Karl Homann
Normative Ökonomik / Moralökonomik
Referenztheorie: Buchanan & homo oeconomicus
Peter Ulrich
Integrative Wirtschaftsethik
Refernztheorie: Habermas (Diskursethik)
Sen und Martha Nussbaum
Capabilities Approach
Referenztheorie: Aristotelische Philosophie
Unterscheidung der Ansätze
Nancy Fraeser
Kapitalismuskritik bestehend aus:
Sorgearbeit (Ausbeutung unbezahlter reproduktiver Arbeit)
Ökologie (Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen)
Politik (Aushöhlung öffentlicher Steuerungsmacht durch globale Finanzmärkte)
Drei Modelle des Verhältnisses von Ökonomik und Ethik
Modell des geschlossenen selbstreferentiellen Systems
Die wirtschaft operiert rein autopoietisch nach ihrer eigenen Systemlogik. Normative Ansprüche prallen ab und stören die Effizienz.
Modell des ökonomischen Kolonialismus
Das ökonomische Logik- und Effizienzmodell der Nutzemaximierung wird als überlegen verabsolutiert und auf alle gesellschaftlichen Lebensbereiche übertragen
Modell der normativen Gestaltungsmöglichkeit
Ökonomisches Handeln besitzt keine absolute Eigenlegitimität, sondern muss durch normative Reflexion fundiert und am Gemeinwohl sowie der Menschenwürde gemessen werden. Ethik ist Fundament und Maßstab
Sozialprinzipien des Katholitismus
Personalität
Der Mensch steht als Person mit unveräußerlicher Würde im Mittelpunkt. Er ist sowohl individuell als auch sozialbezogen
Solidarität
Wechselseitige Verantwortung aller Gesellschaftsmitglieder. Es handelt sich um ein primäres Rechtsprinzip für soziale Gerechtigkeit und Teilhabe
Subsidiarität
Größere gesellschaftliche Einheiten dürfen Aufgaben nicht an sich ziehen, die kleinere Einheiten selbst erfüllen können, müssen diese jedoch bei Bedarf unterstützen
Drei Modelle der Wohlfahrtsstaatlichkeit
Liberales Modell
minimale staatliche Eingriffe, strenge Bedarfsprüfung, hohe Marktabhängigkeit
Konservatives/Korporatisches Modell (z.B DEU)
Sozialversicherungsleistungen gekoppelt an Erwerbsstatus, Erhalt von Statusdifferenzen
Sozialdemokratisches Modell
Universale Leistungsansprüche für alle Bürger, hohe De-Kommodifizierung und staatliche Verteilung
Modelle zu Regulierung von Sexarbeit
Regulierungs-/Legalisierungsansatz
Anerkennung als Erwerbsarbeit, Stärkung von Rechten und Arbeitsschutz der Sexarbeiter/innen
Nordisches Modell
Bestrafung von Freiern bei Straffreiheit füt Sexarbeiter/innen, da Prostitution strukturell als Ausbeitung gewertet wird
Ansätze der Migrationsethik
Kommunitaristische Ansätze
Staaten haben das Recht, Grenzen zur Wahrung der sozialen Kohäsion und Sozialsysteme zu regulieren
Kosmopolitische Ansätze
Berufen sich auf universale Menschenrechte und plädieren für weitgehende Bewegungsfreiheit (offene Grenzen)
Vier reine Allokationsverfahren
Markt/Tausch : Dezentrale Allokation durch Angebot, Nachfrage und Preise
Staat/Bürokratie: Administrative Verteilung durch staatliche Verordnungen
Tradition/Sitte: Zuteilung nach historischen Rollen, Verwandschaft oder Ständen
Los/Zufall: Verteilung durch Zufallsentscheidung bei gleichberechtigten Ansprüchen
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