Welche Aussage zum Gegenstandsverständnis der Sozialpsychologie ist nichtzutreffend oder ist sogar keine der Aussagen zutreffend (in jedem Falle ist eine Antwortalternative anzukreuzen)? (1 P.)
a) Eine psychologische Untersuchung wird ausschließlich dann zu einer sozialpsychologischen Untersuchung, wenn in ihr die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen von Personen durch die tatsächliche Anwesenheit anderer Personen beeinflusst werden.
b) Die Sozialpsychologie ist eine empirisch verfahrende Wissenschaft, in der gerade das Experiment als „via regia“ (Königsweg) der Erkenntnis gilt.
c) In der psychologisch orientierten Sozialpsychologie wird im Vergleich zur soziologisch orientierten Sozialpsychologie gesellschaftlichen Faktoren bei der Beschreibung und Erklärung sozialer Prozesse weniger Aufmerksamkeit gewidmet.
d) Keine der obigen Alternativen ist zutreffend.
Welche Aussage zum Gegenstandsverständnis der Sozialpsychologie ist zutreffend oder sind gar alle der Aussagen zutreffend (in jedem Fall ist eine Alternative anzukreuzen)? (1 P.)
a)In der psychologisch orientierten Sozialpsychologie wird im Vergleich zur soziologisch orientierten Sozialpsychologie gesellschaftlichen Faktoren bei der Beschreibung und Erklärung sozialer Prozesse weniger Aufmerksamkeit gewidmet.
c) Eine psychologische Untersuchung wird ausschließlich dann zu einer sozialpsychologischen Untersuchung, wenn in ihr die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen von Personen durch die tatsächliche Anwesenheit anderer Personen beeinflusst werden.
d) Jede der obigen Alternativen ist zutreffend
Kounin fand in seinen Untersuchungen, dass ... (eine Antwort ist zutreffend; 1 P.)
a) ... durch Klarheit, Festigkeit und Härte gekennzeichnete Disziplinierungsmaßnahmen positiv mit der Leistungsentwicklung von Schülern und Schülerinnen korreliert.
b) ... durch Klarheit, Festigkeit und Härte gekennzeichnete Disziplinierungsmaßnahmen positiv mit der Leistungsentwicklung von Schülerinnen und Schülern korreliert.
c) ... durch Klarheit, Festigkeit und Härte gekennzeichnete Disziplinierungsmaßnahmen mit einem geringen Fehlverhalten bei den Schülerinnen und Schülern einhergingen.
d) ... durch Klarheit, Festigkeit und Härte gekennzeichnete Disziplinierungsmaßnahmen keinen systematischen Effekt zeitigten.
Welche Aussagen zum „Lehrererwartungseffekt“ sind zutreffend? (2 P.)
a) Der Lehrererwartungseffekt besagt, dass Schülerinnen und Schüler, von denen ihre Lehrkräfte erwarten, dass sie sich im Hinblick auf ihre Leistungen günstig entwickeln werden, vergleichsweise besser bewertet werden, obwohl sie tatsächlich keine besseren Leistungen erbringen.
b) Man unterscheidet zwischen „Golem-“ und „Galathea“ Effekt.
c) Jüngere Schülerinnen und Schüler sind eher vom Lehrererwartungseffekt betroffen als ältere.
d) Ältere Schülerinnen und Schüler sind eher vom Lehrererwartungseffekt betroffen als jüngere.
e) Mädchen sind eher als Jungen vom Lehrererwartungseffekt betroffen.
f) Wenn Lehrkräfte wissen, dass es den Lehrererwartungseffekt gibt, können sie ihn auch ohne weiteres abstellen.
Welcher der folgenden Konfliktlösungsansätze ergibt sich aus einschlägigen kognitiven Theorien zur Beschreibung und Erklärung der Konfliktentstehung? (2P.)
a) Hilfreich bei Versuchen zur Konfliktlösung ist die Verstärkung gemeinsamer Interessen.
b) Hilfreich bei Versuchen zur Konfliktlösung ist die Betonung unterschiedlicher Interessen.
c) Hilfreich bei Versuchen zur Konfliktlösung sind Erfahrungen erfolgreicher Zusammenarbeit.
d) Hilfreich bei Versuchen zur Konfliktlösung ist die Fokussierung weniger Kategorien zur Klassifizierung von Merkmalen
Hilfreich bei Versuchen zur Konfliktlösung
a) … ist die Verstärkung gemeinsamer Interessen
c) … sind Erfahrungen erfolgreicher Zusammenarbeit.
Welche Aussage zum Burnout bei Lehrkräften ist nichtzutreffend? (1 P.)
a) Als möglich gesellschaftliche Faktoren, die Burnout begünstigen sollen, werden etwa Vereinsamung und Wertewandel genannt.
b) Burnout geht etwa einher mit einer geringen seelischen Gesundheit.
c) Als ein protektiver Faktor gilt eine ausgeprägte Selbstwirksamkeitsüberzeugung.
d) Empirische Befunde deuten darauf hin, dass von Burnout betroffene Lehrerinnen eher zur Dehumanisierung, wogegen von Burnout betroffene Lehrer eher zu emotionaler Erschöpfung neigen.
Welche der folgenden Aussagen ist kein Axiom des Kommunikationsmodells von Paul Watzlawick? (1 P.)
a) Man kann nicht nicht kommunizieren.
b) Kommunikation verläuft entweder asymmetrisch oder komplementär.
c) Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
d) Kommunikationsabläufe werden unterschiedlich strukturiert.
e) Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten.
c) Kommunikationsabläufe werden unterschiedlich strukturiert.
Welche zwei Aussagen zum Modell der Kausalattribution treffen zu? (2 P.)
a) Misserfolgsängstliche attribuieren Erfolge vorzugsweise internal stabil.
b) Misserfolgsängstliche attribuieren Misserfolge vorzugsweise extern variabel.
c) Erfolgszuversichtliche attribuieren Erfolge vorzugsweise internal stabil.
d) Erfolgszuversichtliche attribuieren Misserfolge vorzugsweise extern variabel.
In der sozialpsychologischen Konfliktforschung geht man davon aus, dass ... (1 P.)
a)... Menschen dazu neigen, innerhalb ihrer Gruppe die Unterschiede der Individuen und zwischen den Gruppen die bestehenden Ähnlichkeiten zu betonen.
b)... Stereotype den Aufbau konsistenter Ansichten über die Eigenschaft von Personen und Gruppen zur Folge hat.
c) ... Stereotype die Interpretation sozialer Ereignisse erschweren.
d) ... Unzulänglichkeiten von Fremdgruppenmitgliedern oftmals external, Unzulänglichkeiten von Eigengruppenmitgliedern oftmals internal attribuiert werden.
Welche zwei Aussagen zum Begriff des Konflikts bzw. zu Merkmalen des Konflikterlebens treffen zu? (2P.)
a) Eine Person, die einen Konflikt erlebt, spürt in der Regel einen Druck, die konfliktträchtige Situation zu beenden.
b) Eine Person, die einen Konflikt erlebt, antizipiert in der Regel die Folgen ihrer Entscheidung nicht.
c) Ein sozialer Konflikt liegt dann vor, wenn eine Person (mindestens zwei) Tendenzen erfährt, die sie entweder gleichzeitig nicht realisieren kann oder für unvereinbar hält.
d) Eine Person, die einen Konflikt erlebt, empfindet die Situation in der Regel als angenehm.
e) Ein innerer Konflikt liegt dann vor, wenn eine Person (mindestens zwei) Tendenzen erfährt, die sie entweder gleichzeitig nicht realisieren kann oder für unvereinbar hält
Welche zwei der nachfolgend aufgeführten Personen gelten nicht als bedeutende Sozialpsychologen/Sozialpsychologinnen? (2 P.)
o G.H. Mead
o M. Mead
o S. Ash
o K. Lewin
o M. Sherif
o T. Mann
M. Mead
T. Mann
Welche zwei Aussagen zu den Paradigmen der Lehrerforschung sind zutreffend? (2 P.)
a) Die generelle Fragerichtung des „Persönlichkeitsparadigmas“ lautet: Wie ist die Wirkung einzelner Verhaltensmuster und Fertigkeiten der Lehrenden auf eng umschriebene Indikatoren des Schülerverhaltens?
b) Methodische Zugänge des „Prozess-Produkt-Paradigmas“ umfassen Beobachtungen des realen Unterrichtsgeschehens sowie experimentelle Studien.
c) Methodische Zugänge des „Expertenparadigmas“ umfassen Interviews sowie Methoden des „lauten Denkens“.
d) Die generelle Fragerichtung des „Expertenparadigmas“ lautet: Was sind allgemeingültige Merkmale der „positiven Lehrerpersönlichkeit“?
Welche zwei Aussagen zur sozialpsychologischen Rassismusforschung treffen zu? (2 P.)
a) Unter Rassismus versteht man die negative Einstellung gegenüber Menschen oder Bevölkerungsgruppen auf der Grundlage von (quasi-)biologischen oder ethnischen Kriterien.
b) Als „neuere Formen“ des Rassismus werden „ambivalenter“, „symbolischer“, und „aversiver“ Rassismus bezeichnet.
c) „Moderne Rassisten“ leugnen die Existenz von Rassismus nicht.
d) „Moderne Rassisten“ lehnen affirmative Programme zur Herstellung von Chancengleichheit nicht ab.
Welche zwei Aussagen zur sozialpsychologischen Sexismusforschung sind falsch? (2 P.)
a) Sexismus bezeichnet prinzipiell negative Einstellungen gegen Frauen, nicht aber gegen Männer.
b) Im „modernen Sexismus“ wird aktuelle Diskriminierung geleugnet und auch eine Diskriminierung in der Vergangenheit nicht anerkannt.
c) Im „traditionellen Sexismus“ wird der Glaube an die Minderwertigkeit des weiblichen Geschlechts gepflegt.
d) Im „modernen Sexismus“ wird der Standpunkt vertreten, die Gleichberechtigung der Geschlechter sei bereits realisiert.
Welche zwei Aussagen zu Kounins Techniken d er Klasseführung sind zutreffend? (2 P.)
a) Hohe Allgegenwärtigkeit korreliert positiv mit dem Mitarbeitsverhalten sowie der Rate an ausbleibenden Fehlverhalten der Schüler.
b) Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen Überlappung und der Mitarbeit der Schüler.
c) Hohe Allgegenwärtigkeit korreliert positiv mit dem Mitarbeitsverhalten, aber nicht mit der Rate an ausbleibenden Fehlverhalten der Schüler.
d) Es gibt keinen systematischen Zusammenhang zwischen Überlappung und der Mitarbeit der Schüler.
b) Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen Überlappung und der Mitarbeit der Schüler
Nennen Sie drei Traditionslinien der Sozialpsychologie und beschreiben Sie kurz ihre charakteristischen Merkmale! (3 P.)
Psychologische Sozialpsychologie
-> fokussiert das Individuum unter sozialen Aspekten
Soziologische Psychologie
-> Soziokulturelle Einbettung des Individuums
Analytische Sozialpsychologie
-> Übertragung der Erkenntnisse von Freud auf soziale Prozesse
Welche Aussage zur Ontogenese antisozialen Verhaltens ist zutreffend? (1 P.)
a) Moffit unterscheidet zwischen persistenter Antisozialität und jugendtypischer Delinquenz.
b) Jugendtypische Delinquenz wird u. a. mit Verweis auf schwere frühkindliche Erfahrungen erklärt
c) Persistente Antisozialität wird u. a. mit Verweis darauf erklärt, dass Jugendliche den Erwachsenenstatus vorwegnehmen wollten.
d) Jugendtypischen Delinquenz ist insbesondere ein weibliches Phänomen.
Welche Aussage zur Stereotypenforschung ist nichtzutreffend? (1 P.)
a) Der Begriff des Stereotyps wurde von einem Journalisten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Sozialwissenschaften eingeführt.
b) Stereotype akzentuieren den affektiven (kognitiven) Teil von Vorurteilen.
c) Der Begriff des Stereotyps stammt ursprünglich aus der Drucktechnik.
d) Vorurteil ist der Oberbegriff, Stereotyp ein Unterbegriff davon.
Welche zwei Aussagen zum Begriff Identität sind zutreffend? (2 P.)
a) Unter „synchroner Identität“ versteht man das Sich-Gleich-Bleiben über die Zeit hinweg.
b) Unter „diachroner Identität“ versteht man das Sich-Gleich-Bleiben über Situationen hinweg.
c) Kontinuität und Kohärenz sind wesentliche Bestandteile des Begriffs Identität.
d) Unter „diachroner Identität“ versteht man das Sich-Gleich-Bleiben über die Zeit hinweg.
In einem allgemeinen Rahmenmodell zur Erklärung aggressiven Verhaltens kann zwischen aktual- und ontogenetischen sowie sozialen und biologischen Faktoren unterschieden werden. Welche der folgenden zwei Aussagen treffen zu? (2 P.)
a) Zu den ontogenetischen Faktoren zählen etwa Sozialisations- und Lernerfahrungen.
b) Zu den aktualgenetischen Faktoren zählen etwa aktuell wirksame Überzeugungen.
c) Zu den aktualgenetischen Faktoren zählen etwa generalisierte Überzeugungen.
d) Zu den sozialen Faktoren gehören etwa der Makro- (z.B. Familie) und der Mesokontext (allgemeine Wirtschaftslage).
Welche zwei Aussagen zu den Begriffen der Aggression bzw. des antisozialen Verhaltens weisen ist zutreffend? (2 P.)
a) Aggressive Verhaltensweisen sind Handlungen, die darauf abzielen, einem anderen zu schaden. Folglich ist der Zahnarzt, der seinen Bohrer in den Mund seines Patienten bringt, stets aggressiv.
b) Antisoziale Verhaltensweisen sind Handlungen, die soziale Regeln in einer nicht tolerablen Weise verletzten. Dabei sind soziale Regeln und die Weite der Toleranz keinem soziokulturellen Wandel unterworfen.
c) Antisoziale Verhaltensweisen sind Handlungen, die soziale Regeln in einer nicht tolerablen Weise verletzten. Dabei kann man zwischen expliziten und impliziten Regeln unterscheiden.
d) Aggressive Verhaltensweisen sind Handlungen, die darauf abzielen, einem anderen zu schaden. Folglich ist der Schluss, den jemand mit Tötungsabsicht auf eine andere Person feuert, nur dann aggressiv, wenn die Kugel ihr Ziel auch tatsächlich erreicht.
e) Aggressive Verhaltensweisen sind Handlungen, die darauf abzielen, einem anderen zu schaden. Folglich ist der Schluss, den jemand mit Tötungsabsicht auf eine andere Person feuert, aggressiv, auch wenn die Kugel ihr Ziel verfehlt
c)Antisoziale Verhaltensweisen sind Handlungen, die soziale Regeln in einer nicht tolerablen Weise verletzten. Dabei KANN man zwischen expliziten und impliziten Regeln unterscheiden.
e) Aggressive Verhaltensweisen sind Handlungen, die darauf abzielen, einem anderen zu schaden. Folglich ist der Schluss, den jemand mit Tötungsabsicht auf eine andere Person feuert, aggressiv, AUCH WENN DIE KUGEL IHR ZIEL VERFEHLT.
Welche zwei Aussagen zur Frustrations-Aggressions-Hypothese treffen zu? (2P.)
a) Die Frustrations-Aggressions-Hypothese baut auf der dualen Instinkttheorie von Konrad Lorenz auf.
b) Die späte Fassung der Frustrations-Aggressions-Hypothese ging davon aus, dass Frustration nur unter der Bedingung einer Frustration der Libido zu Aggression führe.
c) Die Frustrations-Aggressions-Hypothese geht davon aus, dass der Konsum medial vermittelter Gewalt kathartisch wirke.
d) Die Frustrations-Aggressions-Hypothese ging in ihrer Frühfassung davon aus, dass die Blockierung von Zielen zu Frustration führe, die die Wahrscheinlichkeit aggressiven Verhaltens erhöhe.
e) Die späte Fassung der Frustrations-Aggressions-Hypothese ging davon aus, dass Frustration nur unter bestimmten Bedingungen zu Aggression führe.
Was spricht für das Heranziehen der sozialen Bezugsnorm? Führen Sie knapp ein Argument aus! (1 P.)
Im Vergleich mit anderen Lernenden der gleich Klassen-/Altersstufe kann man ersehen, ob der Stand dem der Gleichaltrigen entspricht. Für Auswahlentscheidungen sehr wichtig.
Selbstkomplexität und Wohlbefinden ... (zwei Aussagen sind zutreffend; 2 P.)
a) ... korrelieren positiv miteinander.
b) ... korrelieren miteinander.
c) ...korrelieren negativ miteinander.
d) ... korrelieren nicht miteinander.
In dem Standardexperiment von Stanley Milgram ... (eine Antwort ist zutreffend; 1 P.)
O ... gehorchten 62,5 % der Versuchspersonen dem Versuchsleiter bis zur maximalen Voltstärke von 450.
O ... verabreichten die allermeisten Versuchspersonen als maximale Schockstufe 135 Volt.
O ... verabreichte kein einzige Versuchsperson 450 Volt.
O ... weigerten sich die meisten Versuchspersonen nach Verabreichung zweier Schockstufen weiterzumachen.
gehorchten 62,5 % der Versuchspersonen dem Versuchsleiter bis zur maximalen Voltstärke von 450.
Welche zwei Aussagen zum Stanford-Prison-Experiment sind nichtzutreffend? (2 P.)
a) Die „Wärter“ waren sadistisch veranlagt.
b) Zimbardo war Versuchsleiter und Gefängnisdirektor in einem.
c) Die Kritik am Experiment umfasst sowohl die ethische als auch methodisch- Konzeptuelle Einwände
d) Die „Wärter“ waren von vorneherein persönlichkeitsgestört.
e) Am Abend des 6. Tages musste das Simulationsgefängnis geschlossen werden.
f) Beginnende Solidarität unter den „Gefangenen“ wurde mit subtilen psychologischen Taktiken gebrochen.
Welche Aussage zu Stanley Milgram’s Experimenten zu Gehorsam ist nichtzutreffend? (1 P.)
a) Zunehmende Nähe zum Opfer senkt die Gehorsamsbereitschaft.
b) Die Versuchspersonen brechen das Experiment auch dann nicht ab, wenn zwei statusgleiche Versuchsleiter über dessen Fortführung oder Beendigung entgegengesetzte Anordnungen erteilen.
c) Eine Bedingung für Gehorsam scheint die körperliche Anwesenheit der Autoritätsfigur zu sein.
d) Die beobachtete „Meuterei“ anderer scheint ein besonders wirksames Mittel zu sein, Gehorsamsbereitschaft zu destruieren.
Was spricht für das Heranziehen der individuellen Bezugsnorm? Führen Sie knapp ein Argument aus! (1 P.)
Da bei der individuellen Bezugsnorm die Leistung eines einzelnen Schülers über die Zeit hinweg überprüft wird, kann man die jeweiligen persönlichen Fort- oder Rückschritte sehr gut nachvollziehen.
Nennen Sie zwei Untersuchungen der Sozialpsychologie, die heute als klassisch gelten! (2 P.)
Die Arbeitslosen von Marienthal
Das Robbers Cave Experiment
Nennen Sie die vier Seiten einer Nachricht wie sie Schulz von Thun postuliert. (2 P.)
• Sachebene
• Beziehungsseite
• Selbstoffenbarungsaspekt
• Apellseite
Von welchen Vermittlungsgliedern zwischen Lehrererwartung und Leistungsverhalten geht man zur Erklärung des Pygmalion-Effekts aus? (4 P.)
1. Lehrererwartung an einen Schüler
2. Übermittlung dieser Erwartung vom Lehrer an den Schüler (in der Regel unbewusst)
3. Übernahme der Erwartung des Lehrers in das Selbstkonzept des Schülers
4. Erwartungskonformes Leistungsverhalten des Schülers
Nennen Sie die vier Techniken der Klassenführung nach Kounin! (2 P.)
• Gruppenmobilisierung
• Allgegenwertigkeit und Überlappung
• Reibungslosigkeit und Schwung
• Abwechslung und Herausforderung
Nennen Sie drei situative Faktoren, die zur Entstehung von Aggressionen beitragen können und erläutern Sie an einem dieser Faktoren, weshalb es zu kurz greift, von einer direkten Wirkung solch situativer Faktoren auszugehen. (4 P.)
• Stress erleben (privat, beruflich)
• Physiologisch (Übermüdung, Trunkenheit)
• Externale Stressoren (Lärm)
Täglich gibt es Entlassungen, insbesondere während der Eurokrise, dennoch sind die Gewalttaten nicht merklich angestiegen. Selbiges gilt für Trunkenheit oder Lärm. All diese Faktoren können Aggressionen begünstigen bzw. die Bereitschaft erhöhen tatsächlich aggressiv zu handeln. Eine Korrelation ist zweifelslos vorhanden, dennoch darf auf keinen Fall kausal argumentiert werden, sonst wäre die Rate an Gewalttaten viel höher.
Nennen Sie drei Dimensionen des Burnout-Syndroms! (1,5 P.)
• Dehumanisierung
• Emotionale Erschöpfung
• Rückzug aus sozialen Gefügen
Worum ging es in der Marienthalstudie? Skizzieren Sie die Fragestellung dieser klassischen Untersuchung, ihr methodisches Vorgehen und ein zentrales Ergebnis. (3 P.)
Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit (1933) ist der Titel der Untersuchung von Marie Jahonda, Paul Felix Lazarsfeld und Hans Zeisel zu den Folgend von Arbeitslosigkeit.
Die zentrale Fragestellung war: „Welche sozio-psychologischen Wirkungen hat langandauernde Arbeitslosigkeit auf den Menschen“. Sie machte deutlich, dass Langzeitarbeitslosigkeit nicht – wie vielfach angenommen – zu Revolte, sondern zu passiver Resignation führt. Es wurde eine „müde“ Gemeinde beschrieben, welche sowohl Zeit- als auch eine Tagesstruktur verloren hatte. Zu diesem Schluss kam man, indem man die Schrittgeschwindigkeit der Menschen gemessen hatte, welche immer langsamer wurde. Im Gegensatz zu den Männern wurden Frauen aber nicht so langsam, da sie immer noch mit der Haushaltsführung beschäftigt waren.
Zum methodischen Vorgehen gehörten teilnehmende Beobachtungen, Tagebuchanalysen und Interviews.
Worum ging es in der Robbers-Cave-Studie? Skizzieren Sie die Fragestellung dieser klassischen Untersuchung, ihr methodisches Vorgehen und ein zentrales Ergebnis. (3 P.)
In einem Ferienlager für Jungen wurden alle Jungen in zwei Gruppen eingeteilt (wichtig: Einteilung erfolgte entgegen der gegebenen Sympathie). Abgrenzung zur anderen Gruppe wurde durch Wettbewerbe verstärkt.
Fragestellung: Wie entsteht Intergruppenfeindseligkeit?
Ergebnis: Einerseits entstand eine Gruppendynamik (z. B. Gruppen gaben sich selbst Namen und erstellten ein Logo). Andererseits erhöhten Wettbewerbe, um das gleiche angestrebte Ziel, die Intergruppenfeindseligkeit, während gemeinsame Aufgaben für beide Gruppen die Feindseligkeit bei Erfolg abbauen.
Methodisches Vorgehen: Beobachtungen, Manipulationen durch Versuchsleiter
Was heißt im Kontext der Vorurteilserforschung „double standard of ageing“. Erläutern Sie knapp! (1 P.)
Es wird eine Unterscheidung zwischen Männern und Frauen gemacht. Während Männer gealtert und ergraut z. B. eher als „sexy“ gelten (z. B. Georg Clooney), werden ältere Frauen einfach als alt (bzw. älter) betrachtet/angesehen.
Führen Sie zwei Charakteristika des „modernen Sexismus“ an. (2 P.)
• Geht von einer bereits realisierten Gleichberechtigung der Geschlechter aus
• Leugnet nicht den Sexismus in der Vergangenheit
Was können Sie als Lehrkraft unternehmen, um den Lehrererwartungseffekt zu minimieren? Erörtern Sie zwei Möglichkeiten. (2 P.)
• Keine Informationen von Kollegen einholen, sich zuerst selbst ein Bild von der Klasse und den einzelnen Schülern machen.
• Versuchen möglichst alle Schüler gleich zu behandeln
Nennen Sie zwei Pioniere der Sozialpsychologe! (2 P.)
G.H. Mead
M. Sherif
Last changed4 days ago