Warum ist Alkohol klinisch so relevant ?
sehr verbreitete psychoaktive Substanz
Klinisch besonders wichtig
Führt zu langfristigen körperlichen, psychischen & sozialen Schäden
in westlichen Industrienantionen sehr häufig
Männer zu den häufigsten, Frauen nach Angststörungen zu den zweithäufigste psychische Störung
Was ist eine Alkoholkonsumstörung ?
= Konsum ist nicht mehr nur gelegentlich oder kontrolliert
=ist jetzt verbunden mit klinisch relevanten Problemen
Merkmale Alkoholkonsumstörung
Kontrollverlusst
Starkes verlangen / craving
Toleranzentwicklung
Entzugssympthome
Fortschreitender Konsum, trotz negativer Folgen
Vernachlässigung anderer lebensbereiche
Schädlicher Gebrauch vs. Abhängigkeit
schädlicher Alkoholkonsum:
Alkohol führt bereits zu körperlichen, psychischen oder sozialen Schäden.
Alkoholabhängigkeit:
zusätzlich treten typische Abhängigkeitsmerkmale auf
(Kontrollverlust, Craving, Toleranz & Entzug,…)
=> Brehandlungssysteme im deutschen Behandlungssystem
Alkoholentzug
tritt nach Reduktion oder Absetzen bei abhängigem Konsum auf
Z.B.
Schwitzen, Zittern, Schlaflosigkeit, psychomotorische Unruhe, Angst, Übelkeit, Krampfanfälle, vorübergehende Halluzinationen
Alkoholintoxikation
akuter Rauschzustand
verwaschene Sprache, Koordinationsstörungen, Aufmerksamkeits- & Gedächtnisprobleme
im Extremfall Stupor oder Koma
Möglichkeiten der Diagnostik (Alkoholkonsumstörung)
Screeninginstrumente
zur Früherkennung
Ersetzen nicht Diagnose
Diagnostische Interviews
dienen der eigentlichen Diagnosestellung
Strukturierte Interviews = Goldstandard
Laborwerte / Alkoholmarker
Hinweise auf Problematischen Alkoholkonsum
Reichen alleine nicht aus
=> Diagnostik ist immer multimodal
Ätiologie der Alkoholkonsumstörung (biopsychosozial)
Biologische Faktoren:
Genetische Veranlagung
Veränderung Belohnungssystem
Individuelle Unterschiede in der Alkohlwirkung
Psychologische Faktoren:
Alkoholkonsum zur Stressbewältigung
Erwartungen an die Wirkung
Lernprozesse:
Positive Verstärkung ( angenehme Wirkung )
Negative Verstärkung ( Vermeidung entzug / negative Gefühle )
Soziale Faktoren:
Alkoholkonsum bei Freunden / Familie
Gesellschaftliche Akzeptanz
Leichte Verfügbarkeit
Belastende Lebensereignisse
=> Zusammenspiel dieser Faktoren ist entscheidend, da einzelene eine Abhängigkeit nicht erklären
Therapie der Alkoholkonsumstörung - wichtige Faktoren
Mehrstufige & individuelle Behandlung
Wichtige Faktoren:
Motivation
Rückfallprävention
Langfristige Stabilisierung
Therapieziele Alkoholkonsumstörung
Aufbau Therapiemotivation
Reduktion / Abstinenz
rückfallprävention
Behandlung möglicher Komorbiditäten
soziale & berufliche Reintegration
*Rückfallprävention
Risikosituationen erkennen
Strategien für schwierige Situationen
Konstruktiv mit Rückfällen umgehen
=> nicht automatisch Therapieversagen
Motivation:
Gründe, vor & Nachteile, mögliche Persönliche Ziele, Ambivalenz herausfinden.
Psychotherapeutische Verfahren Alkoholkonsumstörung
kognitive Verhaltenstherapie
Erkennen der Auslöser
Alternative Bewältigungsstrategien
Motivierende Gesprächsführung (motivational Interview)
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