Was ist klinische Psychologie?
KP ist die wissenschaftliche Disziplin zur Erforschung, Diagnostik, Erklärung, Prävention, Versorgung & Behandlung psychischer Störungen.
! Mehr als Psychotherapie ( diese nur ein Teilbereich)
Themen der Klinischen Psychologie?
Grundlagenforschung,
Diagnostik,
Prävention,
Reabilitation,
Epidemiologie,
Gesundheitsversorgung,
Evaluation
warum sind klinische Pschologie und Psychotherapie nicht das gleiche ?
Die Klinische Psychologie ist eine wissenschaftliche Teildisziplin der Psychologie. Sie beschäftigt sich mit psychischen Störungen und den psychischen Aspekten körperlicher Erkrankungen. Zu ihren Aufgaben gehören die Erforschung, Erklärung (Ätiologie), Diagnostik, Klassifikation, Prävention, Therapie und Rehabilitation psychischer Störungen sowie die Untersuchung ihrer Häufigkeit und Versorgung. Die Psychotherapie ist dabei ein wichtiger, aber nur ein Teilbereich der Klinischen Psychologie.
Klinische Psychologie
= Forschen + Erklären + Diagnostizieren + Behandeln + Vorbeugen + Rehabilitieren
Warum ist die Klinische Psychologie interdisziplinär ?
Psychische Störungen = komplex
Biologische, psychologische & soziale Faktoren
= verschiedene Perspektiven nötig zur Erklärung
= nur durch Zusammenspiel der Perspektiven -> umfassendes Verständnis
Psychiatrie
Soziologie
Neurowissenschaften
Genetik
Psychopharmakologie
Neurologie
weitere medizinische Fachgebiete
Warum? → Psychische Störungen sind multifaktoriell.
Mit wem? → Psychiatrie, Neurologie, Genetik, Soziologie, Medizin.
Wofür? → Forschung, Diagnostik, Therapie und Prävention.
Was sind psychische Störungen ?
Schwierigkeiten? Kennzeichen ?
Schwierigkeiten: Grenzen zwischen:
Gesund - krank
Normal - abnormal
Häufig fließend
Kennzeichen:
Leidensdruck - Symptome
Beeinträchtigung wichtiger Lebensbereiche - Studium,Beruf,..
Funktionsstörung - verhalten/ psych. Prozesse funktioniert nicht angemessen
Erst wenn Sympthome klinisch bedeutsam sind = klinische Störung
Probleme bei der Definition psychischer Störungen ?
Fließende Grenzen gesund & krank
Unterscheidung Alltags- & Fachsprache
Gefahr der Stigmatisierung
Keine Modell erklärt psychische Störungen vollständig (gibt nur Rahmen- klassifikationssysteme)
Modellperspektive: (neuro-)biologische Perspektive
Psychologische Störungen =
zumindestens teilweise auf biologisches Prozessen beruhend
Veränderungen biologischer Prozesse können zur Entstehung, Aufrechterhaltung oder Behandlung psychischer Störungen beitragen
=> Genetik, hormone, Neutrotransmitter, neuronale Netwerke im Gehirn oder andere Veränderungen im Gehirn
=> erklären eines wichtigen Teiles, aber nicht die gesamte Erkrankung
Stärken & Grenzen der nerobiologischen Perspektive
+
gute Erforschung biologischer Mechanismen
Grundlage für Psychopharmaka
objektive Messmethoden (z. B. Bildgebung, Genetik)
-
erklärt psychische Prozesse nicht vollständig
berücksichtigt Lebensereignisse, Lernen und soziale Einflüsse nur begrenzt
Modelperspektive: psychodynamische Perspektive
-Sigmund Freud
Psychische Störungen entstehen durch unbewusste Konflikte und frühere Beziehungserfahrungen, die das aktuelle Erleben & Verhalten beeinflussen
unbewusste Konflikte
frühe Kindheitserfahrungen
Bindungs- und Beziehungserfahrungen
Abwehrmechanismen (z. B. Verdrängung)
Stärken & Grenzen psychodynamische Perspektive
berücksichtigt Lebensgeschichte
Erklärt individuelle Unterschiede
Betont Bedeutung früher Beziehungen
viele Annahmen = schwer wissenschaftlich überprüfbar
Viele zentrale Konzepte = begrenzt empirisch testbar (z.B. Unbewusste)
Modellperspektive: kognitiv-behaviorale Perspektive!
wichtig heute !
Grundlage der kognitive Verhaltenstherapie!
Psychische Störung = Lernen & Denken
Behavioraler Anteil
Klassische Konditionierung
Operable Konditionierung
Modellierten
Kognitiver Anteil
Wie wir Ereignisse bewerten
Gedanken / Kognitionen können sich unterscheiden
dysfunktionale Gedanken können psychische Störungen aufrecht erhalten
Stärken & Grenzen kognitiv-behaviorale Perspektive
sehr gut wissenschaftlich untersucht
Klare Erklärung der Entstehung & Aufrechterhaltung vieler Störungen
Direkte Ableitung wirksamer Therapien
biologische Faktoren können zu wenig berücksichtigt werden
Unbewusste Prozesse & frühe Beziehungserfahrungen 0 weniger im Fokus
Integrative Ansätze: Biopsychosoziales Modell
Psychische Störungen=
Zusammenwirken: biologische, psychologische, soziale Faktoren
biologische: Gene, Neurotransmitter, Hormone,..
Psychologische: Lernerfahrungen, Kognition, Emotionen, Persönlichkeit,…
Soziale: Familie, Partner, Freunde, Arbeit, Kultur,…
=> da keiner dieser Askpekte eine psychische STörung alleine Erklärt
Was sind Herausforderungen der klinischen Psychologie ?
Weiterentwicklung
Bessere Prävention: Vorbeugung
Bessere Diagnostik: früher Erkennen
Individualisierte Therapie: nicht bei jedem gleich gute Wirkung
Bessere Versorgung: schneller & leichter Hilfe
Forschung: Ursachen besser Verstehen und Therapie besser entwickeln
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