Ursachen / Risikofaktoren
biologische Faktoren
genetische Vulnerabilität
körperliche Risikofaktoren, v.a. metabolische RF, Stoffwechselstörungen, Adipositas, Infektionen, chronische Erkrankungen
hormonelle Umstellungen in der Pubertät, Schwangerschaft/Wochenbett, Menopause
soziodemografische Faktoren
Geschlecht
höheres Alter
Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit
niedrieger sozioökonomischer Status
psychische Faktoren
andere psychische Erkrankungen
psychosoziale Faktoren
Exposition gegenüber Traumata/Katastrophen
Vereinsamung, Verwitwung, soziale Isolation
aktuelle belastende Lebensereignisse
chronischer Stress, Burnout, Überforderung
Lebensstilfaktoren
Ernährung, Rauchen, Bewegungsmangel
Verlaufsformen
depressive Episode mit vollständiger Remission
depressive Episode mit unvollständiger Remission
Rezidivierende Depression
Dysthymie
depressive Episode mit vorausgehender Dysthymie
chonifizierte (>2 Jahre) depressive Episode
Komorbiditäten depressiver Störung
Angst- & Panikstörungen
substanzbezogene Störungen
Essstörungen
somatoforme Störungen
Persönlichkeitsstörungen
Zwangsstörungen
-> Chronifizierungsrisiko ist erhöht, ungünstigere Prognose & erhöhtes Suizidrisiko
Prognose
vollständige Remission in 60 % der Fällen
mit Rückfällen muss stehts gerechnet werden
Symptome
affektiven Symptome
Gefühl der Traurigkeit und/oder der Leere
“wie abgestorben”
Gefühl der Gefühllosigkeit
Betroffene leiden v.a. unter fehlen liebevoller Gefühle gegnüber anderen
keine positive Selstwarnehmung
Minderwertigkeitsgefühl
mutlosigkeit
innere Unruhe
Suizidgedanken
Antriebsstörung
verminderter Antrieb
Interessenslosigkeit
schnell Müde
bewegen sich langsam
Gesichtsausdruck leidend oder erstarrt
depressiver Stupor möglich
Denkstörungen
Denken ist erschwert und verlangsamt
Denkhemmung
z.T. zwanghaftes NAchdenken über bedrückende Themen
verändertes Zeiterleben
Vorgänge des täglichen Lebens scheinen endlos
negativistische Benkmuster
Störung der Konzentration, Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses
Vegetative Störungen
Ein- und Durchschlafstörungen
Appetitstörung
Obstipation/Diarrhoe
Tachykardie/Arhythmie
Libido- und Potenzstörungen
Schwitzen
Tinitus
Morgentief
Azneimittel
psychoedukative Therapie
pflegerische Schwerpunkte
hohes Maß an Empathie und Geduld
gesunde Balance zwischen aktivierenden Maßnahmen und einer möglichen Überforderung
Patienten nicht „überbehüten“ (nicht permanent Verantwortung abnehmen)
Patienten nicht „abschreiben“, weil sie Gefühl vermitteln, dass sie angebotene Hilfestellung und Zuwendung nicht zu schätzen wissen
Riskofaktoren für ein Rezidiv
hohe Anzahl vorangegangener Episoden
kurzer Zeitraum zwischen den Episode
lange Dauer der vorangegangenen Episode
residuale Symptomatik
schwere Symptomatik
jüngeres Alter bei Beginn
hohes Fammiliäres Risiko
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