Was versteht man unter einer Infektion?
Das Eindringen, Festsetzen und Vermehren von Krankheitserregern (z. B. Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten) in einen Wirtsorganismus und die dadurch ausgelöste Reaktion des Körpers.
Was ist der Unterschied zwischen einer direkten und einer indirekten Kontaktinfektion?
Direkt: Von Mensch zu Mensch ohne Zwischenstation (z. B. Tröpfcheninfektion beim Sprechen oder direkter Kontakt mit infizierter Schleimhaut).
Indirekt: Über kontaminierte (verunreinigte) Gegenstände, Oberflächen oder unzureichend aufbereitete Instrumente.
Was versteht man in der Zahnmedizin unter Aerosolen und wie entstehen sie?
Warum spielen Aerosole in der Zahnarztpraxis eine so große Rolle bei der Übertragung?
Definition: Ein feiner Sprühnebel aus flüssigen und festen Partikeln, der in der Raumluft schwebt.
Entstehung: Durch den Einsatz von rotierenden Instrumenten (Turbine, rotes Winkelstück), Schall-/Ultraschall-Skalern und der Multifunktionsspritze. Dabei vermischt sich das Kühlwasser sofort mit dem Speichel, Blut und den Mikroorganismen (Bakterien, Viren) des Patienten.
Durch rotierende Instrumente (Turbine, Contra-Angle) und Ultraschallscaler entsteht ein feines Sprühnebel-Aerosol aus Wasser, Speichel und Blut, das stundenlang in der Raumluft schweben und eingeatmet werden kann (Gefahr von Tröpfcheninfektionen wie SARS-CoV-2 oder Tuberkulose).
Warum stellen Aerosole ein hohes Infektionsrisiko dar?
Sie sinken nicht sofort zu Boden, sondern können minuten- bis stundenlang in der Raumluft schweben.
Beim Einatmen gelangen Krankheitserreger (z. B. SARS-CoV-2, Influenzaviren, Tuberkulosebakterien) direkt in die oberen oder unteren Atemwege des Praxisteams.
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