Polytrauma
mehrere gleichzeitig erlittene Verletzungen verschiedener Körperregionen wobei mindestens eine Verlegung oder die Kombination dieser lebensbedrohlich ist
Stay and play
Der Patient erhält eine umfangreiche Versorgung und Diagnostik an der Einsatzstelle, bis der klinischen Zustand einen Transport in eine geeignete Klinik zulässt
Load an go
Diese Patienten haben aufgrund ihrer Verletungsmuster bzw. ihres klinischen Zustands eine hohe Transportpriorität. Hierbei wird der Focus auf die wirklich nötigsten Maßnahmen gelegt um einen zufügen Transport zu gewährleisten.
Schlechte Untersuchung darf nicht das Ergebnis sein!
Treat and run
Diese Kategorie benötigt noch ausgewählte Maßnahmen vor dem Transport
Anlage einer Cervical Stütze
Abstand von Schulterknochen bis Kinn
Nexus Kriterien
Bedingungen für eine HWS Immobilisation:
Druckschmerz über der HWS
Fokal neurologisches Defizit
Vigilanzminderung (GCS 15)
Hinweise auf Intoxikation
Weitere von der HWS ablenkende Verletzungen (z.B. Frakturschmerz)
Abdrückstellen
Arterie temporalos (Bei Blutungen auf der Kopfhaut bessere Sicht)
Arteria Carotis communis (Hals präzision da Gefahr einer Atemwegsverlegung besteht)
Arteria subclavia (Schulter wenn die Oberarmstruktur nicht mehr zur Verfügung steht)
Arteria brachialis ( Oberarm kritische Blutung am Arm)
Arteria femoralis (Leiste kritische Blutung im Bereich der unteren Extremitäten)
Unkontrollierbare Blutungen
Blutungsquellen die von außen abgedrückt oder anderweitig beherrscht werden können
Erhöhte Transport Priorität
Kontrollierbare Blutungen
Blutungsquellen die zum Teil mit einfachen Mitteln beherrscht werden können
Eskalationsstufen der Blutungskontrolle beachten
Blutung stillen
1) Abdrücken (Abdrückstellen + Extremität hochlagern)
2) Druckverband (nicht zu fest, da sonst venöse Stauung den Druckverband Insuffizient werden lässt)
3) ist die Blutung noch nicht gestillt 2ter Druckverband + Abdrücken
4) immer noch nicht gestillt tourniquet (Handbreit über der Blutungsquelle,genügend Spannung im Klett,Knebel drehen bis Blutung weniger wird und der Puls distal an der Anlagestelle nicht mehr zu tasten ist)
Dos and don’ts Tourniquet
Indikation:
Nicht anderweitig kontrollierbare/multiple Extremitätenverletzung
Schwere Extremitätenblutung bei Unerreichbarkeit der Verletzung
Bei MANV (zu wenig Hände)
Schwere Amputationsverletzung bei Gefahrensituation
Kontraindikation:
Nicht über Gelenken anlegen
Keine Anlage auf Frakturen
Wenn möglich keine Anlage über paarigen Knochen
Nicht für Blutungen am Rumpf oder Hals verwenden (Lebensgefahr)
Es sollte kein Finger mehr zwischen den Gurt passen
4 Säulen des Schocks
Lagerung des Patienten
Wärmeerhalt
Sauerstoffapplikation
Volumentheraphie
Lage bei Blutung
Bei Schocklage immer bedenken dass der Blutdruck wieder steigt und es anfangen kann wieder zu bluten
In den ersten Minuten durchführen
Sauerstoff
Das vorhandene Blut maximal aufladen
Volumen
Nicht zu viel nur in Normbereich kommen
Sichere Frakturzeichen
Abnormale Lage (Fehlstellung)
Beweglichkeit in gelenkfreien Abschnitten
Sichtbare Knochen im Wundbereich
Krepitationen (Knochenkirschen)
Unsichere Frakturzeichen
Schmerzen
Schwellung
Hämatom
Bewegungseinschränkung
Bewegungsunfähigkeit
Versorgung von Frakturen
xABCDE Schema, Bodycheck
DMS Kontrolle
Bei offenen Frakturen den Wundbereich steril abdecken mir geeigneter Kompresse
Schienungssystem auswählen und vorbereiten
Die Fraktur mit ausreichend Zug extendieden und das Schienensystem anbringen
erneut eine DMS Kontrolle durchführen
Frakturen mit DMS Störung müssen immer exrendiert werden!!
Dislokation
Verschiebung von Organen zu Knochenfragmenten
Distorsion
Zerrung
Luxation
Vollständiger oder unvollständiger Kontaktverlust von Gelenken
Fraktur
Bruch
Ruptur
Einriss
Kontusion
Prellung
Unstillbare Blutungen
Innere Blutungen
Ggf Thorax
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