Zwangsgedanken
= wiederkehrende, aufdringliche & als belastend erlebte Gedanken, Bilder oder Impulse
werden als eigene Gedanken erlebt
Betroffene möchten sie aber nicht haben
Versuchen sie zu unterdrücken / ignorieren
= unwillkürlich
Zwangshandlungen
= wiederholte Hanslungen oder mentale Rituale, welche durchgeführt werden um Angst oder Anspannung zu reduzieren oder eine befürchtete Katastrophe zu verhindern
=Zwangshandlungen werden durchgeführt, um die durch die Zwangsgedanken ausgelöste Angst oder Anspannung kurzfristig zu reduzieren
Beispiele:
=> Händewaschen, Kontrollieren, Zählen, Ordnen, Beten, wiederholen bestimmter Gedanken
=> willentlich ausgeführt
Diagnostik Zwangsstörung
ICD-10:
Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen seit min 2 Wochen
Werden als eigene Gedanken / Handlungen erlebt
Werden also übertrieben / unsinnig erkannt
Es besteht Widerstand gegen sie
Verursachen Leidensdruck / EInschränkungen
Dürfen nicht besser durch andere Störung. Erklärbar sein
Differentialdiagnose Zwangsstörung
als eigene Gedanken erlebt
Betroffene erkennen: übertrieben / unsinnig
Versuchen sich dagegen zu wehren
Wahn
feste Überzeugung
Keine Einsicht
Gegenargument ändert nichts
Ätiologie Zwangsstörung
Biologische Faktoren
Gene
Veränderte Hirnnetzwerke
Neurobiologische Faktoren
Psychologische Fraktoren
überschätzt: Verantwortung, Gefahr, Bedeutung ihrer Gedanken
Lernpsychologisch
Negative Verstärkung: Zwangsgedanken verschwinden nach Zwangshandlungen (Verhalten wir verstärkt)
Korrigierende Lernerfahrung fehlt
Therapie Zwangsstörung
KVT => Therapie erster Wahl
Psychoedukation
Kognitive Umstrukturierung
Exposition mit Reaktionsmanagement (ERP)
ERP = Goldstandard
korrigierte Lernerfahrungen machen
Angst aushalten
Kognitive Umstruckturierung
Überzeugungen gemeinsam Überprüfen und realistisch bewerten
=> evtl. SSRI: selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer
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