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Kartenstapel

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by Kiana B.

Hauseinführung

Wie erfolgt der Anschluss eines Gebäudes an die öffentliche Infrastruktur?

Welche Hausanschlüsse besitzt ein Gebäude und wo befinden sie sich?

  1. Was ist eine Hauseinführung?

  2. Was ist ein Hausanschlussraum?

  3. Warum braucht das Abwasser Gefälle?

  4. Wozu dient ein Revisionsschacht?


Hauseinführung.

Das ist die Stelle, an der die Leitungen von außen durch die Kellerwand ins Gebäude gelangen.

Hauseinführung = der dichte Übergang der Leitungen vom Erdreich ins Gebäude.

tabelle —> Verlegetiefe der Leitungen

Warum unterschiedlich tief?

  • Frostschutz (vor allem Trinkwasser)

  • Schutz vor Beschädigung

  • unterschiedliche technische Anforderungen

💡 Trinkwasser liegt am tiefsten, damit die Leitung im Winter nicht einfriert.

skizze zeigt den weg der leitung :

-In der Straße liegen die öffentlichen Leitungen.

-Von dort gehen die Leitungen über das Grundstück. Sie verlaufen durch den Vorgarten zum Haus.

-Die Leitungen kommen durch die Kellerwand.➡️ Hauseinführung

-Sie enden im Hausanschlussraum (HA-Raum).Wasserzähler, Gaszähler, Stromzähler, Hauptabsperrventile, Hausanschlüsse

-warum hat das abwasser gefälle —> nur durch die Schwerkraft.

-Abwasser-Revisionsschacht Das ist ein Kontrollschacht.. Er dient dazu,

  • Leitungen zu reinigen,

  • Verstopfungen zu beseitigen,

  • Leitungen zu kontrollieren.

—>Warum wird die Trinkwasserleitung tiefer verlegt als andere Leitungen?

Antwort: Weil Trinkwasserleitungen unter der Frostgrenze liegen müssen (ca. 1,20–1,50 m), damit das Wasser im Winter nicht gefriert und die Leitung nicht beschädigt wird.

Wie werden die sanitären Leitungen in einem Gebäude geplant und verteilt?



Alle beginnen im Technik- bzw. Hausanschlussraum im Keller und werden anschließend im Gebäude verteilt.c

Die Leitungen

🔵 Kaltwasser (Trinkwasser)

Kommt von außen ins Gebäude.

Versorgt:

  • Waschbecken

  • Dusche

  • Badewanne

  • Toilette

  • Küche

🔴 Warmwasser

Das kalte Trinkwasser wird im Heizkessel bzw. Warmwasserspeicher erwärmt.

Danach fließt es zu:

  • Dusche

  • Badewanne

  • Waschbecken

  • Küche

Nicht zur Toilett

🟢 Abwasser

Das benutzte Wasser fließt wieder nach unten.

Alle Sanitärobjekte sind daran angeschlossen:

  • WC

  • Dusche

  • Waschbecken

  • Küche

Es gelangt anschließend in den öffentlichen Kanal.

🟠 Gas

Falls das Gebäude einen Gasanschluss besitzt,

versorgt Gas beispielsweise:

  • Heizkessel

  • Gasher

alle leutzngen verlaufen möglichst gebündelt dsmit:

  1. weniger Leitungen benötigt werden,

  2. kürzere Leitungswege entstehen,

  3. Wartung einfacher wird,

  4. Kosten sinken.

bad / küche übereinander —> Weil alle Wasser- und Abwasserleitungen denselben Installationsschacht nutzen können.

➡️ Dadurch spart man Leitungen und Kosten. Das ist ein sehr wichtiges Planungsprinzip.


Was befindet sich im Hausanschlussraum?

Welche Einrichtungen gehören zur Installationsplanung?


gas wasser strom telekommunikation: Potentialausgleichsschiene

Hier werden alle metallischen Leitungen elektrisch miteinander verbunden.

Ziel:

➡️ Schutz vor gefährlichen Spannungen.

-Potentialausgleich der Leitungen

Auch Wasser-, Gas- und Heizungsleitungen werden geerdet.

Abwasserrohr

Leitet das Schmutzwasser zum Kanal.

Blitzschutz

Der Blitzstrom wird sicher ins Erdreich geleitet.


Potentialausgleich:

Wasserleitung, Heizungsrohr, Gasleitung. Alle bestehen aus Metall.

Bei einem Fehler könnten unterschiedliche elektrische Spannungen auftreten. Deshalb verbindet man sie miteinander und mit der Erdung.

➡️ Alle haben dadurch das gleiche elektrische Potential. Das schützt Menschen vor Stromschlägen










Die Folie zeigt den natürlichen Kreislauf des Wassers auf der Erde.

Das Wasser verschwindet nie – es wechselt nur ständig seinen Ort und seinen Zustand (flüssig, gasförmig oder fest).


>Der globale Wasserkreislauf beschreibt den ständigen Austausch von Wasser zwischen Meer, Atmosphäre und Land durch Verdunstung, Wolkenbildung, Niederschlag, Versickerung und Abfluss. Aus diesem Kreislauf stammt unser Trinkwasser.



1. Verdunstung ☀️

Die Sonne erwärmt:

  • Meere

  • Seen

  • Flüsse

  • Böden

Dadurch verdunstet Wasser.

➡️ Es wird zu Wasserdampf und steigt in die Atmosphäre auf.

Auf der Folie sieht man:

  • Verdunstung über dem Meer

  • Verdunstung über Land und Seen

2. Transpiration 🌳

Nicht nur Wasserflächen verdunsten.

Auch Pflanzen geben Wasser über ihre Blätter ab.

Das nennt man:

Transpiration

Zusammen mit der Verdunstung nennt man diesen Vorgang:

Evapotranspiration

3. Wolkenbildung ☁️

Der Wasserdampf steigt nach oben.

In der Atmosphäre kühlt er ab.

Dadurch entstehen:

➡️ Wolken.

Die Folie nennt das:

Zwischenspeicherung in der Atmosphäre

4. Niederschlag 🌧️

Wenn die Wolken zu viel Wasser enthalten,

fällt das Wasser wieder herunter als:

  • Regen

  • Schnee

  • Hagel

Auf der Folie:

  • Niederschläge über dem Meer

  • Niederschläge über dem Land

5. Was passiert mit dem Regen?

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten.

Möglichkeit 1

Ein Teil fließt direkt

➡️ in Bäche

➡️ Flüsse

➡️ Seen

➡️ schließlich ins Meer.

Möglichkeit 2

Ein Teil versickert im Boden.

Dort entsteht:

➡️ Grundwasser.

Das Grundwasser ist später eine der wichtigsten Quellen für unser Trinkwasser.

Möglichkeit 3

Ein Teil wird gespeichert.

Zum Beispiel in:

  • Seen

  • Böden

  • Feuchtgebieten

  • Gletschern

  • Schnee

  • Grundwasser

6. Zurück ins Meer

Flüsse transportieren das Wasser schließlich wieder ins Meer.

Dort beginnt der Kreislauf erneut.

woher kommt das Trinkwasser ?


1. Grundwasser (62,5 %) ⭐⭐⭐

➡️ Das ist die wichtigste Trinkwasserquelle in Deutschland.

Wie entsteht es?

Regen versickert im Boden → der Boden filtert das Wasser natürlich → es sammelt sich als Grundwasser.➡️ Deshalb stammt fast zwei Drittel unseres Trinkwassers aus Grundwasser.


2. See- und Talsperrenwasser (12,3 %)

Das sind:

  • Stauseen

  • Talsperren

  • Trinkwasserseen

Hier wird Oberflächenwasser gespeichert.

Dieses Wasser muss stärker aufbereitet werden als Grundwasser, weil es

  • Algen,

  • Schmutz,

  • Mikroorganismen

enthalten kann.


3. Quellwasser (8,1 %)

Quellwasser ist eigentlich ebenfalls Grundwasser.

Der Unterschied:

Es tritt natürlich an der Erdoberfläche aus, also als Quelle.

Vorteile:

  • meist sehr sauber

  • kühl

  • mineralstoffreich


4. Uferfiltrat (8,0 %)

Das ist ein sehr interessantes Verfahren.

Ein Fluss liegt neben einem Brunnen.

Das Flusswasser sickert durch mehrere Meter Sand und Kies.

Dabei wird es natürlich gefiltert.

Danach wird es als Brunnenwasser gefördert.

➡️ Deshalb heißt es Uferfiltrat.

Man nutzt dieses Verfahren häufig an Rhein, Elbe oder Donau.



5. Angereichertes Grundwasser (7,8 %)

Hier hilft der Mensch nach.

Grundwasser wird künstlich ergänzt.

Zum Beispiel:

  • gereinigtes Flusswasser

  • Talsperrenwasser

wird versickert.

Im Boden wird es nochmals gereinigt.

Danach wird es wieder abgepumpt.

Man nennt das:

künstliche Grundwasseranreicherung.



6. Flusswasser (1,2 %)

Nur ein sehr kleiner Anteil stammt direkt aus Flüssen.

Warum?

Weil Flusswasser meist stärker verschmutzt ist:

  • Keime

  • Industrie

  • Landwirtschaft

  • Schwebstoffe

Es muss deshalb sehr aufwendig gereinigt werden.





bei Keimvermehrung, gelöste Werk- /Betriebsstoffe





Was bedeutet Stagnation?

Stagnation bedeutet, dass Wasser in einer Leitung stehen bleibt und nicht mehr fließt.


Stehendes Wasser verändert sich:

  • 🦠 Bakterien (z. B. Legionellen) können sich vermehren.

  • 💧 Das Wasser verliert an Qualität.

  • ⚙️ Es können sich Ablagerungen bilden.

  • 🚱 Das Wasser ist hygienisch schlechter.

Deshalb soll Trinkwasserleitungen möglichst regelmäßig durchströmt werden.


Links (Richtig):

  • Der Überflurhydrant liegt in der durchströmten Hauptleitung.

  • Immer wenn im Gebäude Wasser genutzt wird, fließt auch Wasser an dieser Stelle vorbei.

  • Keine oder nur sehr geringe Stagnation.

Ein Überflurhydrant ist ein Wasseranschluss, der über dem Boden steht und von der Feuerwehr genutzt wird.

—> Der Hydrant ist an eine durchströmte Leitung angeschlossen.

  1. Das Wasser wird regelmäßig ausgetauscht.

  2. Keine Stagnation.

Rechts (Falsch):

  • Der Hydrant hängt an einer Stichleitung (eine Sackgasse).

  • Dort fließt fast nie Wasser.

  • Das Wasser steht wochen- oder monatelang in dieser Leitung.

  • Stagnation entsteht.

Stagnation ist das längere Stehen von Wasser in einer Leitung ohne Durchströmung. Dadurch kann sich die Wasserqualität verschlechtern und es können sich Mikroorganismen (z. B. Legionellen) vermehren.


Ein Überflurhydrant ist ein oberirdischer Wasserentnahmepunkt für die Feuerwehr. Er ist an das Trinkwassernetz angeschlossen und dient zur Löschwasserversorgung. Sein Anschluss sollte an einer durchströmten Leitung erfolgen, um Stagnation des Wassers zu vermeiden.




Legionellen sind Bakterien, die sich besonders in warmem, stehendem Wasser wohlfühlen.

  • ❄️ Unter 20 °C: Sie vermehren sich praktisch nicht.

  • 🌡️ 30–45 °C: Das ist ihre Lieblingszone – hier vermehren sie sich stark.

  • 🔥 Ab ca. 50 °C: Sie sterben nach und nach ab.

  • 🔥 Ab 60 °C: Sie werden relativ schnell abgetötet.

  • 🔥 70 °C: Sie sterben innerhalb weniger Minuten.

Deshalb wird das Warmwasser in Gebäuden ausreichend heiß gehalten.

Temperaturen:

  • Warmwasserspeicher: mindestens 60 °C

  • Am Ende der Zirkulationsleitung: mindestens 55 °C

So wird verhindert, dass sich Legionellen vermehren.

—>

Ja. Warmwasser wird auf mindestens 60 °C erwärmt, damit sich Legionellen nicht vermehren bzw. abgetötet werden. Bei einem Befall kann eine thermische Desinfektion mit etwa 70 °C durchgeführt werden.






Fernwärme generation








1. Generation (ca. Ende 19. Jahrhundert)

Eigenschaften

  • Wärmeträger: Wasserdampf

  • Vorlauftemperatur (VLT): über 130 °C

Warum so heiß?

Früher waren Gebäude schlecht gedämmt und benötigten sehr hohe Temperaturen.

Nachteile

  • sehr hohe Wärmeverluste

  • geringe Effizienz

  • aufwendige Dampfleitungen

➡️ Merke: Dampf + sehr heiß.

2. Generation (ab ca. 1930)

Eigenschaften

  • statt Dampf nun Heißwasser

  • Vorlauftemperatur: über 100 °C

Warum der Wechsel?

Heißwasser ist:

  • einfacher zu transportieren

  • sicherer

  • effizienter als Dampf

➡️ Erste Verbesserung der Fernwärme.

3. Generation (ab ca. 1970)

Eigenschaften

  • bessere Rohrleitungen

  • modernere Hausanschlüsse

  • Vorlauftemperatur: über 95 °C

Neuerungen

  • bessere Dämmung der Leitungen

  • geringere Wärmeverluste

  • modernere Kundenanlagen

➡️ Fernwärme wird wirtschaftlicher.

4. Generation (heute)

Eigenschaften

Vorlauftemperatur:

➡️ unter 70 °C

Zusammenarbeit mit:

  • Wärmepumpen

  • Solarthermie

  • Geothermie

  • Abwärme

Warum?

Gebäude benötigen heute weniger Heizenergie.

Deshalb reichen niedrigere Temperaturen.

5. Generation (Zukunft)

Eigenschaften

➡️ Anergienetze

Vorlauftemperatur:

➡️ 10–30 °C

Diese Temperatur reicht nicht direkt zum Heizen.

Deshalb besitzt jedes Gebäude seine eigene Wärmepumpe.

Die Wärmepumpe hebt die Temperatur auf die benötigten 35–55 °C an.


Was bedeutet VLT?

VLT = Vorlauftemperatur

Das ist die Temperatur des Wassers,

mit der die Wärme ins Gebäude transportiert wird.


Je neuer die Fernwärmegeneration, desto niedriger die Vorlauftemperatur und desto höher die Energieeffizienz.

solarthermie Komponente

Erklären Sie den Aufbau und die Funktionsweise einer Solarthermieanlage


1. ☀️ Solarkollektoren

Das sind die Kollektoren auf dem Dach.

Aufgabe:

  • Sonnenstrahlung aufnehmen

  • Wärmeträgerflüssigkeit erwärmen

➡️ Sie sind das eigentliche "Herz" der Anlage.

2. 🔴 Solarkreislauf (mit Wärmeträgermedium)

Im Rohrsystem fließt eine spezielle Flüssigkeit (meist Wasser-Glykol-Gemisch).

Warum kein normales Wasser?

  • Frostschutz im Winter

  • Korrosionsschutz

  • höhere Betriebssicherheit

Die Flüssigkeit transportiert die Wärme vom Dach zum Speicher.


3. 🔄 Pumpe

Die Pumpe sorgt dafür,

dass die Wärmeträgerflüssigkeit ständig zirkuliert.

Ohne Pumpe würde die warme Flüssigkeit im Kollektor stehen bleiben.

4. 🎛️ Regler

Der Regler ist das "Gehirn" der Anlage.

Er misst Temperaturen:

  • am Kollektor

  • im Speicher

Ist der Kollektor wärmer als der Speicher?

➡️ Pumpe EIN

Ist der Speicher bereits warm genug?

➡️ Pumpe AUS

Dadurch wird keine Energie verschwendet.

5. 🛢️ Speicher mit Wärmetauscher

Hier wird die Wärme gespeichert.

Im Speicher befindet sich der Wärmetauscher.

Der Wärmetauscher sorgt dafür,

dass

  • die warme Solarflüssigkeit

  • ihre Wärme

  • an das Trinkwasser abgibt,

ohne dass sich beide Flüssigkeiten vermischen.

6. 🔥 Nachheizung (Zusatzheizung)

Wenn die Sonne nicht ausreicht,

übernimmt die Zusatzheizung.

Zum Beispiel:

  • Wärmepumpe

  • Gasheizung

  • Pelletheizung

  • Fernwärme

Sie erwärmt den Speicher auf die gewünschte Temperatur.


—> Das abgekühlte Wärmeträgermedium

fließt zurück

zum Dach.

Dort wird es erneut erwärmt.

Es entsteht also ein geschlossener Kreislauf.

solarthermie Funktionsweise des kollektors


Schritt 1: ☀️ Sonneneinstrahlung

Die Sonnenstrahlen treffen auf die Glasabdeckung.—> um sonnenlicht durchzulasden und die wärme im kollektor zu halten

➡️ Der größte Teil der Strahlung gelangt durch das Glas bis zum Absorber.

Schritt 2: Der Absorber nimmt die Energie auf

Der Absorber ist eine:

  • dunkle Metallplatte

  • mit spezieller Beschichtung

  • sehr hoher Absorptionsgrad

  • geringe Wärmeabstrahlung

Deshalb nimmt er fast die gesamte Sonnenenergie auf und wird sehr heiß.

👉 Deshalb heißt er Absorber, weil er die Strahlung absorbiert (aufnimmt).

Schritt 3: Wärmeübertragung

Im Absorber verlaufen Rohre.

Durch diese Rohre fließt das Wärmeträgermedium:

➡️ meist Wasser-Glykol-Gemisch

Die heiße Metallplatte gibt ihre Wärme an diese Flüssigkeit ab.

Schritt 4: Transport

Die warme Flüssigkeit fließt

➡️ zum Wärmespeicher, wo die Wärme für Warmwasserund heizung genutzt wird


ohne Dämmung würde

die Wärme

nach hinten verloren gehen.

Die Dämmung sorgt also dafür,

dass möglichst viel Wärme

in Richtung Wärmeträger abgegeben wird.


win kleiner teil der strahlen wird reflektiwer—< energieverluste

auch der absorber gibt wärme ab—> wärmeverluste

konvektion: warume luft steigt auf und trägt wrme nach oben—> wärmevrluste

—>

Die Sonnenstrahlung trifft auf den dunkel beschichteten Absorber. Dieser erwärmt sich und gibt die Wärme an ein Wasser-Glykol-Gemisch in den Rohren ab. Die erwärmte Flüssigkeit wird zum Wärmespeicher gepumpt. Glasabdeckung und Wärmedämmung reduzieren Wärmeverluste durch Konvektion, Wärmestrahlung und Wärmeleitung.


Fuktionsweise kollektor

Warum ist ein Solarkollektor nicht 100 % effizient und wie kann man ihn verbessern?


1. Wärmeleitung (konduktive Verluste)

➡️ Wärme wandert durch feste Materialien nach außen.

Beispiel:

  • über den Metallrahmen

  • über die Rückseite

  • über das Gehäuse

Merksatz:

Wärme fließt durch feste Stoffe nach außen.

2. Wärmeabstrahlung

Jeder heiße Körper strahlt Wärme ab.

Der heiße Absorber gibt also Wärmestrahlung an die Umgebung ab.

➡️ Diese Energie geht verloren.

3. Verluste durch Luftströmung (Konvektion)

Zwischen Glas und Absorber befindet sich Luft.

Diese wird warm und steigt auf.

Dabei transportiert sie Wärme nach außen.

➡️ ebenfalls Energieverlust.

4. Optische Verluste

Nicht alle Sonnenstrahlen gelangen bis zum Absorber.

Ein Teil wird

  • an der Glasscheibe

  • am Absorber

reflektiert.

Diese Energie wird nie aufgenommen.


WIe kann man den Wirkngsgrad verbessern?


1. Reflexionsarme Beschichtung

Die Glasscheibe bzw. der Absorber erhält eine spezielle Beschichtung.

Dadurch wird weniger Licht reflektiert.

➡️ Mehr Sonnenenergie gelangt zum Absorber.

Merksatz:

Weniger Reflexion = mehr Wärme.

2. Vakuumisolierung ⭐

Das ist besonders wichtig.

Warum?

Zwischen Absorber und Glas befindet sich kein Luftspalt, sondern nahezu Vakuum.

Im Vakuum gibt es

  • keine Luftbewegung

  • kaum Wärmeleitung

Dadurch werden zwei große Verluste verhindert:

✔ Konvektion

✔ Wärmeleitung

Deshalb besitzen Vakuumröhrenkollektoren einen höheren Wirkungsgrad als Flachkollektoren.

3. Gute Dämmung

Hinten und an den Seiten wird der Kollektor stark gedämmt.

Dadurch kann kaum Wärme nach hinten entweichen.




Faustwerte zur Dimensionierung einer Solarthermieanlage.

➡️ Selbst eine große Anlage deckt nicht den gesamten Jahreswärmebedarf, weil im Winter zu wenig Sonne vorhanden ist.


-Wie groß soll die Solarthermieanlage (Kollektorfläche und Speicher) sein?

-Eine größere Anlage erzeugt mehr Wärme, kostet aber auch mehr und kann im Sommer überschüssige Wärme produzieren.

-Der solare Deckungsgrad gibt an, wie viel Prozent des gesamten Wärmebedarfs durch Solarthermie gedeckt werden.

Variante 1: Dimensionierung auf 100 % Deckungsgrad im Sommer

Die Anlage wird so groß gebaut, dass sie im Sommer den gesamten Wärmebedarf alleine deckt.

Der Heizkessel muss dann nicht mehr laufen.

Vorteil

✅ Der Heizkessel kann im Sommer ausgeschaltet werden.

→ Warmwasser kommt komplett von der Sonne.

Nachteil

Im Hochsommer scheint die Sonne besonders stark.

Dann produziert die Anlage mehr Wärme als benötigt wird.

Diese Wärme nennt man:

➡️ Überschusswärme

Sie kann oft nicht genutzt werden.

Folgen:

  • Speicher wird voll.

  • Kollektor überhitzt.

  • Wirtschaftlichkeit sinkt.

Im Sommer braucht man hauptsächlich Warmwasser.

Das sind vielleicht:

  • 10–15 kWh pro Tag.

Eine riesige Anlage produziert vielleicht:

  • 40–50 kWh pro Tag.

Die restlichen 30–40 kWh können nicht genutzt werden.

➡️ Die zusätzliche Investition bringt keinen Nutzen.

gängiger :

  1. die Anlage günstiger ist,

  2. fast die gesamte erzeugte Wärme genutzt wird,

  3. kaum Energie verloren geht.



Eine möglichst große Solarthermieanlage ist nicht automatisch die beste. Ziel ist eine wirtschaftliche Dimensionierung, bei der möglichst viel der erzeugten Wärme auch tatsächlich genutzt wird.

Variante 2: Dimensionierung im Kosten-Nutzen-Optimum

Hier baut man die Anlage bewusst kleiner.

Sie liefert zwar weniger Solarwärme,

aber fast die gesamte erzeugte Wärme wird auch genutzt.

Vorteile

✅ kaum Überschusswärme

✅ hohe Ausnutzung der Kollektoren

✅ bessere Wirtschaftlichkeit

Nachteil

Der solare Deckungsgrad ist kleiner.

Das bedeutet:

Der Heizkessel oder die Wärmepumpe muss häufiger unterstützen.




WÄRMEPUMPEN

WIRKUNGSWEISE 2/3 !!!

Aufgabe der 4 haupbauteile


Es gibt immer diese 4 Hauptbauteile:

  1. Verdampfer

  2. Verdichter (Kompressor)

  3. Verflüssiger (Kondensator)

  4. Expansionsventil



1. Verdampfer (links)

Aufgabe: Wärme aus der Umwelt aufnehmen: Hier kommt das kalte, flüssige Kältemittel an. Im Verdampfer passiert Folgendes:

  • Das Kältemittel nimmt Wärme aus Luft, Wasser oder Erdreich auf.

  • Dadurch beginnt es zu verdampfen.—>Es wird zu Gas.

Danach hat das Kältemittel:

  • gasförmig, niedriger Druck, niedrige Temperatur

Verdampfer = Wärme aufnehmen + flüssig → gasförmig


2. Verdichter (Kompressor)

Jetzt kommt das Gas zum Verdichter. Hier wird es zusammengedrückt (komprimiert). Dafür braucht die Wärmepumpe Strom.

Durch das Zusammendrücken steigt der Druck und die Temperatur

Das Kältemittel bleibt gasförmig, wird aber jetzt sehr heiß.

Nach dem Verdichter: gasförmig, hoher Druck, hohe Temperatur

Kompressor = Druck hoch → Temperatur hoch


Links wird Wärme aufgenommen.

Rechts wird Wärme abgegeben.

3. Verflüssiger (Kondensator)

Jetzt kommt das heiße Gas in den Verflüssiger. Dort befindet sich auf der anderen Seite das Heizungswasser. Da das Kältemittel heißer ist als das Heizungswasser, gibt es seine Wärme an das Heizsystem ab.

Dadurch:

  • wird das Heizungswasser warm.

  • Heizkörper oder Fußbodenheizung werden versorgt.

Weil das Kältemittel seine Wärme verliert, kondensiert es wieder.

Das bedeutet: Gas → Flüssigkeit

Nach dem Verflüssiger ist das Kältemittel: flüssig, hoher Druck, deutlich kühler

Verflüssiger = Wärme an das Haus abgeben → Gas wird wieder flüssig.


4. Expansionsventil

Jetzt ist das Kältemittel zwar wieder flüssig, aber immer noch unter hohem Druck.

Bevor es wieder Umweltwärme aufnehmen kann, muss der Druck abgesenkt werden.

Das macht das Expansionsventil. Es wirkt wie eine Engstelle.

Dadurch: fällt der Druck stark ab und die Temperatur sinkt ebenfalls stark.

Jetzt ist das Kältemittel wieder: flüssig, kalt, niedriger Druck

Genau so kann es wieder in den Verdampfer fließen und erneut Umweltwärme aufnehmen.

Expansionsventil = Druck senken → Kältemittel wird wieder kalt.


-> Kurz:

Im Verdampfer nimmt das flüssige Kältemittel Umweltwärme auf und verdampft. Der Verdichter komprimiert den Kältemitteldampf, wodurch Druck und Temperatur steigen. Im Verflüssiger gibt das heiße Kältemittel seine Wärme an das Heizsystem ab und kondensiert wieder zu einer Flüssigkeit. Anschließend senkt das Expansionsventil den Druck und die Temperatur des Kältemittels, sodass es erneut im Verdampfer Umweltwärme aufnehmen kann.

Jahresarbeitszahl (JAZ)


COP (Coefficient of Performance)

Der COP ist eine Momentaufnahme.

Er wird unter festen Laborbedingungen gemessen.

Beispiel:

  • Außenluft: 7 °C

  • Vorlauf: 35 °C

Dann wird gemessen:

Wie viel Wärme liefert die Wärmepumpe mit 1 kWh Strom?

➡️ Das Ergebnis ist der COP.

JAZ (Jahresarbeitszahl)

Die JAZ betrachtet die Wärmepumpe über ein ganzes Jahr.

Denn im echten Leben ändern sich ständig:

  • Außentemperatur

  • Erdtemperatur

  • Vorlauftemperatur

  • Heizbedarf

Dadurch ändert sich auch ständig der COP.

Die JAZ ist daher der durchschnittliche COP über ein ganzes Jahr.


JAZ= nutzen/aufwand—> realistischer —> berücksichtigt alle Situationen


Eine Wärmepumpe liefert in einem Jahr

👉 18.000 kWh Heizwärme

und benötigt

👉 4.500 kWh Strom

Dann:

JAZ=18 0004 500=4JAZ=450018000​=4

Die Jahresarbeitszahl beträgt also 4.

Das bedeutet:

Für jede 1 kWh Strom entstehen im Jahresdurchschnitt 4 kWh Heizwärme.


—> Je höher die Temperatur der Wärmequelle,und Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto besser



„Hilfsaggregate werden berücksichtigt“?

Die JAZ betrachtet nicht nur den Kompressor.

Auch Geräte wie

  • Umwälzpumpen

  • Steuerung

  • Ventilatoren

verbrauchen Strom.

—> Dieser Strom wird ebenfalls mitgerechnet.—> dadurch relistischer als COP


—>

Die JAZ beschreibt die Effizienz einer Wärmepumpe über ein ganzes Jahr. Sie ist das Verhältnis der im Jahr abgegebenen Wärmemenge zur aufgenommenen elektrischen Energie.


Der COP wird unter konstanten Laborbedingungen für einen bestimmten Betriebspunkt gemessen. Die JAZ berücksichtigt den tatsächlichen Betrieb über ein ganzes Jahr mit wechselnden Temperaturen und allen Stromverbräuchen der Anlage.



Es werden zwei Möglichkeiten gezeigt, wie Wärme aus dem Boden gewonnen wird.

1. Flächenkollektor (links)

Man verlegt lange Kunststoffrohre waagerecht im Boden.

Die Rohre liegen meist nur 1–2 m tief.

Durch die Rohre fließt Sole (Wasser-Frostschutz-Gemisch).

Die Sole nimmt die Wärme des Bodens auf und transportiert sie zur Wärmepumpe.

Vorteile

  • günstiger als Tiefensonden

  • einfache Verlegung

Nachteile

  • benötigt viel Grundstücksfläche

  • darf später nicht überbaut werden

  • große Bäume sind problematisch

2. Erdsonde / Tiefensonde (rechts)

Hier wird senkrecht in den Boden gebohrt.

Die Bohrung kann 50 bis über 100 m tief sein (je nach Anlage und Genehmigung).

Auch hier fließt Sole durch die Rohre.

Da der Boden in größerer Tiefe fast immer dieselbe Temperatur hat, arbeitet die Wärmepumpe sehr effizient.

Vorteile

  • benötigt wenig Platz

  • hohe Effizienz

  • konstante Temperatur

Nachteile

  • teure Bohrungen

  • Genehmigung notwendig

Je tiefer man geht,

➡️ desto kleiner werden die Temperaturschwankungen.

Ab etwa 10–20 m Tiefe

liegt die Temperatur fast immer bei ungefähr 10 °C.

Sie bleibt fast das ganze Jahr konstant.

Genau deshalb funktionieren Erdwärmepumpen so gut.



—> Warum arbeiten Erdwärmepumpen effizienter als Luftwärmepumpen?

Antwort:

Weil das Erdreich in größerer Tiefe eine nahezu konstante Temperatur von etwa 10 °C besitzt. Dadurch ist die Wärmequelle wärmer als kalte Außenluft und die Wärmepumpe benötigt weniger elektrische Energie.


Was ist der Unterschied zwischen Flächenkollektor und Erdsonde?

Flächenkollektor

Erdsonde

horizontal

vertikal

1–2 m tief

50–100 m oder tiefer

große Grundstücksfläche nötig

wenig Fläche nötig

günstiger

teurer




ie nutzt Grundwasser als Wärmequelle. Das ist die effizienteste Wärmepumpenart, weil Grundwasser das ganze Jahr über eine relativ konstante Temperatur hat.

Es gibt zwei Brunnen:

🟢 Entnahmebrunnen (Förderbrunnen) links

🔵 Schluckbrunnen rechts

dazwischen : Wärmepumpe


① Grundwasser wird gefördert

Im Förderbrunnen (links) wird Grundwasser mit einer Pumpe nach oben gepumpt.

Das Grundwasser hat meist eine Temperatur von etwa 8–12 °C.

➡️ Das ist deutlich wärmer als kalte Winterluft.

② Wärme wird entzogen

Das Grundwasser fließt durch einen Wärmetauscher in der Wärmepumpe.

Dabei:

  • gibt das Grundwasser einen Teil seiner Wärme an das Kältemittel der Wärmepumpe ab.

  • Das Grundwasser selbst wird etwas kälter.

Wichtig:

👉 Das Grundwasser kommt nicht in die Heizkörper!

Es gibt seine Wärme nur über den Wärmetauscher ab.

③ Die Wärmepumpe erhöht die Temperatur

Wie du bereits gelernt hast:

  • Verdampfer → nimmt Wärme auf

  • Verdichter → erhöht Druck und Temperatur

  • Verflüssiger → gibt Wärme an die Heizung ab

  • Expansionsventil → senkt Druck wieder

Dadurch wird das Heizwasser für

  • Heizkörper

  • Fußbodenheizung

  • Warmwasser

erwärmt.

④ Das Grundwasser wird zurückgeführt

Nachdem das Grundwasser seine Wärme abgegeben hat,

fließt es in den Schluckbrunnen (rechts).

Dort wird es wieder ins Erdreich zurückgeleitet.

➡️ Deshalb gibt es zwei Brunnen:

  • Förderbrunnen

  • Schluckbrunnen



  • Außenluft Winter: -5 °C

  • Erdreich: ca. 10 °C

  • Grundwasser: ca. 10 °C

Vorteile

✅ sehr hoher COP

✅ sehr hohe Jahresarbeitszahl

✅ konstante Temperatur

✅ sehr effizient

Nachteile

❌ zwei Brunnen notwendig

❌ Genehmigung erforderlich

❌ genügend Grundwasser muss vorhanden sein

❌ höhere Investitionskosten






tabs


1. Die Wärmequelle: Tiefenbohrungen 🌍

Unten siehst du die orangefarbenen vertikalen Linien.

Sie entziehen dem Erdreich:

  • im Winter → Wärme 🔥

  • im Sommer → Kälte ❄️

Das Erdreich hat in einigen Metern Tiefe das ganze Jahr über etwa 10 °C und eignet sich deshalb gut als Wärmequelle.

Sie entziehen dem Erdreich:

  • im Winter → Wärme 🔥

  • im Sommer → Kälte ❄️

wärmepumpe:

Die Erdwärme gelangt zur Wärmepumpe.

Die Wärmepumpe:

  • erhöht im Winter die Temperatur und erzeugt Heizwärme.

  • kann im Sommer die Wärme aus dem Gebäude wieder ins Erdreich abgeben.

➡️ Deshalb kann dieselbe Anlage heizen und kühlen.

3. Die Bauteilaktivierung (TABS)

Die roten und blauen Bögen in den Decken zeigen die Rohrleitungen im Beton.

Im Winter

🔴 Warmes Wasser fließt durch die Betondecken.

Der Beton wird warm.

Er gibt die Wärme langsam an den Raum ab.

Im Sommer

🔵 Kaltes Wasser fließt durch die Decken.

Der Beton wird kühl.

Er nimmt Wärme aus dem Raum auf.

Dadurch entsteht eine angenehme Kühlung ohne Zugluft.


4. Lüftungsanlage

In der Mitte steht:

Abluftanlage

Sie sorgt für frische Luft.

Sie übernimmt aber nicht die eigentliche Kühlung.

Die Kühlung übernimmt hauptsächlich die Bauteilaktivierung.

Deshalb stand auf der vorherigen Folie:

  • Lüftung → nur ca. 3 W/m²

  • TABS → bis 40 W/m²

5. Photovoltaik ☀️

Rechts oben steht:

600 m² Photovoltaik

Die PV-Anlage erzeugt Strom.

Mit diesem Strom kann betrieben werden:

  • Wärmepumpe

  • Pumpen

  • Lüftungsanlage

  • andere elektrische Verbraucher

Dadurch sinken die Betriebskosten.


6. Prädiktive Regelung

Links oben steht:

Wettergestützte prädiktive Regelung

Das bedeutet:

Die Steuerung kennt den Wetterbericht.

Beispiel:

Morgen werden 35 °C erwartet.

Die Anlage beginnt schon nachts, den Beton etwas abzukühlen.

Dadurch bleibt das Gebäude tagsüber angenehm kühl.

Das nennt man vorausschauende Regelung.

7. Warum funktioniert das so gut?

Alle Systeme unterstützen sich gegenseitig:

  • 🌍 Erdsonden liefern Umweltenergie.

  • ⚙️ Wärmepumpe macht daraus Heizwärme oder Kühlenergie.

  • 🧱 TABS verteilt diese Energie gleichmäßig im Gebäude.

  • ☀️ Photovoltaik liefert den benötigten Strom.

  • 🌬️ Lüftung sorgt für frische Luft.

Die Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus dem Erdreich. Über Rohrleitungen in den Betondecken (TABS) wird im Winter warmes und im Sommer kühles Wasser geführt. Dadurch speichern die Bauteile Wärme oder Kälte und geben sie gleichmäßig an die Räume ab. Eine Photovoltaikanlage liefert den Strom für den Betrieb der Wärmepumpe, während die Lüftungsanlage für den Luftaustausch sorgt.


erklärt warum TABS eine wettergestützte Steuerung braucht.


Wettergestützte Steuerung = Die Heiz- und Kühlanlage kennt den Wetterbericht und reagiert schon vorher.

Warum ist das nötig?

👉 TABS reagiert sehr langsam.

Da die Rohre im Beton liegen, dauert es mehrere Stunden, bis sich der Beton erwärmt oder abkühlt.


Beispiel im Winter

Heute Abend sagt der Wetterbericht:

Morgen früh werden −8 °C.

Die Steuerung wartet nicht bis morgen früh.

Sondern:

  • Sie beginnt schon in der Nacht, den Beton etwas stärker zu erwärmen.

  • Morgens ist das Gebäude bereits angenehm warm.

1. Hoher Nutzungskomfort

Der Raum bleibt konstant angenehm.

Es gibt:

  • keine großen Temperaturschwankungen

  • keine Zugluft

  • keine kalten oder heißen Überraschungen

2. Berücksichtigung der Trägheit des Gebäudes

Trägheit bedeutet:

Das Gebäude verändert seine Temperatur nur langsam.

Genau deshalb muss die Regelung vorausschauend arbeiten.

Ein normales Heizsystem kann man sofort einschalten.

Bei TABS funktioniert das nicht.


3. Vorausschauender Betrieb ermöglicht optimale Nutzung der Speicherfähigkeit

Der Beton ist ein riesiger Wärmespeicher.

Die Regelung nutzt das aus.

Beispiel:

  • nachts Strom günstig

  • nachts Beton aufheizen

  • tagsüber gibt der Beton die Wärme langsam wieder ab

Oder:

  • nachts vorkühlen

  • tagsüber bleibt das Gebäude angenehm kühl

Verschiedene Optimierungsvarianten

Die Regelung kann unterschiedliche Ziele verfolgen.

Komfort

Der wichtigste Punkt ist:

Die Bewohner sollen sich wohlfühlen.

Dann hält die Anlage möglichst konstant etwa 21 °C.

Energiekosten

Die Anlage nutzt bevorzugt Zeiten mit günstigem Strom.

Beispiel:

Nachts kostet Strom weniger.

➡️ Dann wird der Beton nachts geladen.

Verfügbarkeit erneuerbarer Energien

Wenn viel Solarstrom vorhanden ist:

  • läuft die Wärmepumpe

  • der Beton wird "aufgeladen"

Später wird diese gespeicherte Wärme genutzt.


Warum verwendet man eine thermische Steckdose?

es gitb auch spanbetonfertigteile


Möglichkeit A – Rohre werden bereits im Werk eingebaut ✅—> danach wird alles betoniert

Möglichkeit B – Halbfertigteile (Filigrandecke)

Auf der Baustelle:

  • Fertigteil wird aufgelegt.

  • Zusätzliche Bewehrung wird eingebaut.

  • TABS-Rohre werden verlegt.

  • Ortbeton ergänzt die Decke.

Dann liegen die Rohre wieder im Betonkern.



Ortbeton

Spannbetonfertigteil

Rohre auf Baustelle einlegen

Rohre meist schon im Werk integriert

Sehr flexibel

Planung muss früh erfolgen

Änderungen möglich

Änderungen fast unmöglich

einfache Montage

höhere Präzision notwendig

. Der Unterschied besteht darin, dass die Heiz- und Kühlrohre meist bereits im Fertigteilwerk integriert werden oder bei Halbfertigteilen vor dem Ortbeton eingebaut werden. Aufgrund der Spannlitzen sind nachträgliche Änderungen kaum möglich und die Planung muss früh erfolgen.

Thermische Steckdose

Das ist die sogenannte thermische Steckdose.

Sie ist der Anschluss der Rohre in der Betondecke.

Man kann sie sich wie eine normale Steckdose vorstellen – nur nicht für Strom, sondern für Wasser.

Über diese Steckdose werden die in der Decke liegenden Rohre an das Heiz- bzw. Kühlsystem angeschlossen.

Dadurch kann später beispielsweise die Wärmepumpe warmes oder kaltes Wasser in die Decke schicken.


Sie erleichtert die Installation:

  • Rohre müssen nicht einzeln aus dem Beton herausgeführt werden.

  • Der Anschluss an die Heizungsanlage wird einfacher.

  • Wartung und Montage sind schneller.

  • Mehrere Rohrkreise können sauber angeschlossen werden.




Thermobodenplatte

Eine Thermobodenplatte ist eine Bodenplatte mit integrierten Heiz- bzw. Kühlrohren.

Man kann sie sich vorstellen wie:

TABS – aber nicht in der Geschossdecke, sondern in der Fundamentplatte.

Vor dem Betonieren wurden die Kunststoffrohre auf der Dämmung verlegt.

Danach wird der Beton darüber gegossen.

➡️ Die Rohre liegen später mitten in der Bodenplatte.


  1. Eine Wärmepumpe erwärmt Wasser.

  2. Das warme Wasser fließt durch die Rohre.

  3. Die gesamte Bodenplatte wird warm.

  4. Die Bodenplatte gibt ihre Wärme langsam an das Gebäude ab.

Im Sommer:

  1. Kaltes Wasser fließt durch dieselben Rohre.

  2. Die Bodenplatte kühlt sich ab.

  3. Der Beton nimmt Wärme aus dem Gebäude auf.

  4. Der Raum wird angenehm gekühlt.

  5. Die Bodenplatte besitzt sehr viel Masse.

    Sie speichert Wärme oder Kälte über viele Stunden.

    Dadurch

    • entstehen kaum Temperaturschwankungen,

    • arbeitet die Wärmepumpe sehr effizient,

    • sinkt der Energieverbrauch.


  6. Fußbodenheizung

    Thermobodenplatte

    Rohre im Estrich

    Rohre im Fundamentbeton

    reagiert schnell

    reagiert langsam

    kleine Speichermasse

    sehr große Speichermasse

    nur Heizung

    Heizen und oft auch Kühlen

TABS

Thermobodenplatte

Rohre in Geschossdecken

Rohre in der Fundamentplatte

aktiviert die Decken

aktiviert die Bodenplatte

heizt und kühlt den Raum

heizt und kühlt das gesamte Gebäude von unten

Deshalb sagen viele auch:

Eine Thermobodenplatte ist eine Form der Betonkernaktivierung (TABS).


Eine Thermobodenplatte ist eine Bodenplatte mit integrierten Rohrleitungen. Warmes oder kaltes Wasser durchströmt die Rohre, wodurch die Bodenplatte als großer Wärme- und Kältespeicher dient. Sie wird häufig mit einer Wärmepumpe kombiniert und ermöglicht energieeffizientes Heizen und Kühlen.

die mechanische Lüftung in zwei Arten:

Was bedeutet RLT?


1. Dezentrale mechanische Lüftung

➡️ Jeder Raum hat sein eigenes kleines Lüftungsgerät.

Beispiel:

Schlafzimmer → eigenes Gerät Wohnzimmer → eigenes Gerät Kinderzimmer → eigenes Gerät

Es gibt keine großen Lüftungskanäle durch das ganze Gebäude.

Vorteile

  • einfache Nachrüstung

  • jeder Raum kann einzeln geregelt werden

Nachteile

  • viele einzelne Geräte

  • Wartung in jedem Raum

—> Kontrollierte Be- und Entlüftung eines Raumes → Ein Gerät versorgt nur einen Raum.

—> Dezentrales RLT-Gerät → Das kleine Gerät sitzt direkt in der Außenwand oder im Raum.



2. Zentrale mechanische Lüftung

➡️ Ein großes Lüftungsgerät versorgt das ganze Gebäude.

Zentrales RLT-Gerät

┌────────────┼────────────┐

│ │ │

Wohnzimmer Schlafzimmer Küche

Über ein Kanalsystem gelangt die Luft in alle Räume.

Vorteile

  • nur ein Gerät

  • effizient

  • einfache Wartung

  • ideal für Neubauten

Nachteile

  • aufwendige Lüftungskanäle

  • teurer Einbau

—> Kontrollierte Be- und Entlüftung mehrerer Räume → Ein Gerät versorgt das ganze Gebäude.

—> Zentrales RLT-Gerät → Das große Gerät steht meist im Technikraum oder Keller.


RLT = Raumlufttechnik

Das ist einfach der Fachbegriff für mechanische Lüftungsanlagen.

Ein RLT-Gerät ist also das Lüftungsgerät mit:

  • Ventilator

  • Filter

  • Wärmetauscher (bei Wärmerückgewinnung)



kontrolliert:➡️ sondern die Lüftungsanlage entscheidet automatisch, wie viel Luft hinein- und hinausströmt.













VL 19Käktetechnik

welche passive maßnahmen kann man unternehmen um zu kühlen ?

➡️ Man verhindert, dass das Gebäude überhaupt warm wird.

Keine oder kaum Technik notwendig.

1. Gründach

Das Dach wird bepflanzt.

Wirkung:

  • Verschattung

  • Verdunstung von Wasser

  • Dach heizt sich weniger auf

Innen bleibt es kühler.

2. Grünfassade

Pflanzen wachsen an der Fassade.

Vorteile

  • Schatten

  • Verdunstungskühlung

  • Fassade bleibt kühler

3. Hohe thermische Masse

Gemeint sind schwere Baustoffe.

Zum Beispiel

  • Beton

  • Ziegel

  • Naturstein

Diese speichern Wärme.

Tagsüber:

☀ Sonne scheint

Bauteil nimmt Wärme auf

Innen wird es nicht sofort heiß.

Nachts:

Bauteil gibt die Wärme wieder ab.

4. Phase-Change-Materialien (PCM)

Das ist etwas Besonderes.

PCM verändern ihren Aggregatzustand.

Zum Beispiel:

fest → flüssig.

Dabei nehmen sie sehr viel Wärme auf.

Ohne dass ihre Temperatur stark steigt.

Man kann sie sich wie einen "Wärmespeicher" vorstellen.

5. Natürliche Lüftung

Fenster öffnen.

Nachts:

kalte Außenluft

Gebäude wird ausgekühlt.

6. Thermisch aktivierte Bauteile

Kennst du bereits.

Rohrleitungen liegen im Beton.

Durch sie fließt kaltes Wasser.

Der Beton wird kühl.

Der Raum wird gekühlt.

7. Reduktion interner Lasten

Interne Lasten sind alles, was Wärme erzeugt.

Zum Beispiel:

  • Menschen

  • Computer

  • Lampen

  • Drucker

  • Maschinen

Je weniger davon,

→ desto weniger Kühlung nötig.

8. Außenverschattung

Sehr wichtig!

Sonne bleibt draußen.

Nicht innen.

Zum Beispiel

  • Lamellen

  • Raffstores

  • Markisen



Maßnahmen auf Quartiersebene

Nicht nur das Gebäude beeinflusst die Temperatur.

Auch die Umgebung.

Verschattung

Bäume

weniger Sonneneinstrahlung

Straßen werden kühler.

Wasserflächen

Seen

Brunnen

Teiche

Verdunstung

Luft wird kühler.

Das nennt man:

adiabate Kühlung

Weniger versiegelte Flächen

Nicht alles asphaltieren.

Mehr Grünflächen.

Dadurch heizt sich die Stadt weniger auf.


Kältespeicherung —> Kaltwasserspeicher, Eisspeicher

KÄLTEANLAGEN / SPLIT ANLAGE



Warum gehört die Split-Anlage zur Kältetechnik?




Split = geteilt.

Die Klimaanlage besteht aus zwei getrennten Geräten.

Draußen Drinnen

Außengerät ←→ Innengerät


Sie sind durch dünne Leitungen verbunden.

In diesen Leitungen fließt Kältemittel (kein Wasser und keine Luft!).

Das ist der wichtigste Punkt!

Stell dir vor, es sind draußen 35 °C.

Im Zimmer sind 28 °C.

Du möchtest auf 22 °C herunterkühlen.

Dafür muss die Wärme aus deinem Zimmer irgendwo hin.

❗ Wärme verschwindet nicht einfach.

Sie muss nach draußen transportiert werden.

Genau das macht die Split-Anlage.

Schritt 1: Das Innengerät

Das Innengerät hängt an der Wand.

Es saugt die warme Raumluft an.

Darin befindet sich ein Verdampfer.

Dort fließt kaltes Kältemittel.—> Das kalte Kältemittel ist viel kälter als die Raumluft.

Physikalisch gilt: Wärme fließt immer vom warmen zum kalten Körper.

Jetzt passiert etwas Besonderes.

Das Kältemittel verdampft.

Dabei nimmt es sehr viel Wärme auf.

Die Luft wird dadurch kälter.

Diese kalte Luft wird wieder in den Raum geblasen.—> raum wird gekühlt

—> etzt ist das Kältemittel warm geworden.

Es muss die aufgenommene Wärme loswerden.

Es fließt deshalb zum Außengerät.

Das Außengerät

Hier sitzt der Verflüssiger.

Ein Ventilator bläst Außenluft darüber.

Jetzt passiert wieder Physik.

Das Kältemittel ist heißer als die Außenluft.

Deshalb gibt es seine Wärme nach außen ab.

Die Wärme landet also draußen.—> abgekühlt fließt wieder ins innere




-> Weil sie mit einem Kältekreislauf arbeitet.

Sie erzeugt keine "Kälte".

Sie entzieht dem Raum Wärme und transportiert sie nach draußen.

Deshalb spricht man von einer Kältemaschine.


was ist ein Kältemittel?





Ein Kältemittel ist die Flüssigkeit bzw. das Gas, das in einer Klimaanlage oder Wärmepumpe zirkuliert und die Wärme transportiert.—>

➡️ Das Kältemittel ist also der Wärmetransporter.


Die Tabelle vergleicht verschiedene Kältemittel.

Dabei sind zwei Werte wichtig.->

1. ODP = Ozonabbaupotenzial

Frage: Greift das Kältemittel die Ozonschicht an?

Je kleiner der Wert,➡️ desto besser.

2. GWP = Global Warming Potential

Das ist fast wichtiger.

Frage: Wie stark trägt das Kältemittel zum Treibhauseffekt bei?

CO₂ bekommt immer den Wert

1

Alles andere wird damit verglichen.

ODP

Bedeutung

1000

extrem schlecht

0,055

schlecht

0

baut keine Ozonschicht ab ✅

Die zweite Folie teilt die Kältemittel in zwei Gruppen.

1. Synthetische Kältemittel

= künstlich hergestellt.

Beispiele:

  • R32

  • R410A

Vorteile

✅ gute Kühlleistung✅ funktionieren zuverlässig

Nachteile

❌ oft hoher GWP→ schlecht fürs Klima

—> R32

Das ist heute das Standard-Kältemittel.

Eigenschaften: künstlich, gute Kühlleistung, ODP = 0, GWP = 675

➡️ Deshalb steht auf der Folie , zukünftiges Kältemittel


2. Natürliche Kältemittel

Diese Stoffe kommen bereits in der Natur vor.

Beispiele:

  • Ammoniak

  • CO₂

  • Propan

Sie sind viel umweltfreundlicher.

Kältemittel

Natürlich/Synthetisch

Besonderheit

R12

synthetisch

zerstört Ozonschicht → verboten

R22

synthetisch

ebenfalls problematisch

R32

synthetisch

heutiger Standard, gutes Verhältnis aus Leistung und Umwelt

R410A

synthetisch

älteres Gemisch, hoher GWP

R717 (Ammoniak)

natürlich

sehr umweltfreundlich, aber giftig

R744 (CO₂)

natürlich

sehr umweltfreundlich, hoher Betriebsdruck

R290 (Propan)

natürlich

sehr umweltfreundlich, aber brennbar


Fußbodenheizung/Kühlung, Wandheizung/Kühlung

Was haben Fußboden-, Wand- und Deckenkühlung gemeinsam?


Was haben Fußboden-, Wand- und Deckenkühlung gemeinsam?

Alle drei funktionieren nach demselben Prinzip:

👉 In Rohren fließt kaltes Wasser.

Das Wasser ist meist 16–20 °C (nicht eiskalt, sonst würde Kondenswasser entstehen).

Die Wärme wird also vom Raum → ins Bauteil → ins Wasser → zur Kältemaschine transportiert.


1. Deckenkühlung

Auf deiner Folie ist die Decke blau dargestellt.

────────────── Decke kalte Rohre ↓ Person

Wie funktioniert sie?

Warme Luft steigt von selbst nach oben.

Sie trifft auf die kühle Decke.

Die Decke nimmt die Wärme auf.

Das kalte Wasser transportiert die Wärme weg.

Außerdem gibt auch dein Körper Wärmestrahlung an die kühle Decke ab.


2. Wandkühlung

Hier liegen die Rohre in der Wand.

██████████ kalte Wand Person

Die warme Raumluft und auch dein Körper geben Wärme an die kühle Wand ab.

Die Wand nimmt diese Wärme auf.

Das Wasser transportiert sie weg.

Vorteile

✅ angenehme Strahlungskühlung

✅ keine Luftbewegung

3. Fußbodenkühlung

Jetzt liegen die Rohre im Boden.

Person ──────────── kalter Boden ────────────

Auch hier fließt kaltes Wasser.

Der Boden bleibt angenehm kühl.

Er nimmt Wärme aus dem Raum auf.

Warum ist Fußbodenkühlung etwas schwieriger?

Warme Luft steigt nach oben.

Der kalte Boden liegt aber unten.

Dadurch wird der Luftaustausch schlechter als bei einer Kühldecke.

Deshalb ist die Kühlleistung etwas geringer.

wie ??


—> Diese Folie erklärt, wie man eine normale Fußbodenheizung auch zum Kühlen verwenden kann. Das Prinzip ist einfach: Statt warmes Wasser durch die Rohre zu schicken, schickt man kaltes Wasser hindurch.


Im Winter:

Wärmepumpe

35 °C warmes Wasser

Fußbodenheizung

Der Boden wird warm.

Der Raum wird geheizt.



Im Sommer:

Reversible Wärmepumpe

18 °C kaltes Wasser

Fußbodenheizung

Der Boden wird kühl.

Der Raum gibt Wärme an den Boden ab.


Reversibel bedeutet:

👉 Die Wärmepumpe kann ihre Arbeitsrichtung umkehren.

Im Sommer:

  • Sie entzieht dem Gebäude Wärme → Kühlen.

Deshalb braucht man eine reversible Wärmepumpe.


2. „Kontrollierte Lüftung bzw. Entfeuchtungssystem“

Warum braucht man das?

Stell dir vor:

  • draußen 30 °C

  • hohe Luftfeuchtigkeit

Der Boden ist nur 18 °C.

Dann kann Wasserdampf aus der Luft am kalten Boden kondensieren – genau wie an einem kalten Getränk.

warme feuchte Luft ↓ kalter Boden ↓ Wassertropfen 💧

Deshalb braucht man oft eine mechanische Lüftungsanlage mit Entfeuchtung, damit die Luft trockenerwird

3. „Vorlauftemperatur – Kühlwasser min. 18 °C“

Warum gerade 18 °C?

Weil der Boden nicht zu kalt werden darf.

Wenn man z. B. nur 10 °C kaltes Wasser durch die Rohre schickt:

  • Kondenswasser entsteht.

  • Der Boden kann rutschig werden.

  • Holz- oder Parkettboden kann beschädigt werden.

  • Es könnte Schimmel entstehen.

Deshalb gilt ungefähr:

➡️ Kühlwasser nicht unter 18 °C.

4. „Kann um 3–6 °C im Vergleich zur Außentemperatur senken“

Das bedeutet:

Fußbodenkühlung ist keine starke Klimaanlage.

Beispiel:

Außentemperatur:

30 °C

Innen:

ca. 24–27 °C

Sie macht den Raum also angenehm, aber nicht eiskalt.


5. „Gefahr von Kondensatbildung“

Das ist der wichtigste Punkt.

Wenn der Boden zu kalt wird:

warme feuchte Luft ↓ kalter Boden ↓ Wasser kondensiert


—> Die Wärme wird also vom Raum über den Boden ins Wasser transportiert und schließlich von der Wärmepumpe nach außen abgeführt.


Fußbodenkühlung ist im Prinzip eine umgekehrte Fußbodenheizung: Statt warmes Wasser zum Heizen fließt kaltes Wasser (ca. 18 °C) durch die Rohre. Der Boden nimmt Wärme aus dem Raum auf und transportiert sie über das Wasser zur Wärmepumpe. Die Kühlung ist sehr komfortabel und leise, aber begrenzt und muss wegen der Gefahr von Kondenswasser sorgfältig geregelt werden.

VL20

Erneuerbare Energien; Lastverschiebung

Warum werden Städte heißer?

Urban Heat Island Effect (städtische Wärmeinsel).

➡️ Die Innenstadt ist deutlich wärmer als das Umland.

1. Geringere Verdunstungskühlung

Normalerweise:

  • Pflanzen verdunsten Wasser.

  • Beim Verdunsten wird der Umgebung Wärme entzogen.

  • Die Luft kühlt sich ab.

Das nennt man Verdunstungskühlung.

In der Stadt gibt es aber:

  • wenig Bäume

  • wenig Grün

  • viel Asphalt

➡️ kaum Verdunstung

➡️ weniger Kühlung.

2. Reduzierte Luftzirkulation

Zwischen hohen Gebäuden

  • kommt weniger Wind hinein,

  • die warme Luft bleibt stehen.

➡️ Die Stadt kann sich schlechter abkühlen.

3. Größere wärmeabsorbierende Flächen

Beton

Asphalt

Ziegel

nehmen tagsüber Sonnenenergie auf.

Sie speichern sie.

Abends geben sie diese Wärme wieder ab.

➡️ Deshalb bleibt es nachts warm.

4. Unzureichende Beschattung

Kaum Bäume

Sonne trifft direkt auf

  • Straßen

  • Fassaden

  • Dächer

alles wird heiß.

5. Abwärme durch Klimaanlagen

Eine Klimaanlage macht innen kühl.

Aber:

Die Wärme verschwindet nicht.

Sie wird nach draußen abgegeben.

Langwellige Strahlung

Gebäude geben nachts ihre gespeicherte Wärme wieder ab.

langwellige Wärmestrahlung.

Kurzwellige Strahlung

Das ist die Sonnenstrahlung.

Sie trifft auf

  • Dächer

  • Asphalt

  • Fassaden.

Anthropogene Wärme

"Anthropogen" bedeutet:

vom Menschen verursacht.

Zum Beispiel:

  • Autos

  • Industrie

  • Heizungen

  • Klimaanlagen

  • Maschinen.

Wärmespeicherung

Gebäude speichern tagsüber Wärme.

Nachts geben sie sie langsam wieder ab.

Latente Wärme

Hier ist wieder unser PCM- oder Verdunstungsprinzip.

Wenn Wasser verdunstet,

nimmt es Wärme auf.

Das kühlt.

Da in Städten wenig Wasser verdunstet,

fehlt diese Kühlung.

Merksatz

Städte werden heißer als das Umland, weil sie weniger Grün besitzen, weniger Verdunstungskühlung haben, Wärme in Beton und Asphalt speichern, schlechter durchlüftet werden und zusätzlich Wärme durch Verkehr, Industrie und Klimaanlagen erzeugen.




Folie 7 – Klimaszenarien

Hier werden drei Zeiträume verglichen:

  1. 1971–2000 (Vergangenheit)

  2. 2031–2060 (mittlere Zukunft)

  3. 2071–2100 (weit entfernte Zukunft)

Die Farben zeigen die mittlere Temperatur.

  • 🟦 Blau/Grün = kühl

  • 🟨 Gelb = warm

  • 🟧 Orange = heiß

  • 🟥 Rot = sehr heiß


Was erkennt man?

Früher (1971–2000)

  • Deutschland war überwiegend gelb-grün.

  • Nur wenige Regionen waren sehr warm.

Zukunft (2031–2060)

Fast ganz Deutschland wird orange.

➡️ Die Durchschnittstemperatur steigt bereits deutlich.

Ende des Jahrhunderts (2071–2100)

Große Teile Deutschlands werden rot.

Das bedeutet:

  • mehr Hitzetage

  • mehr Tropennächte

  • längere Hitzewellen

  • höherer Kühlbedarf

  • Was soll die Folie aussagen?

    Deutschland wird in Zukunft deutlich wärmer. Deshalb müssen Gebäude besser gegen Überhitzung geplant werden.

Folie 8 – Verschiebung der klimatischen Bedingungen deutscher Städte

Diese Folie ist eigentlich ziemlich spannend.

Die roten Pfeile bedeuten nicht, dass Städte umziehen.

Sie bedeuten:

Das Klima einer Stadt wird sich so verändern, dass es künftig dem heutigen Klima einer südlicher gelegenen Stadt entspricht.

Nehmen wir Stuttgart.

Heute hat Stuttgart sein typisches Klima.

In Zukunft könnte Stuttgart klimatisch eher so sein wie

➡️ Lyon (Frankreich).

Nicht weil Stuttgart wandert,

sondern weil es dort ähnlich warm wird.


Die klimatischen Bedingungen deutscher Städte verschieben sich nach Norden. Städte werden künftig ein Klima besitzen, das heute typisch für südlicher gelegene Regionen ist. Deshalb muss der sommerliche Wärmeschutz in der Architektur immer wichtiger werden.


welche passive maßnahmen haben einfluss auf die sommerliche überwärmung?


1. Orientierung und Neigung von Bauteilen 🏠☀️

Die Ausrichtung des Gebäudes bestimmt, wie viel Sonne auf Dach und Fassade trifft.

Beispiele:

  • Südfassade → viel Sonne

  • Westfassade → starke Abendsonne (besonders kritisch)

  • Nordfassade → wenig direkte Sonne

Auch das Dach spielt eine Rolle:

  • Flach geneigte Dächer bekommen mittags viel Sonne.

  • Steile Dächer verteilen die Einstrahlung anders.

➡️ Gute Orientierung = weniger Wärmegewinn.


2. Eigenschaften des Sonnenschutzes 🪟

Hier geht es um:

  • Außenjalousien

  • Raffstores

  • Lamellen

  • Markisen

  • Verschattung

Der wichtigste Grundsatz lautet:

Die Sonne sollte draußen bleiben und nicht erst hinter der Scheibe gestoppt werden.

Warum?

Wenn die Sonnenstrahlen erst durchs Glas kommen, wird der Raum bereits aufgeheizt.

➡️ Außensonnenschutz ist deshalb viel wirksamer als Vorhänge im Innenraum


3. Bauwerksbegrünung 🌿

Dazu gehören:

  • Gründächer

  • Fassadenbegrünung

Vorteile:

  • Verschattung

  • Verdunstungskühlung

  • niedrigere Oberflächentemperaturen

Eine begrünte Fassade wird deutlich weniger heiß als eine Betonwand.


4. Kühlung durch Lüftung 🌬️

Gemeint ist vor allem:

Nachtlüftung

Tagsüber bleibt das Gebäude möglichst geschlossen.

Nachts:

  • Fenster öffnen

  • kühle Luft hinein

  • warme Luft hinaus

Dadurch werden Wände und Decken wieder abgekühlt.


5. Bauweise und Speichermasse 🧱

Massive Baustoffe wie

  • Beton

  • Ziegel

  • Naturstein

können viel Wärme speichern.

Das bedeutet:

Tagsüber

die Wand nimmt Wärme auf.

Der Raum bleibt länger kühl.

Erst nachts wird die Wärme wieder abgegeben.

Das nennt man thermische Speichermasse.


6. Phase Change Materials (PCM) 🧊

Das hatten wir gerade.

PCM schmilzt bei einer bestimmten Temperatur.

Beim Schmelzen

nimmt es viel Wärme auf.

Der Raum wird langsamer warm.

Nachts

erstarrt es wieder

gibt die Wärme wieder ab.


7. Bauteilaktivierung ❄️

Hier verlaufen Wasserleitungen in

  • Decken

  • Wänden

  • Böden.

Durch sie fließt kühles Wasser.

Dadurch wird das ganze Bauteil gekühlt.

Beispiel:

  • Kühldecke

  • gekühlter Fußboden

  • gekühlte Wand

8. Interne Lasten 💡

Das sind alle Wärmequellen im Gebäude selbst.

Zum Beispiel:

  • Menschen

  • Computer

  • Fernseher

  • Beleuchtung

  • Haushaltsgeräte

Je mehr interne Lasten,

desto stärker erwärmt sich der Raum.

Deshalb helfen:

  • LED statt Halogen

  • energieeffiziente Geräte

  • Geräte ausschalten

—>Passive Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung reduzieren den Wärmeeintrag oder speichern bzw. führen Wärme ohne klassische Klimaanlage ab. Dazu gehören die richtige Gebäudeorientierung, wirksamer Außensonnenschutz, Begrünung, natürliche Lüftung, hohe Speichermasse, Phase-Change-Materialien (PCM), Bauteilaktivierung und die Reduzierung interner Wärmelasten


wie überprüft man oob passive maßnahmen gegen Überhitzung Funktionieren?


Was ist eine Sensitivitätsanalyse?

Eine Sensitivitätsanalyse untersucht,

welchen Einfluss eine bestimmte Maßnahme auf das Gebäude hat.

Man verändert immer nur einen Parameter und schaut, was passiert.

Schritt 1 – Auswahl passiver Maßnahmen

Man wählt Maßnahmen aus, z. B.

  • Außenjalousien

  • Gründach

  • Nachtlüftung

  • größere Speichermasse

  • bessere Verglasung

  • Fassadenbegrünung

Schritt 2 – Modellierung

Nun wird das Gebäude im Computer simuliert.

Man gibt ein:

  • Gebäudegeometrie

  • Materialien

  • Fenster

  • Klima

  • Sonneneinstrahlung

  • Lüftung

Der Computer berechnet dann z. B.:

  • Raumtemperatur

  • Kühlbedarf

  • Energieverbrauch

  • Schritt 3 – Vergleich

    Jetzt vergleicht man die Ergebnisse.

    Beispiel:

    Variante

    Max. Raumtemperatur

    ohne Verschattung

    33 °C

    mit Außenjalousien

    28 °C

    ➡️ Ergebnis:

    Die Verschattung reduziert die Überhitzung deutlich

  • —> Eine Sensitivitätsanalyse untersucht den Einfluss einzelner Maßnahmen auf das Verhalten eines Gebäudes. Dabei wird jeweils nur ein Parameter verändert und das Ergebnis anschließend mit einer Referenzvariante verglichen.

Folie 11 – Klimaszenarien

Hier wird gezeigt,

wie sich das Gebäude heute und in Zukunft verhält.

Links stehen drei Werte

Maximale Temperatur

Heute:

33,75 °C

Zukunft:

36,50 °C

➡️ Es wird heißer.

Mittlere Julitemperatur

Heute:

21,1 °C

Zukunft:

23,7 °C

➡️ Auch der Durchschnitt steigt.

Globalstrahlung

Heute:

240 W/m²

Zukunft:

267 W/m²

➡️ Mehr Sonneneinstrahlung bedeutet mehr Wärmeeintrag ins Gebäude.

Das Diagramm rechts

Die blauen Balken zeigen:

heutiges Klima

Die grauen Balken zeigen:

zukünftiges Klima

Fast alle grauen Balken sind höher.

Das bedeutet:

  • höhere Temperaturen

  • mehr Überhitzungsgefahr

  • größerer Kühlbedarf

Warum macht man solche Berechnungen?

Früher hätte man nur geprüft:

Funktioniert das Gebäude heute?

Heute muss man fragen:

Funktioniert das Gebäude auch noch in 30 oder 50 Jahren, wenn das Klima wärmer ist?

Deshalb werden Gebäude heute oft mit Zukunfts-Klimadaten simuliert.

Zusammenhang beider Folien

Die Reihenfolge ist:

1. Klimaszenario auswählen

↓ 2. Gebäude simulieren

↓ 3. Passive Maßnahmen testen

↓ 4. Ergebnisse vergleichen

↓ 5. Beste Lösung auswählen

⭐ Prüfungsmerksätze

Sensitivitätsanalyse:

Mit einer Sensitivitätsanalyse wird untersucht, wie stark einzelne passive Maßnahmen (z. B. Verschattung oder Nachtlüftung) die Überhitzung eines Gebäudes beeinflussen. Dazu wird jeweils nur ein Parameter verändert und mit einer Referenz verglichen.

Klimaszenarien:

Gebäude werden heute nicht nur mit aktuellen Klimadaten, sondern auch mit zukünftigen Klimaszenarien simuliert. Dadurch kann überprüft werden, ob sie auch unter den Bedingungen des Klimawandels ausreichend gegen sommerliche Überhitzung geschützt sind.



Welche passive Maßnahme schützt am besten vor sommerlicher Überhitzung?




1. Speichermasse + Sonnenschutz (Folie 13 & 14)

Hier werden verschiedene Wandmaterialien verglichen:

  • Holz (Leichtbau)

  • Ziegel

  • Beton (Massivbau)

und jeweils mit

  • Innenliegendem Sonnenschutz

  • Außenliegendem Sonnenschutz

Was bedeutet Speichermasse?

Speichermasse = Wie viel Wärme ein Baustoff aufnehmen kann.

Geringe Speichermasse

➡️ Holz

  • wird schnell warm

  • kühlt schnell wieder ab

Hohe Speichermasse

➡️ Beton

  • erwärmt sich langsam

  • speichert Wärme

  • gibt sie erst nachts wieder ab

Was zeigen die Diagramme?

Die rote Kurve ist die Außentemperatur.

Die anderen Kurven sind die Raumtemperaturen.

Man erkennt:

Holz

Die Temperatur schwankt stark.

Der Raum reagiert also relativ schnell auf die Außentemperatur.

Beton

Die Temperatur bleibt viel gleichmäßiger.Die Raumtemperatur verändert sich nur wenig.

➡️ Der massive Bau schützt besser vor Überhitzung.


Jetzt kommt der Sonnenschutz

Es wird verglichen:

Innenliegend

Sonne ↓ Fenster ↓ Raum ↓ Rollo

Die Sonne ist bereits im Raum.

Das Rollo hält zwar das Licht auf,

die Wärme ist aber schon eingedrungen.

Außenliegend

Sonne ↓ Jalousie ↓ Fenster

Die Wärme kommt gar nicht erst hinein.

Deshalb ist Außenverschattung viel besser.


—> Innenliegender Sonnenschutz auch bei hoher Speichermasse nicht ausreichend.!!

2 K Temperaturunterschied zwischen Massivbau und Leichtbau bei außenliegendem Sonnenschutz.👉 Außenliegender Sonnenschutz ist wichtiger als eine hohe Speichermasse.


2. Verglasung + Sonnenschutz (Folie 15 & 16)

Jetzt wird etwas anderes untersucht.

Nicht mehr

Holz oder Beton,

sondern

2-fach oder 3-fach Verglasung.

Es werden verglichen:

  • 2-fach-Verglasung

  • 3-fach-Verglasung

jeweils mit

  • Innenverschattung

  • Außenverschattung.

Überraschendes Ergebnis

Auf der Folie steht:

Geringe Unterschiede zwischen 3-fach und 2-fach Verglasung bei außenliegendem Sonnenschutz.

Das heißt:

Wenn außen eine gute Verschattung vorhanden ist,

macht es kaum einen Unterschied,

ob die Scheibe

2-fach

oder

3-fach

verglast ist.

Warum?

Weil die Sonne

gar nicht bis zur Scheibe kommt.

Niedriger U-Wert bei Dreifachverglasung zeigt nur bei innenliegender Verschattung einen deutlichen Effekt.Nur mit außenliegendem Sonnenschutz kann die Temperatur im Komfortbereich gehalten werden.

—<

Die Sensitivitätsanalysen zeigen, dass außenliegender Sonnenschutz die wirksamste passive Maßnahme gegen sommerliche Überhitzung ist. Eine hohe Speichermasse verbessert zusätzlich das Raumklima, während der Unterschied zwischen Zwei- und Dreifachverglasung im Sommer vergleichsweise gering ist.


wie funktioniert eine absorbtionskältemaschine?


Das nennt man Absorption.

Also:

Der Wasserdampf geht in die Flüssigkeit hinein.Eine normale Klimaanlage braucht:

➡️ Strom, um einen Kompressor anzutreiben.

Eine Absorptionskältemaschine braucht dagegen:

➡️ Wärme (z. B. von Solarthermie oder Fernwärme)

Deshalb eignet sie sich perfekt für solare Kühlung.Es gibt also keinen elektrischen Kompressor.

  • Wasser → Kältemittel

  • Lithiumbromid → nimmt Wasser auf (Absorber)

Schritt 1 – Verdampfer

Hier beginnt alles.

Im Verdampfer befindet sich Wasser.

Durch sehr niedrigen Druck verdampft das Wasser schon bei wenigen Grad.

Zum Verdampfen braucht Wasser Energie.

Diese Energie nimmt es aus dem Raum.

➡️ Das ist der eigentliche Kühlvorgang.

Schritt 2 – Absorber

Jetzt liegt Wasserdampf vor.

Der muss entfernt werden.

Hier kommt Lithiumbromid ins Spiel.

Lithiumbromid "saugt" den Wasserdampf auf.

Schritt 3 – Generator

Jetzt ist das Lithiumbromid voller Wasser.

Damit es wieder Wasser aufnehmen kann,

muss das Wasser heraus.

Und genau dafür nutzt man die Sonne.

Hier kommt also die Solarwärme ins Spiel.

Sie regeneriert das Lithiumbromid.

Schritt 4 – Kondensator

Der Wasserdampf wird jetzt wieder gekühlt.

Also genau wie bei einer normalen Klimaanlage.

Schritt 5 – zurück zum Verdampfer

Das Wasser fließt wieder zurück.

Alles beginnt von vorne.

Warum wird dadurch gekühlt?

Der entscheidende Schritt ist der Verdampfer.

Beim Verdampfen braucht Wasser sehr viel Energie.

Diese Energie holt es sich aus dem Raum.


—>

Eine Absorptionskältemaschine erzeugt Kälte mithilfe von Wärme statt mit einem elektrisch angetriebenen Kompressor. Das Kältemittel (meist Wasser) verdampft im Verdampfer und entzieht dabei dem Raum Wärme. Anschließend wird es vom Absorptionsmittel (z. B. Lithiumbromid) aufgenommen. Durch Solarwärme oder Fernwärme wird das Kältemittel im Generator wieder ausgetrieben und der Kreislauf beginnt erneut.

schritt 3

wann ist ein gebäude smart? Was bedeutet Energieflexibilität?

➡️ Ein Gebäude ist smart, wenn es selbstständig Energie möglichst effizient erzeugt, speichert, nutzt und mit dem Stromnetz zusammenarbeitet.

1. Hoher Anteil erneuerbarer Energien

(Oben links: PV auf dem Dach)

Das Gebäude produziert selbst Energie.

Zum Beispiel durch:

  • ☀️ Photovoltaik

  • Solarthermie

  • Wärmepumpe

  • Windenergie

Beispiel:

Tagsüber scheint die Sonne.

PV erzeugt Strom.

Der Strom versorgt das Gebäude.

2. Gute Gebäudehülle

(Links Mitte)

Dort steht:

"Wenn die Baustandards hoch sind und effizient gebaut wird."

Das bedeutet:

Das Gebäude braucht erst gar nicht viel Energie.

Zum Beispiel:

  • gute Dämmung

  • Dreifachverglasung

  • außenliegender Sonnenschutz

  • luftdichte Gebäudehülle

Dadurch

  • im Winter wenig Heizenergie

  • im Sommer wenig Kühlung.

3. Automatisierte Gebäudetechnik

(Rechts unten)

Das Gebäude denkt quasi mit.

Zum Beispiel:

Außen wird es heiß.

Jalousien fahren automatisch herunter.

Oder:

Niemand ist im Raum.

Licht geht aus.

Oder:

Nachts ist es kühl.

Fenster öffnen automatisch.

Oder:

CO₂ steigt.

Lüftung erhöht automatisch den Luftwechsel.

Das spart Energie.

4. Reaktion auf äußere Veränderungen

(Rechts Mitte)

Ein smartes Gebäude reagiert auf seine Umgebung.

Zum Beispiel:

☀️ Sonne scheint

Jalousien schließen.

🌡 Außentemperatur sinkt

Heizung reduziert Leistung.

⚡ Strompreis wird billig

Batterie lädt.

🌬 Wind liefert viel Strom

Wärmepumpe läuft stärker.

5. Energie zurück ins Netz einspeisen

(Oben rechts)

Das nennt man heute oft Prosumer.

= Producer + Consumer

Das Gebäude

  • produziert Strom

  • nutzt Strom

  • verkauft überschüssigen Strom.

Beispiel:

PV produziert 12 kW.

Haus braucht 4 kW.

8 kW werden ins Stromnetz eingespeist.

6. Viele Apps?

(Unten links)

Auf der Folie steht bewusst als Frage:

"Wenn es viele Applikationen und Gadgets gibt?"

Die Antwort lautet:

❌ Nein.

Viele Apps machen ein Gebäude nicht automatisch smart.

Eine App ist nur die Bedienung.

Entscheidend ist,

ob das Gebäude intelligent arbeitet.


Das Gebäude ist nicht mehr nur Verbraucher.

Es kann

  • Strom erzeugen

  • Strom speichern

  • Strom später nutzen

  • Strom verkaufen.


—> Das Gebäude verschiebt seinen Energieverbrauch auf günstige oder sinnvolle Zeitpunkte.

Beispiel:

Mittags:

☀️ PV produziert viel Strom.

Das Gebäude macht dann automatisch:

  • Warmwasserspeicher aufladen

  • Batteriespeicher laden

  • Elektroauto laden

  • Wärmepumpe laufen lassen

  • eventuell den Kältespeicher laden.

Abends:

Keine Sonne mehr.

Das Gebäude nutzt die gespeicherte Energie.

Es muss kaum Strom aus dem Netz beziehen.

➡️ Das nennt man Lastverschiebung (Load Shifting).



->Ein smartes Gebäude zeichnet sich nicht durch viele technische Geräte aus, sondern dadurch, dass es erneuerbare Energien nutzt, den Energiebedarf reduziert, die Gebäudetechnik automatisch steuert, auf äußere Bedingungen reagiert, Energie speichern kann und mit dem Stromnetz intelligent zusammenarbeitet.

Author

Kiana B.

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