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CE 07 M 06 (S) Rehabilitatives Pflegehandeln bei Kindern mit angeborenen Behinderung

SB
von Steven B.

Risikofaktoren Spina Bifida

  1. Folsäuremangel: Ein Mangel an Folsäure (Vitamin B9) in der Schwangerschaft ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Spina bifida. Folsäure spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Neuralrohrs im frühen Stadium der Schwangerschaft.

  2. Genetische Faktoren: Es gibt Hinweise darauf, dass genetische Veranlagung eine Rolle spielt. Ein erhöhtes Risiko für Spina bifida kann in Familien auftreten, in denen bereits Kinder mit Neuralrohrdefekten geboren wurden.

  3. Diabetes der Mutter: Mütter, die vor der Schwangerschaft an Diabetes erkrankt sind, haben ein höheres Risiko, ein Kind mit Spina bifida zu bekommen, besonders wenn der Blutzuckerspiegel schlecht kontrolliert ist.

  4. Übergewicht oder Adipositas der Mutter: Übergewicht während der Schwangerschaft kann das Risiko für Spina bifida und andere Geburtsfehler erhöhen.

  5. Medikamenteneinnahme: Einige Medikamente, wie Antiepileptika (z. B. Valproinsäure), können das Risiko von Neuralrohrdefekten erhöhen, wenn sie während der Schwangerschaft eingenommen werden.

  6. Mangelernährung oder ungesunde Ernährung: Eine unausgewogene Ernährung ohne ausreichende Mikronährstoffe kann das Risiko erhöhen.

  7. Umweltfaktoren: Bestimmte Umweltfaktoren, wie Chemikalien oder Pestizide, können ebenfalls zu einem erhöhten Risiko beitragen, obwohl die genauen Zusammenhänge noch nicht vollständig verstanden sind.

  8. Alter der Mutter: Mütter, die sehr jung oder älter sind (besonders über 40), haben ein erhöhtes Risiko, ein Kind mit Spina bifida zu bekommen.


Maßnahmen zum Einschränken der Risikofaktoren einer Spina Bifida

  1. Folsäure einnehmen: Frauen, die eine Schwangerschaft planen, wird geraten, mindestens 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag einzunehmen. Dies sollte idealerweise schon mindestens einen Monat vor der Empfängnis beginnen und bis zum Ende des ersten Trimesters fortgesetzt werden. Bei Frauen mit einem höheren Risiko (z. B. wegen früherer Spina bifida-Geburten oder genetischer Prädisposition) kann eine höhere Dosis (z. B. 4 mg täglich) empfohlen werden.

  2. Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Mikronährstoffen wie Folsäure, Eisen und Jod ist, kann helfen, das Risiko von Spina bifida zu verringern.

  3. Blutzuckerkontrolle bei Diabetes: Wenn eine Frau an Diabetes leidet, sollte sie ihren Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft gut kontrollieren und sich regelmäßig vom Arzt überwachen lassen.

  4. Gewichtskontrolle: Eine gesunde Gewichtszunahme vor und während der Schwangerschaft kann das Risiko verringern.

  5. Medikamentenkontrolle: Frauen, die Medikamente einnehmen, insbesondere solche, die das Risiko von Neuralrohrdefekten erhöhen könnten, sollten dies mit ihrem Arzt besprechen, um mögliche Risiken zu minimieren.

  6. Vermeidung von Umweltgiften: Der Kontakt mit schädlichen Chemikalien, Pestiziden oder giftigen Substanzen sollte während der Schwangerschaft vermieden werden.

  7. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Regelmäßige ärztliche Untersuchungen während der Schwangerschaft ermöglichen eine frühzeitige Erkennung und Behandlung von möglichen Risiken oder Fehlbildungen.


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Steven B.

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