Was sind Cognitive Enhancer? Nenne mindestens 6 Medikamente
Das Neuroenhancement beschreibt den Ge-/Missbrauch psychoaktiver Substanzen durch Gesunde mit dem Ziel
der Verbesserung der eigenen kognitiven Leistungsfähigkeit wie z.B. Vigilanz (= Zustand erhöhter und
dauerhafter Reaktion), Konzentration, Gedächtnis und Stimmung.
Beispiele:
Amphetamine (Adderall), Methylphenidat (Ritalin), Coffein, Donepezil und Rivastigmin (Antidementiva) sowie
Antidepressiva.
Was ist Botox und wie wirkt es?
Botox bzw. Botulinumtoxin ist ein Neurotoxin von Clostridium botulinum. Es besteht aus 2 Polypeptidketten, einer schweren (H) und einer leichten (L), die über eine Disulfidbrücke verbunden sind. Botox hat eine hohe Affinität zu cholinergen Neuronen und hemmt dort die Freisetzung von Acetylcholin in den synaptischen Spalt.
Über den C-Terminus der H-Kette bindet Botox an die präsynaptische Nervenzellmembran und wird endozytotisch in die Zelle aufgenommen. Durch Senkung des pH-Werts über den N-Terminus der H-Kette wird im endozytotischen Vesikel eine Pore gebildet, über welche die L-Kette nach Spaltung des Toxins ins Zytosol gelangt. Dort wirkt diese als Zn-Endopeptidase und spaltet Proteine des SNARE-Komplexes (Synaptobrevin, Snap-25 und Syntaxin). Der SNARE-Komplex ist mitverantwortlich für die Ca2+-abhängige Exozytose des in Vesikeln gespeicherten Acetylcholins. Somit sinkt die Acetylcholin-Konzentration im synaptischen Spalt und es kommt zur Lähmung motorischer und autonomer Nerven.
Verwendung: neurologische Störungen, in der Orthopädie, bei Vaginismus, Migräne und Blasenfunktionsstörungen.
Nenne 4 Formen der Harninkontinenz
Belastungs- bzw. Stressinkontinenz: Bei körperlicher Belastung wird der Druck in der Blase größer als in der Harnröhre. (Grad 1: Niesen, Husten, Lachen; Grad 2: Laufen, Treppensteigen; Grad 3: Stehen)
Frauen>Männer
Drang- bzw. Urgeinkontinenz: Defizit der zentralnervösen Hemmung des Miktionsreflexes bzw. neurogene Detrusorhyperaktivität. Plötzlicher imperativer Harndrang, größere Harnmengen, Miktion >8x/Tag, Nykturie >2x/Nacht
Männer >Frauen
Überlaufinkontinenz: Fortlaufender Abgang kleinster Harnmengen aus maximal gefüllter Blase, welche nicht vollständig geleert werden kann. Ursachen: BPH, Prostatakarzinom.
Mischinkontinenz: Unwillkürlicher Harnverlust, der sowohl in Zusammenhang mit einem starken Harndranggefühl als auch ohne spürbaren Harndrang bei körperlicher Anstrengung auftritt.
Erkläre den Wirkungsmechanismus von Nikotin und die Raucherentwöhnung
Nikotin wird inhaliert, in der Lunge resorbiert und über die Blutbahn ins Gehirn transportiert. Dort bindet es an mesolimbische nACh-Rezeptoren im Belohnungszentrum und aktiviert das dopaminerge System in der VTA (ventrales tegmentales Areal) und im NA (Nucleus accumbens). Durch die Dopaminfreisetzung kommt es zum Belohnungsgefühl. Beim Absetzen von Nikotin fehlt das Dopamin im Belohnungssystem, was zu Unruhe und Stress führt.
Raucherentwöhnung:
Nikotinersatz: Nikotinkaugummis oder -pflaster setzen Nikotin langsam und gleichmäßig frei, die Dosis kann vorzu verringert werden. Verlangen und Entzugssymptome lassen nach.
nACh-Rezeptor-Agonisten: Vareniclin ist ein partieller Agonist am α4β2-nACh-Rezeptor (affiner als Nikotin selbst) und führt zu moderater DA-Freisetzung. Beim Rauchstopp kommt es nicht zum DA-Defizit, Verlangen und Entzugssymptome nehmen ab. Kein Belohnungseffekt bei erneutem Rauchen.
NA/DA-Reuptake-Inhibitoren: Bupropion soll die Entzugserscheinungen eines Rauchstopps hemmen.
Erektile Dysfunktion: Ursachen und Pharmaka
Als erektile Dysfunktion bzw. Impotenz bezeichnet man die gestörte oder fehlende Erektion des Penis bei sexueller Erregung, sodass der Geschlechtsverkehr nicht vollzogen werden kann.
Ursachen:
Risikofaktoren: Alter, DM, Adipositas, Depression, Alkohol, Nikotin, Hypertension, Drogen, Medikamente
Spezifische Ursachen: Veränderungen der arteriellen Strombahn (Arteriosklerose), Verschluss bzw. Minderdurchblutung zuführender Arterien, diabetische Mikroangiopathie, neurogene Ursachen
Psychologische Ursachen: Leistungsangst, Stress, Beziehungsprobleme, soziale Tabus, etc.
Pharmaka:
Periphere, systemisch wirkende Pharmaka: PDE-5-Inhibitoren führen zum Anstieg von cGMP, infolgedessen kommt es zur Vasodilatation, der Bluteinstrom nimmt zu und der Penis erigiert.
—> Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil, Avanafil.
Lokale Injektion, transurethrale Instillation: Alprostadil führt als PGE1-Analogon über den EP-Rezeptor zum Anstieg von cAMP und somit zur Vasodilatation mit den entsprechenden Folgen.
Zentral wirkende Pharmaka: Apomorphin (stimuliert den Dopamin-D2-Rezeptor), Yohimbin (a-Blocker), Testosteron.
Wirkmechanismus und Vorteil von Finasterid
Das Enzym 5α-Reduktase wandelt Testosteron zu 5α-Dihydrotestosteron (DHT) um. Finasterid wird bei Prostatahyperplasie verwendet, es hemmt kompetitiv die 5α-Reduktase vom Typ 2. Das Typ 1-Isoenzym findet sich in Leber und Haut, das Typ 2-Isoenzym in Prostata und androgensensitivem Gewebe. Finasterid reduziert die intraprostatische Bildung von DHT um 70-80%, das Prostatawachstum wird somit reduziert und es geschieht eine Volumenreduktion von 20-30%. Finasterid wirkt langsam (Monate!) und erst ab einer Volumenvergrößerung der Prostata von 40cm.
UAW: Libidoverlust, Potenzverlust, Brustschmerzen, Haarwuchs (auch bei androgenetischer Alopezie) Angst, Depression
KI: Kinder, Frauen, Schwangerschaft, Harndrang, eingeschränkte Leberfunktion, CYP3A4-Interaktionen
Vorteil: Finasterid hemmt vorzugsweise das Typ 2-Isoenzym, während z.B. Dutasterid beide Isoenzyme hemmt.
Prostataadenom/Benigne Prostatahyperplasie (BPH)/Benignes Prostatasyndrom (BPS)
Ursachen (nicht ganz geklärt):
Androgengesteuertes Wachstum der Übergangszone der Prostata
Proliferationsschub der Stromazellen durch Wachstumsfaktoren
Östrogengesteuertes Wachstum der Prostata
Apoptosehemmung?
Statische (bzw. anatomische) Komponente: Obstruktion der proximalen Urethra
Dynamische Komponente: α1-vermittelte Muskeltonuszunahme in Prostata/proximaler Urethra
Symptome:
Pollakisurie, Nykturie, Harnstrahl sinkt, Nachtträufeln, verzögerter Miktionsbeginn
Restharn steigt, HWI, Dranginkontinenz, erhöhte Miktionsfrequenz, Balkenblase
Überlaufinkontinenz, Harnaufstau (obere Harnwege), Niereninsuffizienz, akuter Harnverhalt (!)
Therapie:
„Watchful waiting“
5α-Reduktase-Hemmer (Finasterid, Dutasterid)
Phytopharmaka (Sägepalmenextrakt, Radix urticae)
α1-Antagonisten (Terazosin, Doxazosin, Alfuzosin, Tamsulosin, Silodosin)
PDE-5-Hemmer (Tadalafil)
M-Rezeptor-Antagonisten (Solifenacin)
Chirurgische Maßnahmen:
Transurethrale Prostataresektion (TURP)
Transurethrale Inzision der Prostata (TUIP)
Prostataektomie
Medikamente, die die Erektion stören können
—> häufig Antihypertensiva und Antidepressiva
Psychopharmaka: Antidepressiva, Tranquillantien, Neuroleptika (Amitriptylin)
Betablocker (Metoprolol); ACE-Hemmer (-prile) und Calciumantagonisten (Verapamil, Diltiazem) weniger
Diuretika: Thiazide
H2-Blocker: Cimetidin, Famotidin
Protonenpumpenhemmer: Omeprazol
NSARs: Naproxen
Herzglykoside: Digoxin
Lipidsenker: Clofibrat
Antiepileptika: Carbamazepin
Antiandrogene
Sildenafil: Wirkungsmechanismus, UAW, KI
Sildenafil inhibiert als PDE-5-Hemmer das Enzym Phosphodiesterase-5, welches für den Abbau von cGMP und cAMP verantwortlich ist. cGMP wird von einer löslichen Guanylatzyklase gebildet, welche durch NO aktiviert wird, und zur Relaxation von Blutgefäßen führt. Durch die Inaktivierung der Phosphodiesterase-5 kommt es zum Anstieg von cGMP und somit zu einer Verstärkung der gefäßerweiternden Wirkung von NO bzw. von cGMP. Die Wirkung von PDE-5-Hemmern findet vor allem in Geweben statt, in denen die PDE-5 exprimiert wird, z.B. im Gefäß- und Eingeweidemuskel (Tonus-Regulation) sowie in Thrombozyten (Regulation der Aggregation). Im Corpus cavernosum des Penis führt Sildenafil zur Relaxation der glatten Muskulatur arterieller Gefäße —> Vasodilatation —> Erektion
Ohne Freisetzung von NO im Corpus cavernosum sind PDE-5-Hemmer wirkungslos (z.B. bei DM)! —> Wirkung von PDE5-Hemmern ist mit sexueller Erregung verbunden
UAW: mäßige Hypotonie, Kopfschmerzen, Flush, Dyspepsie, verstopfte Nase, Störung des Blau/Grün-Sehens
KI: Hypotonie, instabile AP, HI, MI, Retinitis pigmentosa
Keine Kombination mit organischen Nitraten (und anderen NO-Donatoren), Vasodilatatoren,
Antihypertensiva und CYP-Inhibitoren wie Grapefruitsaft!
Verknüpfungsfrage: Prazosin, Atenolol, Propranolol, Clonidin, Salbutamol
Prazosin: Antagonist α1>α2 (α1-Blocker gegen arterielle Hypertonie; α1 kontrahiert Blutgefäße, Sphinkteren, Uterus- und Blasenhalsmuskulatur)
Atenolol: Antagonist β1>>β2 (kardioselektiver Betablocker)
Propranolol: Antagonist β1+β2 (nicht selektiver Betablocker)
Clonidin: Agonist α2>α1 (wirkt an präsynaptischen Rezeptoren und somit sympatholytisch (hemmt NA-Freisetzung)
Salbutamol: Agonist β2>>β1 (Bronchodilatation, daher Einsatz bei Asthma bronchiale und COPD)
Was ist ADHS? Behandlung und UAWs
ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) bzw. ADHD (attention deficit hyperactivity disorder) bzw. HKS (Hyperkinetische Störung) ist eine Verhaltensstörung mit den Hauptsymptomen Unaufmerksamkeit Überaktivität und Impulsivität. Ursachen können genetische/biologische Faktoren sowie soziale Faktoren/Umweltfaktoren sein.
Diagnosestellung ist schwierig
Behandlung:
Medikamentös —> Psychopharmakotherapie
Stimulantien
Methylphenidat (Ritalin) —> NT-Balance (DA/NA)!
UAW: (Ein-)Schlafprobleme, Appetitlosigkeit, Tics, Tachykardie, Blutdruck steigt, Kopfschmerzen, Übelkeit, Mundtrockenheit, Sinnestäuschungen
Lisdexamfetamin
UAW: Appetitabnahme, Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit, Tachykardie, Erregung, Angst
Nicht-Stimulantien
Atomoxetin —> selektiver NA-Reuptake-Inhibitor
UAW: Schwitzen, Unruhe, Schlafstörungen, etc.
Guanfacin, Clonidin à α2-Agonisten
UAW: Somnolenz, Bauch-/Kopfschmerzen, Depression, Angst, Übelkeit, Gewichtszunahme, etc.
Psychotherapie —> Einzel- und Gruppenverhaltenstherapie, Psychoedukation
Soziotherapie —> berufliche Beratung und Familienberatung
Lifestyledrugs aufzählen!
= Arzneistoffe, deren primäres Ziel nicht die Behandlung einer bestimmten Erkrankung bzw. deren Ursache ist, sondern die Verbesserung der Lebensqualität des Patienten.
a) Doppelkinn/Hautalterung/Falten: BTX, Retinol
b) Adipositas: Orlistat
c) Alopezie: Finasterid, Dutasterid, Minoxidil
d) Raucherentwöhnung: Bupropion, Vareniclin, Nikotinersatz
e) Erektile Dysfunktion: Sildenafil u.a.; Sex-Unlust bei Frauen: Damiana
f) Antiaging: Melatonin, DHEA, Hormonersatztherapie, Wachstumshormone
g) Gedächtniserhöher: Cognitive Enhancers
Wirkungen und Indikationen von β-Sympathomimetika
Herz (β1): positiv chronotrop, positiv dromotrop, positiv inotrop, positiv bathmotrop —> Überleitungsstörungen
Bronchien (β2): Bronchodilatation —> Asthma bronchiale, COPD
Darm (β2): Darmmotilität sinkt, Dilatation der Sphinkteren und des Detrusors (β2)
Stoffwechsel (β2): Insulin-Freisetzung, Glykogenolyse, Gluconeogenese, Lipolyse (auch β1)
Niere (β1): Renin-Freisetzung
Uterus (schwanger) (β2): Dilatation —> Tokolyse
Nenne UAWs von Betablockern
Herz: Blutdrucksenkung, Bradykardie, AV-Block
Lunge: Bronchokonstriktion, Atemnot, Bronchialspasmen
ZNS: Unruhe, Schlaflosigkeit, Müdigkeit
Gefäße: kalte Extremitäten
Stoffwechsel: Hypoglykämie, Lipidstoffwechsel-Störungen
Sonstige: Durchfall, Impotenz, Spasmen der Uterusmuskulatur
Bei Schwangerschaft bevorzugt ältere Präparate wie Metoprolol.
KI:
- Asthma bronchiale, COPD
- Schwangerschaft (Ausnahmen)
- Bradykardie
- AV-Block
- DM
α-Blocker: Indikationen und UAW
α2: ED (Yohimbin)
α1: arterielle Antihypertensiva, BPH (Prazosin, Terazosin Doxazosin, Alfuzosin, Tamsulosin, Silodosin)
UAW: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Ohnmacht, orthostatische Dysregulation
α-Sympathomimetika: Indikationen
Lokal: verlängern Wirkung von LA (Adrenalin), Nasenschleimhaut-Abschwellung (Xylometazolin, Oxymetazolin), Blutstillung (Adrenalin), Konjunktivitis, Mydriatikum (Phenylephrin), Glaukom (Brimonidin)
Systemisch: Hypotonie (Etilefrin, Midodrin), anaphylaktischer Schock (Adrenalin), kardiogener Schock
Vergleiche A- und NA-Wirkung auf das kardiovaskuläre System!
Noradrenalin:
Postganglionärer Neurotransmitter des Sympathikus, Bildung im Nervensystem, lokal begrenzte Wirkung; kann auch als Hormon fungieren, Bildung auch im Nebennierenmark
Rascher Wirkeintritt, kurze Wirkdauer
Selektivität: α1, α2>β1>>β2
Einfluss auf Blutdruckregulation durch Vasokonstriktion der Arteriolen à hormonelle Wirkung
Baroreflex: Blutdruck steigt —> vagale Reflexe (Barorezeptoren) —> kompensatorische, zentralnervöse Hemmung sympathischer Aktivität —> längerfristig: Senkung der Herzfrequenz
Adrenalin:
Hormon, Bildung im Nebennierenmark, systemische Wirkung
Kurzer Wirkeintritt, etwas längere Wirkdauer
Selektivität: β>α, β2>β1
Regulation der Blutverteilung: vasodilatierend (peripherer Widerstand nimmt ab), aber auch Gegenteil
Sympathikus-Wirkung am Herzen (positiv chronotrop, inotrop, dromotrop, bathmotrop —> Blutdruck steigt)
Verhältnis der Sekretion von A:NA ist 4:1!
Monoaminotransporter und Wirkmechanismen indirekter Sympathomimetika
NAT bzw. NET (Uptake 1) —> Noradrenalin- bzw. Norepinephrin-Transporter
Transportiert spezifisch NA>A über die neuronale Membran und ist verantwortlich für die Wiederaufnahme der Monoamine in die Präsynapse.
EMT (Uptake 2) —> Extraneuronaler Monoamintransporter
Transportiert spezifisch A>NA. Wirkt nicht an Neuronen, sondern ist für die Aufnahme der Monoamine in der Peripherie verantwortlich (Herz, glatte Muskulatur, Endothel, Glia)
VMAT (vesikulär) —> Vesikulärer Monoamintransporter
Transportiert A und NA gleichermaßen und ist verantwortlich für die Aufnahme der Monoamine in Vesikel.
Indirekte Sympathomimetika wie beispielsweise Phenylethylamin, Amphetamin, Tyramin, MDMA, Norpseudoephedrin, Methylphenidat, Metamphetamin und Ephedrin erhöhen die extrazelluläre Monoamin-Konzentration. Sie fungieren als alternative Substrate für Carrier („Freisetzer“)
Durch kompetitive Hemmung von NAT bzw. NET wird die NA-Wiederaufnahme in die Präsynapse unterbunden und somit steigt die NA-Konzentration im synaptischen Spalt.
Durch kompetitive Hemmung von VMAT kommt es zur Hemmung der NA- und A-Aufnahme in Vesikel und somit zu einer höheren Monoamin-Konzentration im Zytoplasma.
Durch die erhöhte Konzentration von NA im Zytoplasma (bzw. im Axoplasma) kommt es zur Umkehr der Arbeitsrichtung von NAT bzw. NET, sodass NA und Natriumionen aus dem Axoplasma in den synaptischen Spalt transportiert werden (über den Carrier, nicht durch Exozytose).
Durch kompetitive Hemmung der MAO werden NA und A nicht mehr abgebaut und die Konzentration steigt.
Pilocarpin als Glaukomtherapie und Alternativen
Glaukom = hoher Augeninnendruck —> Grüner star
Pilocarpin ist ein Muscarinrezeptor-Agonist und ein direktes Parasympathomimetikum (Cholinergikum)
bindet an M3-Rezeptoren in der Iris und führt zur Kontraktion des Musculus sphincter pupillae und des Musculus ciliaris. Der trabekuläre Abfluss wird erhöht, außerdem kommt es zur Miosis (=Verengung der Pupille).
Glaukomtherapie alternativ durch operative Behandlung oder folgende Pharmaka:
Parasympathomimetika wie Pilocarpin oder Carbachol
UAW: Miosis, Nahakkomodationsstörung, Katarakt, Bradykardie, Harndrang, Schwitzen, Bronchospasmus, Ulcus
KI: Ulcus, Asthma bronchiale (Bronchospasmus über M3-Rezeptor in der Lunge)
Senkung der Kammerwasserproduktion durch:
Betablocker (β1) wie Timolol
UAW: Brennen in den Augen, Bradykardie, Hypotonie
KI: Bradykarde Rhythmusstörung, Asthma bronchiale
α2-Agonisten wie Clonidin und Brimonidin
UAW: okuläre Allergie, Trockenheitsgefühl in Nase und Mund, Müdigkeit, Schwindel
VO: Hypotonie
Carboanhydrasehemmer wie Acetazolamid und Dorzolamid
UAW: Anorexie/Übelkeit/metabolische Azidose (Acetazolamid), okuläre Allergie/Augenbrennen (Dorzolamid)
Prostaglandinderivate wie Latanoprost
UAW: Irispigmentierung, Wimpernverdickung
VO: Asthma bronchiale
Rho-Kinasehemmer wie Netarsudil
UAW: konjunktivale Blutungen
Wirkmechanismus von Curare
Curare-Alkaloide sind nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien. Sie sind kompetitive Hemmer des Acetylcholins an den nACh-Rezeptoren der motorischen Endplatte (keine Rezeptor-Aktivierung). Die Reizweiterleitung wird gehemmt und der entsprechende Muskel gelähmt. Es kommt nicht zur ZNS-Wirkung!
Zusätzlich blockiert Curare auch die M1- und M3-Rezeptoren, wodurch Motilität und Sekretion im GIT inhibiert werden. Durch Blockade von M2-Rezeptoren wird die bradykarde Wirkung gehemmt. Curare wirkt also auch positiv chronotrop und positiv bathmotrop.
Atropin: Wirkmechanismus, Indikationen, Wirkungen
Atropin ist ein Alkaloid. Es vermindert die Wirkung des Parasympathikus, indem es als kompetitiver, reversibler Antagonist am Muskarinrezeptor (mACh-Rezeptor) wirkt. Somit ist Atropin ein Parasympatholytikum. Es wirkt nicht an den Nikotinrezeptoren
Indikationen: Mydriatikum, Bradykardie, Narkosevorbereitung, Vergiftung mit ACh-Esterase-Hemmstoffen
Wirkungen:
Herz: positiv chronotrop, positiv dromotrop
Lunge: Bronchodilatation, Hemmung der Sekretion
GIT: verminderte Peristaltik und Sekretion
Glatte Muskulatur: Relaxation
ZNS: exzitatorisch —> Unruhe, Agitiertheit, Desorientierung
Auge: Mydriasis, Akkomodationshemmung (Erschlaffung des M. sphincter pupillae, Erschlaffung des M. ciliaris)
Drüsen: verminderte Schweiß- und Speichelsekretion
Harnblase: Blasenatonie
Therapie von Blasenentleerungsstörungen
Allgemein: Verminderung von Kaffee, Tee, Rauchen und Alkohol; Blasentraining, Beckenbodentraining
Hyperaktive Blase bzw. Dranginkontinenz:
M3-Rezeptor-Antagonisten wie Solifenacin, Darifenacin, Tolterodin, Trospiumchlorid und Oxybutynin
β3-Agonisten wie Mirabegron
Botox-A
Blasentraining
Stressinkontinenz:
Beckenbodentraining
OP: Heben und Stützen von Blasenhals bzw. Harnröhre
Duloxetin erhöht Sphinktertonus (UAW: Übelkeit)
Enuresis nocturna: Vasopressinderivate (UAW: Wasserretention, Blutdruckerhöhung)
Wirkung von Neostigmin
kurzwirksames, indirektes Parasympathomimetikum
hemmt reversibel die Acetylcholinesterase, wodurch die ACh-Konzentration im synaptischen Spalt steigt
aufgrund des quartären Stickstoffs nicht ZNS-gängig
wird als Antidot bei Curare-Vergiftungen verwendet (Aufhebung der Wirkung von nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien), als Peristaltikum, bei Glaukom und bei Myasthenia gravis
Was sind die Aufgaben des vegetativen Nervensystems?
kontrolliert lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Verdauung, Stoffwechsel, einzelne Organe und Muskeln.
Genauer gesagt
Aktivität der glatten Muskulatur (Kontraktion, Relaxation)
Herzaktion (Frequenz, AV-Überleitung, Kontraktionskraft)
Exokrine und endokrine Drüsen
Schritte des Intermediärstoffwechsels
Das vegetative Nervensystem wird in Sympathikus und Parasympathikus unterteilt.
MC: was sind indirekte Sympathomimetika
amphetamin
Phenylephrin
Was sind die Zeichen einer Atropin Intoxikation
Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle, Atemlähmung
rotes/trockenes Gesicht, Schluckbeschwerden, Mydriasis
Tachykardie, Darmatonie, Muskellähmung, Verwirrtheit, Sprachstörungen, Ratlosigkeit, Desorientierung
ACh Rezeptoren und ihre Lokalisation
M1 —> Gq exokrine Drüsen (z.B. GIT), ZNS
M2 —> Gi glatte Muskelzellen, Herzmuskelzellen
M3 —> Gq exokrine Drüsen, glatte Muskulatur (Kontraktion von Blasenmuskulatur, Bronchien, Pupille)
M4 —>Gi —> Autorezeptor im ZNS
M5 —> Gq —>Autorezeptor im ZNS
N —> ligandenaktivierter Ionenkanal an der motorischen Endplatte und im ZNS
Signaltransduktionsmechanismen von Acetylcholinrezeptoren
M1/3/5 —> Gq —> Phospholipase-C-Aktivierung —> IP3 —> Calciumeinstrom —> Kontraktion glatter Muskulatur —> Erregungsweiterleitung
M2/4 —> Gi —> Adenylatcyclase-Hemmung —> cAMP sinkt —> Kontraktion glatter Muskulatur
N —> Ionenkanal (ligandenaktiviert)
Otto Loewi
Otto Loewi entdeckte die chemische Weiterleitung von Nervenimpulsen über Stimulation des Vagusnervs mit dem von ihm benannten Vagusstoff (=Acetylcholin).
Parasympathomimetika bzw. Cholinergika
Indirekte: Neostigmin, Pyridostigmin, Distigmin, Physostigmin
Direkte: Pilocarpin, Carbachol, Arecolin, Bethanechol
Andere: Galanthamin, Rivastigmin, Donepezil
(Nikotinrezeptor-Agonisten: Suxamethonium)
Indikationen: Glaukom, Blasenentleerungsstörungen, Harnblasenatonie, Darmatonie, Alzheimer, Myasthenia gravis, Antidot bei Atropin- und Muskelrelaxantien-Vergiftungen
Welche Wirkungen entstehen bei Sympathomimetika mit β2-Aktivität?
Bronchodilatation und Tachykardie (auch Tokolyse)
Adrenorezeptoren und Acetylcholinrezeptoren der Harnblase
An der Blase gibt es α1-, β3- und M-Rezeptoren (v.a. M3) Blasenfüllung: α1 und β3 aktiv/Blasenleerung: M aktiv
Blasenwand: M. detrusor (M)
Blasenhals: Interner Sphincter/proximale Urethra (α1) Externer Sphincter (somatisch/willkürlich)
Füllung: β3-Aktivierung, Relaxation des M. detrusor, α1-Aktivierung und Kontraktion des internen Sphincter
Entleerung: M-Aktivierung und Kontraktion des M. detrusor, α1-Inaktivierung und Relaxation des internen Sphincter, β3-Inaktivierung
MC-Frage: Was ist der wichtigste Mechanismus zur Eliminierung von NA aus dem synaptischen Spalt?
Abbau durch die MAO, Abbau durch die COMT, Wiederaufnahme in die Präsynapse
Welche Wirkungen zeigt Propranolol an den angegebenen Organen und was würde sich bei β1-Selektivität ändern?
Propranolol ist ein nicht selektiver Betablocker!
Herz: Senkung der Inotropie, Chronotropie, Dromotropie, Bathmotropie (β1)
Gefäße: Vasokonstriktion (β2)
Bronchien: Bronchokonstriktion (β2)
Niere: weniger Renin-Freisetzung (β1)
Bei β1-Selektivität würden weniger bronchokonstriktorische und vasokonstriktorische Wirkungen auftreten.
Prostaglandine als Glaukomtherapie: Wirkung, UAW
Prostaglandinderivate wie Latanoprost sind F2-α-Analoga und werden bei jeder Form von Glaukom eingesetzt (oft first line). Sie erleichtern den uveoskleralen Kammerwasserabfluss und senken somit den erhöhten Augeninnendruck.
UAW: Irispigmentierung, Pigmentierung ums Lid, Wimpernverdickung, konjunktivale Hyperämie, Fremdkörpergefühl
CAVE nach Resorption: Asthma bronchiale!
MC-Frage: Bei Sympathikusaktivierung kommt es zu…?
Tachykardie, Harnblasenatonie, Vasokonstriktion
Was ist der Wirkmechanismus von Tubocurarin?
Tubocurarin ist ein nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans. Es blockiert die Signalweiterleitung durch Antagonismus am nACh-Rezeptor.
MC-Frage: Welche der genannten Arzneistoffe sind reversible ACh-Esterase-Hemmstoffe?
Physostigmin und Pyridostigmin
Pharmaka, die auf die Darmmotilität wirken und Indikationen
Hemmend: —> Diarrhoe
5-HT3-Rezeptor-Antagonisten
Enkephalinase-Hemmer
M3-Rezeptor-Antagonisten wie Butylscopolamin
µ-Opioidrezeptor-Agonisten wie Loperamid
Fördernd: —> Obstipation
Parasympathomimetika/Prokinetika
5-HT4-Rezeptor-Agonisten wie Metoclopramid und Prucaloprid
D2-Rezeptor-Antagonisten wie Metoclopramid und Domperidon
Was ist Pilocarpin? Zusammenhang von intraokulärer Drucksenkung und Atemnot beim Asthma bronchiale erklären!
Pilocarpin ist ein direkter Agonist an M-Rezeptoren mit Hauptindikation Glaukom: Es erhöht den trabekulären Kammerwasserabfluss und erniedrigt somit den intraokulären Druck. Dabei kommt es auch zur Miosis.
Bei Asthma bronchiale ist Pilocarpin kontraindiziert, da es über die M3-Rezeptoren in der Lunge zur Bronchokonstriktion und somit zu Bronchospasmen und Atemnot füh
Pharmaka, die im NO-System angreifen, und deren Indikationen
NO-Donoren: z.B. Nitroglycerin —> Vasodilatation bei Angina pectoris
PDE-5-Hemmer: z.B. Sildenafil —> Vasodilatation und somit Bluteinstrom und Erektion bei ED
NO-Synthase-Inhibitoren
Guanylatzyklase-Inhibitoren: z.B. Methylenblau —> bei septischem Schock
Was bedeutet Baroreflex und wo sind solche Rezeptoren lokalisiert?
Der Baroreflex ist ein Mechanismus zur Aufrechterhaltung der kardiovaskulären Homöostase. Durch eine Blutdrucksenkung wird reflektorisch die Herzfrequenz erhöht und die Widerstandsgefäße werden kontrahiert. Infolgedessen steigt der Blutdruck. Dieser Mechanismus funktioniert auch in die Gegenrichtung
Barorezeptoren sind Mechanorezeptoren in den Wänden der Blutgefäße (arteriell —> Hochdruck-Barorezeptoren, venös —> Niederdruck-Barorezeptoren). Sie befinden sich im Aortenbogen und im Karotissinus
Mechanismus der Magensäuresekretion und pharmakologische Beeinflussung
Aus den Belegzellen bzw. Parietalzellen des Magens wird H+ im Austausch gegen K+ durch aktiven Transport mittels H+/K+- ATPase ins Lumen gepumpt. Cl- wird über passiven Cotransport mit K+ ins Lumen geschleust.
Die Sekretion wird durch ACh (M3-Rezeptor), Gastrin (GR-Rezeptor) und Histamin (H2-Rezeptor) aktiviert und durch Prostaglandine (PGE-Rezeptor) inhibiert.
Dies alles wird pharmakologisch beeinflusst durch:
- M3-Antagonisten
- H2-Antagonisten
- Protonenpumpenhemmer
- PGE-Analoga
- NSARs
Ursachen von ADHS
Psychosozial: fehlende Strukturen im Alltag, keine fixen Ziele, etc.
Genetisch: erhöhte Exprimierung von DAT und daraus resultierender Dopaminmangel im ZNS
Wirkung von Butylscopolamin und Indikation
Butylscopolamin wirkt als kompetitiver Antagonist am Muscarinrezeptor. Es wird verwendet als Darmspasmolytikum, bei Dysmenorrhoe und bei Regelschmerzen.
Welches periphere Muskelrelaxans ist depolarisierend?
Suxamethonium
Welche Besonderheiten unterscheiden NO von anderen Neurotransmittern?
NO wird nicht in Vesikeln gespeichert, sondern vor Ort und bei Bedarf gebildet und freigesetzt.
NO diffundiert leicht durch biologische Membranen, da es lipophil ist.
Der Rezeptor für NO ist ein „Enzymrezeptor“, kein membranständiger Rezeptor. NO aktiviert eine lösliche Guanylatzyklase.
NO wird nicht wieder aufgenommen, sondern verschwindet im Extrazellulärraum.
Wie können Betablocker differenziert werden?
Pharmakodynamische Eigenschaften:
Kompetitive, reversible Antagonisten
Partielle Agonisten an β-Rezeptoren (intrinsische Aktivität)
β1/β2-Selektivität
β-Antagonismus und vasodilatatorische Eigenschaften:
+ α1-Antagonismus
+ β2-Agonismus
+ NO-Freisetzung
Pharmakokinetische Eigenschaften:
Hydrophobizität (hydrophob/hydrophil)
Eliminationshalbwertszeit
Was sind die Nebenwirkungen der Blasenentleerungsstörungstherapie
- β3-Agonisten: HWI, Tachykardie; seltener Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Obstipation, Durchfall
- M-Rezeptor-Antagonisten: Mundtrockenheit, Obstipation, etc.
- Duloxetin: Übelkeit
- Vasopressin: Wasserretention, Hypertonie
Kontraindikationen von direkten Sympathomimetika mit α-Komponente
BPH, Phäochromozytom, Hyperthyreose, AP, Hypertonie
Welche Indikationen gibt es für Arzneistoffe, die in das peptiderge System eingreifen?
Ulcera im GIT
Darmkrämpfe
Refluxerkrankungen
Schmerztherapie
Antiemetika
4 Ursachen eines erhöhten PSA-Spiegels
(PSA=Prostata-spezifisches Antigen)
BPH, Prostatitis, Prostatakarzinom, Traumen im Urogenitalbereich
Kontraindikationen von Sildenafil
Therapie mit Nitraten oder Guanylatzyklase-Stimulatoren
instabile Angina pectoris
schwere Herzinsuffizienz
schwere Leberinsuffizienz
Hypotonie, vor kurzem erlittener Schlaganfall/Herzinfarkt,
Retinitis pigmentosa
Welche Neurotransmitter wirken im enterischen Nervensystem erregend/hemmend auf die glatte Muskulatur?
Erregend: ACh, Substanz P, 5-HT, Motilin, CCK
Hemmend: NO, VIP, ATP, DA
Mindestens 3 indirekte Parasympathomimetika und ihren Wirkmechanismus nennen!
Neostigmin, Physostigmin, Pyridostigmin, Distigmin
Unter indirekten Parasympathomimetika versteht man Acetylcholinesterase-Hemmer. Sie carbamylieren das Serin im aktiven Zentrum der Acetylcholinesterase, sodass diese vorübergehend kein ACh mehr abbauen kann. Es kommt zur Anreicherung von ACh im synaptischen Spalt.
Welche Pharmaka können Harninkontinenz fördern/auslösen?
ACE-Hemmer, Antiepileptika, α-Blocker, Myotonolytika, Blasenstimulantien (Cholinergika, Coffein, β-
Blocker)
Was sind Indikationen für Botox und welche UAW treten bei der Stirnfaltenglättung mit Botox auf?
Indikationen: spastische Syndrome, Strabismus (Fehlstellung der Augen), chronische Migränebehandlung, hyperaktive Blase, übermäßige Schweißproduktion, Faltenreduktion
UAW: Kopfschmerzen, Übelkeit, Beeinträchtigung von benachbartem Gewebe/benachbarten Muskeln, Ptosis (hängende Augenlieder), grippeähnliche Symptome, Lähmungen (selten)
Mechanismen zur Elimination von NA im synaptischen Spalt
Wiederaufnahme, Abbau über die MAO oder die COMT
Was sind indirekte Sympathomimetika?
Amphetamine
Sie hemmen als alternative Substrate die entsprechenden Transporter für die Wiederaufnahme der Monoamine in die Präsynapse bzw. für die Aufnahme der Monoamine in die Vesikel.
Außerdem inhibieren sie die Abbauproteine und fördern die Freisetzung der Monoamine in den synaptischen Spalt durch Umkehr der Arbeitsrichtung des Transporters für die Wiederaufnahme. Somit wird die Monoamin-Konzentration im synaptischen Spalt erhöht.
Welche NANC (non adrenergic and non cholinergic) Neurotransmitter gibt es
DA, NO, ATP, 5-HT, GABA, Neuropeptid Y, VIP, GnRH, CGRP, Substanz P, u.a.m.
Wirkungen von β2-Sympathomimetika
Herz: Steigerung der Frequenz und der Kontraktion (wenig)
Bronchien: Dilatation
Uterus: Dilatation
Gefäße: Dilatation (peripher)
α1-Antagonisten zur Behandlung von BPH
Prazosin, Terazosin, Doxazosin, Alfuzosin, Tamsulosin, Silodosin
Wie wirken anabole Steroide auf die Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse?
Durch exogene Zufuhr von Steroiden wird die körpereigene Testosteronproduktion gesenkt (LH- und FSH-Senkung durch negatives Feedback). Dadurch kommt es zu einer reversiblen Impotenz und durch die Abnahme der Spermatogenese zu einer reversiblen Unfruchtbarkeit.
Dopamin bindet an Dopamin-Rezeptoren D1-D5
DA kann aus L-Dopa metabolisiert werden
D1-ähnlich (D1, D5) —> Gs
D2-ähnlich (D2, D3, D4) —> Gi
D1: Dilatation und dadurch erhöhte Durchblutung in Niere und Darm
D2: Brechreiz in Area postrema
UAW von Amphetaminen
Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Psychosen, Halluzinationen, Angst, Tachykardie, Blutdruck steigt,
Herzrhythmusstörungen, Unruhe, übersteigertes Selbstvertrauen, etc.
Welches Therapeutikum der ED benötigt keine sexuelle Stimulation?
Transurethrale Instillation oder lokale Injektion von Alprostadil (Prostaglandin E1-Analogon)
UAW von Vareniclin
UAW: Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Gewichtszunahme, abnorme Träume, etc.
Mit welchem Arzneistoff kann man eine Decurarisierung einleiten? Worauf ist zu achten?
Eine Decurarisierung kann man mit ACh-Esterase-Hemmern einleiten. Diese müssen lange genug wirken (keine kurze Halbwertszeit), ansonsten kann es wieder zu einer Recurarisierung kommen.
Beispiele: Neostigmin, Physostigmin, Pyridostigmin, Distigmin, Donepezil, Galanthamin, Rivastigmin
Pharmakologische Angriffspunkte an der noradrenergen Synapse
Hemmung der Tyrosinsynthese
Hemmung der Speicherung in Vesikeln
Agonisten/Antagonisten an präsynaptischen Rezeptoren
Agonisten/Antagonisten an postsynaptischen Rezeptoren
Hemmung/Förderung der Freisetzung aus den Vesikeln
Blockade/Inversion des Reuptake
Hemmung der MAO
Hemmung der COMT
Wirkstoffe zur Behandlung von Morbus Alzheimer
Galanthamin
Donepezil
Rivastigmin
Tacrin
Ginkgo
Memantin —> Glutamat Modulator
Antidepressiva (Citalopram)
Antipsychotika (Risperidon)
Schmerzmittel & Melatonin
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