obere Atemwege
Nase, die Nasennebenhöhlen und der Rachen
untere Atemwege
Kehlkopf, die Luftröhre und die Lunge
Gasaustausch in den Alveolen
Sauerstoff diffundiert aus der eingeatmeten Luft in das Blut, Kohlendioxid diffundiert aus dem Blut in die Alveolen und wird ausgeatmet
kleiner Kreislauf: Lungenkreislauf
Sauerstoffarmes Blut fließt von der rechten Herzhälfte über die Lungenarterien zur Lunge, wird dort mit Sauerstoff angereichert und fließt über die Lungenvenen zum linken Vorhof zurück
Steuerung der Atmung
Chemische Fühler messen Kohlendioxid- und Sauerstoffkonzentration; das Gehirn reguliert daraufhin die Atemfrequenz.
Atemmuskulatur
Beteiligt sind Zwischenrippenmuskeln, Zwerchfell und bei Atemnot die Atemhilfsmuskulatur.
Normalwert
Etwa 15 Atemzüge pro Minute bei Erwachsenen.
Besonderheit bei chronischen Lungenerkrankungen
Atemantrieb wird oft stärker über Sauerstoffgehalt statt über Kohlendioxidgehalt gesteuert. Gefahr bei zu hoher Sauerstoffzufuhr: Verminderung der Atmung bis zum Atemstillstand.
Orthopnoe
Schwerste Form der Atemnot; Betroffene sitzen aufrecht, nutzen Atemhilfsmuskulatur und zeigen starke Unruhe.
Funktionsstörungen
Diffusionsstörung (Gasaustausch gestört, zum Beispiel bei Entzündung).
Perfusionsstörung (ungenügende Durchblutung, zum Beispiel bei Lungenembolie).
Ventilationsstörung (ungenügende Be- oder Entlüftung, zum Beispiel bei Asthma).
Ateminsuffizienz
Ursachen sind unter anderem Wirbel- oder Brustkorbdeformitäten, Mukoviszidose oder neuromuskuläre Erkrankungen.
Pneumonie (Lungenentzündung)
Unterscheidung in typische (plötzlicher Beginn, hohes Fieber, produktiver Husten) und atypische Form (schleichender Beginn, trockener Husten, mäßiges Befinden).
Asthma bronchiale
Akuter Anfall zeigt Atemnot, exspiratorischen Stridor und Zyanose. Status asthmaticus ist ein lebensbedrohlicher, nicht endender Anfall.
Infektionen Übertragungswege
Kontakt-, Schmier-, orale, aerogene (Tröpfchen) und perkutane Übertragung.
Immunisierung
Aktiv (Körper bildet selbst Antikörper, verzögerte Wirkung) und passiv (Gabe fertiger Antikörper, sofortige Wirkung).
Thromboseprophylaxe
Mobilisation, Flüssigkeitszufuhr, Venenkompression, Antikoagulation und Atemübungen.
Beobachtung bei Atemstörung
Atmung (Frequenz, Tiefe, Rhythmus, Geräusche wie Stridor), Hautfarbe (Zyanose), Bewusstseinszustand, Körpertemperatur.
Lagerungen zur Erleichterung
VATI-Lagerung: (V-, A-, T-, I-Formen) zur Entfaltung der Lungenflügel.
Kutschersitz: Zur Unterstützung der Atemhilfsmuskulatur (aufrechtes Sitzen, Arme aufgestützt).
Sekretlösung
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Inhalationen, dosierte Mobilisation, atemunterstützende Bewegungsübungen.
Sauerstofftherapie
Korrekte Überwachung der Sättigung, Überprüfung des Sitzes der Sauerstoffbrille/Maske, Kontrolle der Schleimhäute auf Austrocknung.
Alltagsunterstützung:
Belastung einschätzen, Hilfe bei Aktivitäten des täglichen Lebens, um Sauerstoffverbrauch zu minimieren, Kommunikationsunterstützung bei Dyspnoe.
Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern)
Symptome: Herzklopfen, Schwindel, Synkopen (kurze Ohnmacht), Unruhe, Angst.
Maßnahmen: Überwachung der Medikation, Dokumentation, Belastungsanpassung. Bei Antikoagulation: Ausweis mitführen, Gerinnungswerte überwachen, längere Blutungszeit beachten.
Hypertensive Krise
Definiert als massiver Blutdruckanstieg (z.B. über 220/120 mmHg) mit Organschäden (Kopfdruck, Schwindel). Notfall: Sofort Notarzt rufen.
Instabile Angina pectoris
Gilt als lebensbedrohlich. Maßnahmen: Notarzt, Bettruhe, Oberkörper hoch lagern, enge Kleidung öffnen, Ruhe bewahren, Vitalzeichen kontrollieren.
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