Buffl

CE7.05 - Rehabilitatives Pflegehandeln bei Kindern mit einer rheumatischen Erkrankung

SB
von Steven B.

Auf was ist sonst noch zu achten bei der Einnahme von Glukokortikoiden

  • Die Therapie darf NIEMALS ohne Rücksprache mit dem Arzt abgebrochen werden, da es sonst zu gefährlichen Mangelzuständen kommen kann.

  • Die tägliche Einnahme sollte am besten morgens zwischen 6 und 8 Uhr erfolgen, vereinzelt ist eine geringere Dosis auch am Abend erforderlich.

  • Bei Infekten oder Operationen dürfen Glukokortikoide nicht abgesetzt werden, ggf. ist sogar eine kurzfristige Erhöhung der Dosis notwendig (Stressdosis). Dies ist unbedingt mit dem betreuenden Arzt/Kinderrheumatologen zu besprechen.

  • Eine Vervollständigung des Impfstatus VOR geplanter längerer Glukortikoidtherapie ist zu empfehlen, sofern die Erkrankung dies erlaubt. Bei einer kurzzeitigen Glukortikoidtherapie (<2 Wochen) bzw. einer niedrig dosierten Therapie (<0,2 mg/kg Körpergewicht bzw. <20 mg/Tag) sind alle Impfungen möglich, sicherheitshalber sollte aber der behandelnde Arzt konsultiert werden. Vor bzw. unter einer längeren (>2 Wochen) oder höher dosierten (>0,2 mg/kg Körpergewicht bzw. >20 mg/Tag) Glukokortikoid-Therapie sind zusätzliche Impfungen gegen Pneumokokken und Grippe zu erwägen. Totimpfstoffe können auch unter Therapie mit höher dosierten Glukokortikoiden geben werden, jedoch kann der Aufbau der Schutzwirkung vermindert sein. Gegebenenfalls wird der behandelnde Arzt deshalb den Impferfolg überprüfen. Von Impfungen mit Lebendimpfstoffen (Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Tuberkulose) ist bei höheren Dosen oder längerer Einnahme von Glukokortikoiden ggf. abzuraten


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Steven B.

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