
neurologische Störungen & Ausfälle sind binnen 24 Std. komplett reversibel
im CT nicht sichtbar
kann späteren Schlaganfall ankündigen
Arten von Schlaganfällen
Progressive Stroke -> Symptomatik nimmt im Verlauf zu
Completed Stroke -> neurologische Störungen & Ausfälle dauern länger als 24 Std.
Sonderform: Minor Stroke -> leichte motorische & sensible Ausfälle, keine neuropsychologischen Defizite, meistens gute Prognose
Symptome
Hemiparese
Aphasie/Dysarthrie
Bewusstseinsstörung bis Bewusstseinverlust
Kopfschemrzen
Gleichgewichtsstörungen & Schwindel
Harn- & Stuhlinkontinenz
psychosoziale Symptome (sozialer Rückzug, Agression, Depression, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörung
Dysphagie
Neglect
Pusher-Syndrom
Hemianopsie (Halbseitenblindheit)
Anosognosie (Betroffene können körperliche Defizite & Fähigkeiten nicht richtig einschätzen)
Apraxie (Betroffene können trotzt intakter Wahrnehmung & Bewegungsfähigleit keine zielgerichtete Bewegungen durchführen)
Diagnostische Maßnahmen
sofort Rettungsdienst (Time is brain!), bei Atem-/Bewusstseinsstörungen den Notarzt rufen
besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Hirnblutung & -infarkt
CT -> Pro: höhere Verfügbarkeit, Contra: zeigt Hirninfarkt erst später
MRT -> Pro: zeigt Hirninfarkt früher, Contra: längere Dauer, geringere Verfügbarkeit
neurologischen Status untersuchen (Anamnese, körperliche Untersuchung) -> FAST-Formel (Face, Arms, Speech, Timing)
Labor (BZ -> Entgleisungen vergrößern das Infarktareal, Elektrolyte, Nierenwerte, Blutbild, Blutgerinnung)
EKG-Monitoring -> liegt die Ursache im Herz? z.B. Vorhofflimmern
Dopplersonografie der A. carotis -> evtl. Gefäßverschluss
Time is brain!
je früher die Behandlung beginnt desto besser
um das durch O2-Mangel abgestorbene Gewebe liegt die Penumbra, dieses Areale weist beeinträchtigungen hervor, die sind aber noch reversibel
Therapie Hirninfarkt
Basistherapie:
Sicherung der Atmung, der Herz- &
Kreislauftätigkeit
Korrektur des Flüssigkeits- & Elektrolythaushalts durch Unfusion
Regulation des BZ
Normalisierung der Körpertemperatur
Lysetherapie:
Ziel: Beseitigung des Thrombus zur Verbesserung der Durchblutung & Rettung der Penumbra
systhemische Lyse -> intravenöse Gabe eines rekombinanten Plasmigenaktivators
lokale intraarterielle Lyse -> Gabe der Medikamente über arteriellen Nathherter nah am Ort des Gefäßverschl.
Thrombektomie -> mechanische Entfernung eines Blutgerinnsels über einen Katheter
Hirndruckkontrolle -> auf Anzeichen achten wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Veränderung der Pupillen, Überwachung des Flüssigkeitshaushalt/Bilanzierung
Therapie Hirnblutung
Sinusvenenthrombose (relativ selten)
-> Antikoagulatientherapie -> hochdosiertes Heparin
bei 40-50% der Pat. treten epileptische Anfälle auf -> medkamentöse Behandl. mit Antikonvulsiva
Intrazerebrale Hirnblutung
-> RR senken auf sys. < 140 mmHg (Gefahr von Nachblutungen) + Überwachung des Hirndrucks
Subarachnoidalblutung
-> Ziel: MAD zwischen 60-90 mmHg
bei Aneurysma -> Clipping & Coiling
Überwachung vom Hirndruck
-> Triple-H-Therapie
-> Hypervolämie (erhöhen des Blutvolumens)
-> Hämodilution (Blutverdünnung)
-> Hypertension (erhöhen des zerebralen Perfusionsdrucks)
Rezidivprophylaxe
Kontrolle der Risikofaktoren (Behandlung bestehender Hypertonie, BZ Einstellung bei DM, Lebensstilveränderung)
Hemmung der Blutgerinnung
Karotisstenose (Verengung der Halsschlagader auf der Seite des Schlaganfalls)
Komplikationen
Urin-/Stuhlinkontinenz
(Aspirations-) Pneumonie -> Dysphagie, gestörte Schutzreflexe, verminderte Wachheit
Dekubitus
Thrombose -> Bewegungseinschränkungen, verminderte Trinkmenge & Abgeknickte Positionierung im Knie- & Beckenberreich
Schmerzhafte Schulter -> durch unphysiologische Bewegung
Subluxation -> durch Lähmung kann die Muskulatur das Schultergelenk nicht mehr halten
Schulterarmsyndrom
Schmerzhafte Hüfte
Klinische Überwachung
Flüssigkeitsbilanzierung
Motorik & Seneorik -> Verlaufsbeobachtung
Pupillenkontrolle
Blutdruck
Blutzucker
Körpertemperatur
Herzfrequenz
Atmung
Bewusstsein
pflegerische Konzepte
Bobath
Affolter
FOTT (bei Schluckstörung)
LINN (Langerung in neutraler Stellung)
Basale Stimulation
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