Was beschreibt das Zweiprozessmodell des Denkens?
Das Zweiprozessmodell erklärt, dass Menschen zwei Arten des Denkens nutzen:
System 1 = schnell, intuitiv
System 2 = langsam, bewusst
Beide Systeme ergänzen sich.
Was ist Critical Thinking?
Und warum ist es wichtig in der WIssenschaft?
Critical Thinking (kritisches Denken) bedeutet, Informationen, Argumente und Aussagen systematisch zu hinterfragen, statt sie ungeprüft zu akzeptieren.
Ziel ist es, Entscheidungen auf Grundlage von Logik, Beweisen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zu treffen.
verhindert Denkfehler
hinterfragt Behauptungen kritisch
verbessert wissenschaftliche Entscheidungen
ermöglicht objektive Forschung
stützt Aussagen auf Evidenz statt auf Meinungen
Was ist System 1?
Merkmale:
schnell
automatisch
intuitiv
benötigt kaum Anstrengung
arbeitet mit Erfahrungen und Heuristiken
Beispiele:
Gesichter erkennen
Fahrrad fahren
einfache Rechnungen
Nachteil:
anfällig für Denkfehler.
-> Basiert auf Erlebtem / Bekanntem / Erfahrenem
-> kann zu Heuristiken und kognitiven Verzerrungen führen
Was ist System 2?
Rückseite:
langsam
bewusst
analytisch
logisch
benötigt Konzentration
wissenschaftliche Texte lesen
komplizierte Mathematik
Argumente überprüfen
-> liefert meist genauere Entscheidungen.
-> Ist das System, das wir beim kritischen Denken benötigen
Denn wissenschaftliches Denken verlangt:
kritisches Hinterfragen
logische Analyse
Begründungen
objektive Entscheidungen
Was bedeutet Evidenz?
Evidenz sind wissenschaftliche Belege, die eine Aussage oder Theorie unterstützen.
Je mehr hochwertige Evidenz vorliegt, desto glaubwürdiger ist eine wissenschaftliche Aussage.
Was sind Heuristiken?
Heuristiken sind mentale Abkürzungen,
mit denen unser Gehirn schnell Entscheidungen trifft.
Sie sparen Zeit,
können aber zu Denkfehlern führen.
(Das wird in Unit 4 ausführlich behandelt.)
Was bedeutet wissenschaftliches Denken?
Wissenschaftliches Denken bedeutet,
systematisch vorzugehen,
Aussagen kritisch zu prüfen,
Belege zu sammeln,
logisch zu argumentieren
und Ergebnisse objektiv zu bewerten.
Was ist Wissenschaft?
Wissenschaft ist die systematische Gewinnung von neuem Wissen.
Sie zeichnet sich aus durch:
empirische Forschung
Objektivität
Überprüfbarkeit
Nachvollziehbarkeit
Ziel: Die Welt möglichst zuverlässig erklären.
Was ist eine Theorie?
Eine Theorie ist eine gut begründete Erklärung für ein Phänomen.
Sie basiert auf vielen wissenschaftlichen Untersuchungen.
➡️ Eine Theorie ist keine Vermutung, sondern das Ergebnis vieler Studien.
Beispiel:
Die Evolutionstheorie erklärt die Entwicklung der Arten.
Was ist eine Hypothese?
Eine Hypothese ist eine konkrete, überprüfbare Vermutung.
Sie wird aus einer Theorie abgeleitet und anschließend getestet.
Studierende, die regelmäßig lernen, bestehen häufiger die Prüfung.
Unterschied zwischen Theorie und Hypothese?
Theorie
Hypothese
erklärt Zusammenhänge
überprüfbare Vermutung
allgemein
konkret
basiert auf vielen Studien
wird in einer Studie getestet
Merksatz:
Theorien erklären, Hypothesen werden getestet.
Was bedeutet Empirie (empirisch) ?
Empirie bedeutet,
Erkenntnisse durch
Beobachtungen,
Messungen
oder Experimente
zu gewinnen.
Wissenschaft arbeitet empirisch.
Evidenz sind wissenschaftliche Belege,
die eine Aussage unterstützen.
Je mehr hochwertige Evidenz vorhanden ist,
desto glaubwürdiger ist eine Theorie.
Was bedeutet und was Falsifikation?
Falsifikation bedeutet,
dass eine Hypothese widerlegt werden können muss.
Eine wissenschaftliche Aussage muss grundsätzlich überprüfbar und falsifizierbar sein.
„Alle Schwäne sind weiß."
→ Ein schwarzer Schwan würde diese Aussage widerlegen.
Warum kann man wissenschaftliche Theorien nicht endgültig beweisen?
Weil jederzeit neue Erkenntnisse auftreten können.
Theorien gelten deshalb immer nur so lange,
bis bessere Erklärungen gefunden werden.
Unterschied zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft?
Wissenschaft
überprüfbar
falsifizierbar
evidenzbasiert
nachvollziehbar
Pseudowissenschaft
kaum überprüfbar
beruft sich oft auf Einzelfälle
ignoriert Gegenbeweise
arbeitet häufig mit Behauptungen
Was bedeutet Objektivität?
Objektivität bedeutet,
dass Ergebnisse unabhängig von der Person sind,
die die Untersuchung durchführt.
Jeder sollte bei gleicher Methode zum gleichen Ergebnis kommen.
Wie wird wissenschaftliches Wissen erarbeitet?
Beobachtung
Theorie entwickeln
Hypothese formulieren
Hypothese testen
Ergebnisse auswerten
Theorie bestätigen oder anpassen
Welche drei Arten wissenschaftlichen Schlussfolgerns gibt es?
Deduktion
Induktion
Abduktion
Sie unterscheiden sich darin, wie neues Wissen entsteht.
Was bedeuten Deduktion, Induktion und Abduktion?
Theorie → Hypothese → Test
(vom Allgemeinen zum Besonderen)
Beobachtungen → Theorie
(vom Besonderen zum Allgemeinen)
Beobachtung → plausibelste Erklärung
(neue Hypothese entwickeln)
Was ist ein Paradigma?
Ein Paradigma ist ein gemeinsames wissenschaftliches Weltbild.
Es bestimmt,
welche Fragen gestellt werden,
welche Methoden genutzt werden,
wie Ergebnisse interpretiert werden.
Was ist ein Paradigmenwechsel (Thomas Kuhn)?
Ein Paradigmenwechsel entsteht,
wenn neue Erkenntnisse das bisherige Weltbild ersetzen.
Geozentrisches Weltbild
↓
Heliozentrisches Weltbild
Wissenschaft entwickelt sich dadurch weiter.
Was ist ein wissenschaftliches Argument?
Ein wissenschaftliches Argument ist eine evidenzbasierte Argumentationskette, bestehend aus:
Behauptung + Beweis + Bergründung
Was sind Prämisse und Konklusion?
Prämisse = Ausgangsaussage bzw. Begründung.
Konklusion = Schlussfolgerung, die aus den Prämissen gezogen wird.
➡️ Nur wenn die Prämissen logisch zur Konklusion führen, ist das Argument schlüssig.
Deduktion vs. Induktion
Allgemeines → Einzelfall
Schlussfolgerung ist logisch zwingend (wenn Prämissen stimmen)
Einzelfälle → allgemeine Aussage
Schlussfolgerung ist wahrscheinlich, aber nicht sicher
Was ist ein logischer Fehlschluss?
Ein logischer Fehlschluss ist ein Fehler im Denken oder Argumentieren.
Das Argument wirkt überzeugend,
ist aber logisch nicht korrekt.
In der Wissenschaft sollen solche Fehlschlüsse erkannt und vermieden werden.
Die wichtigsten logischen Fehlschlüsse
Die Schlussfolgerung des Arguments passt logisch nicht mehr zur Prämisse (Ausgangssaussage) - denn es hat ein logischer Fehlschluss stattgefunden:
Ad-hominem: Angriff auf die Person statt auf das Argument.
-> Vorschlag wird nicht ernst genommen, weil er von Praktikantin kommt
Strohmann: Argument des Gegenübers verzerren und dann angreifen.
-> Du bist gegen das Bonusmodell? dann willst du wohl dass niemand mehr motiviert arbeitet
Falsches Dilemma: Es werden nur zwei Möglichkeiten dargestellt, obwohl es mehr gibt.
Zirkelschluss: Die Behauptung wird mit sich selbst begründet.
-> wir machen das so, weil es so am besten ist
Falsche Kausalität: Annahme A verursacht Annahme B, nur weil A nach B passiert ist
Autoritätsargument: Berufung auf Autorität ohne Argumenr selbst zu prüfen
Anekdotische Evidenz: Einzelbeispiele werden als Beweis für allgemeine Aussage verwendet
Mehrheitsargument (Bandwagon): Etwas als richtig darstellen, weil es viele tun oder glauben
Was ist der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität?
Zwei Merkmale treten gemeinsam auf oder verändern sich gemeinsam.
➡️ Das bedeutet nicht automatisch, dass das eine das andere verursacht.
Im Sommer werden mehr Eis verkauft und es gibt mehr Sonnenbrände.
→ Beides tritt gleichzeitig häufiger auf (Korrelation).
Ein Merkmal verursacht das andere.
Es besteht also eine Ursache-Wirkungs-Beziehung.
UV-Strahlung verursacht Sonnenbrände.
→ Hier liegt eine Kausalität vor.
Kausalität bedeutet Ursache und Wirkung.
Jede Kausalität zeigt eine Korrelation – aber nicht jede Korrelation ist eine Kausalität.
Wie erkennt man gute wissenschaftliche Argumente?
logisch aufgebaut,
evidenzbasiert,
nachvollziehbar,
frei von Fehlschlüssen,
kritisch überprüfbar.
Heuristiken sind mentale Faustregeln, mit denen unser Gehirn Informationen schnell verarbeitet.
Vorteil:
spart Zeit
erleichtert Entscheidungen
kann zu kognitiven Verzerrungen führen.
Heuristiken = schnelle Abkürzungen
Bias = möglicher Denkfehler durch Heuristiken
Was sind kognitive Verzerrungen (Cognitive Biases)?
Kognitive Verzerrungen sind systematische Denkfehler, die unsere Wahrnehmung und Entscheidungen beeinflussen.
Sie entstehen häufig, weil unser Gehirn mit Heuristiken (mentalen Abkürzungen) arbeitet.
➡️ Dadurch treffen wir oft schnelle, aber nicht immer richtige Entscheidungen.
Confirmation Bias (Bestätigungsfehler)
Menschen suchen bevorzugt nach Informationen,
die ihre eigene Meinung bestätigen,
und ignorieren widersprechende Informationen.
Man liest nur Artikel,
die die eigene politische Meinung unterstützen.
Availability Bias (Verfügbarkeitsheuristik)
Ereignisse, an die wir uns leicht erinnern (zB wegenb Medien oder Aktualität), halten wir automatisch für häufiger oder wahrscheinlicher.
Nach einem Flugzeugabsturz in den Medien glauben viele, Fliegen sei gefährlicher als Autofahren.
Anchoring Bias (Ankereffekt)
Die erste Information, die wir erhalten,
beeinflusst unsere spätere Entscheidung.
Ein T-Shirt kostet zuerst 120 € und später 60 €.
→ 60 € wirkt günstig,
obwohl der Preis vielleicht trotzdem hoch ist.
Overconfidence Bias (Selbstüberschätzung)
Menschen überschätzen häufig
ihr Wissen,
ihre Fähigkeiten
oder ihre Vorhersagen.
Dadurch treffen sie oft schlechtere Entscheidungen.
Hindsight Bias (Rückschaufehler)
Nach einem Ereignis glauben wir,
wir hätten das Ergebnis schon vorher gewusst.
„Das war doch völlig klar, dass die Aktie fällt."
Obwohl man es vorher nicht wusste.
Was ist der Framing-Effekt?
Die Art, wie Informationen formuliert werden,
beeinflusst unsere Entscheidung.
„90 % Überlebensrate"
wirkt positiver als
„10 % Sterberate"
→ Beide Aussagen bedeuten dasselbe.
Was kann man gegen kognitive Verzerrungen tun?
kritisch hinterfragen
Gegenargumente suchen
mehrere Quellen nutzen
Entscheidungen bewusst überprüfen
wissenschaftliche Methoden anwenden
Die wichtigsten Biases im Überblick
Bias
Bedeutung
Confirmation Bias
Nur bestätigende Informationen suchen
Availability Bias
Verfügbarkeit
Leicht erinnerbare Ereignisse überschätzen
Anchoring Bias
Anker
Erste Information beeinflusst Entscheidung
Overconfidence Bias
Selbstüberschätzung
Eigene Fähigkeiten überschätzen
Hindsight Bias
Nachträgliche Verzerrung
„Das war doch klar."
Framing
Darstellung
Formulierung beeinflusst Entscheidungen
Warum bewertet man Forschungsliteratur kritisch?
Nicht jede veröffentlichte Studie ist automatisch wissenschaftlich hochwertig. Forschungsliteratur muss deshalb kritisch bewertet werden, um ihre Qualität, Glaubwürdigkeit und Relevanz beurteilen zu können. So lassen sich fundierte wissenschaftliche und praktische Entscheidungen treffen.
Wie ist ein wissenschaftlicher Forschungsartikel aufgebaut?
Ein Forschungsartikel folgt meist diesem Aufbau:
Thema & Fragestellung
Relevanz
Forschungsstand (Theorie)
Forschungslücke
Forschungsfrage bzw. Hypothese
Methodik
Ergebnisse
Diskussion & Interpretation
Schlussfolgerungen & Empfehlungen
➡️ Die einzelnen Teile bauen logisch aufeinander auf.
Welche Funktion haben Thema, Fragestellung und Relevanz?
Die Fragestellung legt fest, welche Frage die Studie beantworten soll und muss mit der gewählten Methodik beantwortbar sein. Die Relevanz erklärt, warum das Thema für Wissenschaft, Gesellschaft oder Praxis wichtig ist und begründet häufig die Forschungslücke.
Was sind Forschungsstand, Forschungslücke und Hypothese?
Der Forschungsstand beschreibt das bereits vorhandene Wissen zu einem Thema. Die Forschungslücke zeigt, welches Wissen noch fehlt oder widersprüchlich ist.
Daraus werden anschließend konkrete Forschungsfragen oder Hypothesen entwickelt.
Welche Aufgabe haben Methodik, Ergebnisse und Diskussion?
Die Methodik beschreibt nachvollziehbar, wie die Untersuchung durchgeführt wurde.
Die Ergebnisse stellen die erhobenen Daten möglichst objektiv dar.
In der Diskussion werden die Ergebnisse interpretiert, mit anderer Forschung verglichen und ihre Aussagekraft sowie mögliche Einschränkungen bewertet.
Was sind die vier Standards des wissenschaftlichen Arbeitens?
Eine wissenschaftliche Arbeit erfüllt vier grundlegende Standards:
Wissenschaftliches Forschungsproblem (inhaltliche Relevanz)
Wissenschaftlicher Forschungsprozess (methodische Strenge)
Wissenschafts- und Forschungsethik (ethische Strenge)
Dokumentation des Forschungsprojekts (Qualität der Darstellung)
Nur wenn alle vier erfüllt sind, gilt eine Arbeit als wissenschaftlich.
Woran erkennt man wissenschaftliche Literatur?
qualifizierte Autor:innen und wissenschaftliche Institutionen
Veröffentlichung in Fachzeitschriften oder wissenschaftlichen Büchern
klare Fragestellung
wissenschaftliche Fachbegriffe (z. B. Studie, Theorie, Methode)
nachvollziehbare Quellen und aktuelle Literatur
Bezug zum bisherigen Forschungsstand.
Was bedeuten ethische Strenge und Qualität der Darstellung?
Ethische Strenge bedeutet, dass die Regeln der Wissenschafts- und Forschungsethik eingehalten werden.
Qualität der Darstellung bedeutet, dass die Studie vollständig, logisch aufgebaut, verständlich geschrieben und nach den Standards wissenschaftlicher Berichterstattung dokumentiert ist.
Was bedeutet methodische Strenge?
Methodische Strenge bedeutet, dass die gewählten Methoden geeignet, regelkonform, nachvollziehbar dokumentiert sowie valide und reliabel sind. Nur dann sind die Ergebnisse wissenschaftlich belastbar.
Was ist eine Forschungsfrage?
Eine Forschungsfrage beschreibt, welches wissenschaftliche Problem untersucht werden soll.
-> Sie bildet den Ausgangspunkt einer Studie und bestimmt, welche Daten erhoben und welche Methoden eingesetzt werden.
-> Eine gute Forschungsfrage muss klar, präzise und empirisch beantwortbar sein.
Eine Hypothese ist eine empirisch überprüfbare Vermutung über den Zusammenhang zwischen mindestens zwei Sachverhalten.
Sie wird aus Theorien oder bereits vorhandenen empirischen Befunden abgeleitet.
Mit ihrer Hilfe werden bestehende Theorien überprüft und weiterentwickelt.
Wie entsteht eine Hypothese?
Eine Hypothese entsteht durch Deduktion.
Zunächst gibt es eine Theorie, die einen bestimmten Zusammenhang erklärt.
Aus dieser Theorie wird eine Forschungsfrage entwickelt.
Anschließend wird daraus eine Hypothese formuliert, die sich durch eine empirische Untersuchung überprüfen lässt.
Theorie → Forschungsfrage → Hypothese → empirische Überprüfung
Welche Arten von Hypothesen gibt es?
Vermutet einen Unterschied zwischen zwei oder mehreren Gruppen.
Beispiel: Es besteht ein Unterschied zwischen Gruppe A und Gruppe B.
Vermutet einen Zusammenhang zwischen zwei Variablen.
Beispiel: Es besteht ein Zusammenhang zwischen X und Y.
Was ist der Unterschied zwischen gerichteten und ungerichteten Hypothesen?
Macht eine Aussage über die Richtung eines Effekts.
Typische Formulierungen:
Wenn … dann …
Je … desto …
Beschreibt lediglich, dass ein Unterschied oder Zusammenhang besteht.
Eine Richtung wird nicht angegeben.
Was sind unabhängige und abhängige Variablen?
Die unabhängige Variable (UV) ist die Variable, die einen Einfluss auf etwas anderes ausübt.
-> Sie wird auch Prädiktor oder erklärende Variable genannt.
Die abhängige Variable (AV) ist die Variable, deren Wert gemessen oder beobachtet wird.
-> Sie heißt abhängig, weil ihr Ergebnis von der Veränderung der UV beeinflusst wird.
UV = Nutzung von KI-Tools
AV = Bewertung der Hausarbeit
Die UV beeinflusst, die AV wird gemessen.
Welche Merkmale hat eine gute Hypothese?
Eine gute Hypothese ist
präzise formuliert,
empirisch überprüfbar,
aus einer Theorie ableitbar,
logisch konsistent
und enthält klar definierte Variablen (UV und AV).
Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Hypothese wissenschaftlich überprüft werden.
Wie hängen Forschungsfrage, theoretischer Rahmen und Hypothese zusammen?
Die Forschungsfrage beschreibt, welches Problem untersucht werden soll.
Der theoretische Rahmen liefert die wissenschaftliche Begründung dafür, warum ein bestimmter Zusammenhang erwartet wird.
Die Hypothese übersetzt diese theoretische Annahme in eine konkrete Aussage, die empirisch überprüft werden kann.
Alle drei müssen logisch konsistent sein und inhaltlich zusammenpassen.
Was unterscheidet eine gute von einer schlechten Hypothese?
Eine schlechte Hypothese ist zu allgemein oder ungenau formuliert.
"KI ist gut für Studierende."
Hier ist nicht klar,
was mit „gut" gemeint ist,
welche Variablen untersucht werden
und wie die Aussage überprüft werden soll.
Eine gute Hypothese formuliert einen konkreten, überprüfbaren Zusammenhang.
"Studierende, die KI-Tools zur Strukturierung ihrer Hausarbeiten nutzen, erzielen im Durchschnitt höhere Bewertungspunkte als Studierende ohne KI-Nutzung."
Hier sind UV, AV und die erwartete Beziehung eindeutig definiert.
Was ist ein Forschungsdesign?
Das Forschungsdesign beschreibt die methodische Vorgehensweise einer Studie. Es legt fest, wie eine Forschungsfrage untersucht wird.
Dazu gehören unter anderem
der wissenschaftstheoretische Ansatz (qualitativ, quantitativ oder Mixed Methods),
die Wahl der Datenerhebungsmethode,
die Auswahl der Stichprobe,
der Untersuchungsort und
der zeitliche Ablauf der Untersuchung.
Je nach Forschungsfrage können innerhalb eines Forschungsdesigns unterschiedliche Methoden kombiniert werden.
Welche Arten von Forschungsdesigns gibt es?
Ein Forschungsdesign kann nach verschiedenen Kriterien beschrieben werden.
Die wichtigsten sind:
qualitativ, quantitativ oder Mixed Methods
explorativ, deskriptiv oder explanativ
empirische Studie, Methodenstudie oder Theoriestudie
Labor- oder Feldstudie
Experiment, Quasi-Experiment oder nicht-experimentelle Studie
Querschnitts- oder Längsschnittstudie
Je nach Forschungsfrage wird das passende Design ausgewählt.
Was ist der Unterschied zwischen qualitativer, quantitativer und Mixed-Methods-Forschung?
Die qualitative Forschung untersucht Meinungen, Erfahrungen, Motive oder Bedeutungen.
Sie möchte verstehen, wie oder warum Menschen etwas denken oder handeln.
Typische Methoden sind Interviews, Beobachtungen oder Gruppendiskussionen.
Die quantitative Forschung untersucht messbare Daten.
Sie möchte Hypothesen überprüfen und Zusammenhänge oder Unterschiede statistisch nachweisen.
Typische Methoden sind Fragebögen, Experimente oder standardisierte Tests.
Mixed Methods kombiniert qualitative und quantitative Forschung.
Dadurch können sowohl tiefergehende Erklärungen als auch statistisch überprüfbare Ergebnisse gewonnen werden.
qualitativ = verstehen
quantitativ = messen
Mixed Methods = beides kombinieren
Was ist ein exploratives Forschungsdesign?
Ein exploratives Forschungsdesign wird verwendet, wenn ein Thema bisher wenig erforscht ist.
Ziel ist es,
erste Erkenntnisse zu gewinnen,
Zusammenhänge zu entdecken
und neue Hypothesen zu entwickeln.
Häufig kommen qualitative Methoden zum Einsatz, da diese neue Perspektiven und offene Antworten ermöglichen.
explorativ = entdecken und Hypothesen entwickeln
Was ist ein deskriptives Forschungsdesign?
Ein deskriptives Forschungsdesign dient dazu, einen Sachverhalt systematisch zu beschreiben.
Es beantwortet beispielsweise Fragen wie:
Wer?
Was?
Wann?
Wo?
Wie häufig?
Es beschreibt also den aktuellen Zustand, erklärt jedoch nicht, warum dieser besteht.
deskriptiv = beschreiben
Was ist ein explanatives Forschungsdesign?
Ein explanatives Forschungsdesign untersucht Ursache-Wirkungs-Beziehungen.
Ziel ist es herauszufinden,
warum ein bestimmter Zusammenhang besteht,
welche Variable einen Effekt verursacht
oder wodurch sich Veränderungen erklären lassen.
Häufig werden hierfür Experimente oder andere kontrollierte Forschungsdesigns eingesetzt.
explanativ = erklären
Was ist der Unterschied zwischen Labor- und Feldstudien?
Eine Laborstudie findet unter kontrollierten Bedingungen statt.
Dadurch können Störfaktoren weitgehend ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse sind oft sehr genau, die Situation entspricht jedoch nicht immer dem Alltag.
Eine Feldstudie findet in der natürlichen Umgebung der Teilnehmenden statt.
Dadurch sind die Ergebnisse häufig alltagsnäher, allerdings haben Forschende weniger Kontrolle über mögliche Störfaktoren.
Labor = hohe Kontrolle
Feld = hohe Alltagsnähe
Die Forschenden verändern gezielt die unabhängige Variable (UV) und untersuchen deren Einfluss auf die abhängige Variable (AV).
Dadurch lassen sich kausale Zusammenhänge untersuchen.
Auch hier wird eine UV untersucht.
Im Gegensatz zum Experiment fehlen jedoch bestimmte Voraussetzungen, z. B. eine zufällige Zuteilung (Randomisierung) oder die vollständige Kontrolle aller Bedingungen.
Dadurch sind Aussagen über Kausalität weniger eindeutig.
Die Forschenden beobachten oder messen lediglich bestehende Zusammenhänge.
Es wird keine Variable gezielt manipuliert, weshalb in der Regel keine sicheren Ursache-Wirkungs-Aussagenmöglich sind.
Experiment = manipulieren
Quasi-Experiment = teilweise manipulieren
nicht-experimentell = beobachten
Bei einer Querschnittsstudie werden Daten zu einem einzigen Zeitpunkt erhoben.
Sie liefert eine Momentaufnahme eines Sachverhalts.
Bei einer Längsschnittstudie werden dieselben Personen oder Gruppen über einen längeren Zeitraum mehrfach untersucht.
Dadurch können Entwicklungen und Veränderungen beobachtet werden.
Querschnitt = ein Zeitpunkt
Längsschnitt = mehrere Zeitpunkte
Welche Methoden der Datenerhebung gibt es?
Die wichtigsten Methoden der Datenerhebung sind:
Erfasst Einstellungen, Meinungen oder Erfahrungen von Personen.
Erfasst tatsächliches Verhalten in natürlichen oder kontrollierten Situationen.
Untersucht Texte, Bilder oder andere Medien systematisch auf bestimmte Merkmale.
Diese Methoden können qualitativ oder quantitativ eingesetzt werden.
Wichtig:
Ein Experiment ist keine Methode, sondern ein Forschungsdesign.
Was sind die Gütekriterien qualitativer Forschung?
Mit den Gütekriterien wird beurteilt, ob qualitative Forschung wissenschaftlichen Anforderungen entspricht.
Die wichtigsten Kriterien sind:
Zuverlässigkeit → intersubjektive Nachvollziehbarkeit
Gültigkeit → Fragestellung, Theorie, Methode und Ergebnisse passen zusammen
Übertragbarkeit → Ergebnisse können auf ähnliche Situationen übertragen werden
Werturteilsfreiheit → Forschende bewerten ihre Ergebnisse nicht normativ
Diese Kriterien sichern die Qualität qualitativer Forschung.
Was sind die Gütekriterien quantitativer Forschung?
Die wichtigsten Gütekriterien sind:
Die Messung ist zuverlässig und liefert bei Wiederholung vergleichbare Ergebnisse.
Es wird tatsächlich das gemessen, was gemessen werden soll.
Die Ergebnisse sind unabhängig von der Person, die die Untersuchung durchführt.
Die Studie kann unter ähnlichen Bedingungen wiederholt werden und führt zu vergleichbaren Ergebnissen.
Was ist der Unterschied zwischen Forschungsethik und Wissenschaftsethik?
Die Forschungsethik schützt die Versuchspersonen.
-> Sie sorgt dafür, dass Menschen weder geschädigt noch in ihren Rechten oder ihrer Würde verletzt werden.
Die Wissenschaftsethik regelt das Verhalten der Forschenden.
-> Sie fordert gute wissenschaftliche Praxis und verbietet beispielsweise Fälschung, Erfindung oder Plagiate.
Forschungsethik = Schutz der Teilnehmenden
Wissenschaftsethik = verantwortungsvolles wissenschaftliches Arbeiten
Welche ethischen Prinzipien gelten im Umgang mit Versuchspersonen?
Die drei wichtigsten Prinzipien sind:
Teilnehmende entscheiden freiwillig und werden vorher vollständig informiert.
Die Teilnahme darf keine unnötigen körperlichen oder psychischen Schäden verursachen.
-> FAS
Personenbezogene Daten müssen geschützt und vertraulich behandelt werden.
Diese Prinzipien schützen Menschenwürde, Menschenrechte und Persönlichkeitsrechte der Teilnehmenden.
Was ist qualitative Datenanalyse?
Die qualitative Datenanalyse dient dazu, nicht-numerische Daten (z. B. Interviews, Texte oder Bilder)
interpretierend (hermeneutisch) auszuwerten, um ein Forschungsproblem zu verstehen.
Sie verfolgt ein exploratives Erkenntnisinteresse, ist überwiegend induktiv und zielt auf die Entwicklung von Themen, Kategorien oder Theorien ab.
Qualitativ = Verstehen statt Messen.
Welche Daten werden in der qualitativen Forschung analysiert?
Qualitative Forschung arbeitet mit nicht-numerischem Datenmaterial, z. B.:
Interviewtranskripte
Beobachtungsprotokolle
Freitextantworten
Dokumente
Fotos
Videos
Tonaufnahmen
Das Ziel ist immer, Bedeutungen und Zusammenhänge zu verstehen.
Welche Merkmale kennzeichnen qualitative Datenanalyse?
interpretierend (hermeneutisch)
explorativ
überwiegend induktiv
untersucht Bedeutungen statt Zahlen
entwickelt Themen, Kategorien oder Theorien
keine Hypothesenprüfung
Qualitativ = Entdecken, nicht Beweisen.
Warum können in der qualitativen Forschung keine Hypothesen getestet werden?
Qualitative Forschung dient vor allem dazu,
neue Erkenntnisse zu gewinnen,
Zusammenhänge zu entdecken,
Kategorien und Theorien zu entwickeln.
Sie ist daher hypothesen- und theoriebildend, nicht hypothesenprüfend.
Hypothesentests gehören zur quantitativen Forschung.
Wie läuft eine qualitative Inhaltsanalyse ab?
Daten in Analyseeinheiten zerlegen (z. B. Sätze oder Absätze)
Textstellen codieren
Ähnliche Codes zu Kategorien zusammenfassen
Kategorien interpretieren
Themen, Typen oder Theorien ableiten
Text → Codes → Kategorien → Interpretation.
Was sind deduktive und induktive Kategorienbildung?
Deduktiv
Kategorien werden vor der Analyse aus Theorie oder Forschungsfragen entwickelt.
Induktiv
Kategorien entstehen während der Analyse direkt aus dem Datenmaterial.
In der Praxis werden häufig beide Ansätze kombiniert.
Deduktiv = Theorie → Daten Induktiv = Daten → Theorie.
Welche vier qualitativen Analysemethoden sollte man kennen?
1. Inhaltsanalyse
sucht Muster, Strukturen und Typen
am häufigsten verwendet
2. Thematische Analyse
identifiziert wiederkehrende Themen
3. Grounded Theory
entwickelt neue Theorien
besonders anspruchsvoll
4. Diskursanalyse
untersucht, wie Sprache Bedeutungen, Macht und gesellschaftliche Realität konstruiert.
Inhalt – Themen – Theorie – Diskurs.
Wozu dient QDA-Software?
QDA-Software unterstützt die qualitative Datenanalyse, z. B. durch:
Datenmanagement
Code- und Kategorienverwaltung
Suchfunktionen
Memos
Teamarbeit beim Codieren
Visualisierung
Mixed-Methods-Unterstützung
Sie erleichtert die Organisation und Nachvollziehbarkeit der Analyse.
QDA hilft beim Ordnen, nicht beim Interpretieren.
Was bedeutet Hermeneutik in der qualitativen Datenanalyse?
Hermeneutik bezeichnet die interpretierende Auslegung von Daten. Ziel ist es, die Bedeutung von Aussagen, Texten oder anderem nicht-numerischen Material zu verstehen.
Im Gegensatz zur quantitativen Forschung geht es nicht nur darum, was gesagt wurde, sondern auch wie, warum und in welchem Kontext etwas gemeint ist.
Die Interpretation erfolgt immer im Hinblick auf die Forschungsfrage und den Kontext der Studie.
Wenn eine befragte Person sagt:
"KI spart mir Zeit, aber ich vertraue ihr nicht vollständig."
wird nicht nur die Aussage festgehalten, sondern auch interpretiert, welche Einstellungen, Erfahrungen oder Bedeutungen dahinterstehen.
Hermeneutik = verstehen und interpretieren, nicht nur beschreiben.
Was bedeutet Kodierung (Coding) in der qualitativen Datenanalyse?
Die Kodierung ist der Prozess, bei dem Textstellen oder andere Analyseeinheiten mit einem Code versehen werden.
Ein Code ist ein kurzer Begriff oder eine Bezeichnung, die den Inhalt einer Aussage zusammenfasst.
Mehrere ähnliche Codes werden anschließend zu übergeordneten Kategorien zusammengefasst.
Die Kodierung hilft dabei, große Datenmengen systematisch zu strukturieren und Muster zu erkennen.
Interviewaussage:
"Ich überprüfe Informationen immer auf mehreren Webseiten."
Code: Quellenprüfung
Kategorie: Kritischer Umgang mit Informationen
Textstelle → Code → Kategorie → Interpretation
Warum werden in der qualitativen Datenanalyse Codes und Kategorien verwendet?
Codes und Kategorien helfen dabei, umfangreiches Datenmaterial systematisch auszuwerten.
Durch die Kodierung werden einzelne Aussagen zunächst strukturiert. Anschließend werden ähnliche Codes zu Kategorien zusammengefasst, sodass wiederkehrende Themen, Muster oder Typen sichtbar werden.
Die Kategorien bilden die Grundlage für die anschließende Interpretation und die Beantwortung der Forschungsfrage.
Codes ordnen einzelne Aussagen – Kategorien bündeln ähnliche Codes.
Was ist quantitative Datenanalyse?
Die quantitative Datenanalyse untersucht numerische (messbare) Daten, um Fragestellungen objektiv zu beantworten und Hypothesen statistisch zu überprüfen.
Daten zu beschreiben,
Zusammenhänge oder Unterschiede zu analysieren,
Ergebnisse von einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit zu übertragen.
Im Gegensatz zur qualitativen Forschung steht nicht die Interpretation einzelner Aussagen, sondern die statistische Auswertung von Zahlen im Mittelpunkt.
Quantitativ = Messen, Berechnen und Hypothesen testen.
Was ist eine Datenmatrix?
Eine Datenmatrix ist eine tabellarische Darstellung der erhobenen Daten, bei der die Zeilen die Untersuchungseinheiten (Fälle) und die Spalten die Variablen enthalten.
-> quantitative Forschung
Eselsbrücke
🧑 Zeilen = Wer? (Personen/Fälle)
📊 Spalten = Was? (Variablen/Merkmale)
Was ist eine Nominalskala?
Die Nominalskala ist das einfachste Skalenniveau.
Sie dient dazu, Beobachtungen verschiedenen Kategorien zuzuordnen, ohne dass diese Kategorien eine natürliche Reihenfolge besitzen.
Die Ausprägungen unterscheiden sich also nur qualitativ, nicht quantitativ.
Geschlecht
Augenfarbe
Nationalität
Studiengang
Mit nominalskalierten Daten kann man lediglich
Häufigkeiten bestimmen,
den Modus (häufigste Kategorie) berechnen
oder Kategorien miteinander vergleichen.
Ein Mittelwert oder Median ist nicht sinnvoll.
Nominal = nur Namen bzw. Kategorien.
Welche Skalenniveaus gibt es?
Das Skalenniveau bestimmt, welche statistischen Verfahren verwendet werden dürfen.
Kategorien ohne Reihenfolge
Beispiele: Geschlecht, Augenfarbe
möglich: Häufigkeiten zählen, Modus
Rangfolge vorhanden
Abstände nicht gleich groß
Beispiele: Schulnoten, Platzierungen
möglich: Median
gleiche Abstände
kein absoluter Nullpunkt
Beispiele: Temperatur (°C), Likert-Skalen
möglich: Mittelwert, Standardabweichung
absoluter Nullpunkt vorhanden
Beispiele: Alter, Gewicht, Einkommen
Hier sind alle mathematischen Operationen möglich.
Nominal → Ordinal → Intervall → Ratio = immer mehr mathematische Möglichkeiten.
Was ist eine Ordinalskala?
Die Ordinalskala ordnet Werte in eine Rangfolge.
Im Gegensatz zur Nominalskala gibt es also eine Reihenfolge, allerdings sind die Abstände zwischen den einzelnen Ausprägungen nicht messbar.
Man weiß nur, dass ein Wert höher oder niedriger ist – nicht um wie viel.
Schulnoten
Platzierungen im Wettbewerb
Zufriedenheit (sehr unzufrieden bis sehr zufrieden)
Mit ordinalskalierten Daten kann man
Rangfolgen bilden,
den Median bestimmen
oder Rangkorrelationen berechnen.
Ein Mittelwert ist streng genommen nicht sinnvoll, da die Abstände nicht gleich groß sind.
Ordinal = Reihenfolge vorhanden, Abstände unbekannt.
Was ist eine Intervallskala?
Die Intervallskala gehört zu den metrischen Skalen.
Hier sind die Abstände zwischen den Werten gleich groß, sodass Unterschiede sinnvoll berechnet werden können.
Allerdings besitzt sie keinen absoluten Nullpunkt. Deshalb können Verhältnisse ("doppelt so viel") nicht sinnvoll interpretiert werden.
Temperatur in °C oder °F
Kalenderjahre
IQ-Werte
Mit intervallskalierten Daten können unter anderem berechnet werden:
Mittelwert
Standardabweichung
Korrelationen
viele parametrische Tests
Intervall = gleiche Abstände, aber kein echter Nullpunkt.
Was ist eine Ratioskala (Verhältnisskala)?
Die Ratioskala ist das höchste Skalenniveau und gehört ebenfalls zu den metrischen Skalen.
Wie bei der Intervallskala sind die Abstände zwischen den Werten gleich groß.
Zusätzlich besitzt die Ratioskala jedoch einen absoluten Nullpunkt. Dadurch können auch Verhältnisse sinnvoll interpretiert werden.
Alter
Körpergröße
Gewicht
Einkommen
Reaktionszeit
Beispielsweise kann man sagen:
"20 kg sind doppelt so viel wie 10 kg."
Das wäre bei der Temperatur in °C nicht möglich.
Ratio = gleiche Abstände + echter Nullpunkt.
Was ist deskriptive Statistik?
Die deskriptive Statistik dient dazu, Daten zu organisieren, zu beschreiben und darzustellen.
Sie beantwortet beispielsweise:
Wie sind die Daten verteilt?
Wo liegen die meisten Werte?
Wie stark streuen die Werte?
Zur Beschreibung werden verwendet:
Lagemaße
Streuungsmaße
Tabellen
Diagramme (z. B. Histogramme, Boxplots oder Streudiagramme)
Sie beschreibt nur die Stichprobe und trifft keine Aussagen über die Grundgesamtheit.
Was sind Lagemaße und Streuungsmaße?
Sie zeigen, wo das Zentrum einer Verteilung liegt.
Dazu gehören:
Modus → häufigster Wert (Nominalskala)
Median → mittlerer Wert (Ordinalskala)
arithmetischer Mittelwert → Durchschnitt (metrische Daten)
Sie beschreiben,
wie stark die Werte um das Zentrum streuen.
Bei metrischen Daten werden meist Mittelwert (M) und Standardabweichung (SD) gemeinsam berichtet.
Lage = Wo? Streuung = Wie weit verteilt?
Was ist induktive Statistik?
Bei der induktiven Statistik wollen wir die Erkenntnisse aus unseren Daten verallgemeinern, indem wir von Ergebnissen aus einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit schleißen und Hypothesen tesen.
Deskriptiv = beschreiben
Induktiv = verallgemeinern
Was bedeutet statistische Signifikanz?
Signifikanz beschreibt, ob ein beobachteter Unterschied oder Zusammenhang wahrscheinlich nicht zufällig entstanden ist.
Entscheidend ist der p-Wert.
p < 0,05 → Ergebnis ist statistisch signifikant.
p ≥ 0,05 → Ergebnis ist nicht statistisch signifikant.
Liegt p < α (meist 0,05), wird die Nullhypothese verworfen und die Alternativhypothese vorläufig akzeptiert.
Eine statistische Signifikanz bedeutet nicht automatisch praktische Relevanz. Auch sehr kleine Effekte können signifikant sein.
Signifikant ≠ wichtig.
Was ist der Unterschied zwischen parametrischen und nichtparametrischen Tests?
Voraussetzung:
metrische Daten
annähernde Normalverteilung
t-Test
ANOVA
Werden verwendet,
wenn die Voraussetzungen parametrischer Tests nicht erfüllt sind.
Geeignet für:
Ordinaldaten
nicht normalverteilte metrische Daten
Mann-Whitney-U-Test
Kruskal-Wallis-Test
Normalverteilung → parametrisch keine Normalverteilung → nichtparametrisch
Was bedeutet Datenkompetenz (Data Literacy)?
Datenkompetenz (Data Literacy) ist die Fähigkeit,
Daten zu lesen,
Daten zu verstehen,
sie im richtigen Kontext einzuordnen,
kritisch zu hinterfragen
und für fundierte Entscheidungen zu nutzen.
Dafür braucht man kein Statistikexperte zu sein, sondern ein grundlegendes Verständnis von Datentypen, Analysen und Darstellungen.
Warum sollte man statistische Ergebnisse immer kritisch betrachten?
Statistische Kennwerte können irreführend sein, wenn sie ohne Kontext betrachtet werden.
Ein Beispiel ist der Mittelwert:
Er reagiert empfindlich auf Ausreißer (Extremwerte).
Dadurch können zwei Datensätze denselben Median, aber sehr unterschiedliche Mittelwerte besitzen.
Deshalb sollten statistische Ergebnisse immer kritisch interpretiert und nicht nur einzelne Kennwerte betrachtet werden.
Ein Mittelwert erzählt nie die ganze Geschichte.
Was ist der Modus (Modalwert)?
Der Modus ist der am häufigsten vorkommende Wert in einem Datensatz.
Er zeigt also, welche Ausprägung am typischsten oder häufigsten vertreten ist.
Der Modus wird vor allem bei nominalskalierten Daten verwendet, da dort keine Reihenfolge oder Durchschnittswerte berechnet werden können.
Lieblingsfarbe:
Blau – Rot – Blau – Grün – Blau – Rot
➡️ Modus = Blau
Wann verwendet?
Nominalskala
Häufigkeiten beschreiben
Modus = der häufigste Wert.
Was ist der Median?
Der Median ist der mittlere Wert eines geordneten Datensatzes.
Dazu werden alle Werte zunächst der Größe nach sortiert.
Der Median teilt die Daten in zwei gleich große Hälften:
50 % der Werte liegen darunter.
50 % der Werte liegen darüber.
Er eignet sich besonders für ordinalskalierte Daten und für Daten mit Ausreißern, da er von Extremwerten kaum beeinflusst wird.
2 – 4 – 5 – 7 – 12
➡️ Median = 5
Median = der Wert in der Mitte.
Was ist der arithmetische Mittelwert?
Der arithmetische Mittelwert ist der klassische Durchschnitt.
Er wird berechnet, indem alle Werte addiert und anschließend durch die Anzahl der Werte geteilt werden.
Er beschreibt den Schwerpunkt einer Verteilung und wird hauptsächlich bei metrischen Daten verwendet.
Notenpunkte:
4 – 5 – 6
➡️ Mittelwert = (4 + 5 + 6) ÷ 3 = 5
Der Mittelwert reagiert empfindlich auf Ausreißer.
20.000 €, 22.000 €, 24.000 €, 250.000 €
Der Durchschnitt steigt stark an, obwohl fast alle Personen deutlich weniger verdienen.
Mittelwert = Durchschnitt, aber empfindlich gegenüber Ausreißern.
Was ist die Standardabweichung (SD)?
Die Standardabweichung (SD) ist ein Streuungsmaß.
Sie beschreibt, wie weit die einzelnen Werte durchschnittlich vom Mittelwert entfernt liegen.
Je kleiner die Standardabweichung,
➡️ desto ähnlicher sind sich die Werte.
Je größer die Standardabweichung,
➡️ desto stärker streuen die Werte.
Datensatz A:
49 – 50 – 50 – 51
➡️ kleine Standardabweichung
Datensatz B:
10 – 30 – 50 – 90
➡️ große Standardabweichung
Beide Datensätze können denselben Mittelwert besitzen, unterscheiden sich aber stark in ihrer Streuung.
Standardabweichung = Wie weit liegen die Werte vom Durchschnitt entfernt?
Worin unterscheiden sich Mittelwert und Median?
Der Mittelwert und der Median beschreiben beide die Lage einer Verteilung, reagieren aber unterschiedlich auf Ausreißer.
berücksichtigt alle Werte
reagiert empfindlich auf Extremwerte
eignet sich besonders für metrische Daten ohne starke Ausreißer
ist der mittlere Wert
bleibt auch bei Extremwerten relativ stabil
eignet sich besonders bei schiefen Verteilungen oder Ausreißern
20.000 €, 22.000 €, 24.000 €, 25.000 €, 500.000 €
Median = 24.000 €
Mittelwert = deutlich höher, weil das sehr hohe Einkommen den Durchschnitt nach oben zieht.
Mittelwert = empfindlich gegenüber Ausreißern. Median = robust gegenüber Ausreißern.
wie kann man Forschung kritisch bewerten?
Mit Hilfe der Gütekriterien
Reliabilität: die Zuverlässigkeit einer Messung
Validität: Die Gültigkeit der Messung
Objektivität: Die Unabhängigkeit der Ergebnisse vom Forschenden
(diese Gütekriterien überschneiden sich bei qualitativer und quantitativer Forschung)
darüberhinaus können noch weitere Kriterien genutzt werden (vorallem bei angewandter Forschung):
Durchfühbarkeit
Effizienz
Wirksamkeit
Was ist der Unterschied zwischen Grundlagenforschung und Anwendungsforschung?
Obwohl beide wissenschaftlich arbeiten, verfolgen sie unterschiedliche Ziele.
neues wissenschaftliches Wissen zu gewinnen.
Sie beantwortet grundlegende Fragestellungen und erweitert Theorien, ohne dass sofort ein praktischer Nutzen entstehen muss.
Die Themen können Forschende meist selbst wählen.
Wie entstehen Vorurteile?
Wie funktioniert das menschliche Gedächtnis?
Hier steht die Lösung konkreter Probleme im Mittelpunkt.
Sie wird häufig von Unternehmen, Behörden oder anderen Auftraggebern finanziert.
wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis nutzbar zu machen.
Welche Werbekampagne wirkt besser?
Wie kann Obdachlosigkeit reduziert werden?
Merksatz
Grundlagenforschung erklärt die Welt.
Anwendungsforschung verbessert die Welt.
Welche Unterschiede bestehen zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung?
Grundlagenforschung
Anwendungsforschung
freie Themenwahl
meist durch Auftraggeber vorgegeben
wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn
Lösung praktischer Probleme
Bewertung durch Fachkolleg:innen
Bewertung durch Auftraggeber und Praxis
Publikationen und Theorien stehen im Mittelpunkt
Handlungsempfehlungen und praktische Umsetzung stehen im Mittelpunkt
Wichtig
Auch Anwendungsforschung muss wissenschaftlichen Qualitätskriterien entsprechen.
Umgekehrt profitiert die Anwendungsforschung häufig von Erkenntnissen der Grundlagenforschung.
Beide Forschungsarten sind wissenschaftlich – sie unterscheiden sich vor allem im Ziel.
Nach welchen Kriterien werden Forschungsprojekte bewertet?
Zur Bewertung wissenschaftlicher Projekte werden zunächst die bekannten Gütekriterien verwendet.
Diese sind:
Validität
Reliabilität
Bei angewandter Forschung kommen zusätzlich weitere Kriterien hinzu:
Durchführbarkeit
Relevanz bzw. Wirksamkeit
Gemeinsam helfen diese Kriterien dabei einzuschätzen,
ob eine Studie wissenschaftlich sauber durchgeführt wurde,
ob ihre Ergebnisse vertrauenswürdig sind,
und ob sie in der Praxis tatsächlich einen Nutzen haben.
Gute Forschung muss wissenschaftlich korrekt UND praktisch sinnvoll sein.
Was bedeutet Validität?
Validität = Grad, in dem die Studie glaubwürdig, genau und frei von Verzerrungen ist.
das ist erfüllt, wenn Studie das tut, was sie vorgibt zu tun und Daten angemessen wiedergibt
-> dafür müssen Verzerrungen und Vergälschungen von Forscherinnen eliminiert werden
Validitätsprobleme können während des gesamten Forschungsprozesses entstehen, zum Beispiel bei
der Definition der Forschungsfrage,
der Stichprobenauswahl,
der Formulierung der Fragen,
der Datenerhebung,
der Datenanalyse
oder der Interpretation der Ergebnisse.
Deshalb gilt Validität als eines der wichtigsten Qualitätskriterien wissenschaftlicher Forschung.
Validität = Messen wir wirklich das Richtige?
Welche typischen Verletzungen der Validität gibt es?
Eine Studie verliert an Validität, wenn sie systematisch falsche oder verzerrte Informationen erzeugt.
Typische Beispiele sind:
Forscher gehen von unbegründeten Voraussetzungen aus.
„Alle obdachlosen Menschen besitzen keine beruflichen Fähigkeiten."
Dadurch entstehen möglicherweise ungeeignete Handlungsempfehlungen.
Die Fragestellung lenkt Befragte bereits in eine bestimmte Richtung.
"Finden Sie nicht auch, dass ...?"
Dadurch werden Antworten beeinflusst.
Nur bestimmte Daten werden berücksichtigt, während widersprüchliche Informationen ignoriert werden.
Dadurch entstehen verzerrte Schlussfolgerungen.
Jede Phase einer Studie kann die Validität gefährden. Deshalb müssen Verzerrungen möglichst früh erkannt und reduziert werden.
Was bedeutet Reliabilität?
Reliabilität beschreibt die Zuverlässigkeit einer Messung. Eine Studie ist reliabel, wenn sie bei einer Wiederholung unter denselben Bedingungen zu ähnlichen Ergebnissen führt.
Wichtige Merkmale:
Wiederholbarkeit der Ergebnisse
stabile Messungen
unabhängiger von Zufällen
Beispiel: Wird dieselbe Umfrage erneut durchgeführt und liefert ähnliche Ergebnisse, spricht das für eine hohe Reliabilität.
Reliabilität = gleiche Messung → gleiches Ergebnis.
Objektivität bedeutet, dass die Ergebnisse nicht von der Person der Forschenden beeinflusst werden.
Sie betrifft:
standardisierte Durchführung
neutrale Auswertung
sachliche Interpretation
Objektivität = Die Daten bestimmen das Ergebnis – nicht die Forschenden.
Wie kann Validität sichergestellt werden?
Validität wird erhöht, indem Verzerrungen im gesamten Forschungsprozess vermieden werden.
Wichtige Maßnahmen:
eigene Vorurteile reflektieren (Critical Thinking)
unabhängig von Auftraggebern bleiben
verschiedene Perspektiven im Forschungsteam
externe Überprüfung des Forschungsdesigns
gemeinsame Datenerhebung und -analyse
Validität entsteht durch kritisches Hinterfragen aller Forschungsschritte.
Wie kann Reliabilität sichergestellt werden?
standardisierte Messinstrumente
validierte Skalen oder Pilotstudien
vollständige Dokumentation
Replikationen bzw. Test-Retest
Interrater-Reliabilität
Triangulation verschiedener Methoden
Je besser eine Studie dokumentiert und wiederholbar ist, desto höher ihre Reliabilität.
Welche Biases gefährden die Objektivität?
Confirmation Bias: nur bestätigende Informationen berücksichtigen
Selection Bias: nicht repräsentative Stichprobe
Measurement Bias: Messinstrument beeinflusst Ergebnisse
Observer Bias: Forschende beeinflussen Datenerhebung
Publication Bias: nur signifikante Ergebnisse werden veröffentlicht
Funding Bias: wirtschaftliche Interessen beeinflussen Ergebnisse
Biases führen zu systematischen Verzerrungen der Forschung.
Was bedeuten Effizienz, Durchführbarkeit und Relevanz?
Forschungsziele mit möglichst wenig Zeit, Kosten und Ressourcen erreichen.
Das Forschungsprojekt muss mit den vorhandenen Mitteln realistisch umsetzbar sein.
Die Studie erreicht ihre Ziele und liefert einen praktischen Nutzen bzw. konkrete Handlungsempfehlungen.
Gute Forschung ist wissenschaftlich hochwertig, realistisch umsetzbar und praktisch nützlich.
Warum ist Ethik in der Forschung wichtig?
Ethik stellt sicher, dass Forschung verantwortungsvoll durchgeführt wird und weder Menschen noch Tiere geschädigt werden.
Ziele:
Schutz der Teilnehmenden
glaubwürdige Forschung
Einhaltung wissenschaftlicher Standards
Gute Forschung ist wissenschaftlich und ethisch korrekt.
Was sind die drei wichtigsten Kriterien für den Umgang mit Versuchspersonen?
Freiwilligkeit und informierte Einwilligung
Schutz vor Beeinträchtigung und Schädigung
Anonymisierung und Vertraulichkeit der Daten
Einwilligung – Schutz – Datenschutz.
Was bedeutet Integrität in der Forschung?
Integrität bedeutet, ethische Grundsätze konsequent und glaubwürdig einzuhalten.
Sie ist die Grundlage verantwortungsvoller wissenschaftlicher Arbeit.
Wichtige Werte:
Ehrlichkeit
Verantwortlichkeit
Authentizität
Einwilligung
Sorgfalt
Integrität = konsequentes Handeln nach ethischen Grundsätzen.
Was bedeutet Objektivität im Sinne der Integrität?
Objektivität bedeutet, Schlussfolgerungen auf Grundlage der Beweise zu ziehen und persönliche Interessen außen vor zu lassen.
vollständige Veröffentlichung der Ergebnisse
keine Beeinflussung durch Interessenkonflikte
betrifft den gesamten Forschungsprozess
Objektivität = Die Daten entscheiden, nicht persönliche Interessen.
Welche Rolle spielt Ehrlichkeit in der Forschung?
Ehrlichkeit bedeutet, den Forschungsprozess transparent darzustellen.
Dazu gehört:
Methoden offenlegen
Ergebnisse vollständig berichten
Vertraulichkeit sensibler Daten wahren
Ehrlichkeit = Transparenz ohne Datenschutz zu verletzen.
Was bedeutet Verantwortlichkeit (Rechenschaftspflicht)?
Forschende tragen Verantwortung für ihre eigene Arbeit und die ihres Teams.
nachvollziehbare Forschung
Verantwortung für Veröffentlichungen übernehmen
Verantwortlichkeit = Für Forschung und Ergebnisse geradestehen.
Was bedeutet Authentizität in der Forschung?
Authentizität bedeutet, Ergebnisse wahrheitsgemäß und unverfälscht darzustellen.
Verstöße sind:
Erfinden von Daten (Fabrication)
Manipulation von Daten (Falsification)
Plagiat
Authentizität = Keine erfundenen, manipulierten oder gestohlenen Ergebnisse.
Was bedeuten Compliance und Sorgfalt?
Compliance bedeutet, Gesetze und ethische Regeln einzuhalten und Fehlverhalten zu melden (Whistleblowing).
Sorgfalt bedeutet, Forschung professionell und am Gemeinwohl orientiert durchzuführen sowie Schäden für Teilnehmende zu vermeiden.
Compliance = Regeln einhalten. Sorgfalt = Verantwortungsvoll handeln.
Wie wird Integrität in der Forschung umgesetzt?
Die wissenschaftliche Community fördert Integrität durch:
Regeln guter wissenschaftlicher Praxis
verantwortungsvolle Teamarbeit und Autorenschaft
Peer Review
Ethikkommissionen (IRB)
Integrität wird durch klare Regeln und gegenseitige Kontrolle gesichert.
Was bedeutet Open Science und Präregistrierung?
Open Science fördert Transparenz durch das Teilen von Daten und Materialien.
Präregistrierung bedeutet, dass Forschende ihren Studien- und Auswertungsplan vor Beginn der Datenerhebungveröffentlichen.
verhindert p-Hacking (Signifikanzfischen)
erhöht Transparenz und Glaubwürdigkeit
Präregistrierung = erst planen, dann forschen.
Bei welchen Studien ist besondere Vorsicht bei der Einwilligung nötig?
Besonders sensibel sind:
innovative Methoden
Ton- oder Videoaufzeichnungen
Abhängigkeitsverhältnisse (z. B. eigene Studierende)
eingeschränkte Einwilligungsfähigkeit
Je höher das Risiko oder die Abhängigkeit, desto wichtiger ist die Einwilligung.
Wann sind Täuschungsstudien erlaubt?
Täuschung ist nur in Ausnahmefällen zulässig, wenn:
sie wissenschaftlich notwendig ist,
keine bessere Alternative existiert,
Teilnehmende keinen Schaden erleiden.
Anschließend ist ein Debriefing verpflichtend.
Debriefing:
Aufklärung über den wahren Zweck
Möglichkeit, die Einwilligung nachträglich zurückzuziehen
Täuschung nur ausnahmsweise – Debriefing immer.
Welche ethischen Regeln gelten für den Einsatz von KI in der Forschung?
Forschende sollen:
für Inhalte verantwortlich bleiben,
KI transparent kennzeichnen,
Datenschutz und Urheberrechte beachten,
sich regelmäßig weiterbilden,
KI bei sensiblen Tätigkeiten möglichst vermeiden.
KI unterstützt Forschung – die Verantwortung bleibt beim Menschen.
Wofür steht Integrität in der Forschung?
iIntegrität st entscheidend für ethisches Handeln.
Als Kompass in der Forschung werden diese Werte genutzt:
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