Nenne die Indikation für die Laryngoskopie/maggilzange
Indikationen / Symptome:
Bolus-Suche und -Entfernung bei (sub-)totaler Atemwegsverlegung / Bolusgeschehen
Nenne die Kontraindikationen für die Laryngoskopie/maggilzange
Kontraindikationen:
blinde Manipulation im Bereich der oberen Atemwege ohne Sicht
Manipulation bei Gegenwehr aufgrund von Schutzreflexen (Gefahr Erbrechen / Laryngospasmus)
Nenne die Alternativen zur Laryngoskopie/maggilzange
Alternativen:
manuelle Entfernung sichtbarer Fremdkörper
Entfernung nur mit Magillzange
Fremdkörper durch Absaugung mit großlumigem Katheter entfernbar
Fremdkörper bei ausreichender Spontanatmung belassen, wenn nicht zu bergen
Thoraxdruck erhöhen: z.B. Valsalva, Rückenschläge, Heimlich-Manöver
Was muss die Aufklärung/Risiken beinhalten?
Aufklärung / Risiken:
Aufklärungsumfang nach Dringlichkeit der Maßnahme
Risiken (Bsp.): Verletzung Mund-Rachenraum, Zahnschäden, Aspiration, Glottiskrampf, Laryngospasmus, Vagusreiz mit Bradykardie
Wie ist die Durchführung?
Durchführung:
Maßnahme sowohl in direkter als auch indirekter (Videolaryngoskop) Laryngoskopie möglich
Beatmungsmöglichkeit (Beutel, Sauerstoffanschluss) und Absaugung bereithalten
korrekte Lagerung (cave: HWS-Verletzung)
Mund öffnen, Rachenraum inspizieren, sichtbare Fremdkörper entfernen
Laryngoskop vom rechten Mundwinkel einführen, Zahnkontakt vermeiden
Vorschieben Laryngoskop, Verlagern der Zunge nach links, Vorschub unter Sicht
sobald Kehldeckel sichtbar wird: ggf. leichter Zug (nicht hebeln), dadurch Anheben des Zungengrundes
Inspektion des Hypopharynx und Larynx auf Fremdkörper
Fremdkörper mit Magillzange fassen und entfernen, nochmalige Sichtkontrolle
vorsichtiges Zurückziehen des Laryngoskops
niemals blindes Vorschieben / Manipulieren mit Laryngoskop / Magillzange
Atemwegssicherung nach Zustand und Bewusstseinslage
Wie ist die Erfolgsprüfung?
Erfolgsprüfung:
entfernter Fremdkörper, verbesserte Oxygenierung
verbesserte Atemmechanik
Rückbildung eventueller Atemnebengeräusche (z.B. Stridor)
Was sind mögliche Gegenmaßnahmen
Gegenmaßnahmen:
Prüfung der korrekten Lagerung zur Laryngoskopie
Absaugen von Sekreten / Blut (z.B. bei Schleimhautverletzungen)
Wie ist die Verlaufskontrolle
Verlaufskontrolle:
Überwachung der Atemtätigkeit, Prüfung auf Atemnebengeräusche
klinisches und apparatives Monitoring, insbesondere SpO2
Last changed5 days ago