Definition Frühgeburt
Um eine Frühgeburt handelt es sich, wenn ein Lebendgeborenes vor der vollendeten 37. SSW zur Welt kommt.
Bei Kindern, die vor der 30. SSW geboren werden spricht man vereinzelt auch von „frühen Frühchen“ oder „Extremfrühchen“.
Was passiert mit dem Bilirubin in der Leber?
In der Leber wird das unkonjugierte Bilirubin durch das Enzym UDP-Glucuronyltransferase mit Glucuronsäure konjugiert. Diese Umwandlung macht Bilirubin wasserlöslich und ermöglicht die Ausscheidung über die Galle.
Ergebnis: Das konjugierte Bilirubin (direktes Bilirubin) ist jetzt in der Lage, in die Gallenwege ausgeschieden zu werden.
Wie wird Bilirubin schließlich aus dem Körper ausgeschieden?
Das konjugierte Bilirubin wird über die Galle in den Dünndarm transportiert. Dort wird ein Teil des Bilirubins durch bakterielle Enzyme weiter abgebaut, was zu den charakteristischen Stercobilin- und Urobilin-Pigmenten führt.
Stercobilin: Wird über den Stuhl ausgeschieden und verleiht diesem die braune Farbe.
Urobilin: Wird über den Urin ausgeschieden und färbt ihn gelb.
Wie verläuft der gesamte Prozess der Bilirubinentstehung?
Was ist Bilirubin und wo kommt es her?
Bilirubin ist ein gelbliches Abbauprodukt des Hämoglobins, das beim Abbau alter roter Blutkörperchen im Körper entsteht. Es wird in der Leber verarbeitet und über die Galle ausgeschieden. Bilirubin ist für den Ikterus (Gelbsucht) verantwortlich, wenn es sich im Körper ansammelt.
Wie entsteht Bilirubin im Körper?
Was ist das Gilbert-Syndrom und wie führt es zur Hyperbilirubinämie?
Das Gilbert-Syndrom ist eine genetisch bedingte, milde Störung des Bilirubinmetabolismus, bei der die Leber Bilirubin nicht vollständig konjugieren kann. Es ist in der Regel harmlos und verursacht selten Symptome.
Kennzeichen:
Leicht erhöhter indirekter Bilirubinspiegel
Tritt besonders bei Stress, Fasten oder Krankheit auf.
Keine oder nur geringe Symptome (manchmal leichter Ikterus).
Was ist das Crigler-Najjar-Syndrom?Antwort:
Das Crigler-Najjar-Syndrom ist eine seltene, erbliche Störung der Bilirubinkonjugation. Es gibt zwei Typen:
Typ I: Schwere Form, bei der die Bilirubin-UDP-Glucuronyltransferase vollständig fehlt. Führt zu einer sehr hohen Bilirubinkonzentration und kann zu kernikterus führen, wenn nicht behandelt.
Typ II: Weniger schwer, bei dem die Aktivität des Enzyms stark vermindert ist. Es kann mit einer Fototherapie behandelt werden.
Sehr hoher indirekter Bilirubinspiegel
Risiko eines kernikterus (Schäden am Gehirn durch Bilirubinanlagerungen)
Was ist das Dubin-Johnson-Syndrom?
Das Dubin-Johnson-Syndrom ist eine genetische Erkrankung, bei der es zu einer Störung des Transportmechanismus für konjugiertes Bilirubin in die Gallenwege kommt. Es ist eine relativ harmlose Form der Hyperbilirubinämie.
Erhöhter direkter Bilirubinspiegel
Leichte Gelbfärbung der Haut (Ikterus), häufig ohne andere Symptome
Frage: Wie entsteht Bilirubin im Körper?
Der Abbau von Bilirubin beginnt mit dem Hämoglobinabbau in den Makrophagen des retikuloendothelialen Systems (vor allem in der Milz und Leber). Der Abbau erfolgt in folgenden Schritten:
Erythrozytenabbau: Alte oder beschädigte rote Blutkörperchen (Erythrozyten) werden von Makrophagen aufgenommen und abgebaut.
Hämolyse: Das Hämoglobin wird in seine Bestandteile zerlegt. Dabei entsteht der rote Bestandteil Häme (Häm).
Bilden von Biliverdin: Das Häm wird durch das Enzym Hämoxygenase zu Biliverdin, einem grünen Pigment, abgebaut.
Was passiert mit dem Biliverdin?
Das Biliverdin wird durch das Enzym Biliverdin-Reduktase in Bilirubin umgewandelt. Dieser Prozess reduziert das grüne Biliverdin zu das gelbe Bilirubin.
Hinweis: Bilirubin ist zunächst unkonjugiert und fettlöslich. Es kann noch nicht direkt über den Urin oder die Galle ausgeschieden werden.
Wie gelangt Bilirubin in die Leber?
Unkonjugiertes Bilirubin ist fettlöslich und daher im Blut an ein Transportprotein, das Albumin, gebunden. Diese Bilirubin-Albumin-Komplexe transportieren das Bilirubin zur Leber, wo es weiterverarbeitet wird.
Was ist die posthepatische Hyperbilirubinämie?
Die posthepatische Hyperbilirubinämie entsteht, wenn das konjugierte Bilirubin nach der Verarbeitung in der Leber nicht richtig ausgeschieden werden kann, beispielsweise durch Blockaden in den Gallenwegen. Häufige Ursachen sind:
Gallensteine
Tumoren (z. B. Pankreastumor, Gallenblasenkrebs)
Cholestase (gestörter Gallenfluss, z. B. durch Medikamente oder Lebererkrankungen)
Erhöhter direkter Bilirubinspiegel (konjugiertes Bilirubin)
Erhöhte alkalische Phosphatase (ALP) und Gamma-Glutamyltransferase (GGT)
Was ist die neonatale Hyperbilirubinämie?
Was ist die physiologische Hyperbilirubinämie bei Neugeborenen?
Neugeborene haben oft physiologisch erhöhte Bilirubinwerte, da die Bilirubinausscheidung durch die unreife Leber verzögert ist. Dies führt zu einem leichten Ikterus, der meist innerhalb der ersten Lebenswoche verschwindet. Eine Behandlung ist oft nicht erforderlich, außer bei stark erhöhten Werten.
Was ist das Gilbert-Syndrom und wie beeinflusst es den Bilirubinspiegel?
Das Gilbert-Syndrom ist eine genetische Störung des Bilirubinstoffwechsels, bei der die Fähigkeit der Leber, Bilirubin zu konjugieren, vermindert ist. Dies führt zu einer milden Erhöhung des indirekten Bilirubins, insbesondere bei Stress oder Fasten. Es ist meist asymptomatisch und keine Therapie erforderlich.
Was ist die hepatische Hyperbilirubinämie?
Die hepatische Hyperbilirubinämie tritt auf, wenn die Leber die Fähigkeit verliert, Bilirubin zu konjugieren (wasserlöslich zu machen) oder auszuscheiden. Sie wird häufig durch Lebererkrankungen verursacht. Zu den Ursachen zählen:
Hepatitis (akut oder chronisch)
Leberzirrhose
Gilbert-Syndrom (eine genetische Störung der Bilirubinkonjugation)
Erhöhter indirekter Bilirubinspiegel (unkonjugiertes Bilirubin)
Eventuell auch erhöhte Leberenzyme (z. B. ALT, AST)
Welche Komplikationen können bei schwerer Hyperbilirubinämie auftreten?
Kernikterus: Eine schwere Form des Ikterus, bei der sich Bilirubin im Gehirn ablagert, was zu neurologischen Schäden führen kann. Besonders gefährlich bei Neugeborenen mit sehr hohem Bilirubinspiegel.
Cholestase: Langfristige Gallenstauung, die zu Leberzirrhose führen kann, wenn unbehandelt.
Was ist die prähepatische Hyperbilirubinämie?
Die prähepatische Hyperbilirubinämie entsteht durch eine erhöhte Bilirubinproduktion, die in der Leber noch nicht verarbeitet werden kann. Sie tritt auf, wenn der Abbau von Erythrozyten beschleunigt wird. Die häufigsten Ursachen sind:
Hämolytische Anämien: Zerstörung von roten Blutkörperchen durch genetische Erkrankungen (z. B. hereditäre Sphärozytose) oder Autoimmunerkrankungen.
Blutungen: Große Hämatome oder Bluttransfusionen können zu einem vermehrten Abbau von Hämoglobin führen.
Keine Auffälligkeiten in der Leberfunktion
Was ist der Unterschied zwischen direktem und indirektem Bilirubin?
Indirektes (unkonjugiertes) Bilirubin:
Entsteht beim Abbau von Hämoglobin im Blut. Es ist fettlöslich und wird in der Leber mit Glucuronsäure konjugiert, um wasserlöslich zu werden.
Direktes (konjugiertes) Bilirubin:
Das konjugierte Bilirubin ist wasserlöslich und wird von der Leber in die Gallenblase zur Ausscheidung abgegeben. Ein Anstieg des direkten Bilirubins deutet auf eine gestörte Ausscheidung oder Blockade der Gallenwege hin.
Welche Symptome treten bei Hyperbilirubinämie auf?
Ikterus: Gelbfärbung der Haut und/oder Skleren (Augenweiß)
Pruritus (Juckreiz): Besonders bei Cholestase und Gallenstau
Dunkler Urin: Durch erhöhte Ausscheidung von Bilirubin
Blasser Stuhl: Bei Obstruktion der Gallenwege
Wie wird die Hyperbilirubinämie diagnostiziert?
Blutuntersuchung: Bestimmung der Bilirubinwerte (insbesondere indirektes und direktes Bilirubin)
Leberfunktionstests: Bestimmung von Transaminasen, alkalischer Phosphatase (ALP), Gamma-Glutamyltransferase (GGT)
Ultraschall der Leber und Gallenblase: Zur Untersuchung auf mögliche Gallensteine oder Tumore
Hämolyse-Indikatoren: Haptoglobin, Retikulozytenzahl, LDH
Wie wird die Hyperbilirubinämie behandelt?
Was versteht man unter Hyperbilirubinämie?
Hyperbilirubinämie bezeichnet einen erhöhten Bilirubinspiegel im Blut, der zu einer Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute führt (Ikterus). Bilirubin ist ein Abbauprodukt des Hämoglobins und wird über die Leber ausgeschieden.
Welche Ursachen können zu Hyperbilirubinämie führen?
Welchen Vorteil hat die offene Pflegeeinheit für Ärzte und Eltern?
Der Zugang zum Kind ist einfacher, da es keine physische Barriere gibt.
Wann wird der Inkubator bevorzugt genutzt?
Vor allem für kleine und kranke Frühgeborene.
Wann wird die offene Pflegeeinheit bevorzugt genutzt?
Bei häufig notwendigen Manipulationen am Kind (z. B. Legen eines zentralen Zugangs).
Gibt es eine eindeutige Empfehlung für die beste Wärmezufuhrmethode?
Nein, eine endgültige Bewertung beider Methoden ist derzeit nicht möglich.
Ab welcher Temperatur spricht man von einer Hypothermie?
Bei einer rektalen Temperatur unter 36,0 °C.
Welche exogenen Ursachen kann eine Hypothermie haben?
Kältebelastung (z. B. zu kalte Umgebung, nasse Haut, kalte Atemgase)
Welche endogenen Ursachen kann eine Hypothermie haben?
Hypoxie/Asphyxie
Sepsis
Schock
Hirnblutung
Welche Folgen kann eine Hypothermie haben?
Erhöhte Mortalität in der ersten Lebenswoche
Metabolische Azidose und Hypoglykämie
Erhöhter Sauerstoffverbrauch
Störung der Atemregulation
Bradykardie, Apnoe, Hypoxämie, Hypotonie
Erhöhtes Risiko für PPHN
Gerinnungsstörung und Lungenblutung
Chronische Kältebelastung führt zu schlechtem Gedeihen
Welche Maßnahmen dienen der Prophylaxe von Hypothermie?
Maximale Raumtemperatur
Vermeidung von Zugluft
Zusätzliche Wärmequelle (Hautkontakt der Eltern oder Wärmematratze/-strahler)
Konditionierung der Beatmungsluft
Sofortiges Einhüllen in Plastikfolie bei Frühgeborenen
Inkubatortemperatur in der ersten Woche um 1 °C höher einstellen
Wie sollte ein hypothermes Neugeborenes aufgewärmt werden?
: Maximal um 1 °C pro Stunde, um einen zu hohen Sauerstoffverbrauch zu vermeiden.
Welche Methoden zur Temperaturkontrolle sollten bei Hypothermie angewendet werden?
Mindestens halbstündliche Temperaturkontrollen
Hauttemperatursonde oder vorübergehend rektale Sonde
Welche Maßnahmen sind bei der Therapie von Hypothermie verboten?
Wärmflaschen
Heizkissen
Mit warmem Wasser gefüllte Handschuhe
Wärmespeichernde Stofftiere
Welche speziellen Risiken bestehen bei Hypothermie?
Hypotension → evtl. Volumenbolus (NaCl 0,9 %, 10 ml/kg KG über 1 h)
Hypoglykämie → 10 %ige Glukose-Infusion bei Rektaltemperatur < 35,5 °C
Azidose → pH-Wert muss temperaturabhängig interpretiert werden
Hypoxämie → Höheren paO2 anstreben (70 mmHg)
Ab welcher Temperatur spricht man von einer Hyperthermie?
Bei einer rektalen Temperatur über 37,5 °C.
Welche exogenen Ursachen kann eine Hyperthermie haben?
Zu hohe Umgebungstemperatur
Überhitzte Atemgase
Wärmestrahler oder Sonneneinstrahlung
Wärmestau durch Kleidung oder Bett
Welche endogenen Ursachen kann eine Hyperthermie haben?
Meningitis
Dehydratation
Zentrale Temperaturregulationsstörungen
Welche Folgen kann eine Hyperthermie haben?
Flüssigkeitsverlust
Apnoen
Hirnschädigung
Wie kann Hyperthermie verhindert werden?
Regelmäßige Temperaturkontrolle
Vermeidung übermäßiger Wärmezufuhr
Wie wird Hyperthermie behandelt?
Umgebungstemperatur senken
Kind aufdecken
Anfeuchter überprüfen
Wie sollte die Temperatursteuerung im Inkubator erfolgen?
Manuell mit 2-Punkt-Thermo-Monitoring auf der Haut
Servocontrol-Modus über Hauttemperatur (Gefahr der Überhitzung oder Hypothermie)
Servocontrol-Modus über Lufttemperatur (nicht für Fototherapie geeignet)
Welche Nachteile hat die offene Pflegeeinheit hinsichtlich des Wasserhaushalts?
: Durch den Wärmestrahler entsteht ein hoher insensibler Wasserverlust, der durch ein angepasstes Infusionsregime ausgeglichen werden muss.
Wie kann der insensible Wasserverlust in der offenen Pflegeeinheit reduziert werden?
Durch das Einhüllen des Kindes mit Plastikfolie.
Welche Temperaturregelungen gibt es für die offene Pflegeeinheit?
Manuelle Steuerung mit Hauttemperaturüberwachung
Servocontrol-Modus mit geklebter Hauttemperatursonde
Wie produziert ein reifes Neugeborenes Wärme?
Durch Lipolyse von braunem Fettgewebe.
Welche Faktoren beeinflussen den inneren Wärmestrom?
Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpermassa
Abstand zwischen Körperkern und -oberfläche
Blutfluss zur Körperoberfläche
Subkutanes Fettgewebe
Hautreife (Epidermisdicke, Kapillarisierung)
Haltung (in Bauchlage geringerer Wärmeverlust)
Welche Mechanismen der Thermoregulation existieren bei Neugeborenen?
Veränderung des Gefäßtonuses in der Peripherie
Schweißproduktion ist kaum vorhanden
Welche Arten des Wärmeverlustes gibt es?
Strahlung/Abstrahlung (Hauptverlust!)
Konvektion (Zugluft)
Konduktion (Wärmeleitung, z. B. an Metallflächen)
Verdunstung (nasses Kind, insensibler Wasserverlust, Atemgas)
Konvektion (Zugluft)Besondere Herausforderungen der Thermoregulation bei sehr unreifen Frühgeborenen?
Ungünstiges Oberfläche-Volumen-Verhältnis
Wenig/fehlendes subkutanes Fettgewebe
Hoher transepidermaler Wasserverlust
Unreife Mechanismen der Vasokonstriktion/Vasodilatation
Geringe Glykogenreserve
Begrenzte Sauerstoffaufnahme
Pulmonale Vasokonstriktion bei Hypothermie 6. Welche Temperaturmessmethoden gibt es?
Rektal: 36,9 °C, invasiv, Gefahr der Perforation
Axillär: 36,9 °C, einfache Anwendung
Ösophageal: 36,8-37,0 °C, entspricht Körperkerntemperatur, invasiv
Haut: Interskapulär entspricht ösophagealer Temperatur
Extremitäten: Zusätzliche Information zur Perfusion 7. Welche Messgeräte werden zur Temperaturmessung verwendet?
Elektronische Thermometer (schnell, digital)
Hautmessfühler (Fixierung mit Klebepads)
Ohr-Thermometer (bei Neugeborenen unzuverlässig) 8. Was ist die thermische Neutralzone?
Was ist die Komforttemperatur?
Eine Umgebungstemperatur, bei der die Differenz zwischen Körperkern- und Peripherietemperatur 1,5 ± 0,5 °C beträgt, näher an der fetalen Temperatur (~38 °C).
Was bedeutet thermische Stabilität nach WHO?
Eine Körperkerntemperatur von 36,8-37,3 °C.
Wie hoch sollte die Raumtemperatur im Erstversorgungsraum sein?
Sie sollte über 26 °C liegen.
Welche Maßnahme zur Temperaturkontrolle muss in jedem Raum getroffen werden?
Jeder Raum muss mit einem Zimmerthermometer ausgestattet sein.
Wie oft sollte die Raumtemperatur dokumentiert werden?
Mindestens einmal pro Schicht.
Welche Wärmegeräte stehen zur Verfügung?
Wärmestrahler
Wärmebett
Offene Pflegeeinheit
Inkubator (Pflege- und Intensivinkubator, heute immer mit Doppelwand)
Welche Faktoren beeinflussen den kindlichen Wärmeverlust im Inkubator?
Art und Weise der Luftkonvektion
Luftfeuchtigkeit
Oberflächentemperatur der Haubeninnenseite
Temperatur-Gradient zwischen Haube und der kältesten Umgebungsfläche
Welche Gefahr kann durch Sonneneinstrahlung beim Inkubator entstehen?
Sie kann den Wärmeverlust stark verringern und zu einer Übertemperatur führen.
Warum ist die Wärmeverteilung im Inkubator homogener als in der offenen Pflegeeinheit?
Weil die Temperatur gleichmäßiger geregelt wird und das Kind weniger Konvektionsverlusten ausgesetzt ist.
Wie kann der insensible Wasserverlust im Inkubator reduziert werden?
Durch eine hohe Luftfeuchte (80–95 %) in den ersten Lebenstagen sowie das Einhüllen des Kindes mit enganliegender Plastikfolie.
Welche Risiken birgt eine hohe Luftfeuchte im Inkubator?
Kondensation kann einen Risikofaktor für mikrobielle Besiedlung darstellen.
Vermeidung von akustischen Stressfaktoren bei Neugeborenene
Ruhige, angenehme Umgebungen schaffen (z.B. leise Musik oder weißes Rauschen).
Verwendung von Ohrenschutz in sehr lauten Umgebungen.
Stressige Geräuschquellen (z.B. laute Maschinen) vermeiden.
Einhaltung regelmäßiger Ruhezeiten ohne ständige akustische Reize.
Mechanische Stressfaktoren bei Neugeborenen
Unbequeme Positionen, die zu körperlichem Stress oder Schmerzen führen können.
Übermäßige Bewegung oder falsches Handling, das zu Verletzungen führen kann.
Zu enge oder zu lockere Kleidung, die die Haut irritiert oder Druck verursacht.
Vermeidung von mechanischen Stressfaktoren bei Neugeborenen
Sanftes Handling des Neugeborenen, um plötzliche Bewegungen oder Stress zu vermeiden.
Sicherstellen, dass das Neugeborene in einer komfortablen, natürlichen Position liegt (z.B. in Rückenlage).
Verwendung von bequemer, atmungsaktiver Kleidung, die die Haut des Babys schont.
Regelmäßige Pausen im Tragetuch oder Kinderwagen, um eine Überlastung zu verhindern.
Definition Radiation
Strahlung ist der Wärmeübertragungsprozess, bei dem Wärme in Form von elektromagnetischen Wellen (hauptsächlich Infrarotstrahlung) übertragen wird, ohne dass ein Medium benötigt wird.
Verminderung oder Vermeindung Radiation
Isoliermaterialien mit geringer Absorption von Infrarotstrahlung verwenden.
Oberflächenbehandlungen wie Beschichtungen, die die Strahlungsabsorption minimieren.
Kühlen durch die Verwendung von wärmereflektierenden Oberflächen, um Wärmeabstrahlung zu verringern.
Definition Evaporation
Evaporation ist der Prozess, bei dem Flüssigkeit durch Verdampfung Wärme abgibt. Dieser Prozess ist insbesondere in offenen Systemen relevant, in denen Flüssigkeiten verdampfen.
Vermeidung und Verminderung von Evaporation
Verringerung der Verdunstungsrate durch den Einsatz von Dichtungen und Schutzabdeckungen.
Einsatz von Wärmetauschern, um die Verdunstungstemperatur zu kontrollieren und den Wärmeverlust zu reduzieren.
Optische Stressfaktoren bei Neugeborenen
Zu grelles oder flimmerndes Licht.
Starke Kontraste, die die visuelle Wahrnehmung überfordern.
Direkte Sonneneinstrahlung auf die Augen.
Vermeidung und Verminderung von optischen Stressfaktoren von Minderjährigen
Sanftes, indirektes Licht verwenden (z.B. gedimmte Lampen).
Verwendung von Vorhängen oder Rollos, um direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
Vermeidung von flimmernden Lichtern und starker Beleuchtung, besonders in den ersten Wochen.
kustische Stressfaktoren bei Neugeborenen
Laute Geräusche, die die empfindlichen Ohren des Neugeborenen schädigen oder stressen können.
Ständiger Lärmpegel (z.B. in Krankenhäusern, belebten Umgebungen).
Unerwartete, plötzliche Geräusche, die Angst auslösen können.
Verminderung und Vermeidung von Konduktion
Verwendung von isolierenden Materialien, um den Wärmefluss zu reduzieren.
Konstruktion von Bauteilen mit geringer Wärmeleitfähigkeit, wie z.B. Keramiken oder isolierten Verbundmaterialien.
Definition Konvektion
Konvektion ist der Wärmeübertragungsprozess, bei dem Wärme durch die Bewegung von Flüssigkeiten oder Gasen transportiert wird. Dies kann sowohl durch natürliche als auch erzwungene Strömungen geschehen.
Verminderung und Vermeidung von Konvektion
Verbesserung der Luftzirkulation zur Förderung der Wärmeableitung.
Einsatz von Ventilatoren oder Kühlsystemen, um die Wärmeabgabe zu beschleunigen.
Verwendung von flüssigen Kühlmitteln zur besseren Wärmeübertragung in technischen Systemen.
Wie wird die Temperatur im Inkubator geregelt?
m Inkubator wird die Temperatur entweder durch die Hauttemperatur oder die Lufttemperatur gesteuert. Die Steuerung anhand der Lufttemperatur kann zu einem Temperaturunterschied von bis zu 2 °C führen.
Was sind die Ursachen für Hyperthermie bei Neugeborenen?
Hyperthermie kann exogen durch zu hohe Wärmezufuhr (z. B. Inkubatortemperatur, überhitzte Atemgase, Wärmestrahler) oder endogen durch Erkrankungen wie Sepsis und Meningitis verursacht werden.
as sind die empfohlenen Temperaturen im Inkubator für Frühgeborene?
Die Inkubatortemperatur sollte in der ersten Lebenswoche je nach Gestationsalter und Körpergewicht eingestellt werden, wobei für sehr kleine Frühgeborene Temperaturen bis zu 39 °C notwendig sein können.
Definition Konduktion
Konduktion ist der Wärmeübertragungsprozess durch direkten Kontakt zwischen Molekülen. Wärme fließt von einem heißen zu einem kühleren Bereich durch das Material.
Was ist die Definition von Hypothermie bei Neugeborenen?
Hypothermie bei Neugeborenen wird definiert als eine Rektaltemperatur von weniger als 36,0 °C.
Was sind die Ursachen für Hypothermie bei Neugeborenen?
Hypothermie kann exogen durch Kältebelastung (z. B. kalte Umgebung, nasse Haut) oder endogen durch Hypoxie, Sepsis, Schock oder Hirnblutung verursacht werden.
Was sind die Folgen von Hypothermie bei Neugeborenen?
Folgen von Hypothermie können erhöhte Mortalität, metabolische Azidose, Hypoglykämie, erhöhter Sauerstoffverbrauch, Atemstörungen, Bradykardie und andere Komplikationen wie PPHN und Gerinnungsstörungen sein.
Was sind die besonderen thermoregulatorischen Herausforderungen bei sehr unreifen Frühgeborenen?
Bei sehr unreifen Frühgeborenen gibt es folgende thermoregulatorische Herausforderungen:
ungünstiges Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpervolumen,
kurzer Abstand zwischen Körperkern und Körperoberfläche,
fehlender Flexorentonus der Extremitäten,
wenig bis kein subkutanes Fettgewebe,
unzureichende Menge an braunem Fettgewebe ab 25–26 Wochen,
unreife Haut, die zu hohem transepidermalen Wasserverlust führt.
Wie erfolgt die Thermoregulation bei Neugeborenen?
Die Thermoregulation bei Neugeborenen erfolgt durch Veränderungen des Gefäßtonus in der Körperperipherie. Schweißproduktion ist praktisch nicht vorhanden.
Ein reifes Neugeborenes produziert Wärme hauptsächlich durch Lipolyse von braunem Fettgewebe.
Welche Faktoren beeinflussen den inneren Wärmestrom und den Wärmeverlust des Körpers?
Antwort:
Der innere Wärmestrom und der Wärmeverlust hängen ab von:
dem Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpermasse,
dem Abstand zwischen Körperkern und Körperoberfläche,
dem Blutfluss zur Körperoberfläche,
dem subkutanen Fettgewebe,
der Hautreife,
der Haltung des Körpers (z. B. Bauchlage).
Was ist die Hauptursache für den Wärmeverlust bei Neugeborenen?
Die Hauptursache für den Wärmeverlust bei Neugeborenen ist die Strahlung (Abstrahlung der wärmeren Haut zu kälteren Oberflächen).
Welche Faktoren verursachen den äußeren Wärmestrom (Wärmeverlust von der Körperoberfläche)?
Der äußere Wärmestrom wird durch folgende Faktoren verursacht:
Strahlung (Abstrahlung),
Konvektion (Zugluft),
Konduktion (Wärmeleitung),
Verdunstung (z. B. bei nassem Kind).
Komplikation aus dem Kreislauf der Pathophysiologie des Atemnotsyndroms
Pulomonale Hypoperfsion
Konsequenz aus der pulmonale Hypoperfusion
Mechanische Läsion der alveolokapillären Menbarn , inflmmatorische Reaktion
Konsequenz aus Mechanische Läsion der alveokapillären Menbaran , nflammatorische Reaktion
Bildung hyaliner Membranen und reduzierte Surfactant Synthese
-Symptome des Atemnotsyndrom beim Frühgeborenen
• Apnoe
• Einziehungen (subkostal, interkostal, jugulär)
• Stöhnen, Knorksen
• Tachypnoe
• Nasenflügeln
• Marmoriertes, blassgraues bis zyanotisches HK
• Hypotoner Muskeltonus
Wichtige Faktoren der Atembeobachtung beim Atemnotsyndrom
Atemfrequenz
Tachypnoe
Apnoe
Atemgeräusche
Stöhnen
Sputum
Ggf. Speichelfluss, Blasenbildung vor dem Mund
Atemrhytmus
Tachypnoe mit Apnoen > 20 Sek Achtung: Periodische Atmung bei FG/NG normal
Atemqualität
Einziehungen
Schaukelatmung
blass-graues HK
Nasenflügeln
Faktoren Bildung von Surcatant währen der Schwangerschaft
Bildung ab der 24. Schwangerschaftswoche; bis zur 34. Woche besteht ein mehr oder weniger stark ausgeprägter Surfactant-Mangel
Maßnahme bei Surfacantmangel nach der Geburtt
Bei Surfactant-Mangel: endotracheale Gabe von aus tierischem Material gewonnenem Surfactant
Maßnahme zum präpartalen Lungenausgelich
Präpartal (bei drohender FG) können Glukokortikoide (v.a. Betamethason) verabreicht werden, um die Surfactantbildung zu stimulieren
Grundsätzlicher Schritt in der Pathophysiologie des Atemnotsyndroms
Terminal sakkuläre Lunge, erhöhte Permeabilität der alveolokapillären Membran, immaturer Typ-II-Pneumozyt und genetische Risikofaktoren
Konsequenz aus der Situation “Terminal sakkuläre Lunge, erhöhte Permeabilität der alveolokapillären Membran, immaturer Typ-II-Pneumozyt und genetische Risikofaktoren”
Primärer pulmonaler Surfactant-Mangel, Surfactant-Inaktivierung durch Plasmaproteine u.a.
Konsequenz aus Primärer pulmonaler Surfactant-Mangel, Surfactant-Inaktivierung durch Plasmaproteine u.a. in der Pathophysiologische des Atemnotsyndroms
Atelekatasen
CPP; maschinelle Beatmung physikalisches Lungetrauma
Konsequenz Atelektasen in der Pathophysiologie des Atemnotsyndroms
Hypoxie und pulmonale Vasokonstriktion
Entwicklung der 3. Sakkuläre Phase (ca. 26. SSW bis Geburt)
Blutkapillaren vermehren sich und bilden gemeinsame Basalmembran mit dem Lungenepithel Surfactant in 34 SSW vollständig ausgebildet
Vierte Phase der Lungenentwicklung
4. Alveoläre Phase (letzte SSW bis 8. Lebensjahr)
Entwicklung während der 4. Alveoläre Phase (letzte SSW bis 8. Lebensjahr)
Alveolen mit dünnwandigen Septen reifen aus Wachstum der gesamten Lunge
Aufgabe Surfactant
setzt die Oberflächenspannung der Alveolen herunter, reduziert somit die Atemarbeit und macht eine normale Atmung erst möglich!
Entwicklung währen der 1. Pseudoglanduläre Phase (ca. 6.–16. SSW)
Makroskopische Entwicklung: Lunge teilt sich in seine einzelne anatomische Bestandteile Die bronchoepithelialen Zellen beginnen mit der Produktion von Amionflüssigkeit
Zweite Phase in der Lungenbildung
2. Kanalikuläre Phase (ca. 16.–26. SSW )
Entwicklung während der 2. Kanalikuläre Phase (ca. 16.–26. SSW )
Pneumozyten Typ I und Typ II beginnen sich zu differenzieren Bildung von Surfactant beginnt erst in der 24. SSW
Dritte der Phase der Lungenentwicklungen
3. Sakkuläre Phase (ca. 26. SSW bis Geburt)
Definition Minimalhandling
Minimalhandling bezeichnet ein pflegerisches Konzept, bei dem Eingriffe und Manipulationen am Patienten auf das notwendige Minimum reduziert werden. Ziel ist es, Stress, Schmerzen und unnötige Belastungen für den Patienten zu vermeiden, insbesondere bei vulnerablen oder kritisch kranken Menschen. Dies fördert die Schonung von Ressourcen des Patienten und unterstützt eine optimale Genesung.
Ursachen Atemnotsyndrom beim Frühgeborenen
• Unreife des Atemzentrums
• Unreife des Lungengewebes & Surfactantmangel
• Infektionen
• Krampfanfall
• Stoffwechselstörungen
• Fehlbildungen der Atemwege
• Hypothermie
• Azidose
• Anämie
1 Phase Lungenentwicklung
1. Pseudoglanduläre Phase (ca. 6.–16. SSW)
Unterscheidungen Frühgeborenen-Sepsis
• Late-onset Sepsis
• Early-onset Sepsis
• Nosokomiale Infektion
Respiratorische Symptome bei einer Neugeborenen Sepsis
• Hypoxie
• O2-Bedarf, Symptome RDS
Kreislaufsymptome bei einer Neugeborenen Sepsis
• Zentralisierung (blass-marmorierte & kühle Extremitäten oder allg. blass-graues-marmoriertes HK)
• Rekap.-Zeit >2Sek
• Arterielle Hypotonie mit MAD < SSW
Neurologische Symptome bei einer Neugeborenen Sepsis
• Hypotonie
• Lethargie
• Hyperexzitabilität
• Schrilles Schreien
Intestitatiale Symptome bei einer Neugeborenen-Sepsis
• Trinkschwäche
• Nahrungsunverträglichkeit
Diagnostik bei einer Neugeborenen-Sepsis
• Laborchemischer Keimnachweis + Bestimmung der Entzündungswerte im Blut
Bei Symptombeginn und vor Antibiotikagabe!
• Verlaufskontrollen
• Gewinnung weiterer Materialien zum Keimnachweis
Rachenabstriche
Trachealsekret
Placentaabstrich, ggf. weiter Diagnostik bei Mutter
Abstrich oder einsenden von potentiellem Keimherd z.B. Katheterspitze ZVK; Bläschen/Pusteln auf der Haut; Sekret am Nabel; …
• Weitere Diagnostische Maßnahmen (Sono, Röntgen, etc.) • Lumbalpunktion bei CRP >3mg/dl
->Pflegerische Maßnahmen: Assistenz oder selbständiges Gewinnen von Diagnostischen Material
Therapie einer Neugeborenen Sepsis
• Antibiotische Therapie
-> Dauer und Art richtet sich nach Keimart ,schwere der Sepsis und Wirksamkeit der Therapie
• Therapeutische Maßnahmen zur weiteren Symptombehandlung (z.B. Atemunterstützung, etc.)
Pflegerische Maßnahmen Neugeborenensepsis
• Zentral ist die Patientenbeobachtung
• Wirksamkeit der Therapie
• Verschlechterung der Zustandes
• Mitbeteiligung weiterer Organe
• Symptomorientiere Maßnahmen ergreifen
-> Bsp.: Atemunterstützung, Ernährung, Temperaturerhalt… • Minimal-Handling
• Stressreduktion
• Förderung der Eltern-Kind-Bindung
• Verabreichen der Medikamente/ Überwachung der Infusionstherapie
Gründe für erhöhte Sepsisverscheinlichkeit bei Frühgeborenen
Schwaches Immunsystmen
Mangel an Immunglobulinen
Vulnerable dünne Haut
Eintrittpforten über invasive Zugänge
Nosokomoniale Infektionen
Arten der Übertragung bei Infektionen
Tröpfcheninfektion
Infektion über Vektoren
Infektion über Nadeln
Fäkal-orale Infektion
Kontaktinfektion
Vertikale Infektion
Eintrittspforten für Erreger in der Neontalgie
Augenbindehaut
Mund- und Nasenschleimhaut
Untere Atemwege
Blutbahn
Hautverletzung
Magen-Darm-Trakt
Genitalschleimhaut
exogene Risikofaktoren für eine Sepsis in der Neontolagie
• Intravaskuläre Katheter (NVK, PVK, NAK, PAK)
• Parenterale + enterale Ernährung
• Maschinelle Beatmung
• Harnableitende Verweilkatheter
• Magensonde
• VP Shunt; Liquor-Reservoir
• Einsatz von best. Med.
z.B. Dexamethason bei BPD
• Personal und Eltern als Überträger von Infektionen
• Inkubatoren
• Bauliche/ strukturelle Gegebenheiten (räumliche Trennung, Wasserqualität,…)
Definition BSN
• für Neugeborene und nicht-intubierte Frühgeborene
• er ist ab der 25. SSW bis zu vier Wochen nach dem errechneten Geburtstermin einsetzbar und berücksichtigt sowohl physiologische, als auch verhaltensspezifische Parameter.
Abk BSN
Berner Schmerz Score
Beobachtbares Verhalten Schmerzen bei Kindern
- Veränderung von Mimik,
- Gestik,
- Körperhaltung,
- reflektorische Bewegungen,
- Schonhaltungen,
- typischer Gesichtsausdruck
Faktoren Physiologische Veränderungen Schmerzen
- Herzfrequenz,
- Atmung,
- Blutdruck,
- Muskeltonus,
- Schwitzen an den Handflächen
Faktoren Schmerzerfassung
• Veränderungen hormoneller und biochemischer Werte (z.B. Adreanalin, Kortison, Insulin, Laktat und BZ).
-> Diese Werte können allerdings nur im Rahmen von Studien erhoben werden, für die Schmerzerfassung im Alltag ist ihre Bestimmung zu aufwendig und langwierig.
• Zur Schmerzeinschätzung müssen die folgenden Punkte beobachtet und dokumentiert, sowie dem Arzt mitgeteilt werden:
• Hat das Kind Schmerzen?
• Seit wann hat das Kind Schmerzen?
• Wo hat das Kind Schmerzen?
• Wie stark sind die Schmerzen?
• Welche Qualität haben die Schmerzen?
• Wann treten die Schmerzen auf?
• Was verursacht oder verstärkt die Schmerzen?
• Welche Auswirkungen haben die Schmerzen?
• Was lindert die Schmerzen?
Faktoren NIPS
• liegt in einer übersetzten, aber noch nicht getesteten Version vor • für akute, prozedurale und prolongierte Schmerzen • 5 Kriterien (Gesichtsausdruck, weinen, Atmung, Arme, Beine und Bewusstseinszustand) werden überprüft • gibt Auskunft über die Schmerzintensität
Abk NIPS
Neonatal Infant Pain Score
Diagnostik NEC
• Laborchemisch
• Stuhldiagnostik
• Mikrobiologie
Blut
Muttermilch
• Bildgebung
• Sonographie
• Röntgen
Konservative Therapie NEC
• Stadium I u. IIa
• Nahrungskarenz
• Magenablaufsonde
• Parenterale Ernährung
• Analgesie
• Ausgleich von Elyt- und Zuckerentgleisungen
• Kreislaufunterstützung
• Frühzeitige Intubation; non-invasive Beatmung vermeiden
freie Luft im Abd.
Chirurgische Therapie NEC
• ab Stadium IIb
• Regelmäßige Überprüfung der OP-Indikation
• Absolute und relative Indikation
• (Teil)resektion der betroffenen Darmabschnitte
• Anlegen doppelläufiges Stoma (oraler und aboraler Schenkel)
• Folge: ggf. Kurzdarmsyndrom
• Rückverlegung der Stomata im späteren Verlauf
Pflegerische Maßnahmen NEC
• Genaue Beobachtung, + Dokumentation und Weitergabe (Pflege u. Arzt)
• Schmerzassessment
• Minimal Handling
• Bauchdeckenentlastende Lagerung
• Keine rektale Temp.-Messung, Bauchmassage, Anspülen etc.
• Assistenz bei Diagnostik und Therapie ->Bündelung/ Organisation von Pflegerisch und ärztl. Tätigkeiten • Selbstständiges Durchführen von diagnostischen und Therapeutischen Maßnahmen
• Elternbegleitung/ -beratun
• Prä- und postoperative Pflege
• Schmerzmanagement!
• Stomapflege
• Minimal-Handling
• Weiterhin genaue Beobachtung des Kindes
NEC
Sekundärinfektionen/ Sepsis
• Nach Stabilisierung ggf. Anspülen des Stomas, Stuhlrückführen, etc. n. ärztl. Anordnung
Beobachtungskriterien NEC
• Abdomen
• Erbrechen
• Magenrest
• Stuhlgang
• Hautkolorit
• Allgemeinzustand
• Vitalzeichen
• Weitere Auffälligkeiten
Aufgaben in der Diagnostik und Therapie NEC
• Verabreichen von angeordneter Medikation
Analgesie
Antibiotika
!• BGA Kontrollen
• Atemunterstützung Überwachen
Faktoren enteraler Kostaufbau NEC
• Wenn Abd. klinisch unauffällig
+ laborchemisch Parameter rückläufig
• Kleine Mengen, langsam steigern
• Ggf. anfänglich Elektrolytlösung , dann langsames Einführen von Milch
• Weiterhin engmaschige Beobachtung des Kindes
• AZ
• Magenrest & Erbrechen
Faktoren subjektives Schmerzwahrnehmen
- stöhnen,
- jammern,
- weinen,
- schreien,
- Schmerzbeschreibung der betroffenen Menschen
Radiologische Zeichen fortgeschrittene NEC mit perorierten Darm
normal
geringe Dilatation
geringradiger Ileus
Pneumatosis interstitalis
mäßig bis hochgradiger Ileus mit dilatirerten, stehenden Darmschlingen
Pneumatosis V. porta
definitive Aszitis
Pneumoperitoneum
Abkürzung DIC
(Disseminierte intravasale Koagulopathie):
Definition DIC ((Disseminierte intravasale Koagulopathie)
Eine schwerwiegende Störung der Blutgerinnung, bei der es gleichzeitig zu einer übermäßigen Bildung von Blutgerinnseln in den Gefäßen und einem erhöhten Verbrauch von Gerinnungsfaktoren kommt, was sowohl Thrombosen als auch Blutungen verursacht.
Definition respiratorische Azidose
Eine Übersäuerung des Blutes, die durch eine verminderte Abatmung von Kohlendioxid (CO₂) in der Lunge entsteht, was zu einem Anstieg von CO₂ und einer Absenkung des pH-Werts führt.
Definition metabolische Azidose
Eine Übersäuerung des Blutes, die durch eine vermehrte Produktion oder unzureichende Ausscheidung von sauren Stoffwechselprodukten oder durch einen Verlust von Bicarbonat entsteht, was den pH-Wert des Blutes senkt.
GI-Zeichen Verdachtsdiagnoe NEC (Ia)
Magenreste
Erbrechen
okkulte rektale BLutung
geringradige abdominelle Distension
GI-Zeichen Verdachtsdiagnoese NEC (Ib)
blutige Stühle
GI-Zeichen Definitive NEC wenige Erkrankung (IIa)
fehlende Peristaltik
eindeutige abdominelle Schmerzen
GI-Zeichen Definitive NEC (IIb)
evtl geringradiges Erythem der Bauchwand
evtl Resistenz des Unterbauchs
Gi-Zeichen schwere NEC mit intakten Darm und perforierten Darm
hochradige Distension und Verfärbung
Resistenz des Unterbauchs
generalisierte Peritonitis
Definirion Distension
Die Dehnung oder Ausweitung eines Organs, Gewebes oder einer Körperhöhle durch Ansammlung von Gasen, Flüssigkeiten oder anderen Substanzen, die zu einer sichtbaren oder fühlbaren Vergrößerung führt.
Verdachtsdiagnose NEC (I a+b) Radiologische Zeichen
Radiologische Zeichen Definitive NEC (IIa)
Radiologische Zeichen Definitive NEC (IIb)
evtl Aszitis
Radiologische Zeichen Fortgeschrittene NEC mit intaktem Darm (IIIa)
Radi
Einteilung NEC
1 a + b: Verdachtsdiagnose
2a + b: Definive NEC
3a + b: Fortgeschritte NEC
Systemische Anzeichen Verdachtsdiagnose + Definitive NEC (Ia + b) mit einer schwachen Erkrankung (II a )
Temperaturinstabilität
Bradykardien
Lethargien
Klinische Anzeichen Definitive NEC (mäßig krank)
Lethargie
milde metabolische Azidose
mäßige Thrombozytonie
klinische Anzeichen schwere Krankheitsverlauf NEC mit intaktem und perforierten Darm
Temperaturinstablitöt
metabolische und respiratorische Azidose
Neutropenie
Sepsis mit Hypotension
DIC
Thrombozytopenie
Definition Thrombozytopenie
Eine verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozyten) im Blut, was zu einer erhöhten Blutungsneigung und Verzögerung der Blutstillung führen kann.
Definition Neuropenie
Ein reduzierter Gehalt an neutrophilen Granulozyten (eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen) im Blut, was das Immunsystem schwächt und die Anfälligkeit für Infektionen
Faktoren Michbewegungen
Sie werden durch lokale Dehnung der Dünndarmwand ausgelöst.
Rhythmische Einschnürungen der Ringmuskulatur, sowie Pendelbewegungen der Längsmuskulatur bewirken diese Mischbewegungen.
Faktoren PERISTALTISCHE WELLEN
Dienen der Fortbewegung des Chymus in Richtung Dickdarm.
Im verdauungsfreien Intervall läuft ca. alle 1,5-2 Stunden eine starke peristaltische Welle über Magen und Dünndarm. = myoelektrischer Motorkomplex (MMC)
Abk NEC
Nekrotisierende Enterokolitis
Definition NEC
mit Gewebsuntergang einhergehende Entzündung des Dünn- und Dickdarms
Akute fulminante Entzündungsreaktion mit durchgreifender Nekrose der Darmwand
Ausbreitung NEC
Kontinuierlich vs. Disseminiertes Auftreten im gesamten Gastrointestinaltrakt
Letalität NEC
15 - 30 Prozent
Gefährdete Gruppen NEC
Auftreten bei FG <1500g, SGA, reifen Früh- und Neugeborene mit verminderter Darmperfusion
Faktoren der NEC-Prophylaxe
• Steigendes Gestationsalter
• RDS-Prophylaxe
• Ernährung mit Muttermilch
• Früher enteraler Kostaufbau
• Therapie mit Probiotikum (Infloran) nach jeder Antibiose
• Medikamentenmanagement
• Erstes Absetzen von Mekonium < 24h, ggf. Anspülen
• Ausreichende Volumensubstitution zur Vermeidung einer Eindickung des Mekoniums
Symptome NEC
• Unspezifische Sepsis-Symptome mi AZ-Reduktion (Temp.-Instabilität, blassgraues HK, Apnoen, Bradykardien)
• Plötzlich auftretende abdominelle Symptome
Verschlechterung der Nahrungsverträglichkeit (Magenrest, Spucken, Trinkunlust)
Erbrechen • Hämatochezie (Frischblutauflagerung im Stuhl)
Ausladendes Abdomen, ggf. Abwehrspannung
Zunahme von Venenzeichnung
Verfärbung des Abdomens
Darmschlingen • Ileuszeichen mit fehlender Peristaltik
Faktoren Mukosa
Abnahme der Dünndarmfaltung zum Ende des Ileums
Zunahme der Becherzellen auf Kosten der Enterozyten
Lymphatisches Gewebe in Form von Lymphfollikeln
Peyer-Plaques
Definition Peyer-Plaques
Knötchenförmige Lymphozytenhaufen Abwehr von eingedrungenen Krankheitserregern
Definition Submukosa
ist eine bindegewebige Verschiebeschicht
sie trennt die Schleimhaut von der Muskelschicht
hier liegt ein Teil des Dünndarm-Nervensystems, der Plexus submucosus
Faktoren Muskularis
sie besteht aus glatter Muskulatur und ist in Form:
1. einer inneren Ring-
2. einer äußeren Längsmuskelschicht angeordnet.
dazwischen liegt ein weiteres Geflecht von Nervenzellen, und als Plexus myentericus bezeichnet wird
Faktoren Serosa
sie ist das Peritoneum viscerale und überzieht den Dünndarm fast vollständig
am Mesenterialansatz geht sie auf das Mesenterium über und setzt sich als parietales Blatt des Bauchfells fort
Jejunum und Ileum liegen somit intraperitonea
Arten von Dünndarmbewegungen
1. Eigenbeweglichkeit der Zotten
2. Mischbewegungen
3. Peristaltische Wellen
4. myoelektrischer Motorkomplex (MMC)
Wirkungen der Dünndarmbewegugen
Durchmischung des Speisebreis mit Nahrungssäften
Transport durch Dünndarm in 6-10 Stunden
Autonomie der Darmbewegungen, d.h. ohne äußere Innervation
Einflüsse von Parasympathikus und Sympathikus
Faktoren Eigenbeweglichkeit der Zotten
Diese werden von der Eigenmuskelschicht des Mukosa gesteuert.
Es soll ein Kontakt zwischen dem Chymus und des Epithels erzielt werden.
Definition Krypten
etwas kürzere Einstülpungen auf den Falten; sie bilden die Lieberkühn-Drüsen
Definition Mikrovili
die Enterozyten tragen an der lumenständigen Seite dicht beieinanderstehende Fortsätze des Zytoplasmas
Weitere Zellarten im Dünndrm
1. Schleim bildende Becherzellen
2. Bürstenzellen
3. Paneth-Zellen
4. Enteroendokrine Zellen 5. Regenerationszellen
Definition Brunner-Drüsen
befinden sich ausschließlich im Duodenum
Sie liegen meist tief in der Mukosa und haben folgende Funktion:
→ sie sezernieren ein alkalisches Sekret, welches den Dünndarm vor dem sauren Speisebrei des Magens schützen soll
Wandschichten des Dünndarms
1. Die Mukosa
2. Die Submukosa
3. Die Muskularis
4. Die Serosa
Faktoren Aufbau der Mukosa
Die Schleimhaut des Dünndarms ist so aufgebaut, dass eine starke Vergrößerung der resorbierenden Fläche erreicht wird.
Diese Oberflächenvergrößerung entsteht durch:
1.Kerckring-Falten
2.Zotten
3.Krypten
4.Mikrovilli
→ dadurch wird eine Vergrößerung der Mukosa auf 200 qm erreicht
Definition Kerkringfalten
hohe ringförmig verlaufende Falten der Schleimhaut
Definiition Zotten
finger- bis fadenförmige, ungefähr 1 mm hohe Ausstülpungen auf den Falten
Aufteilung des Dünndarms
Duodenum
Jejenum
Ileum
Länge und Form des Duodenum
ist ca. 25 cm lang und hat die Form eines C
Lage des Duodenums
es liegt retroperitoneal
Name des Einflussesgnges des Pankreassekretes
Papilla Vateri
Vatersche Papille (lat.)
Verbindung von Jejenum und Ileum zur Magenwand
Jejunum und Ileum hängen in ihrer ganzen Länge an einem fettreichen, bindegewebigen Aufhängeband, dem Mesenterium.
Das Mesenterium ist an der hinteren Bauchwand entlang in einer Linie befestigt, die von der Flexura duodenojejunalis schräg nach rechts abwärts bis zur Mündung des Dünndarms in den Dickdarm reicht. Diese Befestigungslinie heißt Radix mesenterii und ist etwa 16 cm lang.
Länge Caecum
• Er stellt den weitesten, aber mit nur 6-8 cm Länge auch den kürzesten Dickdarmabschnitt dar.
Definition Übergang Ileum & Caecum
• An der Einmündungsstelle entstehen zwei Schleimhautfalten, die als Ileozäkalklappe bezeichnet werden.
Definiton Appendix vermiformix
• Am unteren Ende des Blinddarms hängt als wurmförmiges Anhangsgebilde der Wurmfortsatz (Appendix vermiformis).
• Seine Schleimhaut ist ähnlich aufgebaut wie die des Dickdarms, in die Wand sind jedoch zahlreiche Lymphfollikel eingelagert, die insbesondere im Kindesalter der Infektabwehr dienen.
Ausmaße des Appendix vermiforis
• Die Länge des etwa 1 cm dicken Wurmfortsatzes variiert erheblich, durchschnittlich ist er etwa 10 cm lang.
Definition Fleuxra Coli dextra
• Hier macht es eine scharfe Biegung (Flexura coli dextra) und verläuft dann als Colon transversum zum linken Oberbauch in die Nähe der Milz.
Definition Flexura Coli sinistra
Hier macht das Colon wieder einen scharfen Knick (Flexura coli sinistra) und verläuft als Colon descendens an der seitlichen Bauchwand abwärts.
Dünndarm (lat.)
Intestinum tenue
Länge Dünndarm
Er ist etwa drei bis vier Meter lang.
Durchmesser Dünndarm
Er hat einen Durchmesser von ca. 2,5 cm.
Aufgaben des Dünndarms
Hauptaufgabe ist, den in Mund und Magen vorverdauten Speisebrei zu Ende zu verdauen.
Hier werden Nährstoffe resorbiert.
Im Laufe eines Tages werden ungefähr 10 Liter Verdauungssäfte gebildet und im Dünndarm größtenteils wieder über das Epithel der Schleimhaut zurück ins Blut resorbiert.
Aufsteigender Grimmdarm (lat.)
Colon ascendens
querverlaufender Grimmdarm (lat.)
Colon transversum
absteigender Grimmdarm (lat.)
Colon decendes
Colon s-förmiger Grimmdarm; kurz Sigma oder Sigmoid
Colon sigmoideum
Funktion des Dickdarms
• Da Verdauung und Resorption der Nährstoffe im Dünndarm bereits abgeschlossen sind, muss der Dickdarm vor allem noch Wasser und Elektrolyte rückresorbieren
• Hierdurch wird der Darminhalt auf eine Ausscheidungsmenge von etwa 150-200 ml pro Tag eingedickt und nach Speicherung im Rektum als halbfester Stuhl schließlich über den After ausgeschieden.
• Der Dickdarm ist im Unterschied zum Dünndarm reichlich mit Bakterien besiedelt, die alle für den Menschen unverdauliche Nahrungsreste durch Gärungs- und Fäulnisvorgänge weiter abbauen.
Wandschichten des Dickdarms
3. Die Muskularis 4. Die Serosa
Besonderheiten des Dickdarmwandbaus
• An der Dickdarmschleimhaut findet man keine Zotten mehr, sondern ausschließlich besonders tiefe Einstülpungen, die Dickdarmkrypten.
• Das einschichtige Kryptenepithel besteht vorwiegend aus schleimbildenden Becherzellen, deren Schleim die Dickdarmschleimhaut gegenüber dem sich zunehmend verfestigenden Stuhl gleitfähig hält.
• An den Kryptenübergängen finden sich neben den Becherzellen zusätzlich resorbierende Epithelzellen, die zum Darmlumen hin einen Bürstensaum (Mikrovilli) besitzen.
• Hier erfolgt die Rückresorbtion von Wasser und Elektrolyten.
Definition Tänien
• Charakteristisch für den Dickdarm ist die äußere Längsmuskelschicht: – Sie verläuft nicht gleichmäßig um den ganzen Darm, sondern ist zu drei bandförmigen Streifen zusammengebündelt, den Tänien.
Defiition Haustren
• Durch Kontraktionen der Ringmuskelschicht entstehen im Abstand von einigen Zentimetern Einschnürungen, zwischen denen dann Haustren als Ausbuchtungen deutlich hervortreten.
• Die Haustren sind keine starren Gebilde, sondern verändern entsprechend der Ringmuskelkontraktionen ihre Form.
Definition Appendices epiploica.
• Über der gesamten Dickdarmoberfläche sind oft noch gelbe Anhängsel zu erkennen, die Appendices epiploica. Das sind kleine fettgefüllte Ausstülpungen der Dickdarmserosa.
Faktoren Bauchfellüberzug Colon
• Blindarm, Colon transversum und Sigma sind vollständig von Serosa überzogen und nur über ein dünnes Aufhängeband, das Mesokolon, elastisch mit der hinteren Bauchwand verbunden.
• Über dieses Mesokolon wird der Dickdarm mit Blut- und Lymphgefäßen, sowie Nerven versorgt. Diese Abschnitte liegen intraperitoneal und sind somit gut beweglich.
• Im Gegensatz dazu sind Colon ascendens und descendens nur an ihrer Vorderseite von Bauchfell überzogen und an ihrer Hinterseite fest mit der hinteren bzw. seitlichen Leibeswand verwachsen.
• Sie liegen somit retroperitoneal und sind im Bauchraum nicht beweglich.
Länge Dickdarm
1,5 m
Hauptunterteilung Dickdarm
1. der Blinddarm (Caecum) mit dem Wurmfortsatz (Appendix vermiformis)
2. das Kolon (Grimmdarm) mit seinen vier Abschnitten
Blinddarm (lat.)
Caecum
Grimmdarm (latein)
Colon
Wurmfortsatz (lat.)
Appendix vermiformix
Vier Bestandteile des Grimmdarms(Colons)
Colon assendes
Colon descendens
Schemata zur Einschätzung von Verbrennungen
9er-Regel nach Wallace
Handflächenregel
Schmema nach Lund und
Definition Thermische Verbrennung
Unter Verbrennung versteht man im Allgemeinen eine thermische Verletzungen durch Temperaturen, welche die Regulationsfähigkeit der Haut überfordern und zu Gewebeschädigungen führen. Dies kann durch heiße Flüssigkeiten (Verbrühung), Dämpfe oder Gase, heiße Stoffe oder Kontaktflächen, Flammeneinwirkung und Explosionen, starke Sonneneinstrahlung, elektrischen Strom oder Reibung entstehen. Auch chemische Noxen (Säuren oder Laugen) können ähnliche Schädigungen verursachen
Faktoren Flächenausdehnung von Verbrennungen und Verbrühungen
Reifezeichen Frühgeborene
Vernix caseosa
erst nicht vorhanden, dann bis 35 SSW zunehmend
Ausstattung der Rea-Einheit
vorgewärmte Reanimationseinheit (kontinuierliche Überprüfung der Temperatur von 37° C), vorgewärmte Unterlagen, Tücher
vorgewärmter Raum (Zugluft meiden)
Beatmungsgerät inkl. Schläuche (Füllung der O2- u. Druckluftflaschen) überprüfen
Beatmungsbeutel, O2-Schläuche u. Masken, Stethoskop
Intubationsmaterial (verschiedene Tubusgrößen, Magillzange, Fixierung, Laryngoskop etc.)
Notfallkoffer, Medikamente, Infusionen und Zubehör
Überprüfen des Absauggerätes u. der Absaugschläuche
Monitoring: Elektroden, EKG-Kabel, SättigungsSensor, RR-Manschette, Grenzparameter überprüfen
Apgar –Uhr
Handschuhe (steril / u. unsteril), Händedesinfektion
Magensonden, Pflaster, Verbandsmaterialien, Handtücher / Windeltücher
Pflegedokumentation
ggf. Erstabsaugung von Schleim, Fruchtwasser o. Blut
Vitalkontrolle (APGAR, pH-Analyse), Erstuntersuchung (U1)
ggf. Infusionen und Medikamentengabe überwachen
ggf. Infusion anlegen und Blutwerte-Kontrolle (BGA/BZ)
ggf. Unterstützung der Atmung (Sauerstoff-Gabe, Nasen-CPAP, Maskenbeatmung o. Intubation)
Reinigung des Kindes (Vernix caseosa belassen – Schutz vor Austrocknung)
Eltern-Kind-Beziehung (je nach Situation Kind zeigen, Kind auf Bauch legen)
Information und Beratung der Eltern
Dokumentation der Geburtsanamnese
Grundausstattung Intensivstation
mobile Intensivpflegeeinheit
Aufnahme- und Reanimationsplatz
Blutgasanalysegerät
fahrbares Röntgengerät
fahrbares Sonographiegerät
fahrbares EKG-Gerät
fahrbare OP-Leuchte
fahrbarer Wärmestrahler
Notfallwagen / Notfallkoffer
Wandschränke
Vorrichtungen für die Geräte Desinfektion
Laminar Airflow/Berner Box
Faktoren Transport von Frühgeborenen
Für den Transport gilt die Regel: „Sicherheit / Qualität vor Schnelligkeit“
Ruhiger, koordinierter und schonender Transport, ggf. Känguru-Transport
Transportteam i. d. R. bestehend aus einer Pflegeperson und einem Arzt pro Kind
vor Transport die Pflegenden der Intensivstation über Zustand des Kindes informieren (Anamnese, AZ, SSW, KG, evtl. Fehlbildungen etc.)
transportables Beatmungsgerät und Schläuche, Füllung der O2- u. Druckluftflaschen überprüfen
Beatmungsbeutel, O2-Schläuche u. Masken, transportables Absauggerät u. Absaugschläuche überprüfen
Intubationsmaterial, Stethoskop
Überprüfen der Inkubatortemperatur von 37°C
Transportabler Monitor: Elektroden, EKG- u. Sättigungs-Sensor, RR-Manschette, Grenzparameter überprüfen
Notfallkoffer, Medikamente, Infusionen
Stromkabel mit Adapter
Handschuhe (steril / unsteril), Händedesinfektion
Magensonden, Fixierung, Pflaster, Verbandsmaterialien
Schlüssel für Aufzug
Während des Transports:
Kind in einem Nestchen im Inkubator lagern
ggf. 1. Kontakt Eltern – Kind ermöglichen
Kontinuierliche Überwachung des Kindes - Transportprotokoll
Körpertemperatur überprüfen u. ggf. anpassen (Klarsichtfolie über Kopf u. Rumpf bei längeren Transporten)
Bei Infusionen: Einstichstelle u. Infusionsgeschwindigkeit überprüfen
Hygiene beachten, beim sterilen Absaugen stehen bleiben
Behandlungsgeräte auf der Intensivstation
Inkubatoren
Beatmungsgeräte mit Schläuchen und Befeuchtersystem
Absauggeräte
Beatmungsbeutel
Fototherapielampen
Aufbau eines Patientenplatzes
Bett ja nach Alter des Kindes
Beatmungsgerät mit komplettem System, dazu Aqua dest. zum anfeuchten der Atemluft
Sauerstoffinsuflation
Beatmungsbeutel mit passender Maske
Absauggerät mit der Größe des Kindes entsprechenden sterilen Absaugkathetern
NaCl 0,9%ig zum Anspülen beim Absaugvorgang
sterile Handschuhe
Stethoskop Monitor mit entsprechenden Sonden zur Überwachung des Kindes Perfusoren und Infusomaten in der benötigten Anzahl Händedesinfektionsmittel unsterile Handschuhe Pflegetablett Pflegekittel Dokumentation Der Patientenplatz sollte aus hygienischen Gründen in eine reine und eine unreine Seite unterteilt werden.
Aufteilung pädiatrische Intensivstation
Patientenräume: Intensivbehandlung (Beatmungsraum), Intensivüberwachung (frisch extubierte Patienten, Monitore), Frühgeborenenspezialpflege (Inkubatoren), Normalpflegeräume, Isolierraum für Infektionen
Personal- und Elternräume: Schleuse und Umkleideräume für Personal und Besucher, Ärztezimmer, Schwesternarbeitsraum, Bereitschaftszimmer, Schlafzimmer, Personalaufenthaltsraum Teeküche, Elternsprechzimmer, Stillzimmer, Elternschlafzimmer (Wohnheim), WC, Duschen
Technische Räume: Notfallabor, Geräteraum, Stellplätze für mobile Intensivpflegeeinheit, Röntgengerät, Infusionszubereitungsraum, Putzraum.
Berner Box
weibliche Genitalien
flache bis kleine innere Labien
später Labien größer
Reifezeichen Neugeborenen Finger- und Fußnägel
dünn u. fransig, erreichen nicht die Kuppen
Reifezeichen Frühgebrene:
Haut
Reifezeichen Frühgeborenes
Lanugobehaarung
sehr früh: keins, später zunehmend
Fußsohlen
wenige bis keine Furchen
Augen/Ohren
sehr unreife: Augen geschlossen
Ohrmuscheln: wenig geformt
Genitalien männlichen
flaches Skrotum
Hoden im Leistenberei
Tertiärprävention Frühgebrene
Medikamentöse Tokolyse zwischen 22+0 und 33 + 6 SSW mit dem Ziel, die Schwangerschaft um 48 Stunden zu verlängern für RDS-Prophylaxe und Verlegung in utero in ein perinatales Zentrum
Antenatale Steroidapplikation 2 x 12 mg Betamethason i.m. (RDSProphylaxe)
Ursachen bakterielle Vagionosen
Bakterielle Vaginosen sind Infektionen im Scheidenbereich, die durch anaerobe Bakterien ausgelöst werden. Hervorgerufen werden sie durch ein Ungleichgewicht der Scheidenflora. Die Laktobazillen, die für ein saures Scheidenmilieu sorgen, werden verdrängt. Typische Symptome sind:
• wässriger Ausfluss
• Juckreiz
• ein erhöhter pH Wert
• Brennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
• ein fischartiger Geruch
• Schmerzen im Unterbauch
• Die pathogenen Bakterien produzieren Proteasen, die die fetalen Membranen schwächen können und so zum Blasensprung führen können.
• Zudem metabolisieren diese Keime häufig Arachidonsäure zu Prostaglandinen und lösen auf diesem Weg vorzeitige Wehen aus.
• Zusätzlich können Bakterien bestimmte Toxine freisetzen, die entzündliche Prozesse in der Dezidua auslösen, was wiederum zu Wehentätigkeit führen kann.
Die Hälfte der betroffenen Frauen bleibt allerdings beschwerdefrei
Risikofaktoren Frühgeburt
• Zustand nach Frühgeburt
• bakterielle Vaginose
• Alter der Schwangeren über 35 oder unter 18
• Kokainabusus
• geringer Body Mass Index vor der Schwangerschaft
• geringe Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
• weniger als ein Jahr Abstand zwischen zwei Schwangerschaften
• niedriger sozioökonomische Stand mit geringer Schulbildung
• Stress
• schwere körperliche Belastung
Diagnostik bei drohender Frühgeburt
• Messung der Zervixlänge palpatorisch oder sonografisch (genauer)
• Spekulumeinstellung mit Direktpräparat, pH Wert, mikrobiologischer Kultur (Ursacheneingrenzung und ggf. resistenzgerechte Antibiotikatherapie)
• fFN Nachweis
• Anamneseerhebung/ Zyklusanamnese
• Vitalparameter
• CTG
• Klinische Zeichen, die auf einen Progesteronmangel hinweisen (fehlendes Gebärmutterwachstum, diastolischer RR über 70 mmHg, höherer Hämatokrit, aufgelockerte Zervix)
Folgen einer Frühgeburt für das Kind
• akute Atemstörungen
• Atemnotsyndrom
• Unreife der Thermoregulation
• Unreife des Magen-Darm-Trakts
• persistierender Ductus arteriosus (PDA)
• Hirnblutungen o. Sauerstoffmangel des Gehirns
• Hypoglykämie • Frühgeborenen-Sepsis
• Frühgeborenenanämie
• Hyperbilirubinämie
• gestörter Eltern-Kind-Kontakt
Primärprävention Frühgeborene
• Antibiose bei asymptomatischer Bakteriurie
• Antibiose bei bakterieller Vaginose und Z.n. Frühgeburt
• Messung des Scheiden pHs durch die Schwangere
• Sanierung der Zähne und Behandlung von infektiösen Erkrankungen im Mund- und Zahnbereich vor der Schwangerschaft
• Prophylaktische Progesterongabe bei Schwangeren mit Z.n. Frühgeburt oder kurzer Cervix
• Evt. Cerclage bei Schwangeren mit Z.n. Frühgeburt
• Veränderung des Lebensstils (Nikotinentwöhnung, regelmäßige moderate körperliche Arbeit, Information der Schwangeren über gesundes Verhalten in Freizeit und bei der Arbeit)
Sekundärprävention Frühgeborene
Tgl. intravaginale Gabe von Progesteron und die Einlage eines Zervixpessars bei Schwangeren mit kurzer Cervix (25mm) vor der 24. SSW
Cerclage, falls die o.g. Frauen Z.n. Frühgeburt sind
Beratung zu den Arbeitsumständen und Überprüfung durch den Arbeitgeber Vermeiden von langem Stehen und schwerem Heben
Ursachen medizinisch indizierte Frühgeburtlichkeit
• Plazentainsuffizienz
• Präeklampsie
• Blutungen in der Schwangerschaft
• Rhesusinkompatibilität •
Andere schwere mütterliche Erkrankungen
Ursachen spontane Frühgeburtlichkeit (60-70 % aller Frühgeburten):
Epidemologie Frühgeborene
2017 betrug die Frühgeburtenrate in Deutschland 8,36 %. Sie hat sich seit 2008 kaum verändert. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland damit einen der hinteren Plätze ein.
Von den 8 % Frühchen in Deutschland werden ca. 14 % zwischen der 30. und 26. SSW geboren.
2 % werden in der 24./25. SSW. geboren
Die Frühgeburt trägt wesentlich zur perinatalen Morbidität und Mortalität bei.
2017 betrug die perinatal Mortalität bei Kindern, die vor der 28. SSW zur Welt kamen, 33,34 %.
Kinder die zwischen der 28. und 31. SSW geboren wurden, hatten eine Mortalität von 8,01 %.
Bei Kindern deren Geburt zwischen der 32. und 36. SSW stattfand, lag sie bei 1,62 %.
Ursachen Frühgeburt
Die Ursachen für eine Frühgeburt sind sehr komplex. Häufig liegt ihnen nicht nur eine Ursache zugrunde. 2 große Gruppen von Ursachen
• Medizinisch indizierte Frühgeburtlichkeit
• Spontane Frühgeburtlichkeit
Reifezeichen Neugeborenes
Lanugobehaarung: sehr unreife: Keine Behaarung mit zunehmendem Alter mehr
Fußsohle: wenige bis keine Furchen
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