(Folie 3) Was sind unabhängige und abhängige Variable?
Unabhängige Variable (UV):
Variable, deren Effekt untersucht werden soll.
Abhängige Variable (AV):
Variable, die durch die unabhängige Variable beeinflusst werden soll.
(Folie 3) Welche zwei Arten von Störvariablen werden unterschieden?
Systematische Störvariablen
variieren gemeinsam mit der UV
beeinflussen zusätzlich die AV
Unsystematische Störvariablen
hängen mit der AV, aber nicht mit der UV zusammen
(Folie 4) Was versteht man in einem Versuchsplan unter einem Faktor?
Eine unabhängige Variable wird als Faktor bezeichnet.
Ein Faktor besitzt meist nominale Kategorien, die Faktorstufen genannt werden.
(Folie 4) Was ist das Ziel eines Faktors im Versuchsplan?
Unterschiede der abhängigen Variable sollen erklärt werden, indem sie auf Faktoren zurückgeführt werden.
Alternativ spricht man auch von:
Treatmentfaktor
Stufen des Treatmentfaktors
(Folie 5) Wann spricht man von einem balancierten Versuchsplan?
Jede Faktorstufe besitzt die gleiche Anzahl an Beobachtungen.
Die Anzahl der Beobachtungen pro Faktorstufe wird mit n bezeichnet.
(Folie 5) Welche Konsequenzen haben unbalancierte Versuchspläne?
Im einfaktoriellen Fall gelten teilweise andere Berechnungsformeln.
Im mehrfaktoriellen Fall ergeben sich Konsequenzen für die Interpretation der Effekte (nichtorthogonale Varianzanalyse).
(Folie 6) Wie sieht das Beispiel zur einfaktoriellen ANOVA aus?
Faktor (UV):
Lehrmethode
vier Faktorstufen (a₁–a₄)
Abhängige Variable
Punkte im Englischtest
Versuchsplan
zufällige Zuweisung
n = 5 Schüler pro Lehrmethode
(Folie 7) Welche Mittelwerte ergeben sich im Beispiel?
Gruppenmittelwerte:
A₁ = 2
A₂ = 3
A₃ = 7
A₄ = 4
(Folie 8) Welche Bedeutung haben n, p und N?
n
Personen innerhalb einer Faktorstufe
p
Anzahl der Faktorstufen
N
Gesamtzahl der untersuchten Personen
N = n · p
(Folie 8) Wie werden einzelne Beobachtungen bezeichnet?
Es werden zwei Indizes verwendet:
i
Faktorstufe
i = 1,…,p
m
Person innerhalb der Faktorstufe
m = 1,…,n
Individueller Messwert:
yᵢₘ
Beispiel:
y₃₂
zweite Person der dritten Faktorstufe
(Folie 9) Welche Summen und Mittelwerte werden bei der ANOVA verwendet?
Verwendet werden:
Spaltensumme (Aᵢ)
Spaltenmittelwert (Āᵢ)
Gesamtsumme (G)
Gesamtmittelwert (Ḡ = G/N)
Im Beispiel:
A₁ = 10
A₂ = 15
A₃ = 35
A₄ = 20
Gesamtsumme:
G = 80
Gesamtmittel:
Ḡ = 4
(Folie 10) Wie lauten Null- und Alternativhypothese der einfaktoriellen ANOVA?
Nullhypothese (H₀):
μ₁ = μ₂ = μ₃ = μ₄
Alle Populationsmittelwerte sind gleich.
Alternativhypothese (H₁):
Mindestens zwei Mittelwerte unterscheiden sich.
Das Signifikanzniveau α wird vor der Analyse festgelegt (z. B. 0,01).
(Folie 11) Was ist der Hauptgegenstand der Varianzanalyse (ANOVA)?
Die ANOVA zerlegt die Gesamtvarianz in zwei Bestandteile:
Systematische Varianz
Unterschiede, die auf den Einfluss der Lehrmethoden zurückzuführen sind.
Fehlervarianz
Unterschiede durch unsystematische Einflüsse.
Grundidee:
Gesamtvarianz = systematische Varianz + Fehlervarianz
(Folie 11) Welche Grundfrage beantwortet die Quadratsummenzerlegung?
Es wird untersucht,
wie stark die Unterschiede der abhängigen Variable
durch den Faktor erklärt werden können.
Ist dieser Anteil groß, wird H₀ verworfen.
(Folie 12) Welche beiden Abweichungen zeigt die Grafik zur Zerlegung eines Messwertes?
Jeder Messwert wird in zwei Bestandteile zerlegt:
Abweichung des Gruppenmittels vom Gesamtmittel
Abweichung des individuellen Messwertes vom Gruppenmittel
Die Grafik zeigt dies am Beispiel des Messwertes y₃₂ = 8.
(Folie 13) Wie lautet die Zerlegung eines einzelnen Messwertes?
Die Abweichung eines Messwertes vom Gesamtmittel setzt sich zusammen aus:
Abweichung des individuellen Wertes vom Gesamtmittel
=
Abweichung des individuellen Wertes vom Gruppenmittel
●
(Folie 14) In welche beiden Quadratsummen wird die Gesamtvariation zerlegt?
Die Gesamtvariation wird zerlegt in:
Quadratsumme zwischen Gruppen (QSₐ)
Unterschiede zwischen den Gruppen
Fehlerquadratsumme (QSₑ)
Unterschiede innerhalb der Gruppen
Es gilt:
QSₜₒₜ = QSₐ + QSₑ
(Folie 14) Welche Bedeutung haben die beiden Bestandteile der Quadratsummenzerlegung?
QSₐ
erklärt Variation durch den Faktor (Treatment)
QSₑ
beschreibt Variation durch individuelle Unterschiede bzw. Fehler
(Folie 15) Wie wird die totale Quadratsumme (QSₜₒₜ) berechnet?
Die totale Quadratsumme ist
die Summe aller quadrierten Abweichungen
aller Messwerte vom Gesamtmittelwert
Sie beschreibt die gesamte Variation der Daten.
QSₜₒₜ = 100
(Folie 15) Wie viele Freiheitsgrade besitzt die totale Quadratsumme?
Da alle N Beobachtungen eingehen,
gilt:
dfₜₒₜ = N − 1
20 − 1 = 19
(Folie 16) Welche Idee steckt hinter der Treatmentquadratsumme (QSₐ)?
Zur Berechnung wird angenommen,
dass alle Personen einer Gruppe genau den Gruppenmittelwert besitzen.
Dadurch bleibt ausschließlich
die Variation zwischen den Gruppen erhalten.
(Folie 17) Wie wird die Treatmentquadratsumme (QSₐ) berechnet?
QSₐ misst
die quadrierten Abweichungen der Gruppenmittelwerte
vom Gesamtmittelwert
Bei balancierten Designs wird zusätzlich mit n gewichtet.
QSₐ = 70
(Folie 18) Wie viele Freiheitsgrade besitzt die Treatmentquadratsumme?
Von den p Gruppenmittelwerten
können nur
p − 1
frei variieren.
Deshalb gilt:
dfₐ = p − 1
4 − 1 = 3
(Folie 19) Was beschreibt die Fehlerquadratsumme (QSₑ)?
QSₑ beschreibt den Anteil der Variation,
der nicht durch den Faktor erklärt werden kann.
Sie entspricht den
Unterschieden innerhalb der Gruppen.
(Folie 20) Welche Fehlerkomponente wird für QSₑ betrachtet?
Es werden die
Abweichungen jedes individuellen Messwertes
vom jeweiligen Gruppenmittel
betrachtet.
y₁₂ − A₁ = 1 − 2 = −1
(Folie 21) Wie wird die Fehlerquadratsumme berechnet?
QSₑ ist die
Summe der quadrierten Abweichungen
aller Messwerte vom Gruppenmittel
QSₑ = 30
(Folie 22) Wie viele Freiheitsgrade besitzt die Fehlerquadratsumme?
Innerhalb jeder Gruppe gilt:
Die Summe der Fehler muss 0 ergeben.
Deshalb können pro Gruppe
n − 1
Abweichungen frei variieren.
dfₑ = p(n−1) = N−p
20 − 4 = 16
(Folie 23) Welche Grundgleichungen gelten für Quadratsummen und Freiheitsgrade?
Für Quadratsummen:
Für Freiheitsgrade:
dfₜₒₜ = dfₐ + dfₑ
dfₜₒₜ = 19
dfₐ = 3
dfₑ = 16
(Folie 24) Wie wird der erklärte Varianzanteil im Beispiel interpretiert?
Damit gilt:
70 / 100 = 0,70
Das bedeutet:
70 % der Gesamtvariabilität
lassen sich durch die Unterschiede der Lehrmethoden erklären.
(Folie 25) Welche Frage beantwortet der F-Test in der ANOVA?
Der F-Test prüft,
ob die beobachteten Mittelwertunterschiede
zufällig durch die Stichprobe entstanden sind oder echte Unterschiede zwischen den Populationen widerspiegeln.
(Folie 25) Wann spricht ein F-Test gegen die Nullhypothese?
Die Nullhypothese wird eher verworfen, wenn
die Variation zwischen den Gruppen
deutlich größer ist als die Variation innerhalb der Gruppen.
Dies entspricht einem günstigen Signal-Rausch-Verhältnis.
(Folie 25) Welche Wahrscheinlichkeit wird beim F-Test betrachtet?
Es wird geprüft,
wie wahrscheinlich die beobachteten
oder noch größere Mittelwertunterschiede wären,
wenn die Nullhypothese wahr ist.
(Folie 26) Was sind mittlere Quadrate (MQ)?
Mittlere Quadrate (MQ) setzen eine Quadratsumme in Beziehung zu ihren Freiheitsgraden.
Sie berechnen sich als:
MQ = QS / df
(Folie 26) Wie werden die mittleren Quadrate im Beispiel berechnet?
Variation zwischen Gruppen
→ MQₐ = 23,33
Variation innerhalb der Gruppen
→ MQₑ = 1,88
(Folie 27) Wie lautet die Prüfgröße des F-Tests?
Die Prüfgröße lautet:
F = MQₐ / MQₑ
Also:
mittlere Variation zwischen Gruppen geteilt durch
mittlere Variation innerhalb der Gruppen
(Folie 27) Wann wird der F-Wert groß?
Ein großer F-Wert entsteht,
wenn
Dann gilt:
F > 1
(Folie 28) Wie ist der F-Bruch unter der Nullhypothese verteilt?
Wenn H₀ gilt, ist der F-Wert
F-verteilt
mit
p − 1 Zählerfreiheitsgraden
N − p Nennerfreiheitsgraden
(Folie 29) Welche Freiheitsgrade besitzt der F-Test im Beispiel?
Zählerfreiheitsgrade = 3
Nennerfreiheitsgrade = 16
(Folie 29) Was bedeutet der kritische F-Wert?
Der kritische F-Wert
bildet die Grenze,
ab der H₀ verworfen wird.
Fkrit = 5,29
bei α = 0,01
Unter H₀ tritt ein F ≥ 5,29 nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 % auf.
(Folie 30) Wie kann der kritische F-Wert bestimmt werden?
Der kritische F-Wert kann bestimmt werden durch:
eine F-Tabelle
oder in R
qf(0.99, 3, 16)
Ergebnis:
5,292214 ≈ 5,29
(Folie 31) Wie groß ist der empirische F-Wert im Beispiel?
Berechnung:
= 23,33 / 1,88
= 12,41
(Folie 31) Welche Entscheidung wird im Beispiel getroffen?
Vergleich:
Femp = 12,41
Da
12,41 > 5,29
wird
H₀ verworfen
auf dem 1 %-Niveau
(Folie 32) Wie sieht die typische ANOVA-Ausgabe in R aus?
Die Tabelle enthält:
QS (Quadratsummen)
df (Freiheitsgrade)
MQ (mittlere Quadrate)
F
p-Wert
Gruppen:
QS = 70
df = 3
MQ = 23,33
F = 12,41
Fehler:
QS = 30
df = 16
MQ = 1,88
(Folie 32) Wie werden die Sterne in der R-Ausgabe interpretiert?
Die Sterne kennzeichnen den p-Wert:
* → p < .05
** → p < .01
*** → p < .001
(Folie 32) Welche Schlussfolgerung wird aus dem Beispiel gezogen?
Femp = 12,41 > Fkrit = 5,29
bzw.
p = 0,000188 < α = 0,01
wird die Nullhypothese verworfen.
Schlussfolgerung:
Mindestens zwei Lehrmethoden unterscheiden sich hinsichtlich des Lernerfolgs.
(Folie 33) Wann spricht man von einem unbalancierten Design?
Ein unbalanciertes Design liegt vor, wenn
die Stichprobengrößen der Faktorstufen unterschiedlich sind.
(Folie 33) Wie berechnet sich die Gesamtstichprobengröße bei unbalancierten Designs?
Die Gesamtzahl der Untersuchungseinheiten ergibt sich aus der Summe aller Gruppengrößen:
N = Σ nᵢ
Dabei ist:
nᵢ = Stichprobengröße der i-ten Faktorstufe
(Folie 33) Wie verändert sich die Treatmentquadratsumme bei unbalancierten Designs?
Die Treatmentquadratsumme wird mit den jeweiligen Gruppengrößen gewichtet:
Jede Gruppe geht entsprechend ihres Stichprobenumfangs (nᵢ) in die Berechnung ein.
Dadurch tragen größere Gruppen stärker zur QSₐ bei.
(Folie 33) Was bleibt bei unbalancierten Designs unverändert?
Unverändert bleiben:
weitere Durchführung der ANOVA
Berechnung der Freiheitsgrade
Lediglich die Berechnung der Treatmentquadratsumme wird angepasst.
(Folie 34) Welche zwei Modelle von Faktoren werden in der ANOVA unterschieden?
Es werden unterschieden:
Modell I: feste Effekte
Modell II: zufällige Effekte
Der Unterschied hängt davon ab,
welche Aussagen über die Faktorstufen getroffen werden sollen.
(Folie 34) Wann spricht man von einem Faktor mit festen Effekten?
Ein Faktor besitzt feste Effekte, wenn
Aussagen über die konkret untersuchten Faktorstufen gemacht werden.
Beispiele der Folie:
vier Lehrmethoden
drei Therapieformen
(Folie 34) Wann spricht man von einem Faktor mit zufälligen Effekten?
Ein Faktor besitzt zufällige Effekte, wenn
die betrachteten Faktorstufen als Zufallsauswahl möglicher Faktorstufen angesehen werden.
Beispiele:
Therapeuten
Schulklassen
Versuchsleiter
(Folie 35) Wie lautet das statistische Modell der ANOVA mit festen Effekten?
Ein Messwert setzt sich zusammen aus:
Populationsmittelwert der Treatmentstufe (μᵢ)
individueller Fehlerkomponente (eᵢₘ)
Formel:
yᵢₘ = μᵢ + eᵢₘ
(Folie 35) Welche Bedeutung haben μᵢ und eᵢₘ?
μᵢ
wahrer Mittelwert der i-ten Treatmentstufe
eᵢₘ
individuelle Fehlerkomponente der Person m
innerhalb der Treatmentstufe i
(Folie 36) Welche drei Voraussetzungen macht Modell I?
Die Fehlerkomponenten sollen
unabhängig sein.
homogene Varianzen besitzen.
normalverteilt sein.
(Folie 36) Was bedeutet Unabhängigkeit der Fehlerkomponenten?
Die Beeinflussung eines Messwertes durch Fehlereffekte
darf nicht von den Fehlern anderer Messwerte abhängen.
(Folie 36) Was bedeutet Homogenität der Fehlervarianzen?
Die Fehlerkomponenten
weisen keine systematischen Unterschiede in ihrer Varianz
zwischen den Treatmentgruppen auf.
(Folie 36–37) Was bedeutet normalverteilte Fehlerkomponenten?
Die Fehlerkomponenten sind
normalverteilt
Dadurch sind auch
die Messwerte innerhalb der Gruppen normalverteilt.
Die Folie schreibt:
eᵢₘ ~ N(0, σ²ₑ)
(Folie 37) Wodurch unterscheiden sich die Gruppenverteilungen bei erfüllten Voraussetzungen?
Alle Gruppen besitzen
dieselbe Fehlervarianz (σ²ₑ)
Sie unterscheiden sich lediglich in
ihrem Mittelwert (μᵢ).
(Folie 38) Was bedeutet Heteroskedastizität?
Heteroskedastizität bedeutet:
Die Gruppen besitzen unterschiedliche Varianzen.
Damit ist die Voraussetzung der Homoskedastizität verletzt.
(Folie 38) Mit welchem Test wird Homoskedastizität geprüft?
Mit dem
Levene-Test
Hypothesen:
H₀: Homoskedastizität
H₁: Heteroskedastizität
(Folie 38) Welches Signifikanzniveau wird beim Levene-Test häufig empfohlen?
Da H₀ die gewünschte Annahme ist,
wird häufig ein
höheres Signifikanzniveau (z. B. α = 0,20)
empfohlen.
(Folie 39) Mit welchem Test wird die Normalverteilung überprüft?
Shapiro-Wilk-Test
H₀: Normalverteilung
H₁: keine Normalverteilung
(Folie 40) Welche Folgen hat eine Abhängigkeit der Fehlerkomponenten?
Eine Abhängigkeit beeinflusst
Fehler 1. Art
Fehler 2. Art
(Folie 40) Welchen Einfluss haben heterogene Varianzen bei gleich großen Stichproben?
Bei
gleich großen Stichproben
haben heterogene Varianzen
kaum Einfluss auf den F-Test.
(Folie 40) Wann sind Abweichungen von der Normalverteilung meist unproblematisch?
Wenn
die Verteilungen lediglich schief sind
und die Stichprobengrößen nicht stark unterschiedlich sind.
(Folie 40) Wann wird die Gültigkeit des F-Tests problematisch?
Wenn gleichzeitig vorliegen:
ungleiche Stichprobengrößen
heterogene Varianzen
insbesondere bei
kleinen Stichproben (nᵢ < 10).
(Folie 40) Wann ist der F-Test zu liberal bzw. zu konservativ?
Zu liberal:
kleinere Varianz + größere Stichprobe
Zu konservativ:
kleinere Varianz + kleinere Stichprobe
(Folie 41–42) Was zeigt die Simulation zur Verletzung der Voraussetzungen?
Die Simulation zeigt:
Die empirische F-Verteilung weicht von der theoretischen F-Verteilung ab.
Im dargestellten Beispiel ist
die Wahrscheinlichkeit eines α-Fehlers kleiner als das nominelle α-Niveau.
Der F-Test ist somit zu konservativ.
(Folie 43) Welches Beispiel wird für Modell I vorgestellt?
Untersucht wird,
ob die Verarbeitungstiefe
die Anzahl erinnerter Wörter
beeinflusst.
Es gibt fünf Bedingungen:
Zählen
Reimen
Adjektive
Vorstellung
Intentional
(Folie 44) Wie lauten die Hypothesen im Beispiel zur Verarbeitungstiefe?
H₀:
alle Populationsmittelwerte sind gleich
H₁:
mindestens zwei Mittelwerte unterscheiden sich
(Folie 45) Welche Gruppenmittelwerte ergeben sich im Beispiel?
Die Mittelwerte sind:
Zählen = 7,00
Reimen = 6,90
Adjektiv = 11,00
Vorstellung = 13,40
Intentional = 12,00
(Folie 46) Wie wird eine einfaktorielle ANOVA in R berechnet?
mod <- aov(anzahl ~ gruppe, data = dat)
Dabei enthält:
anzahl = abhängige Variable
gruppe = Faktor
dat = Datensatz
(Folie 47) Welche Informationen enthält die R-Ausgabe der ANOVA?
Die Ausgabe enthält:
Df → Freiheitsgrade
Sum Sq → Quadratsummen
Mean Sq → mittlere Quadrate
F value
Pr(>F) → p-Wert
(Folie 47) Wie wird das Ergebnis des Beispiels interpretiert?
F(4,45) = 9,085
p < .001
Die Mittelwerte unterscheiden sich
statistisch signifikant.
(Folie 48) Was beschreibt η² (Eta-Quadrat)?
η² beschreibt
den Anteil der Gesamtvariation
der durch die unabhängige Variable erklärt wird.
η² = QSₐ / QSₜₒₜ
(Folie 48) Wie groß ist η² im Beispiel?
QSₐ = 351,520
QSₜₒₜ = 351,520 + 435,30
η² = 0,447
Das Maß beschreibt den Zusammenhang in der Stichprobe.
(Folie 49) Was versteht man unter einem Faktor mit zufälligen Effekten?
seine Faktorstufen zufällig aus einer Population möglicher Faktorstufen ausgewählt werden.
Lehrer
Kliniken
Städte
(Folie 49) Wodurch unterscheiden sich feste und zufällige Effekte?
Feste Effekte
Aussagen beziehen sich auf die konkret untersuchten Faktorstufen.
Zufällige Effekte
Aussagen sollen auf alle möglichen Faktorstufen der Population verallgemeinert werden.
(Folie 50) Welche zentrale Frage entscheidet über feste oder zufällige Effekte?
Entscheidend ist:
Soll nur über die konkret untersuchten Faktorstufen eine Aussage getroffen werden?
oder
Soll auf alle möglichen Ausprägungen des Faktors generalisiert werden?
(Folie 50) Welche Orientierungshilfen nennt die Vorlesung für feste Faktoren?
Ein Faktor ist in der Regel fest, wenn:
alle möglichen Faktorstufen im Versuchsplan enthalten sind.
der Faktor nur wenige mögliche Ausprägungen besitzt.
Geschlecht
soziale Schicht
Schulformen
(Folie 51) Was untersucht das Beispiel zu Modell II?
ob zwischen Therapeuten
signifikante Unterschiede der Mittelwerte bestehen.
Versuchsaufbau:
6 Therapeuten
jeder behandelt 5 Patienten
(Folie 51) Warum werden Therapeuten als Zufallsfaktor betrachtet?
Man interessiert sich nicht für die einzelnen Therapeuten.
Stattdessen soll untersucht werden,
ob sich Therapeuten allgemein
hinsichtlich ihres Behandlungserfolgs unterscheiden.
(Folie 52) Wie lautet das statistische Modell bei zufälligen Effekten?
Gesamtmittelwert (μ)
Treatmenteffekt (αᵢ)
Fehlerkomponente (eᵢₘ)
yᵢₘ = μ + αᵢ + eᵢₘ
(Folie 52) Welche neuen Annahmen kommen im Modell II hinzu?
Zusätzlich gilt:
Treatmenteffekte αᵢ sind normalverteilt.
Treatmenteffekte und Fehler sind voneinander unabhängig.
(Folie 52) Welche Verteilungen werden im Modell II angenommen?
αᵢ ~ N(0, σ²ₐ)
Dabei beschreibt:
σ²ₐ die Varianz der Treatmenteffekte.
σ²ₑ die Fehlervarianz.
(Folie 52) Wofür steht σ²ₐ im Modell II?
σ²ₐ ist die Varianzkomponente der Treatmenteffekte.
Sie beschreibt beispielsweise
Unterschiede zwischen Therapeuten.
(Folie 53) Was zeigt die Grafik zu Modell II?
Die Grafik zeigt zwei Verteilungen:
Verteilung der Gruppenmittelwerte (μᵢ)
Streuung: σₐ
Fehlerverteilungen innerhalb jeder Gruppe
Streuung: σₑ
Damit wird zwischen
und Variation innerhalb der Gruppen
unterschieden.
(Folie 54) Welche Hypothesen werden bei zufälligen Effekten geprüft?
H₀: σ²ₐ = 0
gegen
H₁: σ²ₐ > 0
Es wird also untersucht,
ob überhaupt eine Varianz zwischen den Faktorstufen existiert.
(Folie 54) Was ändert sich gegenüber Modell I?
Quadratsummenzerlegung
Freiheitsgrade
Durchführung der ANOVA
Geändert wird:
die Interpretation
und die Schreibweise der Hypothesen.
(Folie 55) Wie lautet das Ergebnis der ANOVA im Therapeuten-Beispiel?
Ergebnisse:
QS = 107,067
df = 5
MQ = 21,413
F = 9,243
QS = 55,600
df = 24
MQ = 2,317
(Folie 55) Welche Entscheidung wird im Beispiel getroffen?
Femp = 9,243
größer als
Fkrit = 3,895
H₀ verworfen.
Der Therapieerfolg hängt vom Therapeuten ab.
(Folie 56) Welche erwarteten mittleren Quadrate gelten im Modell II?
Für die erwarteten mittleren Quadrate gilt:
E(MQₐ) = σ²ₑ + n · σ²ₐ
E(MQₑ) = σ²ₑ
(Folie 56) Wie wird die Fehlervarianz geschätzt?
Die Fehlervarianz wird geschätzt durch:
σ̂²ₑ = MQₑ
(Folie 56) Wie wird die Varianzkomponente des Zufallsfaktors geschätzt?
Die Schätzung lautet:
σ̂²ₐ = (MQₐ − MQₑ) / n
(Folie 57) Was ist die Intraklassenkorrelation (IKK)?
Die Intraklassenkorrelation (IKK) beschreibt
die relative Stärke des Effekts des Zufallsfaktors
auf die abhängige Variable.
IKK = σ̂²ₐ / (σ̂²ₐ + σ̂²ₑ)
(Folie 57) Welche Werte ergeben sich im Therapeuten-Beispiel?
Aus den mittleren Quadraten ergibt sich:
σ̂²ₑ = 2,317
σ̂²ₐ = 3,819
(Folie 57) Wie groß ist die Intraklassenkorrelation im Beispiel?
IKK = 0,62
Interpretation laut Folie:
62 % der Unterschiede der Therapieerfolge
sind auf Unterschiede zwischen den Therapeuten zurückzuführen.
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