Strategische Verwendung von Patenten (Perspektive 2)
Strategische Verwendung von Patenten (Perspektive 1)
Defensiv:
Eigene F&E kommerzialisieren (Schlüsseltechnologien schützen, um Imitation zu minimieren).
Offensiv:
Patente in verwandten Bereichen sichern ohne direkte Kommerzialisierung, um Wettbewerb zu begrenzen/verhindern.
Finanziell:
Einnahmen durch Verkauf oder Lizenzvergabe generieren.
Verhandlungsmacht:
Erzwingung strategischer Allianzen, Standards oder Cross-Licensing.
Reputation:
Image verbessern, um Partner, Talente oder Finanzmittel anzuziehen.
Patente
Grundverständnis:
Begrenztes Monopol (üblicherweise 20 Jahre) zur Förderung von Innovationen. Bietet rechtliche Eigentumsrechte, die vom Inhaber eingeklagt werden müssen. In den meisten Ländern gilt: Der erste Anmelder erhält die Rechte, nicht der erste Erfinder.
Voraussetzungen:
Neuartigkeit (nicht State of the Art),
Erfinderischer Schritt (für Fachmann nicht naheliegend),
Industrielle Anwendbarkeit,
Klare/vollständige Offenlegung.
Nicht patentierbar:
Entdeckungen, Formeln, Software (in Europa).
Markt-Charakteristika Pionier Strategie
Schneller Informationsaustausch
Wenig Patente und Schutzrechte
Schneller technologischer Wandel
Hohe Markt und Technologieunsicherheit
Vorteile und Nachteile Pionierposition
Vorteile:
Hohes Ansehen, Sicherung von Marktanteil, Festlegen von Standards, Patentabsicherung, Erfahrungsvorsprung, Monopolstellung.
Nachteile:
Unsicherheit bei Kundenbedürfnissen/Nachfrage, hohe Marktentwicklungskosten.
Folger können günstig imitieren und Entwicklungsstufen überspringen (Leapfrogging).
Pionier- vs Folgerstrategie
Pionier:
Der Erste am Markt durch Technologieführerschaft.
Erfordert hohen Einsatz, hohe Risikobereitschaft, neues Wissen und enge Vernetzung mit Kundenbedürfnissen.
Folger:
Späterer Markteintreter, der vom Pionier profitiert.
Benötigt Analyse des Pioniers, schnelles „Reverse Engineering“, Verstehen von Pionierprodukt/Markt und Ableiten eigener Strategien.
Welches Ausmaß an Veränderung weisen Market Pull, Technology Push und Design-Driven auf? (Graphik Bedeutungx - TechnologyY)
Market Pull:
Meist inkrementelle Veränderung bei Technologie und Bedeutung.
Technology Push:
Radikale Veränderung der Technologie, variable Veränderung der Bedeutung.
Design-Driven: Radikale Veränderung der Bedeutung, variable Veränderung der Technologie.
4 Quellen des Investitionsbedarfs
Ausgangspunkt ist Erfindung/Technologie; verfolgt Akzeptanz; Engpass ist Marktkommunikation; Innovativität + Risiko: Hoch
Ausgangspunkt ist Kundenbedarf; verfolgt technische Umsetzung; Engpass ist Entwicklung; Innovativität+Risiko: Niedrig
Regulatory Push/Pull:
Ausgangspunkt sind gesetzliche Vorgaben; verfolgt Kostensenkung & Kundenakzeptanz; Engpass ist Kundennutzen; Risiko/Innovativität: Niedrig bis hoch/hoch.
Design-Driven:
Ausgangspunkt ist neue Produktform; verfolgt Bessere Nutzererfahrung; Engpass ist Kreativität/Design; Risiko/Innovativität: Niedrig bis hoch/niedrig.
4 Hauptziele Hinsichtlich Produkt und Markt
Kostenreduktion
Differenzierung
Nischenbesetzung
Diversifikation
Welche Dimensionen hat eine Innovationsstrategie?
Angestrebte Ziele:
Kostenreduktion, Differenzierung, Nischenbesetzung, Diversifikation.
Innovationsauslöser:
Market pull, Technology push, Design-driven, Regulatory push/pull.
Innovationsgrad:
Radikal vs. Inkrementell
Innovationstyp:
Produkt, Service, Prozess, Business model.
Innovationstiming:
Pioneer vs. Follower.
Grad der Zusammenarbeit:
Gemeinsame F&E, Joint Venture, Strategische Allianzen.
Bedeutung für das Unternehmen:
Hohe strategische Bedeutung vs. Untergeordnete Bedeutung.
Welche Einflüsse wirken auf die Entwicklung einer Innovationsstrategie?
Fähigkeiten des Unternehmens: Wie muss und will sich das Unternehmen entwickeln?
Chancen und Risiken der Branche: Wie kann das Unternehmen das Wertschöpfungsnetzwerk verbessern?
Soziale Verantwortung
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