Abk ADHS
: Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung
Empfehlungen Medienzeit nach Alter
• Für die Mediennutzungsdauer gibt es entsprechend dem Alter von Kindern folgende Regeln, die als Orientierung dienen können:
• Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren: keine Bildschirmmedien nutzen
• Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren: höchstens 30 Minuten täglich
• Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren: höchstens 45 bis 60 Minuten täglich
Empfehlungen Mediennutzung Vertrag
• Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind verbindlich Zeiten für die Nutzung digitaler Medien.
• Interessieren Sie sich für die digitalen Aktivitäten Ihrer Kinder – lassen Sie sich davon berichten, nehmen Sie Anteil oder spielen Sie gegebenenfalls mit.
• Seien Sie authentisch und halten Sie sich auch selbst an vereinbarte Zeiten.
• Planen Sie gemeinsame Aktivitäten: Das können Gesellschaftsspiele, sportliche Aktivitäten, Ausflüge oder Spaziergänge sein. Was immer der Familie zusammen Spaß macht: Bei diesen Aktivitäten sollten digitale Medien für alle tabu sein.
• Auch beim gemeinsamen Essen und während einer Unterhaltung sollten digitale Medien Pause haben. Schenken Sie Ihrem Kind Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Das ist ein wertvolles Geschenk für Ihr Kind.
Risiken durch Medienkonsum bei Kindern
• Cyber-Grooming
• Cyber-Mobbing
• Online-Betrug
• Free-to-play-Spiele
• Abhängigkeit von Social media
• Bei der Nutzung von sozialen Medien wird Dopamin in unserem Gehirn ausgestoßen, etwa so, wie wenn wir Alkohol oder Drogen konsumieren. Man kann also auch nach Social Media süchtig werden
• Empfehlung für Erwachsene: maximal 30 Minuten am Tag!
Diagnostik Onlinespielesucht
• Exploration des Jugendlichen – Anamnese
• Themen: Beschäftigung mit Medien im Tagesverlauf mit Nutzungsart, Nutzungszeiten, Funktionalität, Rahmenbedingungen und Begleitsymptomatiken
• Assessmentinstrument AICA-C zur Diagnostik und Verlaufsbeurteilung
Therapie Onlinespielesucht
• Bisher unzureichend beforscht (insbesondere bzgl. Smartphones und Social Media)
• Therapie kann nur Erfolg haben, wenn Betroffene selbst bereit sind, Hilfe anzunehmen (häufig ab einem sogenannten Tiefpunkt)
• Bei Karenz (Entzug vom jeweiligen Medium) kann es genau wie bei anderen Abhängigkeiten zu Craving kommen. Auch sollte auf Suchtverlagerung, z.B. in Richtung Rauchen oder Essen geachtet werden
• Therapieschwerpunkt ist die Steigerung der Selbstwahrnehmung und der Körperempfindungen
• Betroffene sollen in der Psychotherapie lernen, ihre Emotionen zu verbalisieren und erleben, dass sie obwohl sie Fehler machen (und gemacht haben) als Person wertgeschätzt werden
• Weitere Maßnahmen aus den Bereichen der Psychotherapie, Ergotherapie und Verhaltenstherapie werden individuell genutzt (s. Abhängigkeitserkrankungen)
Teufelskreis der Sucht beim Gaming
• Betroffene erleben im Spiel Zufriedenheit, Glück und Bestätigung (zum Beispiel durch bestimmte Erfolge oder besonders gute Leistungen), die sie im realen Leben nicht finden
• Dopaminausschüttung, Aktivierung/Bildung des Suchtgedächtnisses
• Computerspielabhängige verleugnen oder beschönigen ihr Verhalten und haben keine Krankheitseinsicht (siehe andere Abhängigkeitserkrankungen)
• Unverständnis von Eltern und ggf. Geschwistern führt dazu, dass sie sich ausgegrenzt fühlen
• Das Gaming „hilft“ den Betroffenen in dieser Situation, da die damit einhergehenden Prozesse von Ablenkung und Verdrängung verhindern, dass sie sich mit emotionalen, zwischenmenschlichen Konflikten beschäftigen müssen (welche angst- und schambehaftet sind)
• Hinweis: je früher junge Menschen mit dem Computerspielen beginnen, desto eher können sie unter Anderem die Kontrolle über die Spielzeiten sowie den Zugang zu eigenen Emotionen verlieren
-> emotionale und soziale Kompetenzentwicklung bleibt rudimentär, in schwierigen Situationen flüchten sich Betroffene immer mehr in die Computerspielwelt
-> diese Flucht wird durch die vermehrte Nutzung von Smartphones immer einfacher, der Zugang ist in jeder Lebenssituation „greifbar“
Diagnosetraining Spielesucht laut ICD11
• Entgleitende Kontrolle etwa bei Häufigkeit und Dauer des Spielens
• wachsende Priorität des Spielens vor anderen Aktivitäten
• Weitermachen auch bei negativen Konsequenzen
Allgemeines Medienabhängigkeit
• Computersucht gilt laut ICD-11 als Impulskontrollstörung, ist aber nur eine Ausprägung der medienbezogenen Störungen
• Überbegriff: „Medienbezogene Störungen“
-> exzessive Internetnutzung bei :
• Internetpornographie
• Onlinebeziehungen
• Onlinespiele
• Glücksspiel
• Auktions- und Shoppingseiten
• Nutzung von Datenbanken und Social Media
Faktoren Online-Spielstörung (Impulskontrollstörung)
• Betroffene Kinder und Jugendliche spielen bis zu 19 Stunden täglich
• Mögliche Folgen: Vernachlässigung aller notwendigen Lebensaktivitäten
Risiko für soziale Isolation und Vereinsamung
Risiko für Adipositas durch Bewegungsmangel und Essen vor dem Bildschirm
Risiko, dass Essen und trinken völlig vernachlässigt werden bis hin zum Kreislaufzusammenbruch •
Allgemeine körperliche und soziale Verwahrlosung •
Mangelnde Körperpflege • Etc.
Warnzeichen und Symptome Onlinespielsucht
• Ansteigender innerer Druck, Medien bedienen zu müssen • Entzugssymptome: innere Unruhe, Gereiztheit, Konzentrationsprobleme, etc.
• Leistungsabfall in der Schule/Berufsausbildung/Studium • Vernachlässigung von Pflichten
• Überdurchschnittlich hohe Fehlzeiten
• Schlafstörungen, vor allem verschobener Schlaf-Wach-Rhythmus
• Soziale Isolation
– Rückzug von Freizeitaktivitäten und sozialen Beziehungen
• Erhöhte Ängstlichkeit
• Niedergedrückte Stimmungslage
Definition Physische Abhängigkeit
Bei einer physischen Abhängigkeit gewöhnt sich der Körper mit der Zeit an die Einwirkung des Suchtmittels, er bildet eine Toleranz. Das bedeutet, der Körper braucht eine immer höhere Dosis, um die ursprüngliche Wirkung zu erreichen. Bleibt eine neue Dosis aus, treten teils heftige Entzugserscheinungen auf.
Definition Psychische Abhängigkeit
Bei einer psychischen Abhängigkeit kommt es zu keiner Gewöhnung an das Suchtmittel. Es gibt auch keine Entzugserscheinungen. Die Abhängigkeit besteht nur im Kopf des beeinflussten Individuums, trotzdem auftretende „Entzugserscheinungen“ sind psychosomatischer Art
Faktoren Intoxitation
Akute Intoxikation [akuter Rausch]
Ein Zustandsbild nach Aufnahme einer psychotropen Substanz mit Störungen von Bewusstseinslage, kognitiven Fähigkeiten, Wahrnehmung, Affekt und Verhalten oder anderer psychophysiologischer Funktionen und Reaktionen.
Die Störungen stehen in einem direkten Zusammenhang mit den akuten pharmakologischen Wirkungen der Substanz und nehmen bis zur vollständigen Wiederherstellung mit der Zeit ab, ausgenommen in den Fällen, bei denen Gewebeschäden oder andere Komplikationen aufgetreten sind.
Komplikationen können ein Trauma, Aspiration von Erbrochenem, Delir, Koma, Krampfanfälle und andere medizinische Folgen sein. Die Art dieser Komplikationen hängt von den pharmakologischen Eigenschaften der Substanz und der Aufnahmeart ab.
Symptome Intoxitation mit Opioden
Atemdepression < 8 Atemzüge/ Minute
Bewusstseinsstörung bis Koma
Pupillenverengung (Miosis)
späte Pupillenerweiterung (Mydriasis)
Zyanose
Allgemeine Wirkungen und Nebenwirkungen von Opioden
Analgesie
Sedierung mit Schwindel
Reizung Brechzentrum mit Übelkeit und Erbrechen
Hemmung des Atemzentrums
Hemmung des Hustenreflexes
Stimmungsveränderung (euphorisierend bis angstauslösend und niedergeschlagen)
Immunsuppression
Tonuserhöhung der glatten Muskulatur
Pupillenverengung
Mundtrockenheit
Juckreiz und Bronchialverengung und Gefäßweitstellung durch Histaminfreisetzung
Toleranzentwicklung
Definition Psychotrope Substanzen
• Psychotrope Substanzen sind Stoffe, die das Bewusstsein oder die Psyche beeinflussen. Dazu zählen Alkohol, bestimmte Medikamente und (illegale) Drogen.
• Wenn verschiedene psychotrope Substanzen gleichzeitig und regelmäßig eingenommen werden, spricht man klinische von einer Polytoxikomanie (multipler Subtanzgebrauch). Hinweis:
• „Droge“ meint per Definition jeden pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Rohstoff für Heilmittel/Arzneimittel, Stimulanzien oder Gewürze
• Im gängigen Sprachgebrauch wird „Droge“ jedoch für gewöhnlich genutzt, wenn von illegalen Substanzen oder Alkohol gesprochen wird.
Definition akute Intoxikation
• Wird eine psychotrope Substanz in ausreichender Dosierung konsumiert, treten sofort akute Rauschsymptome auf. Das Bewusstsein, das Denken und das Verhalten sind beeinträchtigt. Je nachdem, welche Substanz eingenommen wurde, bestehen auch weitere körperliche Symptome.
Definition Missbrauch und schädlicher Gebrauch
• Hierunter versteht man den anhaltenden und übermäßigen Gebrauch einer Substanz, der zu körperlichen und psychischen Schaden führt (z. B. Alkohol, der zur Hepatitis führen kann).
Definition Abhängigkeit
• Abhängige Personen zeigen das starke Verlangen und den zwanghaften Wunsch, diese Substanzen zu sich zu nehmen. Sie haben keine Selbstkontrolle („Craving“). Da sich der Körper an die Substanzmenge anpasst (Toleranzentwicklung), müssen sie die nötige Dosis immer weiter steigern. Wenn dies nicht möglich ist, kommt es zu Entzugssymptomen.
Definition Craving
• Craving (Suchtdruck) bezieht sich bei Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen auf das überwältigende Verlangen oder den Drang, mehrere oder ein bestimmtes Suchtmittel zu konsumieren oder eine Tätigkeit durchzuführen (z.B. Glücksspiel). • Das Verlangen wird oft begleitet von körperlichen und psychischen Symptomen wie Zittern, Schwitzen, Nervosität, Reizbarkeit und Angst.
Faktoren Abhängigkeit
• Faktoren, die abhängig machen, wirken auf das Belohnungssystem im Gehirn. Dort wird Dopamin ausgeschüttet, was ein angenehmes, euphorisches Gefühl zur Folge hat. Dieses Gefühl „merkt“ sich das Gehirn, das Suchtgedächtnis entwickelt sich.
• Man möchte dieses positive Gefühl wieder empfinden, was für die Aufrechterhaltung des Suchtmittelkonsums der entscheidende Schritt ist.
Risikofaktoren Abhängigkeit
• Insgesamt spielen viele verschiedene Faktoren bei der Suchtentwicklung eine Rolle. Neben genetischen und persönlichen Faktoren hat v. a. die Umwelt entscheidenden Einfluss, z. B. das Milieu, in dem man sich befindet, die berufliche Situation, das Verhalten im Elternhaus, schulische Konflikte.
➢ Sozioökonomische Situation
Faktoren, die eine Motivation darstellen Suchtmittel zu nehmen
• Einsamkeit und innere Leere
• Überbelastung und Wunsch nach Entspannung
• Wunsch, Konflikten zu entgehen
• Geltungsbedürfnis und Gruppenzwang bei Jugendlichen
• Hohes Maß an Verantwortung
• Angst, Wut, Trauer sind häufig zu Grunde liegende Gefühle
Wichtige Faktoren THerapie Intoxitation
Ziel: langfristige Abstinenz und eine selbstständige Lebensgestaltung ohne Drogen.
• Das Vorgehen richtet sich nach der jeweiligen Droge. Gegen eine akute Opiatvergiftung helfen Opioid Antagonisten wie Naloxon (i. v.-Gabe). Naloxon wirkt jedoch kürzer als Morphin, daher müssen die behandelten Patienten engmaschig überwacht werden. Bei Opiatabhängigkeit wie Morphin oder Heroin ist zunächst ein Entzug (Entgiftung) nötig.
• Man unterscheidet einen kalten von einem warmen Entzug. • Beim kalten Entzug wird die Droge plötzlich abgesetzt. Gegen die Entzugssymptome werden die Patienten medikamentös, z. B. mit Clonidin, Antipsychotika oder Antidepressiva behandelt.
• Beim warmen Entzug wird Heroin zunächst durch den Opiatersatzstoff Methadon ersetzt, bis dieses im Verlauf abgesetzt wird. Der warme Entzug dauert länger und ist für den Patienten oft unangenehmer. Speziell bei langjährigen Drogenabhängigen ist dieses Entzugsprogramm mittels Substitution jedoch sinnvoll.
Wichtiger Faktor bei der Behandlung mit Methadon
• Methadon ist wie Heroin ein Opiat und macht damit abhängig. Es verhindert die Entzugssymptome, löst jedoch, da es oral eingenommen wird, keinen „Rausch“ aus.
Symptome Opiatvergiftung
• Atemdepression < 8 Atemzüge/ Minute
• Pupillenverengung (Miosis)
• späte Pupillenerweiterung (Mydriasis)
• Zyanose
Weiterführende Therapie Abhängigkeit
• Nach dem Entzug wird eine Entwöhnung durchgeführt mit einem vielfältigen Programm aus Psycho-, Soziound Arbeitstherapie.
• Bei anderen Drogen wird versucht, mittels Psychotherapie eine Abstinenz zu erreichen. Entzugserscheinungen werden medikamentös gelindert. Arbeit mit Abhängigkeitserkrankten
• Appelle an die Vernunft oder abschreckende Beispiele sind im Kontakt mit den Betroffenen zu vermeiden. Die Behandlung sollte in enger Zusammenarbeit mit Drogenberatungsstellen und Selbsthilfegruppen erfolgen.
• Akut verwirrte und ängstliche Drogenpatienten können bestenfalls durch Zureden beruhigt werden („talking down“).
• Wichtig: Craving überschattet oftmals alle Lebensbereiche der Betroffenen. Sie würden beinahe alles tun, um den gewünschten Rauschzustand herzustellen. Lügen, Beleidigungen, Manipulationen u.Ä. sollten vom Personal niemals persönlich genommen werden! Prognose • Die Prognose der Drogenabhängigkeit ist eher schlecht. Nur 20–40 % der Patienten können nach einer Entwöhnung in einer Fachklinik ohne Drogen leben. Die Sterblichkeit ist 15-fach erhöht. Sie ist meist durch Überdosierungen, Unfälle, Suizid oder Infektionen (bei i. v.-Konsum) bedingt.
Unterscheidung Abhängigkeit
Physische Abhängigkeit
Psychische Abhängigkeit
Wann werden Psychostimulanzien medizinisch eingesetzt?
Hauptindikationen sind:
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)
Narkolepsie
Schwere therapieresistente Depressionen (Off-Label-Einsatz)
Wann dürfen Psychostimulanzien nicht eingesetzt werden?
Kontraindikationen sind:
Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Unkontrollierter Bluthochdruck
Psychotische Erkrankungen
Suchterkrankungen
Hyperthyreose
Wie werden Psychostimulanzien normalerweise dosiert?
Methylphenidat (Ritalin®): 10–60 mg/Tag (aufgeteilt auf mehrere Dosen)
Lisdexamfetamin (Elvanse®): 30–70 mg/Tag
Modafinil (Vigil®): 100–400 mg/Tag
Amphetamin/Dextroamphetamin (Adderall®): 5–40 mg/Tag
Welche Nebenwirkungen können durch Psychostimulanzien auftreten?
Häufige Nebenwirkungen sind:
Schlafstörungen
Erhöhter Blutdruck und Herzfrequenz
Appetitlosigkeit
Unruhe, Nervosität
Kopfschmerzen
Mit welchen Substanzen können Psychostimulanzien gefährliche Wechselwirkungen haben?
Diagnostik ADHS
Eltern- und Lehrerurteil
SDQ
Problemfragebogen
Diagnostisches Interview
Vertiefende Diagnostik
Verhaltensbeobachtung
(in allen Lebenslagen)
Testpsychologische Begutachtung
Intelligenz- und Leistungsdiagnostik
Medizinische Diagnostik
Neurologische Diagnostik
Symptome ADHS
impulsiv
zappelig
überdreht
schnell gereizt
ungeduldig
stört
Symptome ADS
verträumt
hilfsbereit
ängstlich
empfinldich
schüchtern
langsam
Symptome Mischform ADHS
zerstreut
vergesslich
unkonzentriert
schlechte Feinmotorik
unaufmerksam
emotional
trödelig
Definition Amphetamine
> haben eine aufputschende/ anregende Wirkung und sind mit seinen zahlreichen Varianten wie Methamphetamin (auch in Speed oder Crystal Meth) und Methylendioxymethamphetamin (MDMA, Ecstasy oder Adam).
Definition Methylphenidat
(z.B. als Medikament „Ritalin“) -> sind amphetaminartige Derivate, die aufmerksamkeitssteigernde Wirkung + Erhöhung der Konzentration bewirken
Wie wirken Psychostimulanzien auf das Nervensystem?
Was sind Psychostimulanzien?
Psychostimulanzien sind Substanzen, die das zentrale Nervensystem anregen und zu einer gesteigerten Wachheit, Aufmerksamkeit und Antriebssteigerung führen.
Welche häufigen Psychostimulanzien gibt es?
Methylphenidat (z. B. Ritalin®)
Amphetamin & Dextroamphetamin (z. B. Adderall®)
Lisdexamfetamin (z. B. Elvanse®)
Modafinil (z. B. Vigil®)
Koffein
❓ Mit welchen Substanzen können Psychostimulanzien gefährliche Wechselwirkungen haben?
Psychostimulanzien können mit MAO-Hemmern, SSRIs, Antipsychotika, Alkohol und anderen Stimulanzien zu gefährlichen Wechselwirkungen führen, insbesondere zu Bluthochdruckkrisen oder Serotoninsyndrom.
Einflussfaktoren ADHS
neurobiologische Faktoren
psychosoziale Faktoren
genetische Faktoren
Umweltfaktoren
neurobiologische Ursachen für ADHS
Neurotransmitter Noradrenalin und Dopamin stehen in nicht ausreichender Menge zur Verfügung
-> gestörte Übertragung von Signalen
-> das Zusammenspiel von Aufmerksamkeits- und Motivationssystem sind beeinträchtigt
Folgen der neurobiologischen Form bei der unaufmerksamen Form des ADHS
mangelnde Fokussierung bei uninteressanten Aufgaben
Handlungen zu planen und in Unterufnktinen aufzuteilen
Folgen des neurobiologischen Ungleichgewichts beim hyperaktiven-impulsen Typ
sind immer in Bewegung
handeln oft unüberlegt, können Konsequenzen nicht vorhersehen
können nicht gut auf Belohnung warten
Faktoren der genetischen Dispostion bei ADHS
(z.B. sind eineiige Zwillinge in ca. 60-80% der Fälle beide von ADHS betroffen, zweieiige Zwillinge haben nur in ca. 35% der Fälle gleichzeitig ADHS. Angehörige ersten Grades –Vater, Mutter, Kinder- haben ein- bis fünffach erhöhte Wahrscheinlichkeit, ebenfalls an ADHS zu leiden)
Faktoren psychosoziale Bedingungen
(z.B. Aufwachsen mit einem alleinerziehenden Elternteil, psychische Erkrankung eines Elternteils, antisoziale Persönlichkeitsstörung eines Elternteils, Alkohol- oder Drogenkonsum in der Familie)
Wichtige Faktoren Umwelteinflüsse bei ADHS
e (z.B. Frühgeburt, Geburtskomplikationen, frühkindlicher Stress, Krankheiten, Drogen- oder Nikotinkonsum während der Schwangerschaft, psychische Belastungen, erhöhter Medien- und Fernsehkonsum, Bewegungsarmut, Reizüberflutung, Erziehungsstil)
Häufigkeit ADHS
• Ca. 5% Prävalenz
• Verhältnis Jungen zu Mädchen ist nicht ausgeglichen
• Die meisten Betroffenen haben eine kombinierte AufmerksamkeitsdefizitHyperaktivitätsstörung (klassischer Mischtyp)
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) – Kombinationstyp - Hauptmerkmal
Synonym ADHS
: Hyperkinetisches* Syndrom
Definition Hyperkinese
vermehrte Bewegungsaktivität
Drei Kernsymptome der ADHS
• Unaufmerksamkeit: eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, eingeschränkte Daueraufmerksamkeit, erhöhte Ablenkbarkeit
• Hyperaktivität: allgemeine grob- und feinmotorische Unruhe; übersteigerter Bewegungsdrang
• Impulsivität: mangelnde kognitive/emotionale Impulskontrolle; unüberlegtes Handeln.
Definition ICD
International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (klassifiziert alle Krankheiten)
Definition DSM
Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (klassifiziert psychische Krankheiten)
Faktoren, die für eine ADHS-Diagnose vorliegen müssen
-> Die Symptomatik liegt in mehr als einem Lebensbereich / mehr als einer Situation (z.B. nicht NUR in der Schule)
-> Findet über einen längeren Zeitraum (konstant über mindestens 6 Monate) statt
-> Wird in unangemessenem und nicht dem Entwicklungsstand entsprechenden Ausmaß beschrieben
Hauptmerkmale Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS)
Schwierigkeiten, sich auf Details zu konzentrieren
Häufige Flüchtigkeitsfehler
Probleme, Aufgaben zu organisieren
Vergesslichkeit im Alltag
Leicht ablenkbar durch äußere Reize
Schwierigkeiten, Anweisungen zu befolgen
Hyperaktivitätsstörung – Hauptmerkmale
Übermäßige körperliche Unruhe (z. B. Zappeln, Herumlaufen)
Schwierigkeiten, ruhig zu sitzen oder zu bleiben
Redet übermäßig viel
Impulsives Verhalten, z. B. andere unterbrechen
Schwierigkeiten, auf die eigene Impulsivität zu achten
Handelt oft, ohne die Konsequenzen zu bedenken
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