(L) Bildgebung
Wie funktioniert Röntgenbildgebung?
Elektromagnetische Strahlung (λ=1nm …10pm) in Form von Röntgenstrahlen durchdringen Materie und liefern Informationen über die innere Struktur der Materie
Röntgenstrahlung wird in einer Röntgenröhre erzeugt und durchdringt den Körper
Beim Durchdringen wird die Strahlung unterschiedlich stark absorbiert/ Abschwächung hängt vom spez. Schwächungskoeffizienten μ
—>Kontrastunterschied im Röntgenbild
———
Die Kathode wird erhitzt. Dadurch treten Elektronen aus dem Material aus.
Zwischen Kathode und Anode liegt eine hohe elektrische Spannung an, die sogenannte Anodenspannung.
Die negativ geladenen Elektronen werden dadurch stark zur positiv geladenen Anode beschleunigt.
Die schnellen Elektronen treffen auf das Anodenmaterial und werden dort abrupt abgebremst.
Dabei entsteht hauptsächlich Bremsstrahlung, also Röntgenstrahlung mit unterschiedlichen Energien.
(K) Wie funktioniert Röntgenbildgebung?
Komponenten eines Röntgengeräts
Genereller Aufbau:
▪ Röntgenröhre
▪ Filter und Blenden
▪ Detektor
Röntgenröhre:
▪ Emission von Elektronen aus der Kathode
▪ Beschleunigung der Elektronen durch Anodenspannung
▪ Erzeugung von Röntgenstrahlung durch Abbremsen im Anodenmaterial (Bremsstrahlung)
Detektor
▪ Empfängt die Strahlung nach Durchgang und Abschwächung durch den Körper
Typen
▪ Bildverstärker
▪ Röntgenfilm
▪ Röntgenspeicherfolie (wiederverwendbar, wird ausgelesen und digitalisiert)
▪ Flachbilddetektor (mit Szintillator, Wandlung von Photonen mit hoher Energie (Röntgen) in Photonen mit niedriger Energie durch Stoßprozesse)
(K) Detektoren eines Röntgensystems
Der Detektor empfängt die Strahlung nach der Abschwächung durch den Körper.
In den Folien werden genannt:
Bildverstärker
Röntgenfilm
Röntgenspeicherfolie
Flachbilddetektor
Eine Röntgenspeicherfolie wird nach der Aufnahme ausgelesen und digitalisiert. Ein Flachbilddetektor verwendet häufig einen Szintillator, der energiereiche Röntgenphotonen zunächst in Lichtphotonen mit geringerer Energie umwandelt. Anschließend wird das Licht elektronisch erfasst.
(K) Was ist Computertomographie (CT)?
Grundaufbau
Historische Entwicklung der Geräte
Gantry (CT- Haupteinheit):
▪ rotierende Generator
▪ Detektoreinheit
Bedienkonsole:
▪ Monitor, Tastatur
▪ Gegensprechanlage
Rechnereinheit:
▪ Steuerung
▪ Rekonstruktion der Bilddaten
Historische Entwicklung:
1.Generation (a)
▪ Rotation-Translation des Nadelstrahls
2.Generation (b)
▪ Rotation-Translation eines kleinen Fächerstrahls 3.Generation (c)
▪ Rotation-Rotation eines großen Fächerstrahls 4.Generation (d)
▪ Rotation-Fix mit geschlossenem Detektorring 5.Generation (e)
▪ Elektronenstrahl-Scanner
▪ Geschlossener Wolframring zur Erzeugung der Röntgenstrahlung und Detektorring
6. Generation “Photon Counting CT“
▪ „Einzige“ signifikante Bildgebungsverbesserung in der Röntgendiagnostik der letzten 10 Jahre
▪ Röntgen Photonen werden direkt in elektrische Signale (Elektron Loch) überführt (kein Szintillator erforderlich)
▪ Es werden einzelne Röntgen Photonen und deren Energie gemessen
Vorteile:
▪ Höhere örtliche Auflösung (kleinere Pixel, da weniger Streueffekte und somit keine Separierung der Pixel)
▪ Besseres SNR (signal-to noise ratio)
▪ Niedrigere Strahlungsdosis
▪ Spektralaufnahmen
Mehrschicht – CT (f)
• Scannen eines Volumens aus mehreren Schichten
• 2-640 Schichten
• Stückweises Verfahren des Patienten
Spiral-CT (g)
• Kontinuierliches Verfahren des Patienten
• Angepasstes Rekonstruktionsverfahren
Was ist Computertomographie (CT)?
—>Wie können Tomographien berechnet werden?
Was ist CT: (Basiert auf Nutzung von Röntgenstrahlen und erzeugt Schichtbilder (3D) vom Körper)
besteht aus Gantry (rotierender generator,Röhre,Detektoren), Bedienungskonsole, Recheneinheit
Röntgenröhre und der Detektor umkreisen den Patienten, Röntgenstrahlen durchdringen den Körper aus verschiedenen Winkeln und werden von den Detektoren abgefangen: Bilder ohne Überlagerung von Strukturen,
aus Messungen berechnet der Computer Querschnittsbilder (Tomogramme) des Körpers
Berechnung Tomografie (Berechnung 𝜇):
Rohdaten sind Verlauf der Abschwächungskoeffizienten aber als Randontransformation p(𝜙, 𝜉) dargestellt
Filterung der Projektionen um Uschärfen zu minimieren
Rückprojektion (inverse Randotransformation) für Berechnung der Abschwächung jedes einzelnen Bildpunktes 𝜇(𝑥, 𝑦) (jeden Winkel und Strahlposition Abschwächung berechnet) über Fourier-Transformation
Rekonstruiertes CT-Bild mit 𝜇(𝑥, 𝑦)
Was ist Magnetresonanztomographie?
—>Welche physikalischen Grundprinzipien sind erforderlich? (Anregungs Ablauf der Protonen)
Erzeugung Bilder der inneren Struktur, ohne ionisierende Strahlung (wie Röntgenstrahlung) —> stattdessen Benutzung von starken Magnetfeldern, Radiowellen
Ablauf (ausfürhlicher in Lernzettel):
starkes Magnetfeld richtet Protonenspins parallel aus(geringeres Energieniveau) und Gradientenfelder die räumliche Zuordnung über Larmor-Frequenzen erlauben
Anregung durch Hochfrequenzimpuls HF lenkt die Spins kurzzeitig aus (antiparallel)
Nach Abschalten HF kehren Spins in ihre Ausgangslage zurück (Relaxation T1 und T2) und senden messbare Signale für die Bildrekonstruktion
Wie funktioniert Ultraschallbildgebung?
Ultraschallbildgebung nutzt hochfrequente Schallwellen
Piezokristall erzeugt durch den inversen piezoelektrischen Effekt Ultraschallimpulse.
Diese breiten sich im Gewebe aus und werden an Grenzflächen teilweise reflektiert.
Die gleichen Piezokristalle empfangen die Echos über den direkten piezoelektrischen Effekt.
basierend auf Laufzeit und der Schallgeschwindigkeit im Gewebe (ca. 1540 m/s) wird die Tiefe der reflektierenden Strukturen berechnet:
Was ist optische Koheränztomographie und wie funktioniert diese?
—>Welche Varianten gibt es?
Licht strahlt in das Gewebe und wird an Gewebegrenzen reflektiert, gestreut, absorbiert -> Frequenzabhängige Absorptions- und Reflexionseigenschaften
reflektierte Lichtanteil mithilfe der Weißlichtinterferometrie gemessen -> Interferenz zwischen Referenzstrahl und Messstrahl kann Tiefe der reflektierenden Strukturen bestimmen
Interferenzsignale mittels Fourier-Transformation in ein Bild umgewandelt -> Querschnittsdarstellung Gewebe
welche Varianten der OCT gibt es?
beweglicher Referenzspiegel
Tiefeninformation durch Veränderung der Referenzarmlänge
Detektor misst nur die Intensität.
Referenzarm bleibt fest
Frequenzspektrum wird ausgewertet
jede Gewebetiefe erzeugt eine charakteristische Frequenz
—>Spektrale-Domain-OCT
(misst alle Wellenlängen gleichzeitig im ges. Lichtspektrum)
—>Swept-Source-OCT
(Laser gibt immer nur eine Wellenlänge aus)
Wie funktioniert Endoskopie?
Endoskopie dient der Betrachtung von Hohlorganen
Beleuchtung durch
—>Xenon- oder Halogenlichtquelle oder Kaltlicht
—>Lichttransport über Glasfaserbündel
Bildübertragung durch
—>Linsensystem (Stablinsen)
—>Glasfaserbündel
—>CCD-Kamera ("Chip-on-the-Tip")
Aufbau
—>flexible Endoskope (Bowdenzüge, Arbeitskanäle, Biopsiekanäle)
—>starre Endoskope (einfacher, Linsen/CCD)
—>Kapselendoskope (Verschluckung Kapsel)
(S) Bildgebung
Röntgen: Zusammenhang zwischen Absorption und Dicke eines homogenen Körpers?
mit I0= Anfangsintesität, 𝜇= Schwächekoeffizient, d=Dicke Material
CT: Wie werden aus winkelabhängigen Durchleuchtungsaufnahmen Schichtbilder berechnet?
= Tomografie Berechnung
Aufnahme von Projektionen aus vielen Winkeln
—>Für jeden Winkel wird Abschwächung der Röntgenstrahlung entlang vieler Strahlen gemessen
—>Rohdaten sind Verlauf der Abschwächungskoeffizienten aber als Randontransformation p(𝜙, 𝜉) dargestellt
Querschnittsbild (Tomogramm) des Körpers mit den lokalen Abschwächungskoeffizienten jedes Bildpunktes
—>Rekonstruiertes CT-Bild mit 𝜇(𝑥, 𝑦)
Röntgen: Wie wird Röntgenstrahlung erzeugt?
Röntgenstrahlen werden in der Röntgenröhre erzeugt
Elektronen treten aus der Kathode aus
durch Anodenspannung beschleunigt
Elektronen treffen auf Anode und werden dort gebremst
Durch die Bremsstrahlung wird Röntgenstrahlung erzeugt
CT: Wie wird die Hounsfield-Skala definiert?
normierte Skala zur quantitativen Angabe der Röntgenstrahlenschwächung eines Gewebes im CT
Schwächungskoeffizient μ wird in Hounsfieldeinheit (HU) umgewandelt
—>ordnet jedem Voxel (3D-Pixel) im CT einen Hounsfield-Wert zu, der den lokalen Schwächungskoeffizienten relativ zu Wasser beschreibt
standardisierten Skala → erleichtert Interpretation und die Identifikation der Gewebearten und Gewebeveränderung
Röntgen und Ct: Vorteile, Nachteile, Anwendung
Röngten:
CT
MRT: Welche Spulen werden eingesetzt?
Helmholtzspule → erzeugt konstante Magnetfeld
Gradientenspulen → Ortskodierung (zusätzliche Magnetfelder in x,y,z-Richtung)
HF-Anregungsspulen → senden HF-Impulse
Empfangsspulen → empfangen das MR-Signal
MRT: Wozu dient der HF-Impuls und welche Frequenz muss er haben?
HF-Impuls (Hochfrequenzimpuls) dient dazu die Protonenspins anzuregen
—>liefert Energie (höheres Niveau) und bringt sie in Resonanz
HF-Impuls muss genau die Larmor-Frequenz besitzen
Welche Gewichtungen gibt es und was bedeuten sie?
Im MRT bezeichnet Gewichtung, welcher Gewebekontrast im Bild hervorgehoben
Zwei Relaxationen und damit Gewichtung:
T1 Relaxation: Protonen kehren auf niedriges Energieniveau zurück (parallel)
—>T1, Wasser > T1, Fett: Fett hell, Wasser dunkel
—>Zeigt vor allem Anatomie
T2 Relaxation: Abbau des Transversalfeldes
—>T2, Wasser > T2, nicht puren Flüssigkeiten: Wasser dunkel
—>zeigt FLüssigkeiten, Ödeme, Entzündungen
US: Welche Bildstörungen können auftreten?
—>US: Worin besteht der „Zielkonflikt“?
Schallschatten: Hinter Knochen oder Luft entsteht ein dunkler Bereich durch starke Reflexion oder Absorption (hoher Reflexionskoeffizient)
Schallverstärkung: Hinter Flüssigkeiten erscheint das Gewebe heller, da der Ultraschall nur wenig abgeschwächt wird
Totalreflexion: An Grenzflächen mit großem Einfallswinkel wird der Schall vollständig reflektiert → dahinter fehlen Bildinformationen
Spiegelartefakte / Mehrfachreflexionen (Reverberationen): Durch wiederholte Reflexionen entstehen doppelte oder mehrfach dargestellte Strukturen
Brechungsartefakte: Durch Richtungsänderung des Schalls an Grenzflächen werden Strukturen an falscher Position dargestellt
Zielkonflikt: Auflösung vs Eindringtiefe
Je höher die Schallfrequenz, desto genauer wird die axiale Auflösung, gleichzeitig nimmt Eindringtiefe ab
—>US: Welche Typen an Sonden gibt es?
Mechanische Sonde → mechanische Strahlschwenkung (selten)
Elektronische Sonde → elektronische Strahlschwenkung (Standard)
aber auch
Linearsonde → oberflächlich, hohe Auflösung
Konvexsonde → Abdomen, größere Eindringtiefe
Sektorsonde → Herz, kleiner Schallkopf
MRT, US: Vorteile, Nachteile, Anwendung
US
MRT
OCT: Erklären Sie die Unterschiede von Systemen im Zeit- und Frequenzbereich
OCT: Wodurch ist die axiale Auflösung bei Time-Domain-Systemen begrenzt?
TD-OCT: Beweglicher Referenzspiegel, Tiefe durch Spiegelbewegung, langsamer
FD-OCT: Fester Referenzspiegel, Tiefe durch Frequenzanalyse (Fourier-Transformation), schneller und empfindlicher
Begrenzung durch Lichtquelle:
Kurze Kohärenzlänge (breites Spektrum)
—>hohe axiale Auflösung
Lange Kohärenzlänge (schmales Spektrum)
—> geringe axiale Auflösung
Endoskopie: Welche Ansätze zur Übertragung der Bildinformation gibt es?
Endoskopie: Erklären Sie, welche Freiheitsgrade der Bewegung durch den Pivotpunkt in der Bauchdecke beim starren Endoskop verloren gehen!
Optische Bildübertragung über ein Linsensystem oder Faserbündel zum Okular.
Elektronische Bildübertragung mit einer Kamera (CCD-Sensor)
Verlust Freiheitsgrade:
starres Endoskop besitzt grundsätzlich 6 Freiheitsgrade
Durch den Pivotpunkt (Trokar) in der Bauchdecke werden zwei Translationen verhindert
—>entfallen beiden seitlichen Translationen, möglich bleiben Rotation, Schwenken in zwei Richtungen und Vor-/Zurückbewegung entlang Instrumentenachse
Endoskopie: Welche Übertragungsweisen (Linsen, Glasfaserbündel, CCD-Sensoren) begrenzen die Auflösung z.B.: durch Diskretisierung?
Diskretisierung: Umwandlung eines stufenlosen, echten Bildes in ein digitales Raster aus einzelnen Punkten und festen Farbwerten
Linsensystem: keine Diskretisierung, optisch begrenzte Auflösung
Glasfaserbündel: Auflösung durch Anzahl der Fasern begrenzt (Diskretisierung)
CCD-/CMOS-Sensor: Auflösung durch Pixelzahl und Pixelgröße begrenzt (Diskretisierung)
OCT, Endoskopie: Vor-/Nachteile & Anwendungsbeispiele
OCT
Endoskopie
(L) Bildverarbeitung und Bildsegmentierung
Wie kann ein Bild vorverarbeitet werden?
—>Welche Ansätze gibt es?
—>Einführung einiger Beispiele
durch Lokale Filterung
—>lineare Filter:
Laplace-Filter: Schärfung des Bildes, Schärfungsfilter (Hochpass)
Gauß-Filter: Rauschunterdrückung und Weichzeichnung von Bildern, Glättungsfilter (Tiefpass)
Kantenfilter (Sobel, Prewitt, Canny): Hervorhebung von Kanten im Bild für Segmentierung
—>nicht lineare Filter:
Median-Filter: Rauschunterdrückung, während Kanten erhalten bleiben
Was ist Bildsegmentierung?
—>Welche Ansätze und Methoden gibt es?
—>Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile?
Bildsegmentierung
Erkennen und Separieren anatomischer Strukturen aus medizinischen Bilddaten
Finden von Pixeln mit ähnlichen Eigenschaften, die wahrscheinlich zu einem Objekt gehören
Methoden:
Manuell: Auszählung Pixel
Bildbasiert: Pixelorientiert, Kantenbasiert oder Regionenbasiert
Modellbasiert: Vorwissen erforderlich, Trainingssatz
Ansätze:
Schwellwertverfahren (Thresholding): Trennung anhand eines Intensitätsschwellwertes. (Bildbasiert – pixelorientiert)
Region Growing: Erweiterung einer Region ausgehend von einem Seed-Point anhand ähnlicher Intensitätswerte. (Bildbasiert – regionenbasiert)
Active Contours (Snakes): Konturen werden durch Energieminimierung an Objektgrenzen angepasst. (Modellbasiert – Vorwissen/Trainingsdaten erforderlich)
Active Shape Model (ASM): Anpassung eines trainierten Formmodells an den Patienten. (Modellbasiert – Vorwissen/Trainingsdaten erforderlich)
Active Appearance Model (AAM): Active Shape Model mit zusätzlicher Berücksichtigung der Textur/Grauwerte. (Modellbasiert – Vorwissen/Trainingsdaten erforderlich)
(S) Bildverarbeitung und Bildsegmentierung
Bildverarbeitung: Was ist ein Filterkern?
Bildverarbeitung: Welche bekannteren Filterkerne werden vorgestellt und was bezwecken diese?
Filterkern:
quadratische Faltungsmatrix (z. B. 3×3, 5×5, 7×7),
—> wird zur diskreten Faltung eines Bildes verwendet, —>Pixel unter Einbeziehung Nachbarpixel gefiltert
bekannte Kerne:
Laplace-Filter: Schärfung des Bildes.
Gauß-Filter: Rauschunterdrückung und Weichzeichnung (Glättung) des Bildes
Kantenfilter/Sobel-Filter: Hervorhebung von Kanten zur Segmentierung (Gradientenfilter).
Median-Filter: Rauschunterdrückung bei gleichzeitigem Erhalt der Kanten
(S) Bildverarbeitung Bildsegmentierung
Bildverarbeitung: Wie lässt sich der Kontrast eines Bildes verbessern?
Histogramm:
Darstellung der Häufigkeit der verschiedenen Intensitäten im Bild
Kontrast ändern durch Anpassung des Histogramms bzw. der Grauwerte mittels linearer oder nichtlinearer Umrechnungsfaktoren (Lookup-Tabelle).
Welche Methoden zur Bildsegmentierung kennen Sie?
Welche Segmentierungsverfahren kennen Sie?
Verfahren:
Schwellwertverfahren (Thresholding)
Region Growing
Active Contours (Snakes)
Active Shape Model (ASM)
Active Appearance Model (AAM)
Was ist der Unterschied zwischen bildbasierten und modellbasierten Segmentierungsverfahren?
Was versteht man unter semi-automatischer Segmentierung?
Bildbasierte Verfahren: Nutzen nur die Informationen des Bildes
Modellbasiert: Nutzen Vorwissen über die Form eines Objekts, Benötigen Trainingsdaten (z. B. Segmentierungen und Intensitätsdaten).
semi-automatisch:
Kombination aus manueller und automatischer Segmentierung.
Der Benutzer gibt Startinformationen vor (z. B. Seed-Points oder Anfangskontur).
Der Algorithmus übernimmt anschließend die eigentliche Segmentierung.
beispiel: Region Growing Benutzer setzt einen Seed-Point, anschließend wächst die Region automatisch
beispiel Active Contours (Snakes): Benutzer gibt eine Anfangskontur vor, die anschließend automatisch an die Objektgrenze angepasst wird.
Erläutern Sie die prinzipielle Funktionsweise der U-Net Architektur
CNN zur lernbasierten Bildsegmentierung
U-förmige CNN-Architektur zur pixelgenauen Bildsegmentierung
U-Net besteht aus einem Encoder, der Merkmale extrahiert, und einem Decoder, der daraus eine pixelgenaue Segmentierungsmaske rekonstruiert
Skip Connections verbinden beide Teile und kombinieren semantische und räumliche Informationen.
(L) Registrierung
Was versteht man unter Registrierung im Bereich der medizinischen Bildgebung?
Wie werden Registrierungsverfahren klassifiziert und unterschieden?
Registrierung:
Räumliche Zuordnung bzw. Überlagerung von zwei oder mehr medizinischen Bilddatensätzen
Ziel: Alle Datensätze in dasselbe Koordinatensystem überführen (gleiche Orientierung, Lage und ggf. Skalierung), sodass sie miteinander verglichen oder fusioniert werden können
Klassifizierung:
Nach Modalität: intramodal / intermodal
Nach Objekt: gleicher Patient / verschiedene Patienten / anatomie
Nach Vorgehen: prospektiv (Marker) / retrospektiv (ohne Marker)
Wie ist das prinzipielle Vorgehen bei der Registrierung?
Referenz- und Zielbild, Transformationsparameter auswählen: Rotation, Translation, Skalierung, Verzerrung
Transformation des Datensatzes berechnen: Anwendung der Transformation auf einen Bilddatensatz
Ähnlichkeitsmaß: Abstand künstlicher Landmarken und Ähnlichkeit der Bilddaten vergleichen
Transformation anwenden und Datensatz überlagern
Wie funktioniert punktbasierte Registrierung?
Wie funktioniert intensitätsbasierte Registrierung?
Wie funktioniert oberflächenbasierte Registrierung?
Punktbasierte Registrierung
Entsprechende Landmarken/Punkte in beiden Datensätzen auswählen.
Transformation berechnen, sodass die Punkte möglichst genau übereinstimmen.
Intensitätsbasierte Registrierung
Nutzung der Grauwerte/Intensitäten aller Pixel oder Voxel.
Transformation wird so optimiert, dass die Bildintensitäten möglichst gut übereinstimmen.
Oberflächenbasierte Registrierung
Registrierung anhand der Oberflächen anatomischer Strukturen.
Oberflächen werden zur Deckung gebracht (z. B. mittels ICP-Algorithmus).
(S) Registrierung
Wozu wird ein Registrierungsverfahren benötigt?
Anhand welcher Merkmale kann die Registrierung erfolgen?
Zur räumlichen Überlagerung verschiedener Bilddatensätze.
Ziel: Überführung in ein gemeinsames Koordinatensystem (z. B. CT und MRT)
Merkmale:
Punktbasiert: Landmarken/Punkte
Intensitätsbasiert: Grauwerte/Intensitäten (SSD, Entropie, mutual information)
Oberflächenbasiert: Oberflächen anatomischer Strukturen (ICP, TPS, B-splines)
Welche Arten der bei der Registrierung gesuchten Transformation kennen Sie?
Rigide Transformation: Rotation + Translation (2D: 3 FG; 3D: 6 FG)
Ähnliche (Similarity-)Transformation: Rotation + Translation + Skalierung (2D: 4 FG ; 3D: 7FG)
Affine Transformation: Rotation + Translation + Skalierung + Scherung (2D: 6 FG; 3D: 12 FG)
Elastische (nichtlineare) Transformation: lokale Verformungen des Gewebes.
——-
Bei allen Registrierungsverfahren ist der grundsätzliche Ablauf ähnlich:
Ein Bild wird als Referenzbild festgehalten.
Das andere ist das bewegte Bild.
Eine Transformation wird auf das bewegte Bild angewendet.
Ein Ähnlichkeitsmaß bewertet die Übereinstimmung, zum Beispiel Punktabstand, Mutual Information oder SSD.
Ein Optimierungsverfahren verändert die Transformationsparameter, bis die Übereinstimmung möglichst gut ist.
Das bewegte Bild wird mit der gefundenen Transformation neu abgetastet.
Der Unterschied besteht darin, welche Veränderungen die Transformation zulässt.
Welche Fehlermaße sind bei der punktbasierten Registrierung relevant und wie sind diese definiert?
Welche Schritte sind für die punktbasierte, rigide Registrierung notwendig?
——
FLE -> punktbasiert
FRE -> punktbasiert
TRE -> allgemein
Fehler:
Fiducial Registration Error (FRE): Fehler zwischen den registrierten Landmarken nach der Registrierung.
(Der FRE ist der verbleibende Abstand zwischen den zur Registrierung verwendeten Punktpaaren)
Target Registration Error (TRE): Fehler an einem Zielpunkt, der nicht zur Registrierung verwendet wurde; wichtigstes Maß für die Registrierungsgenauigkeit.
Fiducial Localization Error (FLE): Fehler bei der Bestimmung/Lokalisierung der Landmarken
(Der FLE entsteht beim Lokalisieren der Referenzpunkte, etwa durch ungenaues Anklicken oder Antasten.)
Schritte bei punktbasierte, rigide
(zuvor Landmarken in beiden Datensätzen bestimmen und Zuordnung der korrespondierenden Punkte)
Rotation + Translation berechnen, transformation und Registrierungsfehler FRE überprüfen
Wie wird das gemeinsame Histogramm berechnet?
jedes korrespondierende Pixel/Voxel werden die Intensitätswerte beider Bilder als Wertepaar erfasst.
Diese Intensitätspaare werden in ein Histogramm (gemeinsames Histogramm) eingetragen.
Die Häufigkeit jedes Wertepaares wird gezählt.
In Registrierung: Für jede getestete Rotation, Translation oder andere Transformation entsteht somit ein neues gemeinsames Histogramm. Die Transformation wird so verändert, dass ein Ähnlichkeitsmaß, beispielsweise die Mutual Information, maximal wird.
Was ist Mutual Information und wie wird diese zur Registrierung verwendet?
Definition MI:
Ähnlichkeitsmaß aus der Informationstheorie.
Beschreibt, wie viele Informationen zwei Bilder gemeinsam besitzen.
Je höher die Mutual Information, desto besser stimmen die Bilder überein
verwendung als Bewertungsmaßstab:
für jede mögliche Transformation wird die MI berechnet
Transformation mit der größten Mutual Information wird gewählt.
Wie funktioniert der Iterative-Closest-Point-Algorithmus? (ICP)
Korrespondierende Punkte (nächstgelegene Punkte) auf beiden Oberflächen bestimmen.
Transformation (Rotation und Translation) berechnen.
Oberfläche entsprechend transformieren
Vorgang iterativ wiederholen, bis der Abstand zwischen den Oberflächen minimal bzw. keine weitere Verbesserung mehr erreicht wird
Wozu dient das Ähnlichkeitsmaß bei der Registrierung?
Bewertet die Übereinstimmung zwischen zwei Bilddatensätzen (anhand punkt, intensitäten oder oberflächen gemeinsamkeit)
Dient dazu, die optimale Transformation zu finden
Je höher (bzw. je kleiner der Fehler, je nach Maß), desto besser die Registrierung
SSD / MSE: vergleicht direkte Grauwertunterschiede
Kreuzkorrelation: vergleicht den linearen Zusammenhang der Grauwerte
Mutual Information: misst die statistische Abhängigkeit der Grauwerte
Normalized Mutual Information: normierte Variante der MI
(L) Investitionsplanung
Was sind die Ziele der Interventionsplanung?
Wie funktioniert Interventionsplanung in klinischen Anwendungen? (Beispiele)
Beispiele:
Cochlea-Implantation: Planung des Bohrkanals anhand von 3D-CT-Daten, Berücksichtigung von Risikostrukturen, minimalinvasiver Zugang.
Dentale Implantologie: Implantatposition im CT planen, Bohrschablone erstellen, Implantation mithilfe der Schablone.
Unterkieferrekonstruktion: Planung von Form, Größe und Position des Implantats anhand von CT-Daten, anschließend patientenspezifische Fertigung.
Implantat-/Transplantatplanung: Segmentierung, Erkennung von Risikostrukturen, Größenbestimmung und Simulation der Implantatposition.
(L) Inventionsplanung
Was sind Operationssimulatoren?
—>Wofür werden diese eingesetzt?
Computersysteme zur realitätsnahen Simulation chirurgischer Eingriffe.
Ermöglichen das virtuelle Üben einer Operation am Patientenmodell.
eingesetzte für:
Ausbildung und Training von Chirurgen
Planung komplexer Eingriffe
Simulation verschiedener Operationsstrategien
Verbesserung der Patientensicherheit
Verringerung von Operationsrisiken und Komplikationen
(S) Inventionsplanung
Welche Daten werden für die Interventionsplanung benötigt?
Welche Vorteile bietet die computergestützte Interventionsplanung?
Daten
aufbereiteten, segmentierten, fusionierten 2D/ 3D- Bilddaten
Höhere Präzision und Patientenspezifische Eingriffsplanung
Schonung von Risikostrukturen und Unterstützung minimalinvasiver Eingriffe
Kürzere Operationszeit
(S) Investitionspanung
Erläutern Sie beispielhaft den Ablauf einer navigationsgestützten CI!
Erläutern Sie, welche Vorteile OP-Simulatoren bieten!
Cl-Ablauf:
Training chirurgischer Eingriffe ohne Risiko für Patienten und Planung komplexer Operationen
Möglichkeit, verschiedene Operationsstrategien zu simulieren
(L) Navigation
Wie werden Navigationsverfahren in der Medizintechnik eingesetzt?
—>Verschiedene Anwendungsbeispiele
Echtzeit-Anzeige der Instrumentenposition im Patienten
—>Unterstützung der Platzierung
—>Unterstützung minimalinvasiver Eingriffe
—>Schonung von Risikostrukture
Beispiele
Neurochirurgie (Tumorentfernung),
HNO-Chirurgie (Cochlea-Implantation)
Orthopädie/Traumatologie (Knie- und Hüftprothesen)
Wirbelsäulenchirurgie (Pedikelschrauben)
…
Welche Arten zur Darstellung von Rotationen gibt es?
Rotationsmatrizen
Darstellung durch 3×3-Rotationsmatrix
Verschiedene Konventionen bei Achse um Winkel:
—>Euler-Winkel
—>Kardan-Winkel
Achse-Winkel-Darstellung
Rotation wird durch eine Rotationsachse und einen Rotationswinkel beschrieben.
Quaternionen
Darstellung einer Rotation mit vier Parametern.
Vorteil: keine Gimbal-Lock-Problematik, gut für Berechnungen und Interpolation
Wie können Transformationen berechnet und verkettet werden?
Transformationen werden meist mit homogenen Transformationsmatrizen dargestellt (enthalten Rotation und Translation)
durch Multiplikation der Transformationsmatrizen verkettet (auf Notation achten)
(S) Navigation
Welche Arten eine Rotation zu beschreiben kennen Sie?
Euler-Winkel, Kardanwinkel
Achse-Winkel-Darstellung (Rotationsachse + Rotationswinkel)
Quaternionen (Darstellung mit vier Parametern)
Kardanwinkel beziehungsweise Tait-Bryan-Winkel: Rotation um drei verschiedene Achsen, zum Beispiel xxx-yyy-zzz; häufig als Roll, Pitch und Yaw.
Was sind Quaternionen und welche Vorteile bieten Sie?
Was sind Kardanwinkel?
Was ist der Gimbal Lock und wann tritt er auf?
—>kein Gimbal Lock, kompakte Darstellung
—>effiziente Berechnung, gut zur Interpolation von Rotationen
Kardanwinkel
Beschreibung einer Rotation durch drei aufeinanderfolgende Drehungen um die Koordinatenachsen (x-, y- und z-Achse)
Gimbal Lock
Verlust eines Freiheitsgrades bei der Rotationsdarstellung mit Kardan-/Euler-Winkeln.
Tritt auf, wenn zwei Rotationsachsen zusammenfallen (Kardan von 90°)
(K) Navigation
Wie können Transformationen bestimmt werden (Übertragung zwischen Navigationssystemen - Werkzeug, Körper, Kamera, Bilder)?
Betrachtung von:
Stereooptischer Kamera: Stereotriangulation (alles was von der Kamera erfasst werden)
Werkzeugspitze: Pivotisierung
CT-Bilder: punktbasierte Registrierung
(L) Medizinrobotik
Allgemeine Robotik
—> Wie ist der Aufbau der Roboter?
—>Was ist die wirtschaftliche Bedeutung?
wirtschaftliche bedeutung:
Robotik ist ein stark wachsender Wirtschaftssektor
automatisierung, präsizion, einsparung von kosten ohne qualitätsverlust
—>Was sind Vor- und Nachteile Roboter?
—> Was sind Einsatzgebiete und Beispiele allgemeiner Roboter?
Einsatzgebiete:
Roboter werden in der Industrie, Logistik, Bildung und Medizin eingesetzt.
Medizin interstützen sie bei Chirurgie, Rehabilitation, Prothetik und Pflege
—>Industrieroboter (Montage, Schweißen)
—>OP-Roboter (z. B. da Vinci)
—>Transportroboter (AGV/AMR)
—>Ernteroboter in der Landwirtschaft
—>Staubsaugerroboter
(S) Medizinrobotik
Wie ist die Klassifizierung von Robotersystemen?
Welche Anwendungsbeispiele gibt es?
Klassifikationen von Chirurgierobotern:
Passive Systeme: Arbeiten ohne direkte Kontrolle durch den Chirurgen
Aktive Systeme: erfordern eine kontinuierliche Steuerung und Überwachung
Interaktive Systeme: erlauben eine gewisse Autonomie, benötigen aber menschliches Eingreifen
Teleoperationssysteme: Chirurg steuert das System aus der Ferne (Master-Slave-Systeme)
Anwendungsbesipiele:
Prothetik, Rehabilitation, Bildaufnahme, Strahlentherapie, Chirurgie
nur das man nochmal gehört hat aus Vorlesung:
Care-O-bot: Unterstützung im häuslichen Umfeld
▪ C-Leg: intelligente Beinprothese, die ein natürliches
Gangbild ermöglicht und sich an verschiedenen
Untergründen und Aktivitäten anpassen kann
▪ Lokomat: robotergestütztes Laufband für Reha
▪ Artis Zaego: robotergeführter C-Bogen für Angiographie, die eine
flexible und ergonomische Positionierung ermöglicht
▪ Cyberknife: System für Radiochirurgie, das Tumore im ganzen
Körper präzise bestrahlen kann
▪ Gestonurse: Instrumentenhandling bei OPs
Was sind Master-Slave-Systeme?
Wie funktionieren:
—>Direct Control
—>Shared Control
—>Supervisory Control
Was sind Master-Slave Systeme:
Fernsteuerung des Roboters
Aufbau: Roboter (Slave), Bedienelement (Master), Bildanzeige, Mensch-Maschine-Interface (Greifer, Joystick)
Funktionsweise:
Direct Control: Direkte Bewegungskopplung zwischen Master und Slave
Supervisory Control: Slave-System arbeitet größtenteils autonom und Befehlsvorgaben durch den Master (High-Level control)
Shared control: lokaler Regelkreis mit Sensorwerten des Slaves (Überwachungsfunktion, Verfeinerung von Bewegungen…) und äußerer Regelkreis über Master (Vorgabe von Solllage, Force-Feedback, haptische und visuelle Rückkopplung)
Welche Typen von Robotern gibt es?
Nennen Sie einige typische Anwendungen von Robotern in der Medizintechnik!
typische Anwendungen:
Minimalinvasive Chirurgie (MIC)
Minimalinvasive roboterassistierte Chirurgie (MIRC)
Orhopädie
Neurochirurgie
Was ist eine intelligente Prothese?
Wie können Roboter bei der Rehabilitation helfen?
Prothese mit Sensoren, Aktoren und Steuerung.
Erkennt Bewegungen bzw. Signale des Nutzers (z. B. Muskelaktivität), Passt ihre Bewegung automatisch an.
Ermöglicht eine natürliche und funktionelle Bewegung
rehabilitation
Unterstützung bei Therapie und Training
Wiederholbare, gezielte Bewegungsübungen.
Anpassung der Unterstützung an den Patienten.
Förderung des Wiedererlernens von Bewegungsabläufen.
Welche Ziele verfolgt die Entwicklung von medizinischen Robotersystemen?
Was sind vor und nachteile der medizin robotik?
Beschreiben Sie die Unterschiede von MIC und MIRC!
MIC: manuelle Instrumentenführung
MIRC: robotergestützte Instrumentenführung mit höherer Präzision und Beweglichkeit
Wie funktioniert die Mensch-Maschine-Interaktion am Beispiel eines Robotersystems?
Chirurg gibt Eingaben über eine Steuerkonsole bzw. Bedienelemente
Robotersystem setzt Bewegungen in Echtzeit um
Sensoren erfassen Position und Bewegungen.
Chirurg erhält visuelle Rückmeldung (3D-Kamera/Monitor).
Der Roboter führt keine eigenständigen Entscheidungen aus, sondern unterstützt die Bewegungen des Operateurs
Welche Anforderungen werden an einen Chirurgie-Roboter gestellt?
(L) MDR
Grundlegende Einblicke in die MDR und ihre Bedeutung für Medizinprodukte (FuE-Perspektive)
MDR = Medical Device Regulation
EU-Verordnung 2017/745 für Medizinprodukte
Regelt Entwicklung, Herstellung, Zulassung und Überwachung von Medizinprodukten.
Ziel: Patientensicherheit, Qualität und Leistungsfähigkeit der Medizinprodukte, Transparenz und Rückverfolgbarkeit, Einheitlichkeit in EU
Bedeutung:
MDR muss bereits während der Produktentwicklung berücksichtigt werden.
—>Risikomanagement über den gesamten Produktlebenszyklus.
Klinische Bewertung und Nachweis von Sicherheit und Leistung.
Umfassende technische Dokumentation erforderlich
Post-Market Surveillance (PMS): Überwachung auf Markt
erkläre Begriffe:
CE-Kennzeichnung
Klassifizierung von Medizinprodukten
Risikomanagement
Qualitätsmanagement
Klinische Bewertung
Post-Market Surveillance (PMS)
CE-Kennzeichnung: Nachweis das MDR erfüllt und verkauft werden darf
Klassifizierung von Medizinprodukten (Klasse I, IIa, IIb, III): Einteilung von Medizinprodukten nach ihrer Zweckbestimmung und dem damit verbundenen Risiko, wobei Klasse I das geringste und Klasse III das höchste Risiko aufweist.
Risikomanagement (ISO 14971): Systematischer Prozess zur Identifikation, Bewertung, Kontrolle und Überwachung von Risiken über den gesamten Lebenszyklus eines Medizinprodukts.
Qualitätsmanagement (ISO 13485): Norm für ein Qualitätsmanagementsystem, das sicherstellt, dass Medizinprodukte konstant sicher und den regulatorischen Anforderungen entsprechend entwickelt und hergestellt werden.
Klinische Bewertung: Systematische Auswertung klinischer Daten, um Sicherheit, Leistung und den klinischen Nutzen eines Medizinprodukts nachzuweisen.
Post-Market Surveillance (PMS): Systematische Überwachung eines Medizinprodukts nach dem Inverkehrbringen, um neue Risiken oder Verbesserungsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen.
UDI (Unique Device Identification): Eindeutige Produktkennung zur Rückverfolgbarkeit jedes Medizinprodukts
MDR
Wie geht die Risikoanalyse?
—>Was ist der Unterschied zur FMEA?
Was ist Validierung/ Verifikation?
—>Unterschied: FMEA ist ein Verfahren der Risikoanalyse
Überblick über den Inhalt der MDR (und ihrer Anhänge!)
Wichtige Anhänge
Anhang I: Allgemeine Sicherheits- und Leistungsanforderungen (GSPR)
Anhang II: Technische Dokumentation
Anhang III: Technische Dokumentation zur Post-Market Surveillance (PMS)
Anhang VII: Anforderungen an benannte Stellen
Anhang VIII: Klassifizierungsregeln für Medizinprodukte
Anhang IX–XI: Konformitätsbewertungsverfahren
Welche Produkte fallen explizit nicht unter die MDR?
Arzneimittel
In-vitro-Diagnostika (diese fallen unter die IVDR)
Kosmetische Mittel
Lebensmittel
menschliches Blut und Blutprodukte
Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMPs)
wie läuft die FMEA ab und was ist das?
(Failure Mode and Effects Analysis)
was sagt die RPZ aus?
Methode zur systematischen Identifikation, Bewertung und Reduzierung möglicher Fehler bereits während der Entwicklung
Was kann an einem Produkt oder Prozess versagen, warum kann es versagen, welche Folgen entstehen und wie lässt sich das Risiko reduzieren? (Tabelle aus AK)
Durchführung der FMEA
Risiko identifizieren
Risiko bewerten (RPZ berechnen)
Maßnahmen zur Risikominimierung festlegen
RPZ erneut berechnen
Vorgang wiederholen, bis die RPZ unter dem Grenzwert liegt (ca. 100–125)
Geltungsbereich der MDR
Medizinprodukte, die in der EU in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden.
Zubehör für Medizinprodukte.
Bestimmte Produkte ohne medizinischen Zweck, die in Anhang XVI der MDR aufgeführt sind (z. B. farbige Kontaktlinsen oder ästhetische Laser)
Von der Idee zum CE-Kennzeichen:
—>Zweckbestimmung, Klassifizierung für Medizinprodukte
—>Grundlegenden Sicherheits- und Leistungsanforderungen
Zweckbestimmung
Legt den medizinischen Verwendungszweck des Produkts fest.
Wird vom Hersteller definiert.
Grundlage für Klassifizierung und Konformitätsbewertung
Klassifizierung
Einteilung nach Risikoklasse:
—>Klasse I – gering, Klasse IIa, Klasse IIb, Klasse III – hohes Risiko
Grundlegende Sicherheits- und Leistungsanforderungen (GSPR)
Produkt muss sicher und leistungsfähig sein.
Risiken minimieren und Nutzen nachweisen.
Biokompatibilität und elektrische/mechanische Sicherheit gewährleisten.
Anforderungen an Kennzeichnung und Gebrauchsanweisung erfüllen.
Risiken müssen über den gesamten Produktlebenszyklus überwacht
—>Technische Dokumentation
—>Risikomanagement
—>Konformitätsbewertung- und Erklärung
Technische Dokumentation
Nachweis, dass das Medizinprodukt die MDR-Anforderungen erfüllt
Systematische Identifikation, Bewertung und Minimierung von Risiken.
Erfolgt über den gesamten Produktlebenszyklus
Konformitätsbewertung und -erklärung
Konformitätsbewertung: Prüfung, ob das Produkt alle Anforderungen der MDR erfüllt (je nach Risikoklasse ggf. mit benannter Stelle).
EU-Konformitätserklärung: Erklärung des Herstellers, dass das Produkt die MDR erfüllt.
Voraussetzung für das Anbringen der CE-Kennzeichnung
(Ü) Orientierung (übung 6)
aussehen kennen :(
Merkregel:
—>drehachse immer 0 und 1
—>cos steht immer auf der Diagonalen
—->negative und positive sinus
Erklärung:
Eigenschaften Rotationsmatrizen:
Zeilen und Spalten sind orthonogonal (gleich der inversen)
Determinante ist = 1
gehört zum Raum SO3
(Ü) Roboter (übung 7)
Piviotpunkt = Einstichstelle und nicht bewegt werden
Beispiel: laparoskopische Operation
—> z. B. laparoskopische Cholezystektomie (Entfernung der Gallenblase)
(a)-(b)
(c) Master-Slave-Systeme
▪ Direct Control
▪ Shared Control
▪ Supervisory Control
(d)
(e)
(Ü) übung 1
iteratives Lösungsverfahren
(Ü) übung 2
histogramm
3) erkenne den bereich der Zellen im histogramm
5a) wie ist die Funktion der Kontrastanpassung? (einzechnen)
5b) berechnen sie die Funktion (lineare Funktionen!)
a) ganz rechts beim Peak zu hell (intensität gering), ganz links zu dunkel für zellen
b)
einfach m über Steigungsdreieck
b über punkt einsetzten und umstellen:
—> b = f(x) / m*x
lösung entweder: y= m*x+b ODER y=m*(x+b)
CNN ein Bild Encodieren z.B. durch:
Pooling (was ist nach der Filterung unsere Matrix)
mit D= Größe der Anfangsmatrix —> 6 (weil 6x6)
k= Größe Filter —>2 (weil 2x2)
s = Stride (größe verschiebungsschritt) —> 2
—>fertige Filtermatrix ist 3x3 groß
—>Max-Pooling: immer maximal wert aus dem Bereich
Encodierungsbeispiel:
CNN wird gesagt die 2 in der Mitte steht für ein Bild von einer Katze
—>nächster Schritt ist jetzt die Matrix wieder zu Bild zu machen (Encodieren durch upscaling)
CNN ein Bild Decodieren durch Upscaling
—>bei D kommt wieder 6x6 raus (wie zuvor)
—>D verändert sich, Informationen gehen verloren
(Ü) Übung 3
Ordnen Sie Hough-Darstellung den Linien zu:
erst Liniendarstellung anschauen
—>wo treffen wir senkrecht auf Kante (° und r)
—>hier: bei 0° und 90°/ -90° mit 50, 50 und -50
Bild anschauen
—>Schnittpunkte sagen: wie viel Pixel liegen auf einer Geraden = Kanten im Bild
—>Schnittpunkt bei -50, und zwei bei 50
(Ü) übung 3
region growing
Segmentierung
2./ 4 siehe die Diagramme
Kantenfilter/Sobelfilter anwenden, da nur die Kanten wichtig sind für das Diagramm (gefiltert)
(Ü) Altklasusur Frage übung 4 !!!!!!
(Ü) übung 4
FLE= Fiducial Location Error
FRE= Fiducial Registraion Error
TRE= Target Registration Error
Ziel der Registrierung ist Minimierung des FREs
Schritte:
(Ü) Übung 4
gemeinsames Histogramm
zurodnen von gemeinsame histogramm (wie probeklausuren)
—>1 anschauen und was im zweiten bild da steht
—>pixel zählen die überinstimmen und bei 1 eintragen
—>bei 3 gibt es rauschen weil nicht alle übereinstimmen (1 bei 3,3, restliche 5 bei 3,5)
(Ü) stereooptsiche Navigation (Übung 5)
—>drei marker nicht eine ebene
—>keine symmetrie für eindeutige zuordnung
—>regide transformation
(Ü) Übung 5 stereooptische Triangulation
Wie verändert die disparität den skalierungsfaktor?
Wie wird die Disparität berechnet in einem Stereooptischen System? (Angabe s und b)
Je größer die Disparität, desto näher liegt das Objekt an der Kamera und desto kleiner ist der Skalierungsfaktor (mm/Pixel).
Je kleiner die Disparität, desto weiter entfernt ist das Objekt und desto größer ist der Skalierungsfaktor.
Berechnung Disparität d (Pixelversatz)
s= skalierungsfaktor (mm pro Pixel einem Bildpunkt entsprechen)
b= basisabstand (Abstand zwischen Kameras)
(Ü) Übung 5 Pivotisierung
Wie funktioniert die Pivotisierung?
Halbkugelförmige Bewegung des Pointers unter Beibehaltung eines festen Aufsetzpunktes
—>mehrere Messungen
—>überbestimmtes Gleichungssystem wird gelöst
—>Durch Lösung wird Vektor von den Markern zur Werkzeugspitze (Offset) berechnet
Warum:
Kalibrierung der Werkzeugspitze (Pointer)
Dadurch kann NS später die Position der Werkzeugspitze und nicht nur die Position der Marker im CT/MRT anzeigen
(Ü) Klausuraufgabe Navigation (übung 5)
Stereotriangulation → Wo ist das Objekt? (Tracking)
Pivotisierung → Wo ist die Werkzeugspitze? (Kalibrierung)
Registrierung → Wie passen Patient und CT zusammen? (Koordinatensysteme verbinden)
ERKLÄRUNG Rechnung:
KS = Koordinatensystem —>Jedes Objekt besitzt sein eigenes Koordinatensystem
Schreibweise:
—>wo befindet sich B im Koordinatensystem A
für Rechnung geht man den Weg an den Pfeilen ab
Start: 2T3 also Tranformation 3 zu 2
—>Transformation 2 zu 0 = 0T2
—>Transformation 0 zu 1 = 1T0 (aber es ist 0T1 gegeben also inverse)
—>Transformation 1 zu 4 = 4T1 (wie zuvor inverse)
FMEA
Tabelle mit beispielen
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