Memtento mori (Bedenke, dass du sterben wirst)
Carpe diem (Nutze den Tag)
Vanitas (Vergänglichkeit)
Typische Stilmittel sind Gegensätze (Antithesen): Lebenslust - Todesangst; Adel in Luxus - Bevölkerung in Armut
Die Literaturepoche des Barock (1600-1720) fällt in prägende Zeiten: der 30-Jährige Krieg, Pestepidemie, Absolutismus- vorallem die einfache Bevölkerung verzeichnet große Verluste. Vergänglichkeit und Tod waren immer widerkehrende Themen in der Literatur. Der Adel lebte in luxuriösen Zuständen- dies wird durch Gegensätze in der Literatur verarbeitet. Meist wurde sehr bildlich geschrieben, was den Stil sehr überladen und kitschig erscheinen lässt.
Stammt ursprünglich von ´barocco´(port.) und beudeutet “schiefe Perle, unregelmäßige Perle”.
Ab dem 16. Jahrundert in Frankreich (baroque) für alles verwendet, was sonderbar, bizzar, übertrieben war. Durch die Aufklärung/Klassik prägte sich die pejorative (abwertende) Bedeutung: regellos, überladen, unnatürlich.
14 Verse aus 4 Strophen
Quartett abba
Terzett cde
Berühmtester Vertreter: Andreas Gryphius (1616-1664)
Dichtung wurde für Auftragsgeber verfasst. Meist von Gelehrten, Dichtern, Studenten, …
Dies war für alle lebensnahen Anlässe: Geburtstage, Beerdigungen, Taufen, Hochzeiten, … gängig.
Ganz im Sinne von Horaz sollte Dichtung unterhaltend und lehrhaft sein. Wichtig war die formale Strenge —> Martin Opitz
Deutsch soll das eigentlich gängige Latein ablösen (setzt sich in protestantischen Gebieten durch; sonst: Neulatein)
Martin Opitz schreibt sein “Buch von der Poeterey” und will damit feste Regel der Poetik festlegen
Regelpoetik: es galten feste Regelund “Bauanleitunge”. Jeder konnte das Dichten theoretisch anhand dieser Regeln erlernen (poeta ductus)
Die Institutionalisierung von Dichtung beschreibt die Entwicklung der Dichtung von einer mündlichen Tradition hin zu einem System mit festen Regeln. Die Sprachgesellschaften spielten hier eine große Rolle. Man könnte sie heute mit wissenschaftlichen Akademien vergleichen. Die “Fruchtbringende Gesellschaft” (Gründung 1617) ist ein Beispiel für solch eine Sprachgesellschaft. Ihr Ziel war es, das kulturelle Leben zu zu etablieren und zu pflegen. Außerdem sollte die deutsche Sprache aufgewertet, verbessert und als Hochsprache neben dem Latein etabliert werden. Aus diesem Grund formulieren sie normative (normativ = vorschreibend; maßgebend) Ansprüche an die Dichtung. In dieser Zeit entstanden auch die Regelpoetiken für das Dichten in deutscher Sprache (Martin Opiz “Buch von der Deutschen Poetery).
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